Rekordzuflüsse in Robotik-ETPs

Robotik-ETPs verzeichneten in der vergangenen Woche mit 51 Mio. USD die höchsten jemals verzeichneten wöchentlichen Zuflüsse, so ETF Securities im wöchentlicher Markt- und Flowbericht. Aus US-Dollar-Long-Positionen flossen in den letzten zwei Monaten 40 Mio. USD ab. Bei Landwirtschafts-ETPs kam es in der vergangenen Woche zu Abflüssen in Höhe von 40 Mio. USD. Betroffen waren insbesondere Weizen und Mais.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten in der vergangenen Woche mit 51 Mio. USD die höchsten wöchentlichen Zuflüsse seit Auflegung. Damit summiert sich das verwaltete Vermögen erstmals auf über 1 Mrd. USD. Im Zuge der erfolgreichen Berichtssaison haben nun 92 Prozent der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, und wir stellen fest, dass Umsätze und Gewinne nach einer Schwächephase über ihre Höchststände aus dem Jahr 2015 hinausgewachsen sind. „Im Vergleich zum Vorquartal entwickelte sich der 3D-Druck-Bereich schwach, aber sein Einfluss auf die Gesamtgewinne, die um 17,7 Prozent zulegten und um 12 Prozent über den Erwartungen lagen, war geringfügig. Entsprechend blieben auch die Bewertungen stabil. Das akuelle KGV von 29 entspricht relativ zum MSCI World Tech dem langfristigen Durchschnitt“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Aufgrund der für Dezember drohenden Zinsanhebung der Fed kam es in der vergangenen Woche bei Gold-ETPs (A0N62G) zu Abflüssen in Höhe von 43 Mio. USD. In den letzten zwei Monaten waren kontinuierlich insgesamt 450 Mio. USD zugeflossen. „Trotz der Abflüsse sind wir überzeugt, dass Gold aufgrund der nach wie vor mangelnden Nachfrage nach dem US-Dollar, der zunehmenden geopolitischen Ängste hauptsächlich in Zusammenhang mit Nordkorea und der befürchteten Auswirkungen der geldpolitischen Anpassungen nichts von seiner Beliebtheit einbüßen wird“, so Hein.

Parallel zu Gold (A0LP78) flossen in den letzten zwei Monaten 40 Mio. USD aus US-Dollar-Long-Positionen ab, und zwar in erster Linie gegenüber dem Euro. „Unseres Erachtens ist dieser Umstand Ausdruck der Skepsis der Anleger darüber, ob Präsident Trump die beabsichtigten Steuersenkungen wirklich durch den Kongress bringen kann, und der weiterhin positiven Konjunkturdaten der Eurozone“, meint Hein.

Bei Rohöl (A1N49P) kam es erneut zu Abflüssen, insgesamt in Höhe von 22 Mio. In 20 der 21 Wochen seit Juli kam es zu Abflüssen, die sich mittlerweile auf 694 Mio. USD summieren, das heißt auf 43 Prozent des aktuell verwalteten Vermögens. Unseres Erachtens bedeutet dies, dass die Anleger die Nachhaltigkeit des aktuellen Ölpreisniveaus zunehmend in Zweifel ziehen. Außerdem dürfte sich die jüngste Verlängerung der Förderkürzungen, auf die sich die OPEC unlängst einigte, langfristig kaum auswirken. Bei dem aktuellen Expansionstempo in den USA wird das globale Angebotsdefizit nur von kurzer Dauer sein und bis zum ersten Quartal 2018 wieder in einen Produktionsüberschuss übergehen. Russland ist ferner beunruhigt, dass der Aufschwung der US-Ölindustrie durch die kürzungsbedingt steigenden Preise überhaupt erst möglich wurde. Aus diesem Grund findet sich in der neuen OPEC-Vereinbarung eine Passage, derzufolge die Einigung im Juni 2018 überprüft werden soll. „Da Rohöl der Sorte Brent nun bei 63 USD/Barrel steht, könnte die Vertragstreue wieder einmal nachlassen, da die Versuchung besteht, die höheren Preise zu nutzen“, sagt Hein.

„Bei Landwirtschafts-ETPs (A0KRKB) kam es in der vergangenen Woche zu Abflüssen in Höhe von 40 Mio. USD, die insbesondere Weizen und Mais betrafen. Dies ist unseres Erachtens auf Meldungen zurückzuführen, dass die Erträge sowohl in den USA als auch in Russland höher als erwartet ausgefallen sind. So hoch waren die Abflüsse zuletzt im Juli 2015“, sagt Hein.