Verursachen Asset Manager Volatilität?

Über die letzten vier Jahrzehnte ist die Konzentration von institutionelle Investoren an den Aktienmärkten drastische gestiegen, sodass diese nicht mehr als viele kleine, voneinander unabhängige Investoren angesehen werden können. In ihrem Paper “The Granular Nature of Large Institutional Investors”, zeigen Itzhak Ben-David, Francesco Franzoni, Rabih Moussawi, und John Seduonov, dass institutionelle Investoren einen massiven Effekt auf die Aktienmärkte haben und durch die Größe ihrer Positionen und Trades die Priese signifikant beeinflussen können.

Die Studie zeigt eine kausale Verbindung zwischen Institutional Ownership in eine Aktie und deren Volatilität. Durch die Trades kreieren Asset Manager Druck auf die Preise, welche sich in höherer Volatilität ausdrückt. Für jeden Prozentpunkt, den institutionelle Investoren an einer Aktie halten, steigt die Volatilität dieser um 12 bis 18 Basispunkte. Dabei wurden Daten seit dem ersten Quartal 1980 betrachtet und es zeigt sich, dass der Effekt während der Finanzkrise besonders stark war. Hier mussten institutionelle Investoren wegen hoher Abflüsse mehr Positionen liquidieren und öfter Portfolio umschichten.

Die Analyse zeigt dabei auch, dass große Asset Manager einen größeren Effekt auf die Volatilität haben. Es wird vermutet, dass diese größere und konzentriertere Trades durchführen als kleinere Asset Manager. Eine große Zahl kleiner Investoren wird mehr Diversifizieren als ein großer Investor, der weniger klumpenhafte Investments macht.