Strategien im Risikomanagement müssen überarbeitet werden

Investoren haben mit geringen Renditen und höherer Volatilität zu kämpfen. Die aktuelle RiskMonitor-Umfrage von Allianz Global Investors zeigt jedoch: Das Risikomanagement hat sich seit der Finanzkrise kaum verändert.

Im ersten Quartal führte Allianz Global Investors die jährliche RiskMonitor-Umfrage unter 755 institutionellen Investoren in 23 Ländern durch. Diese sehen in einer höheren Volatilität (42% der Befragten), niedrigen Zinsen (24%) und einer unsicheren Geldpolitik (16%) die größten Herausforderungen. Die Investoren erwarten, dass Aktienmarkt-Risiken, Zinsrisiken, Ergebnisrisiken und Währungsrisiken die Renditen der Portfolios zukünftig stark beeinträchtigen werden.

Die Anlagestrategie wird dadurch jedoch nicht defensiver und institutionelle Investoren behalten ihren Risikoappetit. US- und europäische Aktien stehen mit 29 und 28 Prozent weiter ganz oben auf der Kaufliste der Investoren. Das Ziel ist dabei, risikoadjustierte Renditen zu maximieren.

Um dieses zu erzielen werden die Diversifikation über Assetklassen (58%), geografische Diversifikation (56%) und Durationsmanagement (54%) am häufigsten verwendet. Damit sind die Maßnahmen, die schon zu Zeiten der Finanzkrise genutzt wurden, sogar noch beliebter geworden, auch wenn 62 Prozent der Befragten angeben, dass diese nicht wie gewünscht vor massiven Wertverlusten geboten haben.

Zwei Drittel der Befragten sind damit nun auf der Suche nach neuen Strategien für das Risikomanagement, um Rendite und Risiko besser zu balancieren und besser gegen Abwärtsbewegungen zu schützen. Dafür sind 47 Prozent der Befragten bereit, mehr zu zahlen, und 54 Prozent haben zusätzliche Mittel für das Risikomanagement bereitgestellt. „Asset Manager sind hier gefragt, innovative Lösungen und Produkte zu entwickeln, die Kunden dabei helfen, niedrigen Renditen zu trotzen, ohne sie dabei übermäßiger Volatilität auszusetzen,“ so Neil Dwane, Global Strategist bei AllianzGI.