Die Nutzer von Finanzdienstleistern segmentieren

Verbraucher nutzen zunehmend digitale Kanäle, um auf Finanzdienstleistungen zuzugreifen. In dem Global Consumer Banking Survey unter 55,00 Verbrauchern stellt Ernst & Young (EY) fest, dass traditionelle Segmentierung auf Basis demographischer Faktoren wie Alter, Beruf oder finanziellen Parametern unzureichend ist. Stattdessen zeigt EY, dass tiefere Einblicke über Verhalten, Ansichten und Lebensstil erforderlich sind und schlägt vor, die Segmentierung auf "digitaler Versiertheit" und "finanzieller Versiertheit" zu stützen.

  • Die "Pros" in der Segmentierung von EY sind diejenigen, die finanziell und digital versiert sind. Sie verwalten ihre Finanzen sicher und kompetent selbst, meist über digitale Kanäle. Sie sind offen für neue Angebote und Anbieter wie FinTech Unternehmen, die einen besseren digitalen Service bieten.
  • Digitale Stars fühlen sich in der Kontrolle über ihre Finanzen, aber weniger als die Pros, erwarten jedoch weiterhin 24/7 Service über digitale Kanäle. Sie handhaben den größten Teil ihres Lebens digital, und sind für nicht-traditionelle Finanzdienstleister am empfänglichsten.
  • Traditionalisten sind am wenigsten auf ihre Finanzen versiert und sorgen sich um die Datensicherheit auf digitalen Kanälen. Anstatt auf Nicht-Bank und FinTech zu vertrauen, bevorzugen sie Banken mit Niederlassungen. Das macht sie loyale Kunden, aber auch zu den am wenigsten profitablen.
  • Finanzstarts haben die Kontrolle über ihre Finanzen und bewältigen diese selbstbewusst selbst. Allerdings schätzen sie die Dienstleistungen der traditionellen Finanzberater weiter. Sie stehen digitalen Kanälen neutral bis skeptisch gegenüber, weil sie um Datensicherheit besorgt sind.

Um die neuen Marktsegmente zu verstehen und diesen einen besseren, angepassten Service zu bieten, empfiehlt EY Unternehmen, Daten zu nutzen. Mehr dazu finden Sie in der EY-Publikation "How well do you know your consumers?”.