Neue Energiequellen, Mobilität und Fragmentierung

Energiesysteme verändern sich auf der ganzen Welt. Forschung von McKinsey und dem World Economic Forum hat die Auswirkungen auf Energieunternehmen und politische Entscheidungsträger identifiziert. In Three game changers for energy fasst McKinsey die Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Zwanzig neue Energiequellen, darunter Technologien wie Brennstoffzellen oder Kernfusion, könnten die Weltwirtschaft innerhalb von zwei Jahrzehnten antreiben. Während McKinsey und das World Economic Forum erwarten, dass fossile Brennstoffe weiterhin zum Energiemix beitragen, wird der Anteil durch zunehmenden Umweltschutz, niedrigere Kosten für erneuerbare Energien und höhere Stromnachfrage reduziert. Ein Viertel der weltweiten Stromversorgung könnte 2050 durch kohlenstoffarme Energiequellen wie Wind und Solar produziert werden. 

Politische Entscheidungsträger wollen die Umweltbelastung und Straßenauslastung reduzieren sowie CO2-Emissionen eliminieren - mit Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. Bis Mitte 2020 erwartet McKinsey, dass Elektrofahrzeuge aufgrund fallender Batteriepreise wettbewerbsfähig werden. Etwa zehn Jahre später könnten sie zwischen 27 und 37 Prozent des Neufahrzeugverkaufs ausmachen. Sich rasch verändernde Mobilitätsmuster bedrohen jedoch nicht nur das Geschäft der Ölkonzerne, sondern verändern auch die Welt der Stadtplaner.

In den letzten Jahrzehnten haben große Unternehmen den Energiemarkt dominiert. Durch die neuen Energiequellen werden Technologien von vielen kleinen Betreibern, sowohl Unternehmen als auch Konsumenten, zur Stromerzeugung eingesetzt. Große Investitionen, welche Unternehmen für Jahrzehnte binden, werden nun zu riskant, sagt McKinsey, und strategische Entscheidungen müssen schnell angepasst werden, ohne große Anfangsinvestitionen zu bedrohen.