Auf das Bekannte konzentrieren

Bei Venture Capital Investments zählt, sich auf das zu konzentrieren, was man kennt. Der Venture Capital Arm von Intel verkauft nun etwa ein Viertel seines Portfolios. Eine Transaktion, die etwa $1 Milliarde wert sein soll. 

Nach der Restrukturierung seines Venture Capital Arms im Januar und nachdem der President von Intel Capital, Arvind Sodhani’s, nach 35 bei der Firma in Ruhestand ging, will Intel seine Venture Capital Aktivitäten weiter konzentrieren und enger mit der Firmenstrategie verzahnen. In einem ersten Schritt wurde Wendell Brooks, vorher Leiter der Mergers and Acquisitions, zum neunen Präsidenten von Intel Capital ernannt. Nun wird das gesamte Portfolio auf den Prüfstand gestellt.

Seit dem Start von Intel Capital im Jahr 1991 wurden etwa $11,6 Milliarden in mehr als 1.440 Unternehmen investiert, so die Firma über sich selbst. Mit Investitionen in mehr als 57 Ländern und verschiedenen Branchen wie Sicherheit, Wearables und Medien war das Portfolio groß und sehr divers. Alleine im letzten Jahr investierte Intel $514 Millionen in 143 Firmen. Etwa zur Hälfte in neue und Folge-Investitionen.

Mit derzeitig 430 aktiven Firmen im Portfolio gibt es Gerüchte, dass Intel bis zu einem Viertel des Portfolios verkaufen könnte - hauptsächlich aus strategischen Gründen und einem wandelnden Fokus von Intel. Der Verkauf könnte dabei gut für Intel, die Firmen und neue Ventures sein. Für Intel ist dies die Gelegenheit, ein Portfolio aufzubauen, das zur Unternehmensstrategie passt und hilft, die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Für die Portfoliounternehmen können neue Investoren gefunden werden, die sich aus eigenen strategischen Gründen verstärkt um den Erfolg der Firmen kümmern. Zuletzt erlaubt der Verkauf Intel, neue Investitionen zu tätigen und kann so anderen Start-ups helfen.