Was Investoren und CEOs unterscheidet

In einer globalen Umfrage hat PwC 550 professionelle Investoren über ihre Ansichten bezüglich der Auswirkungen von Globalisierung und Technologie befragt und kontrastiert diese Ansichten mit den Ergebnissen der CEOs. Dabei hat sich der Optimismus der Investoren in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Während im Jahr 2016 22 Prozent erwarteten, das sich das globale Wirtschaftswachstum verbessert, glauben dies nun 45 Prozent der Investoren und Analysten. Während das Vertrauen der Investoren von Industrie zu Industrie schwankt, sind die CEOs besonders bezüglich der Chancen und Wachstumsperspektiven für ihr Unternehmen zuversichtlich.

Allerdings erkennen die Investment-Profis, dass Unternehmen von Risiken konfrontiert werden, vor allem von geopolitischer Unsicherheit (85%). Weitere besorgniserregende Themen sind Protektionismus (78%), die Zukunft der Eurozone (77%), soziale Instabilität (73%) und Cyber-Bedrohungen (73%). CEOs hingegen sehen geopolitische Unsicherheit nur als viertgrößte Bedrohung (74%). Sie sind besorgter über ein unsicheres Wirtschaftswachstum (82%), Überregulierung (80%) und die Verfügbarkeit von Schlüsselkompetenzen (77%).

Viele Investmentprofis glauben, dass die Globalisierung die Bewegung von Kapital, Menschen, Gütern und Informationen erleichtert, sowie zur Entwicklung von qualifizierten und ausgebildeten Talente beiträgt. Während sie nicht glauben, dass der Prozess der Globalisierung stoppt, sagen sie jedoch auch, dass die Globalisierung die Kluft zwischen Arm und Reich nicht geschlossen hat, den Klimawandel und die Ressourcenknappheit nicht verringert hat, und die Fairness des globalen Steuersystems nicht verbessert hat. Während Investoren und CEOs die Vorteile der Globalisierung in gleichem Ausmaß wahrnehmen, sind die Anleger über die Nachteile besorgter als die befragten CEOs.

Investoren glauben, dass zahlreiche Aspekte der heutigen Arbeit ersetzt oder zumindest durch neue Technologien verbessert werden, wobei künstlicher Intelligenz und Automatisierung der größte Einfluss zugesprochen wird. 85 Prozent der Anleger glauben, dass die Mitarbeiterzahl der Unternehmen aufgrund neuer Technologien abnimmt, und dass Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Innovation wichtige Kompetenzen für Unternehmen sein werden.