Fehlende Infrastrukturinvestitionen schwächen die Wirtschaft

Jedes Jahr werden $2,5 Billionen in Verkehr, Energie, Wasser und Kommunikationstechnologien investiert. Trotzdem werden weit mehr benötigt. Einer McKinsey Studie zufolge müssen jährlich $3,3 Billionen investiert werden, um das derzeitig erwartete Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Besonders in den Emerging Markets werden Infrastrukturinvestitionen benötigt.

Seit der Finanzkrise sind in elf der G20 Staaten die Infrastrukturausgaben als Prozent des BIP gefallen. Wenn die Investitionen weiterhin zu niedrig sind, fehlen jährlich elf Prozent oder $350 Millionen. Investitionen zur Erreichung der UN Sustainable Development Ziele mitzählend, verdreifacht sich die Lücke. Dem McKinsey Artikel “Bridging global infrastructure gaps” zufolge werden die fehlenden Investitionen das Wachstumspotenzial und die Produktivität verringern. Die Finanzierung der Infrastruktur bleibt daher eine wichtige Aufgabe - ob durch Unternehmen, Investoren oder die öffentliche Hand.

Unternehmen machen derzeitig vier Drittel der privaten Investitionen in Infrastruktur aus. Um mehr Unternehmen zu Investitionen zu bewegen werden regulatorische Sicherheit und attraktive Renditen benötigt. Eine weitere Quelle zur Finanzierung von Infrastruktur sind institutionelle Investoren durch Public-Private-Partnerships. Diese machen bisher nur einen kleinen Teil der Investitionen aus.

Der Großteil der Investitionen wird auch weiterhin von Regierungen selber kommen. Diese können jedoch neue Finanzierungsquellen nutzen, beispielsweise durch Nutzungsgebühren oder den Verkauf von existierenden Assets. Dabei müssen Investoren weniger zyklisch getätigt werden und insgesamt effizienter und effektiver werden, vor allem in der Selektion, Bereitstellung und dem Management der Infrastruktur.