Zu viel Geld, zu wenig Investments

Immobilienpreise boomen und in Zeiten von volatilen Aktienmärkten und niedrigen Zinsen steigt die Nachfrage nach Immobilienfonds. Bei der hohen Nachfrage nach Real Assets nehmen einige Anbieter keine neuen Gelder mehr an.

Mit dem neuen Jahr stieg die Volatilität der Aktienmärkte. Auch Fixed Income Produkte sind für Investoren wegen niedriger Zinsen nicht attraktiv. Bei der Suche nach alternativen Investments finden Investoren immer wieder zu Real Assets. Im Januar und Februar allein wurden 1,7 Milliarden in Immobilienfonds investiert. Diese haben nun ganz eigene Probleme.

Derzeit suchen Fondsmanager und institutionelle Investoren nach attraktiven Investments. Das hat die Preise für Immobilien deutlich steigen lassen. So deutlich, dass einige bereits vor einer Immobilienblase warnten. Trotzdem müssten Fonds die neu akquirieren Gelder in Immobilien anlegen.

Wegen der hohen Immobilienpreise und daher unattraktiven Investments haben einige Asset Manager begonnen, keine neuen Gelder mehr in ihren Fonds zu akzeptieren. Unter anderem betrifft dies drei Fonds der Union Investment und einen Fonds der DWS. Würden die Fonds weiter Gelder annehmen und diese investieren, würden sie dies bei unattraktiven Preisen tun. Auch große Barreserven machen bei Niedrigzinsen weder für Anbieter noch Investoren Sinn. Auch sollten Portfolio Manager bei hohen Preisen verkaufen und Wertgewinne realisieren, was bereits einen negativen Effekt auf die Cashposition hat.

Insgesamt ist das Schließen von Fonds und das Ausschlagen von neuen Geldern auf einer kurzfristigen Basis daher durchaus positiv für Investoren. Es schütz Fonds vor unnötig hohen Bargeldpositionen bei niedrigen Zinsen und verringert die Anreize, unprofitable Investitionen zu tätigen und Gewinne bei hohen Immobilienpreisen nicht zu realisieren.