Passive Fonds wuchsen 4,5 Mal stärker

Passive Produkte bleiben ein Wachstumstreiber für Vermögensverwalter. Da die Anleger über hohe Gebühren und enttäuschende Leistungen von aktive gemanagten Fonds besorgt sind, stiegen die Assets under Management von passiven Produkten im vergangenen Jahr 4,5 mal so schnell wie die der gesamten Asset Management-Branche. Im Jahr 2016 sind die Vermögenswerte von ETFs und Indexfonds um 18 Prozent auf $6,7 Billionen gewachsen - mehr als das Doppelte der acht Prozent Wachstum im Jahr 2015.

Die AuM von aktiven Fonds sind dagegen, so für FTfm analysierte Morningstar-Daten, um nur vier Prozent gewachsen. Wayne Bowers, International Chief Investment Officer und Chief Executive von Northern Trust, erklärt FTfm, dass die Verschiebung in passive Produkte wegen Gebühren und Performance geschieht. Studien zeigen, dass der aktive Stockpicking-Ansatz langfristig keine Outperfomance generiert, trotzdem aber höherer Gebühren verlangt werden.

Allerdings sind aktive Fonds mit einem AuM von $23,9 Billionen immer noch für den Großteil der AuM der Industrie verantwortlich. Bowers glaubt daher, dass der Höhepunkt für massive Produkte noch nicht erreicht ist. Monika Dutt, Analyst bei Morningstar, fügt hinzu, dass aktive Vermögensverwalter ihre Gebühren reduzieren und sich neu aufstellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.