GAM Marktkommentar: Starke Nachfrage stützt Bewertungen bei Wandelanleihen

Die Kurse von Wandelanleihen sind zuletzt stark angestiegen – doch die Anlageklasse dürfte mittelfristig ihre höhere Bewertung beibehalten. „Die Bewertungen werden durch eine starke Nachfrage gestützt, während sich das Angebot durch eine hohe Zahl an Fälligkeiten verknappt“, erklärt Jonathan Stanford, Fondsmanager des GAM Star (Lux) – Convertible Alpha. Angesichts des drohenden Taperings hätten viele Investoren die Anlageklasse als Alternative zu High-Yield-Bonds entdeckt. Am teuersten sei derzeit der amerikanische Markt, gefolgt von Europa, während Asien und Japan noch deutlich günstiger bewertet seien. „Allerdings erreichen gerade in Asien in nächster Zeit viele Anleihen ihr Fälligkeitsdatum“, so der Experte.

Insbesondere bei Investment-Grade-Anleihen hätten Investoren derzeit Schwierigkeiten, ihren Bedarf zu decken. „Die hohen Bewertungen sind Ausdruck des extrem knappen Angebots“, analysiert Stanford. So hätte unter den 27 Neuemissionen des laufenden Jahres in den USA bislang keine Anleihe Investment-Grade-Status gehabt, während rund 30 Prozent der fällig gewordenen Papiere aus diesem Bereich gekommen seien. In Europa sei die Situation etwas besser, rund 40 Prozent der Neuemissionen hätten über oder nur knapp unter der Investment-Grade-Schwelle gelegen.

Solange die Notenbanken ihre derzeitige Geldpolitik beibehalten, rechnet der Fondsmanager mit anhaltend hoher Nachfrage. „Der Status von US-Treasuries als sicherer Hafen hat gelitten“, erklärt Stanford. „Für Investoren, die sich vor steigenden Zinsen schützen wollen, sind Convertibles derzeit eine attraktive Alternative zu Staatsanleihen.“

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem  englischsprachigen Dokument.

ETF Securities Marktüberblick KW13

Die Spannungen in der Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen der USA und mittlerweile auch Europas gegenüber Russland, lagen in der Vorwoche weiterhin im Fokus der Investoren. Bedenken, dass Russland weitere Handelsbeschränkungen auferlegt werden und die Ukraine ihre Exporte beschränkt, führte zu einem starken Preisanstieg bei Weizen, da etwa 16% der globalen Exporte aus dieser Region stammen. Besser als erwartete US-Wirtschaftsdaten und ein positiver Ausblick der US-Fed unterstützten die globalen Aktienmärkte und den US-Dollar, drückten jedoch auf die Preise für Gold und Aktien von Goldminenunternehmen. Dennoch sehen wir im derzeitigen globalen Umfeld und den Spannungen zwischen der Ukraine und Russland, weiter Platz für defensive Anlageklassen.

Rohstoffe

Russland ist der weltweit größte Produzent von Palladium und kommt für 42% des gesamten Angebots auf. Jegliche Handelsbeschränkung würde das ohnehin erwartete Marktdefizit für 2014 weiter vergrößern. Zur selben Zeit gehen die Streiks in Süd-Afrika in die 9. Woche und noch konnte keine branchenweite Lösung gefunden werden. Das Land ist mit 37% des globalen Angebots, weltweit der zweitgrößte Palladium-, und der weltgrößte Platin-Produzent. Bei ETFS Physical Palladium  von ETF Securities (WKN: A0N62E) kam es mit 68 Mio. USD zu den stärksten Zuflüssen seit fast einem Jahr. Auch Weizen steht stark im Einfluß des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, da Russland 10% des globalen Angebots und 16% des globalen Exports stellt. So stieg der Preis für Weizen um 4,4% in der Vorwoche. Milderes Wetter in den USA veranlasste Investoren verstärkt Short-Positionen auf Heizöl einzugehen. So kam es bei ETFS Daily Short Heating Oil (WKN: A0KRJ0) zu Zuflüssen von 9 Mio. USD, neben Abflüssen von Brent ETPs wie ETFS Brent Crude (WKN: A1N49P) von 2,6 Mio. USD. Bernhard Wenger von ETF Securities geht davon aus, „dass sich der WTI/Brent Spread weiter verschmälert, da in den USA die Reisezeit beginnt und die geopolitischen Spannungen in Europa auf den Preis von Brent drücken werden.“ Schweinebauern in Nord-Amerika leiden zurzeit unter Erkrankungen der Tiere und der Preis von schlachtfertigen Schweinen stieg in der Vorwoche um 3,2% auf ein Rekordhoch. Die Long Futures-Positionen scheinen mittlerweile bereits stark ausgedehnt zu sein was einen starken Preisverfalls nach sich ziehen könnte, sollte es Anzeichen geben, dass der Höhepunkt der Krankheit überwunden ist. Der Preis für Kaffee der Sorte Arabica ist in der Vorwoche aufgrund der verbesserten Wettersituation in Brasilien um 16% gefallen. Aufgrund der besser werdenden Bedingungen und der Möglichkeit, dass das El Nino Wetterphänomen die Ernteerträge erhöht, rechnen wir mit einem weiteren Preisrückgang.

Aktien

An den globalen Aktienmärkten kam es in der Vorwoche aufgrund von guten US-Wirtschaftsdaten und verstärkten Käufen aufgrund niedriger Aktienpreise, zu einem Anstieg. Die gestiegene Industrieproduktion in den USA unterstützte den Russell 2000 Index, der in der Vorwoche um 1,9% anstieg, während die niedrigere Inflation in Europa den LevDAX x2 Index und FTSE MIB Leveraged Index um 6,2% bzw. 4,8% ansteigen ließ. Nach sechs aufeinanderfolgenden Wochen mit Anstiegen, fiel Gold um 3,1% trotz weiterer Spannungen zwischen der Ukraine und Russland und drückte den DAXglobal Gold Miners Index um 7,6% nach unten. Dennoch sind wir der Ansicht, dass die Möglichkeit weiterer Sanktionen auf Russland die Nachfrage nach defensiven Anlageklassen weiter ansteigen lassen wird.

 

Währungen

Der überraschend optimistische Ausblick der neuen Fed Vorsitzenden Yellen, sollte den USD kurzfristig unterstützen. Zur selben Zeit verstärkten sowohl die europäische als auch die japanische Zentralbank (ECB bzw. BOJ) ihre Stimulus Rhetorik. Die Möglichkeit negativer Einlagezinssätze  wurde abermals von einem ECB Entscheidungsträger angesprochen und könnte zu weiterem Preisdruck auf den Euro führen. Ein ähnlich schwacher Wirtschaftsausblick und die Gefahr einer Deflation könnten in Japan zu quantitativer geldpolitischer Lockerung durch die BOJ führen. Der BOJ-Präsident deutete an, dass während die Inflation nur bei rund der Hälfte des Ziels von 2% liegt, die Zentralbank alles tun wird, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Während die geopolitischen Spannungen um die Krim Risikoaversion und defensive Positionierung von Investoren antreiben könnte, sehen wir jede kurzfristige Stärkung des Yen als Möglichkeit Short-Positionen in Yen gegen USD aufzubauen.

ETF Securities Marktüberblick KW12

Die Spannungen in der Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen der USA und mittlerweile auch Europas gegenüber Russland, lagen in der Vorwoche weiterhin im Fokus der Investoren. Bedenken, dass Russland weitere Handelsbeschränkungen auferlegt werden und die Ukraine ihre Exporte beschränkt, führte zu einem starken Preisanstieg bei Weizen, da etwa 16% der globalen Exporte aus dieser Region stammen. Besser als erwartete US-Wirtschaftsdaten und ein positiver Ausblick der US-Fed unterstützten die globalen Aktienmärkte und den US-Dollar, drückten jedoch auf die Preise für Gold und Aktien von Goldminenunternehmen. Dennoch sehen wir im derzeitigen globalen Umfeld und den Spannungen zwischen der Ukraine und Russland, weiter Platz für defensive Anlageklassen.

Rohstoffe

Russland ist der weltweit größte Produzent von Palladium und kommt für 42% des gesamten Angebots auf. Jegliche Handelsbeschränkung würde das ohnehin erwartete Marktdefizit für 2014 weiter vergrößern. Zur selben Zeit gehen die Streiks in Süd-Afrika in die 9. Woche und noch konnte keine branchenweite Lösung gefunden werden. Das Land ist mit 37% des globalen Angebots, weltweit der zweitgrößte Palladium-, und der weltgrößte Platin-Produzent. Auch Weizen steht stark im Einfluss des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, da Russland 10% des globalen Angebots und 16% des globalen Exports stellt. So stieg der Preis für Weizen um 4,4% in der Vorwoche. Durch die Situation in der Ukraine nehmen Investoren verstärkt defensive Anlageklassen in ihre Portfolios und vor allem Long-Gold und Long-Silber ETPs verzeichneten in der Vorwoche Zuflüsse. Milderes Wetter in den USA veranlasste Investoren verstärkt Short-Positionen auf Heizöl einzugehen. So kam es bei ETFS Daily Short Heating Oil (WKN: A0KRJ0) zu Zuflüssen von 9 Mio. USD, neben Abflüssen von Brent ETPs wie ETFS Brent Crude (WKN: A1N49P) von 2,6 Mio. USD. Bernhard Wenger von ETF Securities geht davon aus, „dass sich der WTI/Brent Spread weiter verschmälert, da in den USA die Reisezeit beginnt und die geopolitischen Spannungen in Europa auf den Preis von Brent drücken werden.“ Der Henry Hub Gaspreis handelte im Vormonat in einer weiten Spanne und sank von 6,15 USD/MMBTU auf 4,38 USD/MMBTU. Wir gehen davon aus, dass der Gaspreis durch die saisonal bedingt schwächere Nachfrage, bis Ende Mai auf 3 USD/MMBTU zurückgeht. Schweinebauern in Nord-Amerika leiden zurzeit unter Erkrankungen der Tiere und der Preis von schlachtfertigen Schweinen stieg in der Vorwoche um 3,2% auf ein Rekordhoch. Die Long Futures-Positionen scheinen mittlerweile bereits stark ausgedehnt zu sein was einen starken Preisverfalls nach sich ziehen könnte, sollte es Anzeichen geben, dass der Höhepunkt der Krankheit überwunden ist. Der Preis für Kaffee der Sorte Arabica ist in der Vorwoche aufgrund der verbesserten Wettersituation in Brasilien um 15% gefallen. Aufgrund der besser werdenden Bedingungen und der Möglichkeit, dass das El Nino Wetterphänomen die Ernteerträge erhöht, rechnen wir mit einem weiteren Preisrückgang. Zuflüsse von 5,7 Mio. USD verzeichnete ETFS Cotton (WKN: A0KRJW), aufgrund hoher US-Exportdaten. Der Preis für Baumwolle ist im Vormonat um fast 7% auf ein 7-Monatshoch angestiegen und die USDA reduzierte jüngst ihre Erwartungen für die US-Lagerbestände aufgrund der hohen Exporte.

Aktien

An den globalen Aktienmärkten kam es in der Vorwoche aufgrund von guten US-Wirtschaftsdaten und verstärkten Käufen aufgrund niedriger Aktienpreise, zu einem Anstieg. Die gestiegene Industrieproduktion in den USA unterstützte den Russell 2000 Index, der in der Vorwoche um 1,9% anstieg, während die niedrigere Inflation in Europa den LevDAX x2 Index und FTSE MIB Leveraged Index um 6,2% bzw. 4,8% ansteigen ließ. Nach sechs aufeinanderfolgenden Wochen mit Anstiegen, fiel Gold um 3,1% trotz weiterer Spannungen zwischen der Ukraine und Russland und drückte den DAXglobal Gold Miners Index um 7,6% nach unten. Dennoch sind wir der Ansicht, dass die Möglichkeit weiterer Sanktionen auf Russland die Nachfrage nach defensiven Anlageklassen weiter ansteigen lassen wird.

 Währungen

Der überraschend optimistische Ausblick der neuen Fed Vorsitzenden Yellen, sollte den USD kurzfristig unterstützen. Zur selben Zeit verstärkten sowohl die europäische als auch die japanische Zentralbank (ECB bzw. BOJ) ihre Stimulus Rhetorik. Die Möglichkeit negativer Einlagezinssätze  wurde abermals von einem ECB Entscheidungsträger angesprochen und könnte zu weiterem Preisdruck auf den Euro führen. Ein ähnlich schwacher Wirtschaftsausblick und die Gefahr einer Deflation könnten in Japan zu quantitativer geldpolitischer Lockerung durch die BOJ führen. Der BOJ-Präsident deutete an, dass während die Inflation nur bei rund der Hälfte des Ziels von 2% liegt, die Zentralbank alles tun wird, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Während die geopolitischen Spannungen um die Krim Risikoaversion und defensive Positionierung von Investoren antreiben könnte, sehen wir jede kurzfristige Stärkung des Yen als Möglichkeit Short-Positionen in Yen gegen USD aufzubauen.

ETF Securities Marktüberblick KW11

Da die Situation in der Ukraine kaum Anzeichen einer Stabilisierung zeigt und die chinesischen Wirtschaftsdaten jüngst unterhalb der Erwartungen verblieben, rutschten die Aktienkurse in der vergangenen Woche ab. Gold- und Silberpreise hingegen kamen ihrem Ruf als Portfolio-Diversifikator und Versicherungswerte nach und stiegen an. ETP- und Futures-Investoren haben ihre Goldpositionen entsprechend wieder erhöht, da Risikoabsicherungseigenschaften von Gold wieder gefragt sind. Auch wenn Bedenken möglicher Abwicklungen von mit Kupfer besicherten Finanzierungsgeschäften in China den Kupferpreis letzte Woche stark gedrückt haben, so könnte die über das Wochenende angekündigte Urbanisierungs-Initiative in China in Höhe von RMB 1bn dazu beitragen, die Stimmung in dieser Woche wieder zu heben. Nachdem EZB-Präsident Draghi sich zu den negativen Auswirkungen eines starken Euro äußerte, haben Deflationsbedenken in der Euro-Zone weiteren Nährboden gefunden.

ROHSTOFFE

Gold wurde während der Ukraine-Krise wieder verstärkt als Risikoabsicherungen nachgefragt. So haben Investoren ihre Long-Positionen in Gold mittels ETPs und Futures ausgebaut, nachdem makroökonomische sowie geopolitische Risiken die Investoren an die Versicherungseigenschaften des Goldes erinnert haben. Darüber hinaus wurden weitere Zuflüsse in Höhe von $38mn im physisch hinterlegten Silber ETC (A0N62F) verbucht, nachdem es vergangene Woche bereits zu Rekordzuflüssen von $132mn kam. „Sind beide Edelmetalle in der Vergangenheit gemeinsam gestiegen, so hat Silber gegenüber Gold nochmals deutlich outperformed; etwas worauf Investoren nach wie vor“, so Bernhard Wenger von ETF Securities.

Unterdessen kam der Kupferpreis in der vergangenen Woche, aufgrund von globalen Makro-Sorgen und Ängsten über die mögliche Freisetzung von Kupfervorräten nach dem Ausfall einer chinesischen Unternehmensanleihe, stark unter Druck. „Aus unserer Sicht sind diese Ängste jedoch unbegründet und sobald diese kurzfristigen Turbulenzen abgeklungen sind, gehen wir davon aus, dass der Kupferpreis aufgrund zugrundeliegender Nachfrage nach dem Metall steigen wird“, so Wenger weiter. Der Preisrückgang von fast 9% vergangene Woche wurde entsprechend von Investoren als Kaufgelegenheit wahrgenommen, sodass es zu $19mio Zuflüssen in den ETCs kam, den höchsten Käufen in den letzten 10 Wochen. „Chinas Kupfernachfrage bleibt in der Tat robust, was von den Januar und Februar Importen belegt wird, die über 40% oberhalb der Vorjahresdaten lagen und ein Rekordniveau erreichten. Die Nachfrage nimmt in der Regel nach dem Ende des ersten Quartals zu, einen Verlauf den wir auch für dieses Jahr erwarten“,so Wenger. Eine weitere Besonderheit wurde vergangene Woche im dem Preis von Magerschweinen verbucht, der aufgrund der Ausbreitung der Schweinekrankheit in den USA und Osteuropa um 6,0% stieg.

AKTIEN

Globale Aktien stürzten aufgrund von Ängsten einer Konjunkturabkühlung China’s, sowie anhaltenden Spannungen in der Ukraine ab; Goldminen hielten diesem Trend jedoch stand. Obwohl die chinesischen Exporte, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion nur leicht unter den Erwartungen zurück blieben, weisen die derzeitigen Medienberichte auf eine Rückkehr der Ängste einer möglichen drastischen Abkühlung des chinesischen Wachstums hin, was sich bereits im vergangenen Jahr als falsch erwiesen hat. Ein steigendes Kriegsrisiko in der Ukraine, gekoppelt mit den Wachstumsängsten für China, haben zum ersten Mal in diesem Monat in den meisten Aktienindizes zu Verlusten geführt. Die Rallye in Gold half dem DAXglobal Gold Mining Index sich diesem Trend zu wiedersetzen, woraufhin der Index im Verlauf der Woche um 3% anstieg. Ein weiterhin fester Goldpreis sollte Goldminenaktien in den kommenden Wochen unserer Sicht nach unterstützen.

WÄHRUNGEN

Deflationsbedenken in der Euro-Zone nach Draghi Kommentaren; China weitet tägliche Handesspanne im Renminbi aus.

Die Inflationserwartungen in der Eurozone befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 2 Jahren. EZB-Präsident Draghi hat in der vergangenen Woche die deflationären Erwartungen gehoben und vor möglichen schädlichen wirtschaftlichen Auswirkungen eines starken Euro gewarnt. Darüber hinaus bestehen Befürchtungen, dass, wenn der Russland-Ukraine-Konflikt nicht schnell gelöst wird, etwaige Handels- und Finanzsanktionen gegen Russland das Wachstum der Eurozone schwächen werden. Der Schweizer Franken dürfte weiterhin von geopolitischen Risiken profitieren. Die US-Notenbank trifft sich in dieser Woche, angesichts der jüngsten verbesserten wirtschaftlichen Daten erwarten wir, dass sich das Tempo vom Tapering unvermindert fortsetzen wird und damit den USD unterstützt. Unterdessen wurde am Wochenende in China die tägliche Handelsspanne des Renminbi von 1% auf 2% ausgeweitet, um die Flexibilität der Währung voranzutreiben. Während wir von einer längerfristigen Wertsteigerung des CNY ausgehen, so könnte es kurzfristig zu erhöhter Volatilität kommen, da die Politik weiterhin versucht ein Risiko in Chinas Wirtschaft zu injizieren, um die Entwicklung einer rationalen, marktpreisbestimmten Wirtschaft zu beschleunigen.

ETF Securities Marktüberblick KW10

Anhaltende Unsicherheit über die Situation in der Ukraine hat letzte Woche defensive Anlagen wie Gold, Aktien von Goldminenbetreibern und den US-Dollar angetrieben. Auch Rohstoffe wie Palladium, Weizen und Nickel, die in Russland produziert werden, verzeichneten aufgrund der möglichen Handelsbeschränkungen Preisanstiege. Während bei sicherheitsorientierten Anlageklassen durch die Krise in der Ukraine Zuflüsse erwartet werden, könnten zyklische Anlageklassen, nach den schwachen chinesischen Exportdaten für Februar, unter Preisdruck bleiben. In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass zyklische Anlageklassen nach dieser leichten Korrektur wieder outperformen werden und Gold die beste Absicherungsmöglichkeit darstellt, sollte dieses Szenario nicht eintreffen. Der Streik der Minenarbeiter in Südafrika geht bereits in die siebente Woche und bringt das Platin- und Palladiumangebot unter Druck.

Rohstoffe

Der Streik in Südafrika hat bereits 320,000 Unzen an Platin aus dem Markt genommen, was 6% der gesamten Jahresproduktion 2013 darstellt. In Folge kam es bei Long-Platin (WKN: A0N62D) und Long-Palladium (WKN: A0N62E) ETPs von ETF Securities mit USD 56 Mio. zu den stärksten Zuflüssen seit Juni letzten Jahres. Sorgen, dass die Lagerbestände der Produzenten bald erschöpft sind und, dass Russland (40% der weltweiten Produktion) Handelsbeschränkungen auferlegt werden, treibt den Platinpreis weiter an. Bernhard Wenger von ETF Securities stellt fest, dass aufgrund der Entwicklungen in der Ukraine und der weiter unsicheren Lage in einigen Schwellenländern Gold-ETPs (WKN: A0N62G) auch in der vierten Woche in Folge Zuflüsse verzeichnet haben. So steckten Investoren erneut 28 Millionen US-Dollar in die Produkte. Insbesondere das geplante Referendum zum Anschluss der Krim an Russland hat die Sorgen vor einer weiteren Zuspitzung der Krise in der Ukraine verstärkt. In diesem Umfeld notiert der Goldpreis aktuell wieder nahezu auf dem Niveau vom vergangenen Oktober. Weitere Zuflüsse gab es bei Long-Nickel ETPs (WKN: A0KRJ4), wobei die Exportbeschränkung in Indonesien, sinkende Lagerbestände in China und die Möglichkeit der Handelsbeschränkungen in Russland den Preis von Nickel antreiben. Russland ist der drittgrößte Minenproduzent von Nickel. Sorgen, dass die Dürre in Brasilien zu Ernteausfällen führen könnte, ließ den Preis für Kaffee der Sorte Arabica auf ein 2-Jahres-Hoch ansteigen. Long-Coffee ETPs (WKN: A0KRJT) verzeichneten Abflüsse von USD 56,6 Mio., hauptsächlich aufgrund von Gewinnmitnahmen.

Aktien

Aktien von Goldminenbetreibern stiegen aufgrund der geopolitischen Spannungen zusammen mit dem Goldpreis weiter an. Letzte Woche gab es unterschiedlichen Entwicklungen auf den globalen Aktienmärkten, da Investoren die Entwicklungen in der Ukraine beobachten. US-Märkte profitierten von besseren Lohndaten, währen sich europäische Investoren eher defensiv verhielten, wobei südeuropäische Börsen den Norden outperformten.

Währungen

Geopolitischen Spannungen, positive Beschäftigungsdaten aus den USA und die defensivere Haltung auf Währungsmärkten können unserer Ansicht nach diese Woche zu einer Stärkung des US-Dollars gegen G10 Währungen führen. Die Stärke des USD/JPY Währungspaars wird nach den finanzpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan, weiteren Stimulus einzubringen um das Wirtschaftswachstum zu fördern, zusätzlich Unterstützung erhalten. In der Zwischenzeit hat die Chinesische Zentralbank die Volatilität des Renminbi erhöht, und damit gezeigt, dass Währungsflexibilität einen wichtigen Punkt ihrer Wirtschaftsreform darstellt. Wir rechnen mit einer mittelfristigen Aufwertung des CNY, allerdings bei höherer Volatilität.

Natixis Global Asset Management: Ist Fracking der neue Wirtschafts-Turbo in den USA?

Eine fortschrittlichere Technik bei der Horizontalbohrung und beim „Hydraulic Fracturing“ (Fracking) haben den USA den Zugang zu großen, in Gestein verborgenen Gas- und Ölvorräten ermöglicht. Die Folge ist eine boomende US-Ölproduktion, die mittlerweile eine regelrechte Energierevolution ausgelöst hat. Die Regierungsbehörde „US Energy Information Administration“ schätzt, dass die USA bereits 2016 in der Lage sein werden, fast 10 Millionen Barrel täglich zu fördern – und sich damit den Fördermengen von Russland mit 10,5 Millionen Barrel und Saudi-Arabien anzunähern. Laut den jüngst veröffentlichten Prognosen beim Energie-Ausblick der Regierungsagentur könnten sich die USA bis 2018 sogar zum Nettoexporteur von Erdgas entwickeln. Gleichzeitig dürften sich allerdings Nachfrageveränderungen auf die Ökonomien in China, Indien und Europa negativ auswirken. 

Wir nehmen deshalb das Fracking und seine jeweiligen Auswirkungen unter die Lupe: auf das Wirtschaftswachstum in den USA, den Ölpreis, die globale Wirtschaft und die Anleger weltweit. Verschiedene Experten von Natixis Global Asset Management erläutern, was der durch diese Technologie generierte Energieboom bewirken könnte.

Jörg Knaf, Managing Director Nordeuropa, Natixis Global Asset Management
Dass Fracking die konventionelle Förderung von Erdgas unter Druck setzt und damit auch indirekt den Ölpreis, ist längst unbestritten. Was viele Investoren aber beim Fracking nicht wissen, ist, dass es weniger um billiges Öl und Erdgas geht, sondern um eine kostbare Ressource, das Wasser, eine durchaus interessante alternative Anlage.

Jens Peers, CIO Sustainable Equities, MIROVA
Die Ausbeutung sogenannter unkonventioneller Gasvorkommen birgt im Vergleich zur traditionellen Gasförderung zusätzliche Risiken. Dazu zählen beispielsweise die Gefahr einer Verschmutzung des Grundwassers, das Problem des dadurch bedingten Wegfalls von Ackerflächen sowie eine stärkere Belastung des Klimas als bei einer konventionellen Gasförderung. Diese Auswirkungen müssen von Fall zu Fall analysiert und bewertet werden. Allerdings bringen diese Risiken auch Chancen mit sich, und zwar insbesondere für Unternehmen, die aktiv Lösungen zur Wasseraufbereitung entwickeln. Schließlich besteht das größte operative Risiko bei der Ausbeutung von Gasschiefer-Vorkommen in der Schadstoffbelastung infolge des so genannten ‚Hydraulic Fracturing‘.  Obwohl man diese Sicherheitsrisiken natürlich immer genau im Auge behalten muss, scheint es unangemessen, deshalb den gesamten Sektor in Frage zu stellen.

Michael Acton, Research Director, AEW Capital Management 
Seit Jahrzehnten verweisen Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft auf die zunehmende Ölknappheit und ihre Folgen. Mit der neuen Fracking-Technologie eröffnen sich jedoch für die USA, aber auch anderswo in der Welt, wesentlich größere Erdgas- und Ölreserven, als bisher vorstellbar. Diese Vorräte werden für weitere etwa 30 bis 50 Jahre reichen. Es gibt eine endliche Menge an kohlebasierten Energievorräten unter der Erde.  Dieser Zeitpunkt ist jedoch weiter in die Ferne gerückt. 

Die neue Technologie hat kurzfristig die US-Konjunktur angekurbelt und damit Investmentmöglichkeiten vor allem auf dem Immobilienmarkt geschaffen. Diese neuen Ölvorräte haben die Produktion in den USA bereits erhöht, was oft als „On-shoring“ bezeichnet wird. Viele Produktionsstätten, die zuvor aufgrund günstigerer Löhne nach Übersee ausgelagert worden waren, kehren nun angesichts niedriger Kosten und eines regelrechten Energieüberflusses wieder zurück. Wichtiger noch, die Produktion ist wieder näher am Markt und am Endverbraucher, dem US-Konsumenten. 

Die USA benötigen größere Lagerkapazitäten für Erdgas

Ein weiteres Thema ist die Schaffung von Lagerkapazitäten für diese neuen Energiemengen. Aktuell gibt es in den meisten Teilen der USA nicht genügend Lagerstätten für Erdgas. Das Gas wird direkt beim Austritt aus den Bohrlöchern regelrecht verbrannt, weil es nirgendwo gelagert werden kann. Kapazitäten zur Aufbewahrung von Erdgas, sowie Pipelines müssen also für die kommenden Jahre dringend bereitgestellt werden. Darüber hinaus muss an den Häfen die erforderliche Infrastruktur errichtet werden, damit das Öl nach Europa oder gar in den Asien-Pazifikraum exportiert werden kann. Uns interessiert dabei vor allem die Nachfrage bei kommerziell genutzten Flächen.

Energieboom schafft neue Jobs in den USA

Gleichwohl generiert der Energieboom mehr Verwaltungsjobs. Insbesondere ergeben sich technologieorientierte Aufgaben im Energiesektor. Diese Entwicklung ist besonders in der Gegend um Houston und Dallas, Texas zu beobachten. In diesen Städten ist das derzeitige Wirtschaftswachstum beachtlich. Der neu aufgeflammte Boom des Energiesektors wirkt sich auch auf andere Bereiche aus. In Dallas beispielsweise, ist der auf Energiethemen ausgerichtete Finanzsektor sehr stark – in Houston dagegen Forschung, Design und Entwicklung von energierelevanten Geräten. Insgesamt dürfte die Energierevolution die Kostenstruktur von Unternehmen in den USA niedrig halten, was jeder Branche zugute kommen wird.

Philippe Waechter, Chief Economist, Natixis Asset Management 
Es ist unbestritten, dass die Schiefergasrevolution in Nordamerika einen regelrechten Hype ausgelöst hat. Dennoch sind wir nicht davon überzeugt, dass dies weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird. Wir beobachten bereits seit 2000 eine ständig steigende Nachfrage nach Energie – vor allem seitdem die Schwellenländer zusätzliche Energiemengen für ihre wirtschaftliche Entwicklung benötigen. Angeführt von China, dem Land mit dem zweitgrößten Anteil an der Weltwirtschaft, ist die Nachfrage nach Öl immens angestiegen. Dadurch wurden die Ölpreise 2008 auf über 100 US-Dollar pro Barrel hochgetrieben. Das starke Wachstum der Schwellenländer hat somit enorme Änderungen in der Zusammensetzung des Welt-Bruttoinlandsproduktes mit sich gebracht. Die Spannungen der Ölpreisdiskussion wurden nach der Finanzkrise in den westlichen Ökonomien durch die Schiefergasrevolution allerdings abgeschwächt. Ohne dieses neue Angebot wären die Ölpreise vermutlich momentan höher, was sich nachteilig auf die ohnehin fragilen Ökonomien der Industrieländer ausgewirkt hätte.

Was die Unabhängigkeit vom Erdöl für die USA bedeuten könnte

Auf dem Weg der USA zur Unabhängigkeit bei der Energieversorgung spielen auch geopolitische Themen eine große Rolle. China hat längst Schritte zu einem offeneren Markt eingeleitet, unter anderem durch die Einführung des Yuan, einer konvertiblen Reservewährung. Das Land dürfte zudem in den kommenden Jahren auch seine Finanzmärkte für das Ausland öffnen. Damit dürfte China noch mächtiger im Wettbewerb mit den USA werden. Sollte dieses Szenario eintreffen, ist es für die USA von Vorteil, nicht von externen Energieressourcen abhängig zu sein. 

Mit Russland als größtem Ölproduzenten und wichtigem Player im weltweiten Energiemarkt bleiben die weiteren Beziehungen zu den USA spannend. Solange das globale Wachstum von Energie abhängig ist, wird sich das Machtgleichgewicht ändern: Mit Hilfe der größeren Energieressourcen bleiben die USA auch weiterhin ein globaler Player. Wir warnen jedoch so zu tun, als ob die Ölressourcen unendlich seien. Im Sinne einer ökonomischen und geopolitischen Nachhaltigkeit raten wir deshalb unbedingt dazu, alternative, erneuerbare Energien in den Vordergrund zu stellen.

Der Ölpreis
Wir rechnen für die kommenden Monate mit einem gleichbleibenden oder minimal sinkenden Ölpreis. Ein fallender Preis wird jedoch maßgeblich von Ländern wie Saudi Arabien abhängen, die einen Zielpreis pro Barrel haben, um das Landesbudget auszugleichen. Sollte der Ölpreis längerfristig unter das derzeitige Maß von etwa 90 US-Dollar fallen, würde Saudi Arabien möglicherweise seine Produktion herunterfahren. Dann dürfte der Ölpreis wieder steigen. 

Fazit
Wir beobachten in absehbarer Zukunft eine starke Abhängigkeit des Ölpreises von der Erholung der globalen Wirtschaft. Da zunehmend Länder, die nicht zur OPEC gehören, am Ölmarkt beteiligt sind, wird sich der Preis in den nächsten Jahren zwischen 90 und 110 US-Dollar pro Barrel einpendeln.

Matthew Eagan, Fixed-Income Manager, Loomis, Sayles & Company 
Die US-Wirtschaft erhält durch den neuen Öl- und Gasboom in mehrfacher Hinsicht Rückenwind. Es ist unbestritten ein großer Vorteil, wenn ein Land wie die USA Selbstversorger von Energie ist. Je weniger Energie importiert werden muss, desto stärker gehen die Nettoexporte zurück. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird immens von dem weiteren Anstieg der Wirtschaftsaktivitäten profitieren: Diese betreffen vor allem die Förderung und Entwicklung von Öl- und Gasvorräten, sowie die Schaffung einer hierfür erforderlichen Infrastruktur. Diese muss für den Bau von Pipelines und Bohrungen erst aufgebaut werden – all dies wird das BIP in den USA aus unserer Sicht positiv beeinflussen. 

Wenn der Energieboom die Konjunktur in den USA weiter antreibt, werden auch die nordamerikanischen Handelspartner wie Kanada und Mexiko davon profitieren. Die neue Regierung in Mexiko hat Steuerreformen angekündigt und plant das Ölmonopol aufzuheben. Die mexikanische Regierung hat zudem weitere Reformen auf den Weg gebracht. Die Energiereform, die künftig auch private Investoren in diesem Sektor zulassen möchte, wird sich allerdings noch einige Jahre hinziehen. Mit diesem Ansatz möchte die Regierung ihre Energievorräte noch effizienter nutzen als bisher. Mit der Öffnung des Ölsektors in Mexiko dürfte der Erdgas- und Ölboom in den kommenden Jahren auch Mexiko erreichen. Dies wäre sehr vorteilhaft für das Wachstum der mexikanischen Wirtschaft, sowie für die Landeswährung Peso.

Man on the Month - Störfaktoren lassen die Märkte vorerst kalt

Im Februar mussten die Märkte zahlreiche politische und makroökonomische Störfaktoren verdauen – aus dem Tritt sind sie dennoch nicht gekommen. „Es ist die massive Liquiditätsschöpfung der wesentlichen Notenbanken, die die Märkte weiter treibt“, sagt Hans Hurschler, Leiter Portfolio Management der Man-Geschäftseinheit FRM. „Wertüberlegungen oder die Nachrichtenlage spielen momentan eine weniger wichtige Rolle. Positive Entwicklungen werden hingegen als Bestätigung der allgemeinen Zuversicht interpretiert. Die daraus resultierenden Rallys sind jedoch deutlich weniger stabil. Vor allem aber verschärfen sich die Probleme, sollte der Geldhahn in Zukunft abgedreht werden. Dieses Spiel kann noch eine Weile weiterlaufen – wir werden jedoch zunehmend wachsamer.“ 

Tatsächlich setzten Investoren im Februar stärker auf risikoreiche Anlageklassen – obwohl es zuhauf negative Nachrichten gab. So fielen beispielsweise in den USA mehrere Wirtschaftsindikatoren wie der ISM Manufacturing Report oder die Arbeitslosenzahlen schlechter als erwartet aus. In Italien wechselte binnen kurzer Zeit erneut die Staatsspitze und in der Türkei wurden neue Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung laut. Zugleich wachsen die Zweifel an der Solidität der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas weiter. Das sicherlich einschneidendste Ereignis jedoch war die Besetzung der ukrainischen Schwarzmeer-Insel Krim durch Russland – sie hat eine schwerwiegende politische Krise weit über die Region hinaus ausgelöst.

Trotzdem schloss der S&P 500 Index den Februar mit einem Plus von 4,3 Prozent ab und erreichte damit ein Rekordhoch. Auch der deutsche Dax konnte vier Prozent zulegen und notierte zum Monatsende nur 51 Zähler unter seinem historischen Höchststand. 

Zuwächse bei fast allen Hedgefonds-Strategien 

Hedgefonds lieferten in diesem Umfeld im vergangenen Monat unabhängig von der jeweiligen Strategie fast durchgängig positive Zahlen. Der HFRX Global Hedge Fund Index legte im Februar um 1,59 Prozent zu. Am stärksten schnitten Equity-Long-Short-Manager ab, die von einer hohen Streuung einzelner Werte sowie dem hohen Nachrichtenfluss im Zusammenhang mit neuen Geschäftszahlen profitierten. Insgesamt lässt sich für die Long- Short-Fonds im Aktienbereich festhalten, dass sie sowohl im Januar als auch im Februar zulegen konnten – und das, obwohl sich die Märkte im Januar abwärts entwickelten und im Februar deutlich stiegen. 

Schwierigkeiten im Equity-Long-Short-Bereich hatten im Februar nur japanische Manager. Ihre Performance lag deutlich im Minus. Sie litten darunter, dass sich die Aktien von Nebenwerten im relativen Vergleich zu Blue Chips nicht wie im Vormonat auch besser entwickelten. Zum anderen hatten viele Fonds Finanztitel in ihren Portfolios übergewichtet und mussten hier Verluste hinnehmen. Credit-Long-Short-Manager schnitten trotz der veränderten Entwicklung an den Märkten ebenfalls sowohl im Januar als auch im Februar positiv ab. Hierzu trugen unter anderem Long-Positionen bei Vorzugsaktien der beiden US-Finanzkonzerne Freddie Mac und Fannie Mae bei.

Managed Futures mit positiver Performance 

Managed Futures konnten nach einem schwachen Start im Januar Boden gut machen und verzeichneten eine positive Wertentwicklung. Hier zahlte sich aus, dass die meisten Fonds trotz der Verluste im Vormonat ihre Aktienpositionen kaum reduziert hatten. In der Folge sorgten genau diese Positionen im Februar angesichts steigender Aktienkurse für kräftige Gewinne. 

Für Emerging-Markets-Manager bleibt das Umfeld herausfordernd. Einige große Fonds kündigten im Februar sogar ihre Schließung an. Dennoch gab es attraktive Gelegenheiten für Manager, sich zu positionieren. Am deutlichsten wurde dies im Zusammenhang mit der Entwicklung in der Ukraine, die bei einigen Häusern zu einer klaren Outperformance führte. Aktuell beobachten viele Emerging-Markets-Manager die Situation in China. Eine weitere Abwertung der Landeswährung wäre für viele asiatische Volkswirtschaften schlecht, könnte aber bei geschickter Positionierung zu Gewinnen für Manager führen.

GAM Insight: Performance Update Februar 2014

Anthony Lawler, Portfoliomanager und Mitglied des Investment-Komitees von GAM Alternative Investments Solutions, gibt einen Überblick über die Performance von alternativen und Absolute-Return-Strategien im Februar 2014.

Die meisten Hedge Funds meldeten im Februar positive Ergebnisse. Staats- und Unternehmensanleihen verzeichneten ebenso wie Aktien aus Industrieländern kräftige Zuwächse, und daraus ergab sich ein günstiges Umfeld für die Event Driven-, Equity Hedge- und Relative Value-Strategien. Nach Ansicht von Anthony Lawler, Fondsmanager bei GAM, erwies sich das Festhalten dieser Strategien an ihren vielversprechendsten Trades ungeachtet der Turbulenzen im Januar als wichtiger positiver Faktor. Hedge Funds legten im Februar um 1,6% zu, gemessen am HFRX Global Hedge Fund Index (auf US-Dollarbasis).

„Unsere Voraussage, dass es 2014 an den Märkten ein stärkeres Auf und Ab geben würde, mit breiter streuender Performance der einzelnen Titel und somit besseren Chancen, Alpha zu generieren, bestätigte sich auch im Februar. Event Driven- und Equity Hedge-Fonds haben in diesem Jahr bislang besser abgeschnitten als die breit gefassten Aktienindizes“, sagte Lawler. In den ersten zwei Monaten des Jahres stiegen der HRFX Event Driven Index um 2,9% und der HFRX Equity Hedge Index um 1,6%, verglichen mit einem Plus für den MSCI World Index von 1,2% (jeweils auf US-Dollarbasis). „Die Global Macro-Fonds und CTAs lieferten allerdings uneinheitliche Ergebnisse – mehrere längerfristige Trades, von denen die Fondsmanager überzeugt waren, wirkten sich negativ aus. Das galt etwa für Long-Positionen im US-Dollar und das Setzen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Japan.“

Aktive Investoren hielten die Aktienmärkte für attraktiv, führt Lawler weiter aus, seien wegen der Bewertungen jedoch etwas zurückhaltend: „Die meisten Anleger sehen es so, dass Aktien neutral bewertet oder leicht überbewertet sind. Dazu ist es hauptsächlich durch den Anstieg der Kurs-Gewinn-Verhältnisse gekommen. Nun muss reales Wachstum her, damit die Kurse weiter Auftrieb erhalten. Dessen ungeachtet sehen die Manager von Event Driven- und Equity Hedge-Fonds immer noch interessante Möglichkeiten in Form der Titel- und Branchenselektion sowie der Aktivitäten von Unternehmen. Die vorsichtige Beurteilung der Bewertungen bei zugleich positiver Einschätzung der Gelegenheit, Alpha zu generieren, zeigt sich am hohen Bruttoengagement der Fonds, während ihr Nettoengagement im Marktrisiko unter den Höchstständen der Vergangenheit liegt. Neu ist, dass Equity Hedge Funds ein aktiveres Verhalten bei Leerverkäufen zeigen. Eine weitere Entwicklung ist, dass Event Driven-Fonds ihre Positionen ausbauen – die Fusionen und Übernahmen haben zugenommen, und schwebende Transaktionen wurden überwiegend höher bewertet. Das kam der Wertentwicklung im Februar zugute.“

Unternehmensanleihen fanden im Berichtszeitraum weiter solide Unterstützung. Sie profitierten in Anbetracht des Mangels an Neuemissionen vom Kapitalzufluss ins Hochzins- und Investment-Grade-Segment.

An seinen Erwartungen für den Rest des Jahres habe sich nichts geändert. Lawler rät Anlegern, sich auf nervöse Märkte einzustellen. „Schwankungen dürften in diesem Jahr an der Tagesordnung sein, doch es werden sich wohl auch interessante Chancen ergeben, besonders in den Bereichen Equity Long/Short und Event Driven. Wir gehen weiter davon aus, dass die Global Macro-Strategien im Laufe des Jahres Gelegenheiten entdecken werden, bei denen die Risiko-Rendite-Relation stimmt beispielsweise, wenn Trades wie das Thema Reflation in Japan wieder interessant werden. Erste Lichtblicke gibt es bereits. Durch divergierende Entwicklungen von Geldpolitik und Wachstum in den verschiedenen Teilen der Welt eröffnen sich neue Möglichkeiten, an den Anleihe- und Devisenmärkten Alpha zu generieren.“

Markteinschaetzung GECAM AG: Fehlende oekonomische Intelligenz

Bei allen Themen, die die Medien und somit uns alle derzeit beschäftigen, stellt sich immer auch die Frage nach der ökonomischen Konsequenz. Leider hat dieser aus unserer Sicht wichtigste Aspekt bei den politisch handelnden Personen keine Priorität. Im Gegenteil: Es wird in vielerlei Hinsicht grundsätzlich gegen ökonomische Gesetzmäßigkeiten entschieden, was sich mit Sicherheit immer rächt - wenn auch auf der Zeitachse nicht bestimmbar. 

So schreckte das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in diesen Tagen mit den Aktionärszahlen für 2013 auf. Unter dem Strich wurde konstatiert, dass im letzten Jahr rund 600.000 Menschen weniger ein Aktieninvestment hielten als noch ein Jahr zuvor. Insbesondere junge Menschen unter 40 Jahren zeigen wenig Interesse an der Aktienanlage. Strukturell verblüfft, dass der Rückgang vor allem durch weniger Anleger in Aktienfonds, also eine breit diversifizierende Anlageform, erfolgt ist. Im Gegenzug dazu ist die Zahl der direkten Aktionäre konstant geblieben. 

Die Gründe sind vielfältig. Erstens diskriminiert unser Steuersystem die Aktienanlage. Während Aktienerträge mit rund 48 Prozent besteuert werden, sind es bei festverzinslichen Anlagen nur rund 26 Prozent. Grund hierfür ist, dass sich Aktiengewinne aus Unternehmensgewinnen speisen, die bereits auf Ebene des Unternehmens besteuert worden sind. Zweitens sind die Rahmenbedingungen für die Aktien-/Wertpapierberatung in den vergangenen Jahren sukzessive verschlechtert worden. Beratungs-, Dokumentations- und Haftungspflichten führen dazu, dass kaum mehr Banken eine fundierte Beratung zu einzelnen Aktien anbieten bzw. Anleger vor der Anlage zurückschrecken. Drittens mangelt es in Deutschland massiv an ökonomischer Allgemeinbildung, was die Menschen in Bezug auf das Thema Geldanlage stark verunsichert. So verfestigt sich der Eindruck, dass es sich bei der Aktienanlage um eine hochriskante Spekulation handelt, von der man besser die Finger lässt. Richtig ist, dass die einzige Anlageform, die nach Inflation langfristig einen echten Vermögenszuwachs erbracht hat, die Beteiligung an unternehmerischer Wertschöpfung war. Mit den Schwankungen richtig umgehen zu lernen, wäre Aufgabe der Schulen und Banken, was jedoch politisch nicht gewollt wird. Die Deutschen werden ökonomisch dumm gehalten. 

Die Folgen sind massiv. Zwar sind die Deutschen traditionell fleißige Sparer und legen rund 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens bei Seite, jedoch sind sie auch traditionell schlechte Anleger. Sie suchen Sicherheit in Sparanlagen und Lebensversicherungen, die aber keine Rendite bringen. Echter Wertzuwachs aus unternehmerischer Leistung in Form von Aktien ist nur wenig gefragt. Länder mit echter Aktienkultur, wo die Aktienanlage verstanden und von breiten Bevölkerungsschichten als integraler Bestandteil der Vermögensanlage und Altersversorgung gesehen wird, stehen deshalb beim Nettogeldvermögen viel besser da als die Deutschen. So können die Schweizer auf ein Nettogeldvermögen von rund 141.000 Euro und die US-Amerikaner auf rund 100.000 Euro pro Kopf zurückblicken. Bei den angeblich reichen Deutschen dagegen liegt es nur bei knapp 42.000 Euro. 

Bundesregierung handelt populistisch, aber ökonomisch dumm

Mütterrente, Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren, Mindestlohn. Das sind die Schlagworte und die in den ersten Zügen angegangenen politischen Ziele der großen Koalition. Vielfältige Gründe werden herangezogen, um die Empfänger- und Wählerklientel zu bedienen: Gerechtigkeit ist jedoch das alles überlagernde Argument. Was ist jedoch daran gerecht, Mütter nach wie vor unterschiedlich zu behandeln, je nachdem wann sie geboren sind bzw. wann sie Kinder bekommen (haben). Wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, taugt auch das Instrument der anrechenbaren Kindererziehungszeiten kaum dafür, dass Eltern in der Zukunft mehr Kinder bekommen. Es hat lediglich dazu geführt, dass der Anreiz für die Zukunft in die Vergangenheit zurückextrapoliert wurde - natürlich aus Gerechtigkeitsgründen. Noch fataler ist in einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft, dass die Leute nun unter bestimmten (willkürlich gewählten) Bedingungen mit 63 Jahren wieder früher abschlagsfrei in Rente gehen können. Auch das soll vorwiegend gerecht sein, denn wer 45 Jahre hart gearbeitet hat, habe einen Anspruch darauf – fünf Jahre Arbeitslosigkeit dürfen auch dabei gewesen sein. Es erschließt sich einem nur sehr schwer, wieso in einer alternden Gesellschaft mit vielen gesunden und leistungsfähigen älteren Menschen ein früherer Renteneintritt sinnvoll sein soll, während man den Jüngeren die Rente mit 67 und später mit 70 in Aussicht stellt. Jüngsten Studien zufolge beträfe die neue Regelung insbesondere handwerkliche Berufe. Der Bekämpfung der Schattenwirtschaft und der Förderung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (ob zu Mindestlohn oder nicht) wird damit ganz sicher ein Bärendienst erwiesen. Populismus und Bedingung eigener Wählerklientel ja, ökonomisch sinnvolle und nachhaltige Entscheidungen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landen nein!

Wirtschaftssanktionen gegen Russland schaden allen

Grundsätzlich sehen wir Sanktionen, die die Wirtschaftsbeziehungen von Menschen, Unternehmen und Ländern betreffen sehr kritisch, da sie meistens eben die Zivilbevölkerung treffen und nicht unmittelbar und in erster Linie die politisch Verantwortlichen. In einer globalisierten und vernetzten Welt sind solche Sanktionen ohne unmittelbare Folgen für die eigene Wirtschaft nicht mehr zu vollziehen. Schaut man sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland 2013 an, so stellt man fest, dass wir Exportgüter im Wert von rund 36 Mrd. Euro nach Russland ausgeführt haben. Das bedeutet Russland ist unser elft wichtigstes Exportland. Dagegen haben wir Güter über 40 Mrd. Euro eingeführt, was die Russische Föderation an die siebte Stelle der Importnationen setzt. Betrachtet man nun noch die Struktur der von uns importierten Güter, nämlich vorwiegend Öl und Gas so wird die gegenseitige Abhängigkeit schnell deutlich. Wobei Russland wohl zunächst länger damit leben könnte, kein Öl und Gas nach Deutschland zu exportieren, als wir damit, keines mehr zu erhalten. 

In einer Welt, in der alle auf ein wachstumsfreundliches Wirtschaften untereinander angewiesen sind, werden aus unserer Sicht Wirtschaftssanktionen als Instrument immer unwirksamer. Politiker wie Barack Obama, die keine ökonomische Ausbildung erhalten haben, mögen solche Maßnahmen ins Feld führen. Damit lenken sie jedoch eher von der politischen Handlungsunfähigkeit ab. 

Fazit

Die oftmals fehlende ökonomische Intelligenz der politischen Klasse kann man beklagen oder nicht. Wichtig ist sie zu erkennen und die nötigen Schlüsse daraus zu ziehen. Die Rentenbeschlüsse der Bundesregierung zementieren den bereits rechenbaren Stress in der Rentenkasse bereits zum Ende dieses Jahrzehnts. Steigende Beiträge und sinkende Renten werden die Folge sein. Man hat nun zwei Möglichkeiten, erstens man entzieht sich der Rentenkasse durch Selbständigkeit, wozu die meisten jedoch keine Gelegenheit haben. Zweitens, die private Vorsorge über z.B. Ansparpläne in Investmentfonds mit hohem Aktienanteil wird alternativlos. Gerade für junge Leute muss diese massiv ausgeweitet und intensiviert werden, um Altersarmut zu vermeiden. 

Autor: Daniel Zindstein ist verantwortlich für das Portfoliomanagement der vier Dachfonds des unabhängigen Finanzdienstleisters GECAM AG. Der GECAM-Marktkommentar erscheint monatlich.

ETF Securities Marktüberblick

Die politischen Unruhen zwischen der Ukraine und Russland haben die Preise defensiver Anlagen wie Gold, Silber, Japanischer Yen und Schweizer Franken steigen lassen. Bei Silber-ETPs kam es zu den zweithöchsten Zuflüssen seit Beginn der Aufzeichnungen; auch das Interesse für Gold als sicherer Hafen während geopolitischer Spannungen bleibt weiterhin hoch. Bei Öl- und Agrarprodukten könnte es zu Preisanstiegen kommen, sollte die Situation in der Ukraine zu Angebotsengpässen führen. Die andauernde Dürre in Brasilien führte zu Preisanstiegen bei Agrarrohstoffen, wobei wir davon ausgehen, dass es teils zu einer Überreaktion gekommen ist und sich die Preise nach unten hin anpassen müssen – dies vor allem bei Arabica Kaffee.

ROHSTOFFE

Die Dürre in Brasilien treibt weiterhin die Preise für Agrarrohstoffe an. Der Preis von Zucker stieg in der letzten Woche um 8,2%, der von Kaffee 5,8% und der von Sojabohnen 3,1%. Die Anstiege bei Zucker und Sojabohnen seit Jahresbeginn sind mit 6% moderat, wo der Preisanstieg von Kaffee 62% YTD beträgt. Dies ist vor allem auf die Konzentration der Produktion auf Brasilien zurückzuführen (45% der Gesamternte, bei Zucker und Sojabohnen nur 25% bzw. 31%). Wir glauben, dass der Preis für Kaffee zu stark angestiegen ist und zurückgehen wird. Für die zweite Jahreshälfte wird ein El Niño Wetter erwartet, das Frostschäden in Brasilien und Kolumbien reduzieren und die Erntebedingungen verbessern sollte. Erdgas-Futures fielen im Vergleich zur Vorwoche aufgrund gesunkener Nachfrageerwartungen um 25%. Daraufhin kam es verstärkt zur Reduzierung von Short Erdgas-ETPs, auch wenn der Mai Kontrakt lediglich um 4,2% zurückgegangen ist. Starke Nachfrage nach Gold und Silber, als sichere Häfen in Zeiten geopolitischer Spannungen. Zuflüsse von USD 139 Mio. verzeichneten Long-Silber ETPs und USD 54 Mio. Long-Gold ETPs von ETF Securities. Leichter Preisanstieg von 2,4% bei Platin im Laufe der letzten Woche. Man geht davon aus, dass die Produzenten noch Lagerbestände für etwa 6-8 Wochen zur Verfügung haben, jedoch der Preis stark reagieren kann, sollte der Streik in Südafrika weiter anhalten.

AKTIEN

Die Entscheidung der japanischen Regierung zu einer Kehrtwende in der Atompolitik unterstützte die Kernkraftindustrie. Zuvor hatte die Regierung nach dem Vorfall in Fukushima angekündigt, alle Kernreaktoren vom Netz zu nehmen. Über die letzte Woche stieg der WNA Nuclear Energy Index um 3% und ist nun bereits um 8,2% seit Anfang Februar gestiegen. Die globalen Aktienmärkte bewegten sich in der letzten Woche seitwärts, während Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung der Fertigungsdaten aus Europa und den USA, sowie der politischen Entwicklung in der Ukraine warteten. Die Situation in Ost-Europa kann über die kommenden Wochen zu einer erhöhten Volatilität der Finanzmärkte führen.

WÄHRUNGEN

Der USD stieg letzte Woche gegen den Renminbi an, nachdem die chinesische Zentralbank den Wechselkurs auf den höchsten Wert seit Oktober 2013 festgelegt hatte. Es scheint, als versuche man die Währungsflexibilität als Schlüssel des Reformprozesses hervorzuheben. Ausschlaggebend wäre eine Änderung Preissetzungspolitik des Nationalen Volkskongress (National Peoples Congress, NPC).