Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz 2015

„Die deutschen Versicherer wollen ihren Immobilienbestand ganz klar erweitern. Dabei steigen insbesondere die europäischen Core-Immobilienmärkte in der Gunst der Befragten“, erklärt Dietmar Fischer, Partner bei der EY (Ernst & Young) Real Estate GmbH.

Ernst & Young untersucht mit der Studie "Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz" die Immobilienanlagen der Assekuranz. Das vollständige Dokument finden Sie zum Download links. Die Kernergebnisse dieses Jahr sind unter anderem:

  • Immobilienquote soll auf 8,2 Prozent steigen
  • Renditeerwartungen gegenüber Vorjahr stabilisiert
  • Starker Verdrängungswettbewerb durch internationale Investoren
  • Garantiezinsversprechen rücken Immobilien in den Anlagenfokus
  • Einzelhandelsimmobilien weiterhin am beliebtesten

Das aktuelle Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz ist die achte Ausgabe der jährlich durchgeführten Studie. Die teilnehmenden Unternehmen stellen einen repräsentativen Querschnitt der Assekuranz dar. Jedes befragte Unternehmen hält im Durchschnitt ein Immobilienvermögen von rund 2,8 Milliarden Euro.

 

Leben Sie nachhaltiger und gesünder! - Teil 2

Von Nina Hodzic, ESG-Spezialistin bei NN Investment Partners: Sport - verändertes Verhalten und Unterstützung von Unternehmen, die  einen gesünderen und nachhaltigeren Lebensstil unterstützen – welche Rolle spielt der Staat? 
Das vollständige Dokument finden Sie zum Download links.

Sportschuhe und –bekleidung
Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut gegen Übergewicht, sondern trägt ganz allgemein zu Gesundheit und Wohlbefinden bei. Unter anderem senken Sport und Bewegung das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Beschwerden, wie zum Beispiel hoher Blutdruck und Herzerkrankungen, sinkt deutlich. Nicht zuletzt trägt körperliche Aktivität auch zum seelischen Wohlbefinden bei, baut Stress ab und wirkt Ängsten und Depressionen entgegen. Gewichtsbelastende Übungen wie Joggen stärken die Knochendichte und schützen so vor Osteoporose.

Die Förderung körperlicher Aktivität und eines gesünderen Lebensstils dürfte dazu führen, dass sich immer mehr Menschen sportlich betätigen. Die Aktien von Unternehmen, die im Bereich Fitness, Sport sowie Sportbekleidung tätig sind, sind gut aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren. In  den Emerging Markets wird seit jeher weniger Sport getrieben als in den Industrieländern, doch mit steigenden Einkommen des Mittelstands steigt auch das Interesse an Sport und körperlichen Freizeitbetätigungen. Eine wachsende Zahl von Unternehmen investiert in die Entwicklung eines Produktangebots, das sich speziell an Frauen richtet: Frauen werden zunehmend sportlicher; auf sie entfällt bereits über ein Drittel der Ausgaben für Sportschuhe. Hinzu kommt die Überalterung der Bevölkerung in vielen Teilen der Welt. Auch hier rücken Sport und regelmäßige Bewegung verstärkt in den Mittelpunkt, da die Senioren mehr Zeit mit Sport und körperlichen Aktivitäten verbringen.

Gesundheitswesen
Wie bereits erwähnt erhöht Fettleibigkeit das Risiko, an bestimmten ernährungsbedingten Störungen zu erkranken, wie insbesondere Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Diabetes ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, bei der entweder die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produziert oder der Körper das produzierte Insulin nicht verwerten kann (Quelle: WHO). Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel) ist eine häufige Folge unbehandelter Diabetes und führt im Laufe der Zeit zu ernsten Schäden der Organe, insbesondere der Nerven und Blutgefäße. Der primäre Therapieansatz besteht in Diät und regelmäßiger Bewegung. Darüber hinaus wird Diabetes medikamentös behandelt, und zwar je nach Schweregrad mit oralen Antidiabetika, GLP-1 sowie externer Insulinzufuhr.

Das dänische Unternehmen Novo Nordisk hält weltweit einen Marktanteil von 27 Prozent in der Diabetesversorgung (Quelle: Novo Nordisk Geschäftsbericht 2014). Der Absatz von Insulinprodukten und anderen Antidiabetika stieg 2014 um 7 Prozent und belief sich auf insgesamt 70 Milliarden DKK (etwa 9 Milliarden Euro). 

Der Sektor Medizintechnik steht in vielerlei Weise mit blutzuckerbedingten Erkrankungen in Verbindung, durch Dialyse, Wundversorgung, klinische Ernährung und Produkte für die Krebstherapie. Weltweit investiert die Branche der Medizingerätehersteller intensiv in Forschung und Entwicklung in Bereichen, die sich direkt oder indirekt mit Diabetes und Adipositas beschäftigen. Direkt wird in die Entwicklung einer implantierbaren künstlichen Bauspeicheldrüse investiert, mit deren Hilfe die Blutzuckerkonzentration ohne Insulin-Injektionen reguliert werden kann. Ein weiteres Beispiel für direkte Investitionen sind Magenbänder, um die Nahrungsaufnahme zu zügeln. Indirekte Investitionen gehen in medizinische Geräte, die z. B. bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die u. U. eine Folge von Adipositas sind – eingesetzt werden sollen.

Im Bereich medizinische Dienstleistungen gehen die meisten Investitionen in den Bau neuer Kliniken und Krankenhäuser, um die wachsende Zahl chronisch Kranker behandeln zu können. Ferner fassen integrierte Versorgungskonzepte Fuß, wobei verschiedene Akteure im Gesundheitswesen (Krankenhäuser, Versicherer, staatliche Stellen usw.) enger zusammenarbeiten, um einerseits die Effizienz zu erhöhen und andererseits die Kosten für die Behandlung chronisch kranker Patienten zu senken.

Körperpflege
Verbraucher wollen nicht nur wissen, welche Inhaltsstoffe in ihren Lebensmitteln stecken, sondern auch, was in ihren Körperpflegeprodukten enthalten ist. In jüngster Zeit werden Kosmetika und andere Produkte der Schönheitspflege häufig als „Paraben-frei“ beworben. Parabene sind die am häufigsten in Körperpflegemitteln verwendeten Konservierungsmittel. Sie sorgen dafür, dass sich keine Bakterien und Mikroben häuslich in unseren Cremes und Kosmetika einrichten. Seit ein paar Jahren wird unter Wissenschaftlern, Aufsichtsbehörden und Herstellern kontrovers diskutiert, ob diese Chemikalien gesundheitsschädlich sind. Für eine schädliche Wirkung gibt es zwar keinen schlüssigen Beweis, doch viele Kunden vermeiden parabenhaltige Produkte nach dem Prinzip „sicher ist sicher“. Die Kosmetikindustrie verzichtet daher nach und nach auf den Einsatz von Parabenen.

Ein weiterer Zusatzstoff, den die Industrie allmählich ausmustert, sind Mikrokügelchen aus Kunststoff, die in Hautpeelings und Waschgels zum Einsatz kommen, um abgestorbene Zellen zu entfernen. In jüngster Zeit wurde Kritik im Hinblick auf die Umweltfolgen dieser Kügelchen laut. Sie sind zu klein, um in der Kläranlage herausgefiltert zu werden, und gelangen daher schließlich ins Meer, wo der Kunststoff einen langlebigen Schadstoff darstellt. Er ist nicht biologisch abbaubar und wird vom Meeresgetier aufgenommen. So gelangt er in die Nahrungskette.

Nächste Schritte
Um gesund zu leben, müssen wir unser Verhalten ändern. Hier ist der Staat gefordert, durch Vorgaben zur Nährwertkennzeichnung, verantwortungsvolles Marketing, Besteuerung und Subventionen die Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und Akzeptanz gesünderer Nahrungsmittel zu verbessern. Ferner sollte der Staat darauf hinwirken, dass gesundheitsschädliche Zutaten in Lebensmitteln und Getränken reduziert werden. Auch sollten die Verbraucher verstärkt zum Verzehr von Obst und Gemüse animiert werden. Nicht zuletzt könnten gesundheitspolitische Kampagnen dazu dienen, das Ernährungsverhalten der Verbraucher zu verbessern und sie zu mehr Bewegung zu ermuntern.

Wie können wir dieses Thema für unseren Nachhaltigkeitsfonds nutzen?
Fettleibigkeit ist ein weltweites Phänomen, das nicht so einfach verschwinden wird. Regierungen in der ganzen Welt bemühen sich, das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein zu schärfen. Auch eine wachsende Zahl von Unternehmen wirbt mit einem gesunden Lebensstil. Daraus ergeben sich zahlreiche Gelegenheiten für Investoren in den Bereichen Gesundheitswesen, Versicherungen und konsumnahe Industriezweige. Bei NNIP stehen wir in engem Kontakt mit Unternehmen in den verschiedenen Sektoren, um sie in die richtige Richtung zu lenken.

 

Nachfolgend Beispiele für Unternehmen in unserem Sustainable Equity Aktienfonds Portfolio, die das Thema gesunder Lebensstil ernst nehmen. 

Das japanische Unternehmen Asics mit Sitz in Kobe und seine Tochtergesellschaften stellen Sportgeräte her. Das Unternehmen wurde in der Überzeugung gegründet, dass Sport und Fitness die körperliche und geistige Gesundheit fördern. Durch kontinuierliche Forschung und Innovation konzipiert Asics Produkte und Leistungen, die den physischen und psychischen Nutzen von Sport steigern und so allgemein zur Volksgesundheit beitragen.

Asics verfügt über ein eigenes Forschungsinstitut, in dem Forscher und Wissenschaftler die neuesten Erkenntnisse über den menschlichen Körper mit den jüngsten technischen Fortschritten verknüpfen, um seine Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Unternehmen hat den Anspruch, Nachhaltigkeit als Prinzip in all seinen Prozessen und Produkten sowie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg umzusetzen. Als solches ist Asics Mitglied der Sustainable Apparel Coalition und setzt sich für die Weiterentwicklung des Higg Index ein, mit dem Bekleidungsunternehmen die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Produkte besser messen und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen ergreifen können.

Asics überprüft fortlaufend die Arbeitsbedingungen in seiner Lieferkette. Über ein Rating-System bewertet das Unternehmen jede Fabrik nach bestimmten Kriterien, wie etwa Arbeitszeiten sowie Gesundheit und Sicherheit. Regelmäßig werden drei verschiedene Audits durchgeführt: Selbstbeurteilungen, eigene Audits und Audits durch Dritte.

Der ESG-Score des Unternehmens beträgt 67,3 gegenüber dem Branchendurchschnitt von 56,3. Asics schneidet bei allen drei ESG-Faktoren weit über dem Durchschnitt ab. Das Unternehmen verfolgt konsequent allgemeine ESG-Grundsätze und hat den Anspruch, Risiken und deren Folgen zu minimieren.  Es bestehen keine ernsthaften ESG-Probleme / Kontroversen im Hinblick auf Asics.

Eli Lilly bemüht sich insbesondere in den folgenden vier Bereichen, seiner sozialen Verantwortung gerecht zu werden: (1) medizinischer Fortschritt; (2) Stärkung der Gemeinschaften vor Ort; (3) Verbesserung der globalen Gesundheit; (4) verantwortungsbewusste Verfahrensweisen. Dabei will Eli Lilly über seine beiden Gesundheitsprogramme vor allem einige der dringlichsten globalen Gesundheitsprobleme angehen: Die Lilly NCD Partnership wurde als Reaktion auf die steigenden Lasten durch nicht übertragbare Krankheiten in den sich wirtschaftlich entwickelnden Ländern geschaffen. Nicht übertragbare Krankheiten sind u. a. Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen. 80 Prozent der Todesfälle infolge dieser Krankheiten ereignen sich in Ländern mit niedrigen bzw. mittleren Einkommen. In der Vergangenheit standen in diesen Ländern Infektionskrankheiten im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass nicht übertragbare Krankheiten häufig zu spät – wenn überhaupt – diagnostiziert werden. Damit steigt das Risiko von Komplikationen, und knappe Ressourcen werden zusätzlich beansprucht. Über diese Partnerschaft bemüht sich Eli Lilly um die Entwicklung neuer Lösungen zur Betreuung von Zuckerkranken in armen Regionen.

Die Lilly MDR-TB Partnership konzentriert sich auf schwer behandelbare Tuberkulose bzw. multiresistente Tuberkulose (MDR-TB), die besonders in Armut lebende Menschen befällt. Darüber hinaus unterhält Eli Lilly auch eine Reihe von Programmen, die Patienten und ihren Familien bei Krankheiten und während des Genesungsprozesses beisteht. Hier sei beispielhaft Lilly TruAssist genannt, das Menschen in den USA hilft, die entweder keinen Zugang zu Medikamenten von Eli Lilly haben oder sich diese Medikamente nicht leisten können. 

Der ESG-Score des Unternehmens beträgt 64,2 gegenüber dem Branchendurchschnitt von 56,9. Eli Lilly verfügt über konsequente ESG-Grundsätze und -Managementsysteme, darunter auch ein extern zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Es bestehen keine ernsthaften ESG-Probleme / Kontroversen im Hinblick auf Eli Lilly. 

Axa ist ein Kompositversicherer, der über seine Tochtergesellschaften Kunden in der ganzen Welt Schaden- und Unfallversicherung, Krankenversicherung und Lebensversicherung, Vermögensverwaltungsleistungen sowie Retailbanking anbietet. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht ihm seine soziale Verantwortung, Kosten zu senken und bestimmte geschäftliche und operative Risiken zu senken. Zugleich maximiert das Unternehmen seine Marktchancen in neuen oder künftigen gewerblichen Segmenten, um so neue Ertragsströme zu schaffen.

AXA bietet seinen Kunden Lösungen in den Bereichen Altersvorsorge, Vermögensverwaltung sowie Einkommenssicherung, die mit Kranken- und Pflegeversicherungen kombiniert werden können, vor allem im Hinblick auf die Langlebigkeit.

Das Unternehmen setzt sich ebenfalls für die Finanzierung von Forschung und Präventionsstrategien ein, wie insbesondere die Früherkennung von Alzheimer und die Entstehung von Diabetes. Die von AXA unterstützten unterstützten Forschungsprojekte decken ein breites Spektrum unterschiedlicher Disziplinen ab, wie z. B. Lebensrisiken, sozioökonomische Risiken und Umweltrisiken.

Dazu stellt das Unternehmen umfassende medizinische Informationen zur Verfügung, darunter auch Factsheets sowie Online-Artikel zum Thema, die allesamt leicht zugänglich sind. Ferner gibt es eine Expertenrunde, die gesundheitsbezogene Fragen beantworten kann.

Der ESG-Score des Unternehmens beträgt 81,0 gegenüber dem Branchendurchschnitt von 57,0. Axa schneidet bei allen drei ESG-Faktoren weit über dem Durchschnitt ab. AXA verfügt über ausgeprägte ESG-Grundsätze und Managementsysteme. Darüber hinaus hängt die Höhe der Vergütung der Geschäftsführung explizit von der Erreichung der ESG-Ziele ab. Es bestehen keine ernsthaften ESG-Probleme / Kontroversen im Hinblick auf AXA.

Im Übrigen haben wir unsere Exponierung gegenüber Produzenten reduziert, die mit einer ungesunden Lebensführung in Verbindung gebracht werden. Entsprechend haben wir unsere Bestände von McDonald's- und Pepsico-Titeln abgestoßen.

Energy Wars - The Fight for Market Share

As widely expected, OPEC maintained the status quo, keeping its production ceiling at 3o million barrels a day at its June 5th meeting. In sharp contrast to its November 2014 meeting, when the market was expecting a cut that was not delivered, oil prices increased after the meeting. OPEC had cited the increase in demand as a reason for maintaining current production levels and the market took that as a bullish sign. 

  • While the glut in global oil supply had initially driven oil prices down 60% to a 6-year low in March 2015, prices have rebounded more than 30% since.
  • Although oil demand has surprised to the upside, we believe that the market is overly optimistic about supply tightening. The incentive for producers to reduce oil output diminishes the longer oil prices remain high.
  • We believe that there is potential for a short-term correction in prices, providing investors a more attractive entry point in the near future.
  • After high-cost producers actually respond to the weaker prices and cut production, we see the oil prices rebounding again in Q4 2015 and beyond.
  • OPEC will continue to rebuild the market share that it has lost to high producers in the era of $100+/bbl oil.
  • The US shale industry is unlikely to be the main casualty from the fight for market share. Being a more nimble, price responsive industry with significantly lower lead times than conventional oil, US shale is likely to continue to be a growth industry in the long term. We believe that high cost conventional players will become the main losers from the current price war.

 

Please find the full report attached on the left.

Leben Sie gesünder! - Teil 1: Laut WHO waren 2014 über 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig

Teil 1 der NNIP Kolumne von Nina Hodzic, ESG-Spezialistin bei NN Investment Partners. Das vollständige Dokument mit Abbildungen finden Sie links im Anhang.

Wir alle wollen lang und vor allem gesund leben. Dieses Ziel scheint jedoch für eine wachsende Zahl von Menschen rund um den Globus aufgrund unseres modernen und hektischen Lebensstils inzwischen unerreichbar zu sein. Wir verbringen unser Leben, tagein tagaus, vor Computerbildschirmen. Akuter Bewegungsmangel ist die Folge. Überernährung ist mittlerweile ein größeres Gesundheitsrisiko als Unterernährung. Das Durchschnittsgewicht der Weltbevölkerung ist in den letzten 35 Jahren gestiegen:

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2014 über 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig, ein Drittel davon sogar adipös. Die WHO prognostiziert, dass die Zahl übergewichtiger sowie adipöser Kinder unter fünf Jahren von rund 42 Millionen im Jahr 2013 bis 2025 auf 70 Millionen ansteigen wird. Sogar bei Haustieren wird Fettleibigkeit zum Problem. Adipositas ist nicht zwangsläufig, sie lässt sich vermeiden bzw. beheben. Nach einem Bericht des McKinsey Global Institute von 2014 kosten die Kosten die Folgen der Fettleibigkeit weltweit zwei Billionen Dollar; in 5 Prozent aller Todesfälle ist Fettleibigkeit die Todesursache. 

Starkoch Jamie Oliver propagiert das Kochen daheim und setzt sich für eine gesundheitsbewusste Ernährungserziehung unserer Kinder sowie ein gesünderes Essverhalten ein. 2010 wurde er dafür mit dem TED-Preis ausgezeichnet, der jedes Jahr an einen Menschen mit einer kreativen Vision für positiven globalen Wandel geht. In seinem  TED-Talk „Teach Every Child about Food“, der bisher sechs Millionen mal aufgerufen wurde, sagt Oliver: „Ich bin überzeugt, dass Essen als ein Urbedürfnis einen zentralen Platz in unserem Zuhause einnimmt.“ Zum Auftakt weist er darauf hin, dass während der 20-minütigen Dauer des Clips vier Amerikaner aufgrund ernährungsbedingter Erkrankungen sterben werden. „Die Erwachsenen der letzten vier Generationen haben ihre Kinder mit einem besonderen Vermächtnis bedacht: einer kürzeren Lebenserwartung als ihre eigenen Eltern. Ihr Kind hat eine um zehn Jahre kürzere Lebenserwartung als Sie selbst!“ Das Publikum revanchierte sich mit einer stehenden Ovation für Olivers inspirierenden Vortrag.

Nicht zuletzt ist eine gesunde Lebensführung auch ein Bereich, in dem es zahlreiche Investmentmöglichkeiten gibt. Regierungen auf der ganzen Welt bemühen sich aktiv um eine Reduzierung der direkten (Gesundheitswesen) und indirekten (Produktivitätsverluste) Kosten der Fettleibigkeit. Staatlich geförderte Programme existieren in vielerlei Bereichen: medizinische  Forschung, Aufklärungskampagnen mit dem Ziel, das Essverhalten zu ändern, Besteuerung gesundheitsschädlicher Produkte. Zahlreiche Gesundheitsbehörden drängen auf eine Verschärfung der Vorschriften im Lebensmittelsektor, wie beispielsweise Etikettierung, Vermarktung gegenüber Kindern und eine veränderte Zusammensetzung unserer Ernährung mit weniger Zucker, weniger Fett und weniger Salz. Daraus ergeben sich interessante Investmentgelegenheiten in den Bereichen Gesundheitsfürsorge und Biotechnologie, Lebensmittelhersteller sowie Unternehmen des Gesundheits- und Fitness-Sektors. 

Fettsucht

Übergewicht und Fettleibigkeit werden als durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts mit krankhaften Auswirkungen definiert. Nach der WHO Definition liegt Übergewicht bei einem Körpermasseindex (BMI) von 25 und Adipositas ab einem BMI von 30 vor. Der BMI bezieht die Körper-Masse auf das Quadrat der Körpergröße (kg/m²). Es handelt sich dabei um ein häufig verwendetes Maß zur Bestimmung von Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen.

Fettleibigkeit ist ein weltweites Phänomen, das in Zukunft aller Voraussicht nach noch zunehmen wird. Die Zahl der Fettsüchtigen steigt nicht nur in den Industrieländern, sie wächst mit zunehmendem Wohlstand auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften, insbesondere Chile, Mexiko, Russland und Brasilien.

Ein besonderes Problem ist dabei die Fettleibigkeit bei Kindern. Übergewichtige Kinder werden aller Wahrscheinlichkeit nach zeitlebens unter Gesundheitsbeschwerden, wie Diabetes und hohem Cholesterinspiegel leiden, häufig zusammen mit geringem Selbstwert und Depressionen. Die Ursachen der steigenden Fettleibigkeit sind außerordentlich komplex und umfassen evolutionsbedingte, biologische, psychologische, soziologische, wirtschaftliche und institutionelle Faktoren. Fettleibigkeit erhöht das Risiko von Krankheit, Behinderung und geringerer Lebenserwartung. Fettleibigkeit wird vor allem mit Erkrankungen wie Diabetes, Gallensteinen, Bluthochdruck, Arthritis, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Nicht zuletzt bedeutet all dies auch nachlassende Produktivität. Fettleibigkeit ist mit zusätzlichen Kosten für die Gesellschaft verbunden und daher auch ein soziales Problem. McKinsey hat die aktuellen gesellschaftlichen Folgen der 14 größten menschgemachten Probleme bewertet. Nach dieser Einschätzung zählt Fettleibigkeit zu den drei größten vom Menschen verursachten sozialen Lasten weltweit.

Nach McKinseys Schätzungen umfasst die wirtschaftliche Belastung durch Fettleibigkeit auch die Kosten für Produktivitätsverluste durch die entgangenen produktiven Lebensjahre, die direkten Bürden des Gesundheitssystems sowie die Investitionen, die notwendig sind, um die wirtschaftlichen Lasten der Adipositas zu mindern. Der größte Kostenfaktor scheinen Produktivitätsverluste zu sein, sie machen weltweit nahezu 70 Prozent der durch Adipositas verursachten Kosten aus. Diese Schätzungen basieren übrigens auf den gegenwärtigen Kostenlasten. Bei Berücksichtigung künftiger Kosten würde Fettleibigkeit einen noch höheren Rang einnehmen.

 

Achtung: (versteckter) Zucker

Der Zusatz von Zucker zu unserer Ernährung ist eine relativ junge Erscheinung in der Menschheitsgeschichte. Erst im 18. Jahrhundert wurde mit der Entstehung der Zuckerplantagen auf den Westindischen Inseln und dem amerikanischen Kontinent der Zuckeranbau erheblich ausgeweitet. Die Produktion im großen Maßstab ermöglichte niedrigere Preise. Im Ergebnis wurde der Zuckeranbau so profitabel, dass man Zucker das „weiße Gold“ nannte. Der weltweite Siegeszug von Zucker geht Hand in Hand mit Industrialisierung und höherem Lebensstandard. Doch Zucker ist ein völlig überflüssiger Bestandteil in unserer Kalorienzufuhr: Er hat keinen Nährwert, macht nicht satt und gilt allgemein als wichtiger Mitverursacher von Adipositas und Diabetes.

Die Lebensmittelindustrie setzt unserer Nahrung immer mehr Zucker zu. Der Verbraucher bekommt davon meistens nicht viel mit, da es sich dabei um versteckte Zucker handelt. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass Zucker häufig als Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker in industriell verarbeiteten oder abgepackten Lebensmitteln eingesetzt wird. In den USA werden rund 600.000 unterschiedliche Lebensmittelprodukte verkauft – 80 Prozent davon enthalten Zuckerzusätze. Klar ist, dass Erfrischungsgetränke und Eiscreme viel Zucker enthalten. Doch auch in Lebensmitteln wie aromatisierten Wässern, Joghurt, Dosensuppen, Fertiggerichten und sogar Brot steckt jede Menge Zucker.

Da Zucker auf den Produktetiketten gelegentlich unter Kohlenhydraten aufgeführt werden, lässt sich der genaue Zuckergehalt nur schwerlich feststellen. Fruchtsäfte, die als gesündere Alternative zu Erfrischungsgetränken gelten, enthalten viel Zucker, und auch Gemüsesafte, die als „entgiftend“ vermarktet werden, weisen einen hohen Gehalt an Fruchtzucker auf. 

Nach Empfehlungen der WHO sollen Erwachsene und Kinder höchstens zehn Prozent ihrer täglichen Kalorien in Form von Zucker aufnehmen. Noch besser sei es, den freien Zucker gleich auf unter fünf Prozent zu reduzieren (das entspricht in etwa 25 Gramm, also ungefähr zehn Stück Würfelzucker). Gar nicht so leicht, wenn man sich das Bild unten anschaut. 

Warum ist Zucker so gefährlich? Der menschliche Körper ist nicht auf den Konsum von Zucker in hohen Dosen eingestellt. Zucker löst im Blutkreislauf – wo er bereits wenige Minuten nach seinem Verzehr ankommt – die Produktion einer großen Menge an Insulin aus. Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, dessen Hauptaufgabe es ist, den aus der Nahrung stammenden Zucker aus dem Blut zu entfernen und ihn stattdessen in Leber und Muskeln anzulagern.

Robert Lustig, amerikanischer Endokrinologe von der University of California („Dr. Sugar“), macht vor allem ein Übermaß an Fruchtzucker und eine Unterversorgung mit Ballaststoffen für die Volkskrankheit Fettleibigkeit verantwortlich. 75 bis 80 Prozent aller Adipositasfälle seien auf einen gestörten Insulinhaushalt zurückzuführen. Lustig zufolge ist Zucker ein Gift und eine massive Gefahr für die Volksgesundheit. Nicht alle Kalorien seien gleich, eine reduzierte Kalorienzufuhr sei daher nicht die Lösung. So bestehe ein Unterschied zwischen der Aufnahme von 100 Kalorien aus Stärke (beispielsweise durch Verzehr einer Kartoffel) und 100 Kalorien aus Zucker, da sie unterschiedlich umgewandelt werden und sich unterschiedlich auf unsere Körper auswirken. 

Laut Dr. Lustig funktioniert der Stoffwechsel bei 20 Prozent aller fettleibigen Menschen völlig normal und beeinträchtigt nicht ihre Lebenserwartung. Bei Normalgewichtigen liegt dieser Wert bei 60 Prozent. Sorge macht allerdings, dass 40 Prozent aller Normalgewichtigen – ohne es zu wissen – an einer Stoffwechselstörung leiden.

 

Lösungen für Gesundheit und Wohlbefinden           

Lebensmittel und Getränke

Eine wachsende Zahl von Lebensmittel- und Getränkeherstellern ergreift mittlerweile Maßnahmen durch Reduzierung der Portionsgrößen, Verwendung gesünderer Zutaten, Reduzierung von Zucker, Fett und Salz sowie transparentere Informationen auf Verpackung und Etikett. Damit werden die Produkte dieser Unternehmen für ernährungsbewusste Verbraucher attraktiver. Gleichzeitig senken sie auch das Risiko, von potenziellen Steuern auf stark kalorienhaltige Lebensmittel betroffen zu sein. 

Zudem bringen die Hersteller gesündere Produktvarianten auf den Markt und experimentieren mit bekömmlicheren Zusammensetzungen. So werden zunehmend hochintensive Süßstoffe eingesetzt. Seit Kurzem ist auch der Süßstoff Stevia in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Der aus der in Südamerika beheimateten Pflanze Stevia rebaudiana („Süßkraut“, auch „Honigkraut“) gewonnene Süßstoff ist wegen der Assoziation mit Natur sowie der Tatsache, dass er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, bei Verbrauchern besonders beliebt.

Aufgrund der positiven Wahrnehmung dieser Produkte sind Wachstumserwartungen für Hersteller naturbelassener und organischer Lebensmittel und Getränke daher ausgesprochen gut. Gerade im Lebensmitteleinzelhandel mit organischen Produkten, wo es hohe Gewinnspannen gibt, bestehen interessante Chancen. Doch organisch bedeutet nicht unbedingt weniger Zucker. Auch sogenannte Superfoods werden allerorten angepriesen. Die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Zutaten ist indes oftmals umstritten bzw. nicht wissenschaftlich belegt. Als Superfoods gelten Chia, Quinoa, Hanfsamen, Goji-Beeren und Weizengras, aber auch „gewöhnliche“ Gemüsesorten wie Zwiebeln, Knoblauch und Grünkohl. Man sollte es mit dem Verzehr jedoch nicht übertreiben, andernfalls könnte es durchaus zu einer einseitigen Mangelernährung kommen. Einige Länder haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ernährungsgewohnheiten ihrer Bevölkerung zu beeinflussen. So hat Norwegen eine Zuckersteuer eingeführt, die auch für Erfrischungsgetränke gilt. Auch in Dänemark, Frankreich, Finnland, Ungarn und Lettland werden zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke besteuert. Von den Emerging Markets ist vor allem Mexiko zu nennen, wo eine Steuer von 5 Prozent auf Junkfood und Softdrinks erhoben wird. Letztendlich ist es die Mischung verschiedener Stoffe in einem Nahrungsmittel, die unserem Körper guttut. Last but not least sind auch Preis- und Kapitalflussdynamik positiv. Insofern gibt es überzeugende Gründe, nicht nur an unserer Übergewichtung festzuhalten, sondern sie noch weiter auszubauen.

ifund research news June 2015

Active managers in Europe as well as emerging market managers had a very good performance in May, while US managers were less successful: net of fees, 87% of Europe managers and also 81% of emerging markets managers outperformed their benchmark, but only 49% of US managers could beat the benchmark. Gross of fees numbers are 90%/85%/52%.

Year-to-date, emerging markets managers are still at the bottom of the table with only 26% net and 40% gross outperforming. Europe and US managers achieved better results with 81% and 49% net outperforming, 87% and 66% gross of fees.

Over twelve months Europe managers achieved very good results. 67% net of fees and 83% gross of fees were able to beat their benchmark. The numbers for US and emerging market managers are much lower with net of fees only 36% and 34% respectively beating their benchmark, gross of fees 54% and 50%.

Please find the report from ifund services about manager outperformance over a twelve month rolling period attached on the left. It includes an overview about the key aspects of manager meetings from May as well.