CFA-Studie prognostiziert Verbreitung von FinTech

Finanztechnologien bekommen zunehmend Aufmerksamkeit von Konsumenten, Investoren und Medien. In einer globalen Online-Umfrage hat das CFA Institute 3.803 Mitglieder, alle Fachkräfte in der Finanzindustrie, nach ihren Erwartungen an die Technologien befragt.

Die CFA-Mitglieder sind der Meinung, dass Finanztechnologien den größten Effekt auf das Asset Management haben werden. Mehr als die Hälfte der Befragten (54%) halten die Vermögensverwaltung für das am meisten durch FinTech betroffene Segment. Darauf folgen Banking (16%), Securities (12%) sowie Versicherungen (8%). Nur zwei Prozent der Befragten erwartet keine deutlichen Veränderungen durch die Technologien.

Die Technologien sollen Kosten reduzieren (89%), den Zugang zu Beratung vereinfachen (62%), die Produktauswahl verbessern (55%), die Servicequalität erhöhen und Betrug verhindern (beide 37%) können. Dieses Potenzial sehen die Experten dabei jedoch eher bei standardisierten Aufgaben auf dem Massenmarkt. Während 70 Prozent erwarten, dass automatisierte Finanzberatung positiv für “Mass Affluent”-Investoren ist, geben dies nur 24 Prozent der Befragen für institutionelle Investoren und 41 Prozent für High Net Worth Individuals an. 

Die Befragten sehen jedoch auch Risiken durch die Nutzung der Technologien, beispielsweise fehlerhafte Algorithmen (46%) und Beratung (30%). Datenschutzgründe sind das größte Risiko für zwölf Prozent der Befragten. Bei verbalen Befragungen wurden weitere Bedenken, beispielsweise Herding durch die Vereinheitlichung von Entscheidungen, geäußert.