Mensch oder Maschine? – Was prägt die Zukunft der Finanzbranche im digitalen Zeitalter

„50 Prozent der Wirtschaft sind Psychologie. Wirtschaft ist eine Veranstaltung von Menschen, nicht von Computern.“ (Alfred Herrhausen)

Die klassische Finanzbranche steht vor einem Paradigmenwechsel. Unternehmen, Institutionen bis hin zu Einzelpersonen wie Kundenberater, Asset- und Wealth-Manager stehen vor vollkommen neuen Herausforderungen. Dennoch zögern viele, sich dem veränderten Umfeld nach innen mit ihrer Arbeitswelt, Unternehmenskultur und Führungskompetenz und nach außen mit ihren Angeboten, Beratungskompetenz und Kundenansprache anzupassen. Manche von ihnen wissen vielleicht nicht, wie sie den Wandel aktiv gestalten können.

Die Digitalisierung hat neue Player auf den Markt gerufen, deren Geschäftsmodelle und Produkte mit systemischer Wirkung die Finanzbranche verändern. Klassische Anbieter verlieren an Markenattraktivität und Kunden. Ihre mangelnde Innovationskraft ermöglicht branchenfremden den Markteintritt beispielsweise beim Mobile Payment. Und die Kunden nutzten die Vorteile digitaler Technologien mit einer Selbstverständlichkeit, die ihre Ansprüche, Bedürfnisse und ihr Verhalten verändert. Eine der zukunftskritischen Fragen für die klassische Finanzbranche lautet: Inwieweit gewöhnen sich ihre Kunden an die neuen digitalen Berater, die den klassischen Finanzexperten ersetzen, zumal ihr Vertrauen in die Finanzbranche eher abnimmt und Algorithmen als die erfolgreicheren Anlageberater erscheinen.

Eine profilierte Persönlichkeit schafft Vertrauen – auch als Versprechen in die Zukunft

Vertrauen ist ein zentraler Motor der Finanzindustrie. Es wird durch Menschen, nicht durch Maschinen geschaffen. Damit gewinnt die Persönlichkeit des Finanzexperten eine neue Rolle und ihre Wirkungsstärke wird – unabhängig von seinem Spezialgebiet – zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Angesichts digitaler Wettbewerber und massenhaft, jederzeit, an jedem Ort verfügbarer Angebote, muss der Finanzexperte notwendigerweise seine Persönlichkeit professionell entwickeln und in ihrer Außenwahrnehmung schärfen, um Kunden zu gewinnen und trotz einer unüberschaubaren Vielzahl an Anbietern und Kommunikationskanälen „rüberzukommen“. Nur so kann er seinen Kunden eine deutlich erkennbare Alternative zum „digital Advisor“ bieten.

Diese Profilierung der Persönlichkeit ist keine Selbstvermarktung oder Selbstfindung. Sie erfolgt am besten nach den geprüften Erfolgsfaktoren des sogenannten Personal Branding. Der starke Personal Brand ermöglicht dem Finanzexperten die signalstarke Wirkung nach außen, die sich beim Kunden verankern kann. Er ist im Gegensatz zu einem immer nur vergangenheitsbezogenen Leistungsportfolio sein vertrauensbildendes dauerhaftes Versprechen in die Zukunft und eine Grundvoraussetzung für seinen Erfolg.

Den vollständigen Beitrag von Christine Riedmann-Streitz, MarkenFactory, sowie die Checkliste Personal Brand - Erfolgsfaktor im digitalen Zeitalter finden Sie auf 2nhct.

Über den Autor

  • Christine Riedmann-Streitz

    Christine Riedmann-Streitz

    Gründerin und Geschäftsführerin der MarkenFactory GmbH

    Christine Riedmann-Streitz ist die Gründerin und Geschäftsführerin der MarkenFactory GmbH, www.markenfactory.com, einer inhabergeführten Consulting & Coaching Agentur, mit den Schwerpunkten MARKE und INNOVATION sowie CHANGE. Die Expertin für Marke, Innovation und Change ist Beraterin und zertifizierte Innovationstrainerin und Coach. Sie ist tätig als Referentin, als Moderatorin von Panels, Workshops und Veranstaltungen und als Penalist. Als Dozentin lehrt sie an renommierten staatlichen und privaten Hochschulen.
    Im April 2017 erschien ihr neues Buch „Gibt es noch Marken in der Zukunft? Hybrid Brands – eine Zukunftsvision für starke Marken“ bei Springer Gabler.

    RSS-Feed abonnieren