Versicherungsunternehmen verlassen sich auf Spezialisten

Um die Probleme der niedrigen Zinsen und der strengen europäischen Solvency II-Verordnung anzugehen, suchen Versicherungsgesellschaften die Hilfe von Vermögensverwaltern. Untersuchungen der italienischen Beratungsfirma Prometeia zufolge könnten eine Billionen Euro an Vermögensverwalter fließen. Asset Manager könnten damit bis Ende 2019 4,5 Billionen Euro für die Versicherungswirtschaft verwalten, so der Bericht auf Grundlage einer Befragung von 60 Institutionen mit einer Bilanzsumme von 22 Billionen Euro.

Allerdings haben einige Vermögensverwalter einen Vorteil beim Gewinnen des Neugeschäftes. Prometeia geht davon aus, dass sich die Versicherer aufgrund der steigenden Nachfrage nach exotischen Anlageklassen wie High-Yield Bonds, Bankkrediten, Immobilienschulden und Infrastrukturen eher auf spezialisierte unabhängige Vermögensverwalter verlassen werden. Während viele Versicherer und Banken spezialisierte in-house Teams haben, die externe Versicherungskunden betreuen, findet Prometeia, dass nur ein Drittel der unabhängigen Asset-Manager Teams haben, die sich den spezifischen Anforderungen der Versicherer widmen.