Konjunkturerwartungen gehen weniger zurück als erwartet

Trotz des turbulenten Starts der globalen Aktienmärkte in das Jahr, ist die Zuversicht der deutschen institutionellen Investoren und Finanzanalysten weniger als erwartet gefallen. 

Dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge, ist die Zuversicht der deutschen Investoren von 16,1 Indexpunkten im Dezember auf 10,2 Punkte im Januar gefallen. Mit 5,9 Punkten gehen die Erwartungen jedoch weniger zurück als von Analysten in einer dpa-AFX Umfrage prognostiziert. Diese erwarteten einen Fall von 8 Punkten. Die Bewertungen der konjunkturellen Lage in Deutschland verbessern sich. Der Index stieg hier auf 59,7 Punkte, den höchsten Wert seit September.

Auf Basis von 227 Investorenmeinungen versucht der Index das wirtschaftliche Sentiment für die kommenden sechs Monate zu messen. "Der Beginn des neuen Jahres ist geprägt von den Kapitalmarktturbulenzen in China, die auch zu starken Kursrückgängen am deutschen Aktienmarkt geführt haben. Wie auch schon im vergangenen Jahr belasten die Wachstumsschwäche Chinas und anderer wichtiger Schwellenländer den Konjunkturausblick für Deutschland", kommentiert Prof. Dr. Sascha Steffen, Leiter des Forschungsbereichs "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement" am ZEW.