Vermögensverwalter stocken Alternatives um 25% auf

Innerhalb der letzten fünf Jahre stieg das verwaltete Vermögen der weltweit 500 größten Asset Manager um insgesamt 19 Prozent und damit um etwa 3,5 Prozent pro Jahr. Innerhalb des letzten Jahres haben sich die Assets under Management jedoch um 1,7 Prozent auf 76,7 Billionen USD verringert, so eine Studie von „Pension & Investments“ und Willis Towers Watson. Während der größte Teil der aktiv verwalteten Vermögen (78.3%) um nur 2,8 Prozent gefallen ist, reduzierten sich die Assets in passiven Produkten um 5,5 Prozent. 

Die Portfoliozusammensetzung insgesamt hat sich jedoch bis auf eine Ausnahme wenig verändert. Die traditionellen Assetklassen Aktien und Anleihen machen trotz eines Rückgangs um 7,1 Prozent weiterhin fast vier Fünften des Gesamtvermögens aus. 45,4 Prozent sind dabei in Aktien (-9,3%) angelegt und 32,8 Prozent in Anleihen (-5,5%). Das in Immobilien investierte Vermögen ist mit 13,2 Prozent am stärksten gefallen und macht nun etwa zwei Prozent aus. “[..] die Erwartungen für ein starkes Wachstum in traditionellen Assetklassen sehen nun weniger vielversprechend aus“, sagt Nigel Cresswell, verantwortlich für das Investment Consulting bei Willis Towers Watson Deutschland.

Während alle anderen Assetklassen geschrumpft sind, wuchs das Vermögen in alternativen Anlagen um 25 Prozent. Wegen des niedrigen Ausgangsniveaus machen Alternatives jedoch auch jetzt nur 4 Prozent des verwalteten Vermögens aus. Institutionelle Investoren würden zunehmend in Alternatives investieren, um ihre Portfolios zu Diversifizieren und höhere Renditen zu erzielen, so die Studie. „Ein Strategiewechsel hin zu alternativen Anlageklassen, bei denen Fondsmanager attraktive Illiquiditätsprämien abschöpfen können, um sinkende Zinsen und das abnehmende Marktbeta auszugleichen, ist essenziell“, betont Cresswell.

Das internationale Durchschnittsportfolio einer Pensionseinrichtung besteht zu etwa 27 Prozent aus alternative Anlagen und Immobilien, so eine weitere Erhebung von Willis Towers Watson. Wegen strengerer regulatorischen Anforderungen, und daher einer hohen Anleihenquote von etwa 60 Prozent, haben deutsche Pensionseinrichtungen nur 13 Prozent Alternatives im Portfolio.