Wie volatil sind die Märkte wirklich?

Einige Anbieter schrecken Investoren mit dem Verweis auf eine höhere Volatilität auf, um sie in ihre Produkte zu treiben. Obwohl die kurzfristige Volatilität höher ist, ist die langfristige Volatilität jedoch erstaunlich stabil.

Fondsmanager, Analysten und Investoren fragen sich, ob sich die Märkte in eine Phase von strukturell höherer Volatilität befinden. Schaut man sich beispielsweise den S&P 500 seit dem August im letzten Jahr an, so scheint dies der Fall zu sein. Nachdem er innerhalb eines halben Jahren bei etwa 2100 Punkten stand, schwankte er zwischen 1800 und 2100 Punkten. Die Volatilität scheint daher zumindest kurzfristig höher zu sein, sagen Marc Goedhart und Darshit Mehta von McKinsey

Trotzdem ist die langfristige Volatilität, gemessen über fünf Jahres Intervalle, weit unter ihren historischen Höchstständen aus den Jahr 2010, Ende 1980 oder Mitte 1970. Tatsächlich ist die langfristige Volatilität sogar unter ihrem 50 jährigen Durchschnitt. Während die Autoren des McKinsey Artikels “The long and the short of stock-market volatility” eingestehen, dass die Hochs und Tiefs der Volatilität im neuen Jahrtausend extremer sind, gibt es keine systematischen Änderungen.