Risk-Parity-Fonds mit Outperformance

Traditionelle Multi-Asset-Konzepte verloren 1,4 Prozent im ersten Quartal 2016, während Risk-Parity-Ansätze 1,7 Prozent gewannen. Eine Analyse von Absolute Research zeigt, dass diese Outperformance gerade in den ersten zwei Monaten des Jahres erzielt wurde - als die Aktienmärkte in Europa fast 17 Protzen nachgaben.

Während normale Multi-Asset-Produkten knapp sechs Prozent verloren, betrug der Verlust bei Risk-Parity-Ansätzen nur etwa ein Prozent. Multi-Asset-Fonds konnten jedoch in der im März folgenden Erholungsphase einen größeren Teil ihrer Verluste aufholen. "Die Marktturbulenzen Anfang 2016 haben gezeigt, dass risikoparitätische Fondsstrategien offenbar schneller in der Lage waren, auf die Marktverwerfungen zu reagieren als klassische Multi-Asset-Fonds,” so Michael Busack, Geschäftsführender Gesellschafter der Absolut Research GmbH.

Risk-Parity-Konzepte versuchen dabei, die Dominanz der Aktienmarktrisiken in klassischen Multi-Asset-Portfolios zu umgehen und gewichten das Portfolio nach den Risikobeiträgen der Assetklassen. Da so die Aktien- und Rohstoffengagements geringer Ausfällt und der Fixed-Income-Anteil höher ist, sinkt die zu erwartende Rendite. Eventuell wird das Portfolio daher auf eine bestimmte Zielvolatilität oder -performance gehebelt.