Die Suche nach einem Performanceindikator

“Total return to shareholders” (TRS) ist der am häufigsten genutzte Ansatz zur Messung der Börsenperformance eines Unternehmens. McKinsey argumentiert allerdings, dass der TRS kurzfristige Erwartungsänderungen über die Zukunft eines Unternehmens mehr als zugrunde liegende Leistung und Gesundheit widerspiegelt. Ein durchweg gut führendes Management ist bereits in den Aktienkurs eingepreist, sodass kontinuierlich gute Unternehmen Schwierigkeiten haben, einen hohen TRS zu erwirtschaften.

In "Measuring stock market performance" zeigt McKinsey, wie Unternehmen ergänzende Indikatoren zur Börsenperformance, wie den Market Value Added (MVA) oder das Market-Value-to-Capital Ratio, nutzen können, um die Mängel des TRS zu kompensieren. Während der TRS die Performance gegen die Erwartungen des Marktes misst, messen diese Indikatoren die Sicht der Finanzmärkte bezüglicher der zukünftigen Performance eines Unternehmens im Verhältnis zum investierten Kapital, "sie beurteilen die Erwartung gegenüber dem absolute Leistungsniveau", wie McKinsey es nennt.

Allerdings kann ein Unternehmen aufgrund von zwei Gründen einen niedrigen TRS und einen hohen MVA haben: Unrealistische Markterwartungen oder die Unfähigkeit des Unternehmens, Potenziale zu realisieren. In einem zweiten Schritt empfiehlt McKinsey, zu beurteilen, ob der Marktwert eines Unternehmens mit seinem intrinsischen Wertschöpfungspotenzial übereinstimmt. Dabei muss der Aktienkurs mit einem DCF-Modell und dem ROIC zurückverfolgt werden. Wie dies zu tun ist, wird am Beispiel von Home Depot auf mckinsey.com erklärt.