Zu hohe Fondsgebühren

Noch vor zwei Monaten veröffentlichte der britische Fondsverband Investment Association eine Studie, der zufolge es keine versteckten Gebühren bei Fonds gebe. Verbraucherschützer hatten der Industrie zuvor vorgeworfen, das Fondsvermögen mit unzähligen Kosten und Gebühren zu belasten.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte die Financial Conduct Authority (FCA) begonnen, die Preisstrukturen und die erbrachten Anlageresultate zu evaluieren. In einem Zwischenbericht identifiziert die FCA, dass mangelhafter Wettbewerb zu überhöhten Preisen im aktiven Management führe. Anleger würden Gebühren zahlen, die nicht mit der Performance der Fonds zu rechtfertigen seien.

Zudem stellt die FCA fest, das Anlageziele nicht klar genug definiert werden und Vergleichsbarometer nicht immer korrekt verwendend werden. Trotz der vielen Anbieter auf dem Markt liegen die Preise erstaunlich nah beieinander, so die FCA, was zu hohen Profiten in der Branche führen würde.

Auch in der Anlageberatung findet die FCA Schwachstellen. So würden Manager nicht anhand ihrer erbrachten Leistungen ausgewählt werden.

Die Aufsicht fordern nun, Gebühren und Kosten besser aufzuschlüsseln und darzustellen, beispielsweise durch eine “all-in fee”. Zudem soll der Wechsel in günstigere Anteilsklassen erleichtert werden und Anlageziel sowie Vergleichswerte transparenter kommuniziert werden.