Langfristige Performance von Venture Capital

Die relative Performance von Private Equity Investoren ist anhaltend: Die Performance einer PE-Firma mit einem Fonds hat sich als Indikator für die Performance des nächsten Fonds bewährt. Während die Wissenschaft sich jedoch oft nur auf Analysen auf der Fondsebene konzentriert hat, stellt die Harvard Business School nun fest, dass in Venture Capital Fonds die Performance der ersten Beteiligungen ein Indikator für die Performance von späteren Beteiligungen ist.

Der Studie von Ramana Nanda, Sampsa Samila und Olav Sorenson zufolge führt eine 20 Prozentpunkte höhere IPO-Rate unter den ersten fünf Investments, also ein IPO mehr, zu einer mehr als zwei Prozentpunkte höheren IPO-Rate in allen nachfolgenden Investitionen. Weil jedoch weniger als ein Sechstel der Beteiligungen tatsächlich an die Börse gehen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Beteiligung mit einem IPO endend, um 12,7 Prozent an. Auch nach der Korrektur dieses Ergebnisses um regionale und Branchen-Effekte sowie Investment Stages ist die Wahrscheinlichkeit eines IPOs im Portfolio noch um 7 Prozent erhöht. “Im Durchschnitt prognostiziert Erfolg bei den ersten fünf bis zehn Beteiligungen den Erfolg der zumindest 50 nächsten Beteiligungen einer Venture Capital Firma,” so die Studie mit dem Titel The Persistent Effect of Initial Success: Evidence from Venture Capital.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass dieser Effekt nicht auf der Fähigkeit der VC Firma beruht, Start-ups beim Wachstum zu unterstützen, oder auf die richtigen Trends zu setzen. Stattdessen ist der Zugang zu neuen Start-ups und Entrepreneuren ausschlaggebend. Nach den ersten Erfolgen wollen weitere Stat-ups von der Venture Capital Firma finanziert werden. So erhält der VC einen besseren Zugang zu weiteren Beteiligungen, vor allem in spätere Phasen, in denen der Erfolg leichter eingeschätzt werden kann.