Smart Beta bei institutionellen Investoren zunehmend gefragt

In einer Umfrage stellt die Fondsgesellschaft Source fest, dass Smart-Beta-Strategien im Portfolio von institutionellen Investoren immer wichtiger werden. 27 Prozent investieren schon, 31 Prozent der Übrigen wollen damit beginnen.

Die Idee von Faktor Investing ist, einfache Indikatoren zum Investieren zu nutzen. Das können makroökonomische Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Inflation oder Zinsen sowie Stilfaktoren wie Value, Momentum oder Volatilität sein. Smart-Beta Strategien können diversifizieren und je nach Strategie die Volatilität des Portfolios reduzieren. In einer Studie bestätigt der britische Vermögensverwalter Source, dass Smart-Beta-Strategien vor diesem Hintergrund in den Portfolios der institutionellen Anleger immer wichtiger werden. 28 Prozent der Befragten wollen mit den Strategien höhere Dividendenerträge erzielen.

Zwei Dritten der befragten Investoren meinen, dass der Anteil von Smart-Beta Produkten in ihren Portfolios bis 2019 zunehmen wird. Nur vier Prozent der Befragten gehen von einem Rückgang des Anteils aus. Die Zunahme der Anteile ist dabei nicht unbeträchtlich. Ein Drittel erwarten, dass der Anteil um mindestens 30 Prozent ansteigen wird.

In einer weiteren Studie von BlackRock unter 200 institutionellen Investoren konnten diese Ergebnisse bestätigt werden. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie ihre Nutzung von Faktor Investing in den letzten drei Jahren erhöht haben und 60 Prozent sagen, dass sie eine Ausweitung der Nutzung in den nächsten drei Jahren planen. Hauptgründe für die Nutzung sind die Generierung von besseren Renditen.

Smart-beta Produkte versuchen, die klassischen Fehler von auf der Marktkapitalisierung beruhenden Indexes zu überwinden. Doch ob ein Produkt Risiken minimieren oder die Performance erhöhen kann, hängt massiv von den Produkten ab und den Regeln, nach denen sie Investitionen tätigen und gewichten. Einer Analyse von Absolute Research zufolge, sind Risiko minimierende Produkte in schwachen Marktphasen und zyklische Produkte in Zeiten von steigen Märkten besser.

“Langfristig haben Smart-Beta-Konzepte klassische kapitalisierungsgewichtete Benchmarks bislang klar outperformt. Dabei müssen sich die Investoren aber bewusst sein, dass die alternative Gewichtung von Indizes auch mit anderen Schwerpunkten in Bezug auf Branchen oder Regionen einhergehen kann und das Marktrisiko auch mit Smart Beta nicht wirklich reduziert werden kann. Institutionelle Anleger mit engen Risikobudgets sollten das berücksichtigen und sich ggf. bei alternativen Faktorstrategien umsehen,” sagt Michael Busack, Geschäftsführer der Absolut Research GmbH.