Nur geringe Auswirkungen der Robo-Advisor auf institutionelle Investoren

Automatisierte Anlageberatung stellt zurzeit das Asset Management auf dem Kopf - zumindest im Retail-Segment. Für ist institutionelle Investoren und UHNW-Clients sieht die Sache ganz anders aus.

Auf kurze und mittelfristige Sicht wird Robo-Advisorn, automatisierten Anlage- und Finanzberatungsprogrammen das größte Potenzial bei Disruption der Finanzdienstleistungen zugesprochen, so eine Umfrage unter Mitgliedern des CFA Institute, dem Berufsverband für die Investmentbranche. 70 Prozent der Mitglieder glauben, dass insbesondere vermögende Privatanleger von positiven Effekten einer automatisierten Vermögensverwaltung profitieren. Vor allem wegen der geringen Kosten, vereinfachtem Zugang und großen Produktvielfalt springen den klassischen Anbietern die Kunden ab und wechseln zu den neuen Anbietern.

Für institutionelle Investoren und Ultra-High-Net-Worth Clients sieht die Sache jedoch schon wieder ganz anders aus. Die Befragten halten es in der Mehrheit für “eher unwahrscheinlich”, dass automatisierte Beratung die persönliche ersetzen wird. Die komplexen Anforderungen und die umfangreichen Portfolios lassen sich nicht wie bei den Portfolien der Privatanlegern standardisieren, so die Umfrage.

Die Meinung bezüglich der Robo-Advisor geht jedoch unter den Befragten weit auseinander: Gleiche Anteile (je 38 und 37 Prozent respektive) geben an, dass Risiken durch die automatisierte Beratung verstärkt und vermindert werden könnten. Das größte Risikopotenzial wird dabei in fehlerhaften Algorithmen, Falschberatung und Datenschutzverletzungen gesehen.

Die Umfrage wurde im Februar unter weltweit mehr als 3.803 freiwilligen Teilnehmern eines Panels zu Kapitalmarktfragen innerhalb des CFA Institutes durchgeführt.