Nur jeder dritte ETF profitabel

Das Anlagevolumen europäischer ETF-Anbieter hat sich innerhalb von fünf Jahren auf 550 Milliarden Euro verdoppelt. Immer mehr Vermögensverwalter drängen auf den Markt, und wollen durch eine breite und ständig erweiterte Produktpalette Anleger halten. Dies macht spezialisierten Nischenanbietern die Margen streitig.

Trotz der hohen Zuflüsse in ETFs erreichen viele Produkte kein kostendeckendes Volumen, weil der Markt zu stark fragmentiert sei, so Bloomberg. Dies würde in den kommenden Jahren zu einer Konsolidierung des Marktes führen.

Während das durchschnittliche Volumen eines ETFs in den Vereinigten Staaten etwa 1,4 Milliarden Dollar beträgt, sind europäische Produkte sechsmal kleiner und erreichen nur 260 Millionen Dollar. In Europa benötige ein ETF mindestens 100 Millionen, um profitabel zu sein, so Bloomberg. Von den 2.200 europäischen Produkten erreichen jedoch nur 700 dieses Anlagevolumen. Kleinen Fonds mangele es an Kosteneffizienz und Liquidität. Fonds, welche die entsprechende Größe nicht erreichen, müssten aus dem Markt ausscheiden.