Deutsche Immobilien verlieren an Attraktivität

Ein Drittel (37%) der institutionellen Investoren hält das Preisniveau von deutschen Immobilien für überteuert. Für etwa die Hälfte der Asset Manager ist es gerade noch an der Grenze der Wirtschaftlichkeit und akzeptable, so eine Umfrage von Universal Investment. Vor allem deutsche Immobilien verlieren daher für die Befragten an Attraktivität: Der Anteil von deutschen Neuinvestitionen in den Real Estate Portfolios fällt von 67.5% im vergangenen Jahr auf 45%.

Außerhalb der EU halten nur ein Achtel der Institutionellen die Preise für überteuert und werden entsprechend zunehmend hier zukaufen. Dies gilt vor allem für Nordamerika und Asien, wo 19 bzw. 8 Prozent der Neuinvestitionen getätigt werden sollen. Im vergangenen Jahr sollten nur 5,7 Prozent der Neuinvestitionen nach Nordamerika und 1,8 Prozent nach Asien fließen. Europa insgesamt bleibt ähnlich beliebt, obwohl ein Viertel der Asset Manager den Markt für überteuert hält. Weiterhin sollen 25 Prozent (2016: 22,5 Prozent) der Neuinvestitionen in Europa getätigt werden.

„Dieser Trend deckt sich mit den Analysen der realen Immobilienbestände auf unserer Plattform. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Anteil nordamerikanischer Immobilien bereits um ein Drittel angestiegen“, so Alexander Tannenbaum, der als Geschäftsführer das Immobiliengeschäft von Universal-Investment verantwortet. 

Der Großteil der Investitionen soll auch weiterhin in Büroimmobilien fließen. Mit 37 Prozent der Befragten, die das Segment als Anlageziel angeben, gewinnt die Nutzungsart jedoch nicht an Beliebtheit. Einzelhandelsimmobilien und Logistik-Immobilien konnten ihren Anteil an den Neuinvestitionen um jeweils vier Prozentpunkte steigern und sollen 2017 25 Prozent und zwölf Prozent der Neuinvestitionen ausmachen. „Institutionelle Investoren diversifizieren auch ihre Immobilienportfolios richtigerweise immer stärker über Sektoren und Märkte“, so Tannenbaum weiter.

Weitere Trends zu den Erwartungen der Immobilien-Investoren finden Sie in der Pressemitteilung von Universal Investment.