Liquide Alternative Risikoprämien – „keep it sophisticated simple“

von Ulf Füllgraf, Geschäftsführer und CIO von Alpha Centauri Finanzberatungsgesellschaft mbH.

Das gegenwärtige Zinsumfeld stellt insbesondere institutionelle Anleger vor eine Reihe von Herausforderungen und das nicht nur in Bezug auf Ertragsperspektiven sondern auch auf Portfoliorisiken. Volatilität und Value at Risk geben leider keine Auskunft darüber, dass der „Diversifikationsnutzen“ von Renten durch das niedrige Zinsniveau extrem zurückgegangen ist. In vergangenen Schwächephasen des Aktienmarktes sind die 10-jährigen Zinsen teilweise um mehr als 100 BP gefallen. Das hatte zweistellige Bondreturns zur Folge und konnte somit den Rückgang der Aktien oft gut kompensieren. Der durchschnittliche Drawdown eines 70/30 Balanced Portfolios (Deutschland) lag über diese Phasen bei lediglich -4%. Hätten wir in Deutschland in dieser Zeit bereits „japanische Verhältnisse“ am Rentenmarkt gehabt, läge der Wert bei nahezu -8%. Die Empfehlung vieler Berater lautet daher im Moment „mehr Aktien“ und das Hauptargument dafür: „Dividenden sind der neue Zins“. Für bilanzierende und risikobudgetierende Investoren geht das Argument vollkommen in die falsche Richtung. Aus dem Blickwinkel von Risiko und Diversifikation wäre „Aktien reduzieren“ - also das Gegenteil angebracht. Wohin aber mit der freien Liquidität?

Die Entwicklung der empirischen Kapitalmarktforschung, bessere Daten (sog. „Point in time-Daten“) und erweiterte Möglichkeiten an den Derivatemärkten, verbesserte Risikomodelle sowie fallende Handelskosten haben in den letzten Jahren den Zugang zu Investments eröffnet, die bisher nur wenigen Großinvestoren oder Hedge Funds zugänglich waren. Die Rede ist von „Liquid Alternative Risk Premia“. In den USA ist das bereits ein Boom, in Europa noch in den Kinderschuhen. Google liefert beispielsweise 72 Mio. für „liquid alternatives“ und für „ETF“ 48 Mio. Treffer.

Was verbirgt sich konkret dahinter?

In den Anfängen der „modernen“ Portfoliotheorie gingen Sharpe/Lintner et al. davon aus, dass die Preise von Assets, z.B. einzelnen Aktien im Wesentlichen durch den Markt (Beta oder systematisches Risiko) und den unternehmensspezifischen Einflüssen (Alpha oder spezifisches Risiko) bestimmt werden. Im weiteren Verlauf erkannten zunächst Roll/Ross (APT Theorie), später dann Fama/French (Value/Size) und Carhardt (Momentum), dass es noch weitere „systematische“ Faktoren als den Markt selbst gibt. Seit dieser Zeit wurden weitere Effekte nicht nur bei Aktien, sondern auch in anderen Assetklassen empirisch belegt.

Wie kommen die Prämien zustande?

Das „economic rational“ jeder Risikoprämie sollte für Investoren der Ausgangspunkt der Überlegung sein. Im Wesentlichen lassen sich alle Prämien aus drei Hauptkategorien ableiten.

  1. Fundamental (oder „risk-based“), dazu gehören u.a. Distress- oder Default-Prämien
  2. Behavioristisch, dazu gehören v.a. MomentumPrämien
  3. Institutionell, diese Prämien ergeben sich z.B. daraus, dass Investmentbanken ihre Volatilitäts- und Dividendenexposures aus strukturierten Produkten absichern.

Das führt dazu, dass es zwischen impliziter und realisierter Volatilität ausbeutbare Unterschiede gibt oder Dividendenfutures über die längere Frist „zu billig“ sind. Idealerweise sollten die Prämien akademisch und finanzwirtschaftlich erklärbar und anerkannt sein.

Sind die Prämien nachhaltig?

Das ist eine der am meisten diskutierten Fragen. Sowohl in der Forschung, auf Konferenzen oder in Investorengesprächen. Da es sich um Preisfaktoren für Assets handelt, kann das insgesamt nur in Frage stehen, wenn keine Assets mehr gehandelt werden, d.h. Halteverbot, Enteignung oder Börsenschließung und damit auch kein Risiko mehr vorhanden ist. Andererseits kann es sehr wohl sein, dass einzelne Prämien auch über Jahre hinweg keine positiven Returns oder gar Verluste liefern. Das war z.B. in der Dotcom-Zeit bei Low-Risk-Aktien der Fall (50% Kapitalverlust bei marktneutraler Implementierung) oder in den letzten Jahren bei verschiedenen Carry-Prämien am Bondmarkt. Bei traditionellen Risikoprämien ist das aber auch möglich. Die Risikoprämien für japanische Aktien sind seit über 25 Jahren negativ.

Drawdown Topix Japan, Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen 

Was kaum mehr ein Investor der heutigen Zeit auf der Agenda hat, ist, dass eine Investition in 10-jährige US-Government Anleihen (jährlich rebalanced) von 1945 bis Ende der 80iger Jahre real (Return abzüglich Inflationsrate) im Drawdown war.

Drawdown US Anleihen, Quelle: Robert Schiller, Bloomberg, e. Ber. 

Wie lassen sich die Prämien ausbeuten?

Um diese Prämien (direkt) zu extrahieren, benötigen Investoren drei Dinge, die für viele Anleger  zu den „Vier Reitern der Apokalypse“ gehören: Derivate, Short-Positionen und Leverage – u.a. ein Grund, warum die Prämien eben nicht ausgepreist werden. Alternativ bieten Investmentbanken oftmals fertige Strategien dafür an.

Wo liegen die Chancen und Risiken?

Mit Long Only-Investments in Inflation-Linker, Staats- und Unternehmensanleihen sowie Aktien werden die Ertragspotenziale der klassischen Risikoprämien gehoben. Alternative Prämien lassen sich fast ausschließlich durch marktneutrale Positionierung (Assets long / Future short) oder Long/Short Positionierung (Assets long und short) erschließen. Dadurch wird das systematische Risiko (Marktbeta) fast vollständig eliminiert und die Prämie extrahiert. So entstehen zu traditionellen Investments weitestgehend unkorrelierte Auszahlungsprofile, die im Portfoliokontext sehr gut diversifizieren, sich im Falle eines Drawdowns relativ schnell erholen und liquide sind. Dadurch qualifizieren sie sich möglicherweise eher für ein Label „Absolute Return“ als Wertsicherungskonzepte.

Risiken ergeben sich vor allem aus den asymmetrischen Auszahlungsprofilen, den bekannten Tail-Risiken, die als „vierter Reiter der Apokalypse“ ein Wesensmerkmal dieser Prämien sind. Damit stellen sich besondere Anforderungen an das Risikomanagement resp. die eingesetzten Risikosysteme. Bei augenscheinlich gleicher Volatilität kann das Tail-Risiko einzelner Prämien in unterschiedlichen Assetklassen sehr weit voneinander abweichen – klassische Risikokennzahlen wie Volatilität, Value at Risk oder auch Conditional Value at Risk sind daher kaum geeignet, diese Risiken transparent zu machen. Im Moment gibt es nur wenige Systeme, die auch diesem Anspruch gewachsen sind. Investoren sollten aber gerade diese Komponente vor einem Einstieg herausarbeiten.

Ein weiteres Risiko stellt die Komplexität vieler vorgefertigter Einzelstrategien der Investmentbanken dar.  Eine „reine“ Risikoprämienstrategie sollte keine Volatilitätsfilter, Stop/Loss-Begrenzungen oder ähnliche Komponenten enthalten. Viele dieser Strategien wurden mit dem Wissen der Finanzkrise entwickelt, enthalten einen erheblichen „Look-Ahead-Bias“ und werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft anders entwickeln als vermutet und genau das sollte man als Investor vermeiden. Hinzu kommt, dass die Strategien oft in dem Moment im „Risk Off-Modus“ sind, wenn sie für Investoren attraktiv werden.

Im Aktienbereich werden viele dieser Risiko- oder Faktorprämien von verschiedenen Indexanbietern unter dem Label „Smart Beta“ angeboten. Aber auch hier gilt, dass es zwischen den einzelnen Konzepten z.T. erhebliche Unterschiede gibt. Für einen Endinvestor macht es kaum einen Unterschied, welcher Dax-ETF von welchem Anbieter gekauft wird und das weder vom Ertrag noch vom Risiko her. Bei Faktor-Indices und damit auch Investments wird das anders sein. Je nach Konstruktion werden sich die Ergebnisse von Indices (betabereinigt) auf den gleichen Faktor-Tilt (z.B. Value) nicht nur im Niveau, sondern im Vorzeichen erheblich unterscheiden. Qualitativ hochwertige Faktor-Indices begrenzen die systematischen Risiken außerhalb des angestrebten Faktor-Tilts auf ein Mindestmaß.

Welche Alternativen gibt es zu Investments in Einzelstrategien?

Alternativ dazu bieten sich von Spezialisten gemanagte Portfolios oder Fonds an. Der Markt dafür ist relativ jung und in den letzten 15 Monaten sind einige lanciert worden. Das Gesamtvolumen im UCITS-Bereich beträgt aktuell ca. 1,5 Mrd. Euro. Man kann aber davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten weitere Produkte auf den Markt kommen.

Zusammenfassung

Ein großer Anteil der alternativen Risikoprämien ist „simple“ im Design. Ein Mehr an „sophistication“ ist auf der Einzelstrategieebene nur dort notwendig, wo viele Einzelassets zum Ausbeuten der Prämie benötigt werden, z.B. bei Aktien-Faktor-Prämien oder Optionen mit Delta Hedges.

Alternative Risikoprämien sind eine der wenigen Möglichkeiten, im liquiden Bereich noch Erträge zu erzielen. Aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften (kleinere Drawdowns, schnelleres Recovery, weitestgehend unkorreliert) sind sie ein idealer „Bond-Ersatz“. Große Pensionsfonds in Nordeuropa sind bereits vor einigen Jahren dazu übergegangen, erhebliche Teile ihrer Allokation in diese Richtung zu verschieben.

Schnelleinstiege zum Thema

Edhec Risk Institute (2015), Factor Investing: A Welfare-Improving New Investment Paradigm or Yet Another Marketing Fad? http://www.edhec-risk.com/features/RISKArticle.2015-07-15.2413

Edhec Risk Institute (2015), Alternative Equity Beta Investing: A Survey http://www.edhec-risk.com/features/RISKArticle.2015-10-21.2904/view

DailyAlts – Liquid Alternatives News & Information http://dailyalts.com/

Caroline Liinanki (2015), Alternative Risk Premia: Lessons and experiences from the Nordic pioneers, Nordic Fund Selection Journal https://www.spk.se/sites/default/files/assets/spk_in_nfsj01_2015.pdf

Über den Autor
Ulf Füllgraf ist seit 2010 Geschäftsführer und CIO bei der Hamburger Investment-Boutique Alpha Centauri. Er war davor als Head of Portfoliomanagement bei der SUVA (einer der größten institutionellen Investoren in der Schweiz). Herr Füllgraf hat zuvor bei der Deka Investment die Multiasset- und Absolute Return-Produkte entwickelt und die Investmentstrategie verantwortet.

Über die Firma
Alpha Centauri ist eine unabhängige Investment Management Boutique, gegründet in 2005 und ansässig in Hamburg. Sie ist spezialisiert auf liquide alternative Risikoprämien, Aktien-Faktorprämien und Risikomanagement. Alpha Centauri arbeitet mit führenden internationalen Finanzadressen zusammen.

Alpha Centauri Finanzberatungsgesellschaft mbH
Gänsemarkt 21-23, 20354 Hamburg, Germany
+49-40-897-2730, www.alpha-centauri.com

Mieten statt kaufen: Paradigmenwechsel in Großbritannien

Von Thomas Gütle, Geschäftsführer der Savills Investment Management (Germany) GmbH.

Wohneigentum spielt in Großbritannien eine bedeutende Rolle. Anders als in Deutschland war der Immobilienkauf in Großbritannien üblicherweise keine einmalige Investition. Vielmehr kaufte der typische Brite für jede Lebensphase eine neue, passende Wohnimmobilie. Und verbesserte sich dabei Schritt für Schritt. Doch jetzt findet bei der nachrückenden Generation ein Mentalitätswandel statt. Aufgrund der hohen und weiter steigenden Kaufpreise ist es jungen Briten oft nicht mehr möglich, die erste Sprosse der Wohneigentumskarriereleiter zu erklimmen. Auch der Wunsch nach mehr Flexibilität spielt bei der Entscheidung zu mieten eine immer größere Rolle, insbesondere bei der sogenannten Generation Y.

Gesellschaftswandel: Aus Käufern werden Mieter

Rund 65 Prozent der britischen Haushalte wohnen zwar immer noch in den eigenen vier Wänden. Ein Wert, der aus deutscher Sicht – wo der Anteil knapp über 40 liegt – hoch erscheint. Für Großbritannien ist dies jedoch der niedrigste Stand seit mehr als 25 Jahren. Hinzu kommt, dass das Alter für den Erstwohnungskauf von Mitte 20 auf Ende 30 gestiegen ist. Vor allem in London rückt der Traum vom Eigenheim für immer mehr Briten in weite Ferne – die Preise dort steigen enorm. Die Folge: Das Mieten wird in London zunehmend wichtiger als der Kauf. Doch Mietwohnungen sind knapp – und dürften noch knapper werden. Zum einen wächst die Londoner Bevölkerung, bis 2021 um eine Millionen Menschen. Bereits 2026 könnte die 10-Millionen-Schallmauer durchbrochen sein. Zum anderen kann der Neubau mit der Nachfrage nicht mithalten. Eigentlich müssten in London rund 60.000 neue Wohneinheiten pro Jahr geschaffen werden. Aktuell wird im Schnitt nur mit 35.000 neuen Wohneinheiten gerechnet. Wie hoch der Anteil an Mietwohnungen, kann nur geschätzt werden – die meisten Wohnungen dürften weiterhin zum Kauf gedacht sein. Fest steht: Mit der zunehmenden Verknappung werden sowohl Kauf- als auch Mietpreise weiter steigen.

Investitionskriterien für den Londoner Wohnungsmarkt

Besonders akut wird der Mangel an Wohnungen also wohl im niedrigen bis mittleren Mietpreisniveau. Und genau hier bieten sich Chancen für Investoren, sowohl auf der Developmentseite als auch für Bestandshalter. Hier Angebote zu schaffen, dürfte sich bei einem sich abzeichnenden gesellschaftlichen Wandel weg von der Eigentumswohnung hin zur Mietwohnung besonders lohnen. Um das Potenzial, das der Londoner Wohnungsmarkt hier bietet, tatsächlich nutzen zu können, ist allerdings in hohem Maße lokale Expertise notwendig. Der Londoner Wohnungsmarkt ist enorm heterogen. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die richtige Mikrolage für Wohnimmobilieninvestments zu identifizieren. Wenige hundert Meter können bereits den Unterschied ausmachen. Potenziale haben insbesondere solche Stadtteile, die aktuell nicht zu den traditionellen Spitzenlagen Londons zählen, aber einen Zuzug aus diesen genießen, zum Beispiel durch die Verbesserung der Infrastruktur mithilfe von Crossrail. Crossrail ist ein umfangreiches Eisenbahn-Verkehrsprojekt für eine Regionalexpresslinie im Großraum London, die bis Ende 2019 in Betrieb genommen werden soll. Dabei werden unter anderem fünf neue Bahnhöfe entstehen mit Umsteigemöglichkeiten zu vorhandenen Eisenbahn- oder Underground-Linien. Viele Stadtteile erhalten so eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, sodass Pendler schneller in die Londoner City gelangen können. In solchen sogenannten Urban-Prime-Lagen sind attraktive Renditen möglich.

Mietmarkt vergrößern

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den späteren Exit: Aus Sicht großer institutioneller Investoren ist der Mietmarkt in London gegenwärtig eigentlich noch zu klein. Es ist ein größeres Gesamtvolumen im Mietsegment erforderlich, damit der Markt aus ihrer Sicht langfristig investmentfähig ist. Ein nennenswertes Segment wird sich erst dann herausbilden, wenn eine ausreichende Zahl an Investoren auf dem Mietmarkt mitspielt und genügend Mietangebote schafft, sei es durch Neubau, Umwidmung oder Vermietung bisheriger Eigentumswohnungen im größeren Stil. Wer jetzt einsteigt, hat eine vielversprechende Ausgangsposition für die Zukunft. Der Londoner Wohnimmobilienmarkt kann als eine gute Alternative zum deutschen Wohnimmobilienmarkt gelten mit vermutlich deutlich besseren Wachstumschancen.

Über den Autor
Thomas Gütle ist Geschäftsführer der Savills Investment Management (Germany) GmbH. In dieser Funktion ist er sowohl für die Kapitalbeschaffung in den deutschsprachigen Märkten sowie für die Pflege von Anlegerbeziehungen verantwortlich. Er ist seit 2006 bei Savills Investment Management, ehemals Cordea Savills.

Diversified Currency Strategies for Institutional Investors

Absolute Return Strategies Ltd. (“ARS”) was founded in 2006 by a team of currency experts to provide investors with easy access to the world’s top performing currency Alpha strategies. The company created the Alpha Blend™ suite of Investible FX Indices in co-operation with Citibank to deliver attractive risk-adjusted returns with daily liquidity and complete transparency. ARS developed a proprietary strategy selection model which is predictive and able to identify those strategies with a high probability of superior future performance. Citi selected ARS as its consultant to undertake Due Diligence on all strategies on the Citi Access platform. John Dean, CIO and founder of ARS, had an interview with altii.

altii: What are the benefits of an investment in FX Alpha Strategies that are often described as an alternative asset class?

John Dean: The inter-bank FX market is the largest market in the world with unparalleled liquidity. The pattern of returns from FX investment programmes is typically different from traditional assets. This negative correlation means that FX strategies are a robust portfolio diversifier. Transaction costs are very low, enabling a wide variety of investment styles including high frequency trading. Another key benefit from FX Alpha is that, subject to credit, these strategies can be delivered unfunded.

The inter-bank cash foreign exchange market is a global decentralised market for the trading of currencies. This includes all aspects of buying and selling currencies. The foreign exchange market determines the relative values of different currencies.

The foreign exchange market makes international trade and investments in global asset markets possible. The modern foreign exchange market was formed in the early 1970s after three decades of government restrictions on foreign exchange transactions (the Bretton Woods system of monetary management established the rules for commercial and financial relations among the world's major industrial states after World War II). Countries gradually switched to floating exchange rates from the previous exchange rate regime which had been based on largely fixed exchange rates linked to the price of gold.

The foreign exchange market is unique because of the following characteristics:

  • its huge trading volume means that is the most liquid market globally
  • volumes currently exceed $5 trillion per day.
  • its geographical diversity;
  • its continuous operation: 24 hours a day except weekends, i.e. trading from 22:00 GMT on Sunday (Sydney) until 22:00 GMT Friday (New York);

Most institutions recognise currencies as an asset class. In every currency pair, whether in developed or emerging markets, the currency asset (long position) is funded using another currency (short position).

altii: What kind of models are currently used for FX investments?

Dean: FX Alpha strategies can be broken down into two main categories, systematic and discretionary. In the current FX Alpha space there are approximately four systematic strategies to every one discretionary strategy. Holding periods vary from seconds to months. In both categories there are directional, mean-reverting and volatility strategies.

altii: How important are allocation models to generate alpha and how stable are they over time?

Dean: A study of all the professional strategies in the FX Alpha space (there are approximately 100) shows that there is tremendous inconsistency of returns. All strategies either have had or will have at least one or two losing years in each ten-year period.  Picking the best of last years’ strategies for the coming year typically leads to disaster as the FX markets are constantly changing. A robust and predictive allocation model is needed to create a portfolio which will generate consistently positive returns. Active rebalancing of the portfolio is also vital. The Alpha Blend Investible FX Indices use this new generation of allocation models.

altii: What characterises the theory behind the “new generation” of models?

Dean: In the last five years the new generation of FX Alpha platforms has facilitated much more detailed analysis of individual strategies. Daily performance data combined with comprehensive information on leverage, pairs traded, holding periods etc. has enabled the building of a new generation of models which makes traditional analysis by most pension consultants obsolete. The size of the company and the team is no longer the only thing that matters. For example on the Citi platform that hosts individual FX strategies, clients credit risk is Citi, there is no exposure to an individual manager so that a client can comfortably allocate $100m to a manager with $200m AUM. The old mistake of looking for FX Alpha from the FX Overlay industry is also long gone. Theoretically a combination of the overlay models for each side of a currency pair should produce positive Alpha. There are all too few examples of this!

The price action in many FX pairs after the Credit crunch (2009 – 2014) was very difficult to navigate due to the lack of clear structural moves.  This caused problems for many systematic strategies. The strategies that survived this period have re-emerged stronger than ever together with some new innovative approaches.

The new generation allocation process consists of two parts. The first part of the process analyses all the FX strategies available and constructs a universe of consistent strategies. The second part consists of individual statistical forecasting models which have been built for each strategy from a library of factors which influence performance. This produces a forecast of the group to be included in the relevant index.

altii: In a globalised investment world how should institutional investors manage their FX exposure?

Dean: The hedging of non-balance sheet FX exposure has come a long way in 30 years. The old strategies of option replication or passive directional hedging became unpopular due to the costs incurred when non-domestic portfolio assets produced strong currency gains which were reduced by the cost of hedging. Clients were typically obliged to liquidate part of the portfolio to pay the costs. Active Overlay as part of a hedging strategy came about as a way to mitigate these costs. However many overlay managers did not have the correct technology to generate the necessary gains.

There are two modern solutions for asset managers and institutions.

  1. Agree a passive hedge ratio for the foreign portfolio with the FX Overlay manager and then agree a risk budget for an allocation to a diversified FX Alpha Index to generate positive returns in periods when the natural FX exposure produces gains or losses.
  2. Agree a risk budget for a larger allocation to a diversified FX Alpha Index to generate higher positive returns in all periods.

This is particularly important for fixed income investments. A high yield EM bond portfolio is essentially a carry trade for clients in developed markets. The coupon is often dwarfed by the underlying FX moves. Both the Ruble and the Brazilian Real have halved in value over the last three years! In this period the majority of EM bond funds have been negative as they have not taken advantage of investible FX Indices as a hedging tool.

Using a Total Return Swap or an index tracker account from Citi the Alpha returns from the Alpha Blend Global Currency Index can be delivered to the client (subject to credit) unfunded. This means that the underlying portfolio remains undisturbed.

The swap is in fact just a simple settlement agreement and is a “cash flow transformer”. Although the phrase has often been misused, modern investible FX indices provide the perfect diversifying “Portable Alpha”

altii: Can investors without natural FX exposure benefit from FX investments?

Dean: Euro fixed income investors who are not producing enough yield to fulfil their liability contracts could and should use investible FX indices to access a second return stream. This will have low or negative correlation to the existing fixed income assets and increase the absolute return.  These investors are missing an opportunity to diversify their portfolio if they do not incorporate the index returns into their portfolio.

altii: Institutional Investors under regulated regimes have a tendency to enter into the UCITS format. What else is possible?

Dean: We recognise that the strong regulatory environment of UCITS is important and this is why we have structured the Alpha Blend Global Income fund together with LGT and Portfolio Concepts. This is a very safe and easy way to invest in a well-managed unconstrained bond portfolio with a good track record and also to access the returns from the flagship Investible FX Alpha Index. For larger institutions who want to run their own fixed income books the total return swap from Citi works extremely efficient.

altii: What is your next project?

Dean: To construct investible indices in the Global Macro and CTA space.

About John Dean:
Mr Dean has been selecting currency managers since the 70’s. In the Eighties he ran the European FX and Futures business for Donaldson Lufkin and Jenrette where he built a substantial FX Alpha business. He is the Managing Director and CIO of Absolute Return Strategies. +44 20 3287 6768, jdean@ars-alpha.com,

About Absolute Return Strategies Ltd.:
Absolute Return Strategies Ltd. (“ARS”) is an SEC Registered Investment Advisor and CFTC Commodities Trading Advisor specialising in multi-strategy currency alpha programs. The firm has staff in London and Cincinnati. ARS management has been researching and selecting FX strategies for over 30 years in order to identify investment teams capable of delivering superior performance. www.ars-alpha.com

„Diversifikation und Rendite sind mit Multi-Income Strategien machbar.“

Interview mit Titus C. Schlösser, Portfolio Concept Vermögensmanagement GmbH.

Die Kapitalanlage institutioneller Investoren ist nach wie vor durch ein hohes Engagement in Fixed Income Strategien geprägt. In Zeiten niedriger Zinsen, wird es zunehmend wichtiger, durch eine geeignete Strategieauswahl eine Diversifikation der Asset Allokation vorzunehmen. Der Alpha Blend Global Income kombiniert zwei nicht korrelierende Ertragsstrategien in einem UCITS Fonds mit täglicher Liquidität.

altii: Die Zinsen sind niedrig. Warum sollte überhaupt noch in Portfolios mit Rentenprodukten investiert werden und welche Möglichkeiten bei zusätzlichen Strategien sehen Sie?

Titus C. Schlösser: Trotz des aktuellen Marktumfelds sind Anleiheninvestments für die meisten Anleger unverzichtbar. Allerdings müssen Investoren in dem heutigen Niedrigzinsumfeld über die Grenzen traditioneller Strategien gehen, um angemessene Erträge zu erzielen. Jedem Renteninvestor bieten sich drei Ertragsquellen: Bonität, Laufzeit und Fremdwährungen. Der Alpha Blend Global Income Fonds setzt auf zwei bewährte Strategien. Das flexible Fixed Income Portfolio, verwaltet von LGT Capital Partners, investiert in die Ertragsquellen Bonität und Laufzeit. Alpha aus einem Multi-Manager Währungsportfolio bietet zusätzliche Diversifikation und die Chance auf höhere Rendite.

altii: Warum lassen Sie die Rentenkomponente extern managen und wie verwalten Sie die Währungskomponente?

Schlösser: Wir haben Konzepte von unterschiedlichen Rentenmanagern geprüft. Die Strategie der LGT hat uns überzeugt. Mark Rall, Leiter Fixed Income der LGT Capital Partners und sein Team können das breite Angebot an Alpha-Quellen im gesamten Anleihenmarkt nutzen, um risiko-adjustierte Renditen über den gesamten Marktzyklus hinweg zu erzielen. Mandate mit ähnlichen Vorgaben verwaltet die Gesellschaft schon seit vielen Jahren erfolgreich.

Die eigenen Erfahrungen im Devisenmarkt haben uns gezeigt, dass es einzelnen Währungsmanagern gelingt phasenweise erfolgreich zu sein, den meisten Strategien fehlt allerdings die Kontinuität des Erfolgs. Anders ist dies bei der Multi-Manager Strategie „Alpha Blend Global Currencies“, die wir in unserem Fonds einsetzen. Durch die sinnvolle Diversifikation und den stringenten Selektionsprozess gelang es der Strategie seit 2008 jedes Jahr positive Ergebnisse mit Währungen zu erzielen.

altii: Ihr Konzept ist in einem UCITS-Vehikel erwerbbar. Gibt es synthetische Komponenten oder einen Einsatz von Derivaten?

Schlösser: Das Fondsvermögen wird vollständig in ein breit diversifiziertes Rentenportfolio investiert. Zum Schutz des Portfolios vor einem Zinsanstieg können Terminkontrakte eingesetzt werden, um die Duration des Portfolios zu steuern. Neben der Verzinsung aus den Anleihen partizipiert das Fondsvermögen zusätzlich an dem Währungsportfolio mittels eines Swaps. Das übliche Kontrahentenrisiko konnten wir nahezu ausschließen, da der Fonds nicht die konventionelle Sicherheitsleistung (Margin) leisten muss. Dies war uns bei der Konzeption wichtig und stärkt das Vertrauen institutioneller Anleger in unser set-up. Der Zuspruch bei Anlegern zeigt sich auch im Fondsvolumen - uns freut es, dass der Fonds nach 3 Monaten knapp 60 Mio. EUR Assets hat.

altii: Welche Investorenkategorie erreichen Sie?

Schlösser: Wir sprechen institutionelle Investoren an, die eine Diversifikation ihres Rentenportfolios suchen. Obwohl wir die gleichen Instrumente, wie die meisten Anleihenmanager nutzen, versuchen wir asymmetrische Renditen zu erzielen. Der Alpha Blend Global Income setzt auf zwei praxiserprobte Strategien, deren Kombination in der Vergangenheit sehr sinnvoll war. Wir sind überzeugt, dass die Ansätze auch zukünftig funktionieren werden und wir Investoren einen Mehrertrag und Diversifikation bieten. Im UCITS Mantel konnte sich unser Konzept in jüngster Vergangenheit dem Praxistest stellen: Während viele Rentenfonds im volatilen August Verluste verzeichnen mussten, konnte der Alpha Blend Global Income ein sattes Plus ausweisen. Den Erwartungen institutioneller Anleger tragen wir auch bei unseren Gebühren Rechnung. Die Verwaltungsgebühr unserer I-Anteilsklasse beträgt 0,65%. Den unterschiedlichen administrativen Anforderungen regulierter Investoren werden wir durch entsprechendes Reporting gerecht.

altii: Vielen Dank!

Über Titus C. Schlösser:
Titus Schlösser nahm nach seinem High-School Abschluss in New Jersey sein Studium an der Bentley University in Boston, mit dem Schwerpunkt Economics-Finance, auf. Nach Beendigung des Studiums in 2003 startete er seine berufliche Laufbahn bei Portfolio Concept, wo er zuerst in der Wertpapierberatung tätig war. Parallel absolvierte er an der European Business School (EBS) ein Intensivstudium „Hedgefonds“.
Im Jahr 2006 wechselte er in die Vermögensverwaltung von Portfolio Concept. Ein Jahr später begann er sein MBA-Studium an der WHU-Otto Beisheim School of Management. Seit dem Abschluss im Jahr 2008 ist er für die Betreuung der institutionellen Kunden im Bereich Alternative Investments verantwortlich, die er seit 2010 leitet. Im April 2015 wurde Titus Schlösser zum weiteren Geschäftsführer ernannt.

Über Portfolio Concept:
Portfolio Concept Vermögensmanagement GmbH, gegründet 1984, bietet privaten und institutionellen Anlegern bankenunabhängiges Vermögensmanagement an. Die Gesellschaft zählt zu einer der ältesten unabhängigen Vermögensverwaltungen in Deutschland. Darüber hinaus hat Portfolio Concept seit über 30 Jahren eine Expertise im Segment Alternative Investments. Portfolio Concept ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV).

altii Content Link
Der altii Content Link AL126478 verbindet die Print- mit der Online-Welt. Der Code kann in ein Suchfenster auf altii.de eingegeben oder direkt über www.altii.de/AL126478 referenziert werden. Somit können Hintergrundmaterial, Videos oder weitere Strategieinformationen geladen oder angesehen werden.

Argentina: Apartments for Students – Added Value for Investors

By Ramiro Julia, Country Manager Argentina, Taurus Investment Holdings, LLC.

Invest in Argentina — “absurd” would be the first word that comes to mind for many investors. After all, everything we've heard about Argentina for years has been “national bankruptcies” and “political mismanagement”. Surely the economy must have bottomed out by now, once again making entry into the market an attractive proposition. Above all, investors need to ensure one thing: that their investment is crisis-proof.

Everyone in Argentina is aware of the problem: The university term has hardly begun and students are already seething. Why? Because they are hunting for affordable accommodation and are frustrated by the fierce competition for a limited supply of rooms. A fact that capital investors have now cottoned on to.

The fact that the demand for affordable accommodation in this Latin American country is growing, is down to a number of parallel developments. Increasing numbers of students have shunned the idea of remaining in their family homes while they attend university. The truth is: those who study, move out. The country's universities are more subscribed than ever, partly also because of the international partnerships that bring more and more foreign exchange students to Argentina's universities.

At the same time, universities are short on the funds needed to service this growing demand and have turned to private investors to inject capital into the market. The major benefit for investors, unlike with classic real estate investments, is that student residences are crisis-proof — immune to the cyclical ups and downs of the wider economy. There will always be students — irrespective of whether there is a financial crisis or not.

In marketing their residences, investors can rely heavily on synergies with their university partners. Universities take on an important — and free — role as renting agents, providing a steady stream of tenants for the residences. Naturally, their university is often the first port of call for students as they begin to look for an affordable place to live. The university's accommodation office will ensure that the residence apartments are always rented to full capacity.

In any case, the private housing sector is not in a position to meet the specific requirements of university students, who are most interested in flexible lease arrangements, covering just a few semesters, and affordable rents. Visiting students may only be looking for accommodation for a few short weeks. In the private sector, leases of at least a year are fairly common and the rent charged for a single room is often much higher. Foreign students are hit especially hard. In Argentina it is standard procedure among private landlords to ask new tenants to show proof of an Argentinian rent guarantor. For most foreign students, this requirement is simply impossible to provide.

For the universities and their investment partners, the joint development of student apartments represents a profitable business that offers stable returns. After all, the number of students is large and still growing. This has led to individual students accepting smaller apartments, a boom for the operators of student residences. Operators have been able to establish tenancy structures based upon high volumes of small units, eliminating cluster risks. There may be a higher fluctuation of tenants than in normal real estate, but the apartments are highly sought after and new tenants can easily be found.

And what about Argentina's economy? In reality, the country's politicians are largely to blame for the disastrous economic situation. The current government has been excluded from the elections that are due to take place in October. As a result, investment banks have issued positive forecasts for the post-election Argentinian economy. Over the last two years the economy actually shrank by 2% per year, a decline that economists believe will end with the end of the Kirchner government. Analysts predict a significant economic rally, with growth in 2016 set to hit 3% and inflation down to 25%, according to HSBC. The time is therefore ripe to reassess Argentina's qualities as an investment location.

Über den Autor
Ramiro Julia is Country Manager Argentina, Taurus Investment Holdings, LLC. Taurus Investment Holdings, LLC is a real estate private equity firm founded in 1976 that acts as an owner, developer, operator and co-investor active in 30 markets around the world.

Prognosen zur Fondsperformance

Von Dr. Tobias Schmidt, Sprecher des Vorstands der FERI EuroRating Services AG, Bad Homburg.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Mehrzahl der Investmentfonds schlechter abschneidet als der jeweilige Index. Der Anteil der Outperformer variiert zwischen den verschiedenen Assetklassen zum Teil beträchtlich. Bei europäischen Aktienfonds liegt er auf Drei-Jahres-Sicht immerhin bei knapp 35 Prozent, bei globalen Aktienfonds hingegen bei rund elf Prozent (zum 31.07.2015). Diese Erkenntnis ist jedoch nicht – wie häufig von Verfechtern passiver Strategien behauptet – zwingend ein Argument gegen aktiv gemanagte Fonds.

Denn die Tatsache, dass es nur wenige überdurchschnittlich gute Fonds gibt, spricht ja nicht gegen die Suche nach diesen, sondern verdeutlicht vielmehr, dass die Auswahl mehr Sorgfalt erfordert, als ihr gemeinhin zugestanden wird.

Das Problem beginnt jedoch in der Tat dann, wenn ein Anleger vor der Frage steht, welche Fonds denn „besser“ sind als der Markt. Rankings, die ausweisen, welche Fonds in der Vergangenheit am besten abschnitten, sind mit Sicherheit keine Hilfe. Denn die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit sagt in den meisten Fällen nur wenig über die zukünftige Performance aus. Analysiert man beispielsweise über das gesamte deutsche Publikumsfondsspektrum, wie sich das oberste Viertel der Fonds eines Jahres in den Folgejahren entwickelt, so ist die Bilanz ernüchternd: Vom Stichtag 31.07.2012 ausgehend sind von den Fonds, die ein Jahr später, also am 31.07.2013, im obersten Viertel landeten und diese Platzierung zum jeweiligen Stichtag der Folgejahre halten konnten, zum 31.07.2015, weniger als 50 Prozent übrig. Insgesamt schafften es nur rund 15  Prozent aller Fonds, diese Kriterien einzuhalten.

Setzt man hingegen Ratings statt einfachen „Rennlisten“ ein, sind deutlich bessere – im Sinne aussagekräftigerer – Ergebnisse zu erzielen. Bei Ratings handelt sich um methodisch anspruchsvolle Analysen, die in der Regel sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien berücksichtigen. Untersucht werden beispielweise die relative Performance (im Vergleich zum Index und zu anderen Fonds der Peergroup), das Ertragspotenzial aus der Investmentprozessgestaltung sowie die Stabilität, die beispielsweise mit der Kontinuität des Fondsmanagements zusammenhängt. Daneben wird untersucht, inwieweit der Fonds bzw. das Management in der Lage sind, Investmentrisiken zu reduzieren. Dies kann sowohl über entsprechende Kennzahlen als auch mittels qualitativer Kriterien überprüft werden. Um am Schluss mit einer aussagefähigen Bewertungsgröße arbeiten zu können, werden sämtliche Teilbewertungen über den Beitrag des Fondsmanagements zur Performancesteigerung bzw. Risikominderung in einer singulären Ratingnote zusammengefasst.

Investoren sollten kritisch hinterfragen, ob ein Rating über einen längeren Zeitraum geholfen hat, gute von weniger gut performenden Fonds zu unterscheiden. Nach 15 Jahren Rating von Investmentfonds hat FERI EuroRating eingehend untersucht, wie der Zusammenhang zwischen Ratingergebnissen und der späteren Fondsperformance war. Fonds mit einem A- oder B-Rating haben über einen Anlagehorizont von drei oder fünf Jahren im Durchschnitt ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als der Peergroup-Durchschnitt. Und sie waren tatsächlich auch deutlich besser als jene Fonds, die mit C, D oder E bewertet worden waren.

Die Wahrscheinlichkeit, eine Outperformance zu erzielen, ist demnach deutlich höher, wenn ein Fonds mit einem A- oder B-Rating gewählt wird. Die durchschnittliche Outperformance von mit A und B gerateten Fonds gegenüber dem Peergroup-Durchschnitt lag bei weltweit investierenden Aktienfonds auf Sicht von fünf Jahren bei 0,68 Prozent p.a. Auch bei anderen Aktienkategorien, wie etwa Aktien Europa, Aktien Deutschland oder Aktien Emerging Markets, konnte eine signifikante Outperformance der besser gerateten Fonds nachgewiesen werden.

Nicht jedes Ratingverfahren kann eine solche Prognosegüte liefern. Insofern bestätigt dies die eingangs aufgestellte These, dass es in der Tat nicht einfach ist, die langfristig besseren Fonds aus der Vielzahl der Fondsangebote herauszufiltern. Am Beispiel des FERI Ratings zeigt sich: Ein gut strukturiertes, empirisch getestetes Analyseinstrumentarium ist durchaus in der Lage, Prognosen darüber zu treffen, welche Investmentfonds in der Zukunft besser abschneiden dürften als die große Zahl der sogenannten „Underperformer“.

Über den Autor
Dr. Tobias Schmidt ist seit 2011 Vorstandssprecher der FERI EuroRating Services AG mit Sitz in Bad Homburg. Dem Vorstand gehört Schmidt bereits seit 2008 an. Er ist seit rund 15 Jahren für FERI tätig. Die FERI EuroRating Services AG ist eines der führenden europäischen Häuser für Investmentresearch und Rating. Zu den Kerndienstleistungen zählen Research in den Bereichen Capital Markets, Industries und Real Estate sowie Credit Rating und Investment Rating.

What Happens When U.S. Interest Rates Rise?

In their quarterly outlook for Q4 2015, ETF Securities and Roubini Global Economics jointly present their macroeconomic analysis regarding an interest rate rise in the United States, challenges faced by Europe and emerging markets:

Our global growth baseline is an unsynchronised expansion, with pockets of recession, but a great deal depends on how the U.S. economy copes with the coming increase in interest rates.

  • Our first key theme for our Q4 update is monetary policy divergence, with the Federal Reserve’s forthcoming rate “normalisation” front and centre for investors, even as other central banks, notably the Bank of Japan and the European Central Bank, continue to ease. Our expectation is for a December Fed “lift-off”, but the risks of a later hike are significant.
     
  • Our second theme is Europe’s internal and external challenges, with the refugee crisis, the rumbling Greece calamity, the possibility of “Brexit” and elections in Spain (just one manifestation of the Eurozone’s toxic politics) dovetailing to create huge uncertainty around the European project.
     
  • Third, is the question of whether emerging markets are victims of their own success, with a long period of robust performance failing to spark the necessary adjustments and reforms to allow that to continue.

Please find the full report attached on the left.