Investoren ziehen Geld aus aktiven Fonds ab

Bis November haben Investoren 2016 insgesamt 286 Milliarden Dollar aus US-Investmentfonds abgezogen. 30 der 50 größten Fondsgesellschaften haben netto Investorengelder verloren, so Morningstar-Daten. 2016 könnte damit zum schlechtesten Jahr für aktiv gemanagte Fonds werden. Gleichzeitig haben Investoren 428,6 Milliarden Dollar in passive Fonds investiert. Damit bleiben ETFs auf Wachstumskurs und gewinnen weitere Marktanteile. Betrugen die AuM in ETFs 2011 noch 13 Prozent der Aktiva traditioneller Fonds, waren es Ende November 20 Prozent.

Für die Fondsbranche erwarten Experten nun eine weitere Konsolidierung. Thomas Faust, Vorstandschef von Eaton Vance Corp., rechnet beispielsweise mit weiteren Zusammenschlüssen, weil es mehr Vermögensverwalter gäbe, als die Welt brauche. Auch werden sich Fondsgesellschaften verkleinern müssen, beispielsweise durch die Aufgabe von Produkten, die nicht genügend Geld anziehen, oder die Auslagerung von Verwaltungsfunktionen, so die Boston Consulting Group.