Argentinien einigt sich mit Hedgefonds

Argentinien hat mit einigen seiner Gläubiger eine Einigung erzielt, die den 15 Jahre andauernden Streit, der das Land zuletzt vom internationalen Anleihemarkt ausschloss, enden sollte. 

Als Argentinien im Jahr 2001 Zahlungsunfähig wurde, weigerten sich einige Investoren, an der Restrukturierung der Anleihen teilzunehmen und verlangten von dem südamerikanischen Land eine Zahlung gemäß der ursprünglichen Verträge. Einige Hedgefonds, geführt von Paul Singer’s Elliott Management, verklagten das Land darauf vor US-Gerichten. 

Um das Land zur Zahlung zu bewegen verbot US Richter Thomas Greisa dem Land, andere Zahlungen an Anleihegläubiger vorzunehmen, solange nicht auch die Holdout Investoren bezahlt werden. Mit diesem Verbot ging das Land 2014 erneut pleite und konnte nicht mehr am Internationalen Anleihemarkt partizipieren.

Nach den Walen im November und dem neuen argentinischem Präsidenten Mauricio Macri, änderte das Land seine Haltung gegenüber den Hedgefonds. Statt offensiv gegen diese vorzugehen und eine Zahlung zu verweigern, versuchte die neue Regierung, sich mit den Holdout Investoren zu einigen. Der Deal, der noch durch das argentinische Parlament bestätigt werden muss, verlangt von dem Land eine Zahlung in Höhe von 75% der ursprünglichen Forderung der Hedgefonds. Insgesamt 4,654 Milliarden US-Dollar.

Trotzdem ist der Konflikt damit noch nicht völlig aus der Welt geschafft. Einige kleinere Holdouts weigern sich auch weiterhin, sich mit dem Land zu einigen. Da diese jedoch nicht die Resources der großen Fonds haben, sind sie ein eher kleines Problem für das Land. Im Februar hat Richter Greisa bereits Zahlungen an andere Anleihegläubiger wieder erlaubt und ermöglicht dem Land so, wieder am internationalen Anleihemarkt mitzumischen.