BIG DATA in der Immobilienwirtschaft: Wer hat die größte (und beste) Datenbank?

Zumindest in einer Hinsicht hat BIG DATA schon seit einigen Jahren in der Immobilienwirtschaft Einzug gehalten: Über die Preis- und Mietenentwicklung sind seit mehr als 10 Jahren große Datenmengen verfügbar, die systematisch ausgewertet werden und grundsätzlich beanspruchen, Transparenz zu schaffen über Chancen und Risiken der Vermögensanlage und der Wertentwicklung. Aber welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass tatsächlich eine verlässliche Marktbeobachtung und damit eine Reduzierung des Researchaufwandes erreicht werden? 

Drittverwendung von Daten des Angebotsprozesses

Bei den Objekt- und Marktdatenbanken handelt es sich um die „Drittverwendung“ von Daten, welche bei der Transaktion von Immobilien und den damit in Zusammenhang stehenden Marktprozessen als „Prozessdaten“ anfallen. Ausgewertet werden die Daten für alle öffentlich angebotenen Immobilienobjekte, insbesondere deren Eigenschaften und Preise, der Dauer des Angebots sowie der Preisentwicklung von der Ersteinstellung in den Vermittlungsportalen und Presseveröffentlichungen bis zur Löschung des Angebots. Beim Aufbau, der Pflege und bei der Bereitstellung von Daten müssen die Besonderheiten der Datenquellen und mögliche Fehler beachtet werden. Die Anzahl öffentlicher Angebote verändert sich je nach Marktlage und den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Dubletten verzerren die Auswertung, die regionale Zuordnung ist vielfach aus Gründen der Angebotsplatzierung unrichtig, fehlende Angaben zu besonderen Objektmerkmalen beeinträchtigen die Vergleichbarkeit.  Eine sorgfältige Aufbereitung und Kontrolle ist erforderlich, um bundesweit verläßliche Informationen zu gewinnen. 

Wer hat die größte Datenbank?

Kriterium der Wahl von Datenanbietern ist zunächst die Größe der Datenbank, gemessen am Umfang der verwalteten Daten. Als BIG DATA werden diese Datenbanksysteme deshalb bezeichnet, weil große und komplexe Datenmengen über die angebotenen Objekte und über die Marktentwicklung mittels fortschrittlicher digitaler Technologien viel rascher als früher und damit aktueller für die Marktanalyse und die Immobilienbewertung analysiert, ausgewertet und verfügbar gemacht werden. Mehrere Anbieter rechnen sich zu, die größte flächendeckende Datenbank über alle regionalen Teilmärkte bereitzustellen. In der Tat zeigen Vergleiche, dass unter sonst gleichen Bedingungen größere Datenbestände über die Immobilienmärkte auch eine bessere kleinräumige Abdeckung sicherstellen können. Für alle Nutzer, die auf flächendeckende Daten für Deutschland oder für einzelne Bundesländer angewiesen sind, ist deshalb der Umfang der Datenbestände ein „Asset“.

Regionale Repräsentativität des F+B Marktmonitors

F+B hat seit mehr als 10 Jahren mit dem F+B Marktmonitor eine Datenbank aufgebaut, welche den Großteil der ausgewerteten öffentlich angebotenen Objekte (Wohn- und Gewerbeimmobilien) enthält. Derzeit sind rd. 30 Mio. Objekte in der F+B-Datenbank aus mehr als 120 Quellen enthalten. Nach unserem Eindruck zählt diese laufend aktualisierte Datengrundlage zu den größten am Markt flächendeckend für Deutschland verfügbaren Datenbeständen. Damit kann F+B die Immobilienmarktentwicklung auch in kleinen Gemeinden des ländlichen Raums verlässlich abbilden.

Qualität der Daten wichtig

Aber Größe und absoluter Datenumfang sind natürlich nicht alles. Die Datenqualität muss gesichert sein. Schließlich handelt es sich um Prozessdaten, die unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen erzeugt werden und die für die Marktanalyse spezifisch aufbereitet werden müssen. Deshalb kontrollieren wir die Daten systematisch auf Fehleingaben (z. B. falsche regionale Zuordnungen), bereinigen die Datenbank von Dubletten, d. h. von die Auswertung verzerrenden Mehrfachangeboten. Damit sichern wir eine verläßliche Datenqualität. Zudem stellen wir sowohl die Zeitdauer der Marktplatzierung als auch möglich Preisänderungen im Angebotsprozeß dar. Auf der Grundlage von Daten über Kaufpreise berechnen wir zudem einen Transaktionsabschlag zu Gewinnung von marktgerechten Preisindikationen. Für die Beschreibung von kleinräumigen Markttrends nutzen wir differenzierte Analyseformen der Predictive Analytics (hedonische Regressionsverfahren, Clusteranalysen). Die Auswertung mit den Instrumenten der beschreibenden Statistik erfolgt für ein differenziertes Teilmarktschema für alle PLZ in Deutschland. 

Jeweils aktueller Gebietsstand

Wichtigster Vorteil der Daten des F+B Marktmonitor ist noch etwas anderes: In Deutschland hat es in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Änderungen der Gebietsstruktur durch Eingemeindungen und Kreisreformen gegeben. Historische Marktdaten sind in solchen Fällen mit den aktuellen Daten nicht mehr vergleichbar. Wir von F+B halten dagegen: Mit jeder Datenaktualisierung wird auch der Gebietsstand rückwirkend für den gesamten Datenbestand aktualisiert, so dass verläßliche Trendanalysen gesichert möglich bleiben.

Prüfpunkte für Objekt- und Marktdatenbanken

Prüfen Sie uns und andere Anbieter anhand Ihrer Anforderungen und berücksichtigen bei Ihrer Gegenüberstellung diese wichtigen Kriterien:

  • Welche Aggregationsebene benötigen Sie (Vergleichsobjekte oder aggregierte Marktdaten)?
  • Aus welchen Quellen stammen die Objektdaten?
  • Wie hoch ist der Anteil der Objekte mit vollständiger postalischer Anschrift?
  • Werden Angaben aus Exposés auf Objektebene abgebildet und ausgewertet?
  • Für welche Zeiträume sind Daten verfügbar?
  • Eignen sich die Aufbereitungen für Zeitvergleiche?
  • Welche Objektarten werden in welcher sachlichen Differenzierung abgebildet?
  • Wie differenziert werden die regionalen Teilmärkte abgebildet (Strasse, Strassenabschnitt, PLZ, Stadtteil, Gemeinde)?
  • In welcher Weise erfolgt eine Dublettenbereinigung?
  • Welche Angaben sind zu den Objekteigenschaften verfügbar?

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Ansprechpartner
Dr. Bernd Leutner
bleutner@f-und-b.de
(040) 28 08 10 - 0

 

Über F+B
Die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH wurde 1992 als unabhängiges Forschungsinstitut gegründet. Die Mitarbeiter verfügen über umfangreiche, langjährige Erfahrungen aus Studien und Gutachten im Bereich der staatlichen Verwaltung, der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, dem Bereich der Finanzdienstlleistungen und ihrer Verbände sowie aus Beratungsaufgaben für Ver- und Entsorgungsunternehmen. Im Auftrag von Banken und Investoren analysiert F+B im Rahmen von Standort- und Regionalstudien die Marktentwicklung in regionalen Teilmärkten, ermittelt die Marktchancen von Projekten, stellt eine marktbezogene Immobilienbewertung sicher und berät bei Portfolioanalysen.

„Autotexting ermöglicht mehr als die Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen!“

Anders als Menschen können Computer innerhalb weniger Sekunden enorme Datenmengen auswerten und die wichtigsten Aussagen als Text darstellen. Johannes Bubenzer, Geschäftsführer von 2txt, spricht im Interview mit altii über die Anwendungsfelder von automatischer Textgenerierung im Asset Management. Einen Workshop von Herrn Bubenzer zum Thema "Automatic Content Generation" finden Sie in der altii academy.

altii: Herr Bubenzer, Sie sind Geschäftsführer von 2txt, einem Berliner Start-Up, das sich auf das Feld Textgenerierung spezialisiert hat. Was können wir uns darunter vorstellen?

Johannes Bubenzer: Textgenerierung ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz und bezeichnet Software, die in der Lage ist, aus Daten vollautomatisch Texte zu erzeugen. Die dabei entstehenden Texte sind so hochwertig, als hätte sie ein Mensch geschrieben. Nur dass ein Mensch nicht innerhalb von Sekundenbruchteilen gigantische Datenmengen durchsucht, die wichtigsten Themen und Kernaussagen herausfindet und diese in Textform bringt - die Textgenerierungssoftware aber schon. Textgenerierung wird in immer mehr Branchen wie zum Beispiel im E-Commerce, im News- und im Finanzbereich erfolgreich eingesetzt.

altii: Wie könnte eine Anwendung zum Beispiel für den Fondsbereich aussehen?

Bubenzer: Zu den Aufgaben eines Fondsmanagers gehört es monatliche, quartärliche oder auch jährliche Reportings zu erstellen. In diesen Reportings wird die Performance der einzelnen Fondsbestandteile analysiert und in Beziehung zu Referenzwerten gesetzt. Die Arbeit solche Reportings zu erstellen, kann heutzutage leicht von einer Textgenerierungsanwendung übernommen werden. Dadurch gewinnt der Fondsmanager viel Zeit, die er dann stattdessen etwa in die optimale Zusammenstellung seiner Fonds investieren kann.

altii: Haben Sie einen solchen Report-Generator im Einsatz?

Bubenzer: Tatsächlich arbeiten wir aktuell an einer leistungsstarken Lösung für den Finanzbereich. Wir haben ein großes EU-Forschungsprojekt für Innovationstechnologie gewonnen, mit dem wir die nötige Grundlagenarbeit leisten und konkrete Anwendungen entwickeln können. In diesem Projekt geht es unter anderem darum, unsere Software für den Bereich Fonds und Aktien fit zu machen. Aktuell sprechen wir mit verschiedenen Unternehmen aus der Finanzbranche, um ihre konkreten Bedürfnisse und Ideen als Projektpartner in unserem Forschungsprojekt zu berücksichtigen.

altii: Suchen Sie noch weitere Projektpartner?

Bubenzer: Wir freuen uns über jedes Unternehmen, welches das disruptive Potential der Textgenerierung erkennt und mit uns kooperieren möchte. Es gibt gerade in der Finanzbranche noch viele Bereiche, in denen Textgenerierung einen großen Mehrwert stiften kann. Wir sind auch weiterhin immer an gut vernetzten Partnern mit hoher Expertise im Finanzbereich interessiert.

altii: Gibt es Themen, die für eine Partnerschaft besonders interessant sind?

Bubenzer: Inhaltlich sind für uns besonders Bereiche spannend, in denen es um den Vergleich und die Interpretation der Entwicklung von Indizes, Fonds, Währungen oder anderen Werten geht. Interessant sind dabei natürlich besonders Ideen, die mit konkreten Geschäftsmodellen verknüpft sind und ganz konkrete Probleme in der Finanzbranche lösen.

altii: In letzter Zeit hört und liest man immer öfter über Textgenerierung. Wie kommt das gesteigerte Interesse zustande?

Bubenzer: Das Thema wird tatsächlich immer stärker wahrgenommen, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Investorenszene und in den Unternehmen, die ja am Ende von unseren Lösungen profitieren. Begünstigt wird die Entwicklung durch stetig wachsende Datenmengen, die von Menschen per Hand gar nicht mehr interpretiert und analysiert werden können. Ein weiterer Faktor ist die stetig steigende Rechenpower und das Cloud-Computing, welches komplexe Analysen von Daten und Textgenerierung in ansprechender Zeit erst möglich machen. Nicht zu Letzt ist die Textgenerierung auch als ein Teil eines branchenübergreifenden Trends zur Automatisierung wissensbasierter Arbeit zu sehen.

altii: Es gibt unterschiedliche Anbieter und Ansätze bei der Textgenerierung, was sind die Unterschiede?

Bubenzer: Es gibt Unterschiede auf mehreren Ebenen: Zum einen ist da die Frage, wie viel Sprachverständnis die Software tatsächlich mitbringt? Es gibt Ansätze, wo die Maschine tatsächlich so schlau ist, dass sie Sprache in all ihren Facetten selbstständig bilden kann. In einem anderen Ansatz setzt der Generator seine Texte aus Textschnipseln zusammen, die vorher von Redakteuren eingetippt worden sind. Zum anderen gibt es erhebliche Unterschiede dabei, wie tief greifend ein Themengebiet von der Maschine verstanden wird. Auch hier reichen die Ansätze von eher einfachen Ad-hoc-Lösungen bis hin zu einem Detailgrad, der dem Wissensstand eines echten Experten nahekommt.

altii: Und welchen Ansatz verfolgen Sie bei 2txt?

Bubenzer: Wir setzen voll auf „Tiefe Textgenerierung“. Dabei werden sprachliche aber auch inhaltliche Aspekte eines Themas sehr tief gehend bearbeitet. Unsere Texte sind dadurch sprachlich sehr vielfältig und unser Generator ist innerhalb von Themenfeldern sehr flexibel einsetzbar. Er zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass er auf unvorhergesehene, neue und unbekannte Ereignisse reagieren kann und diese korrekt vertextet.

altii: Welche Sprachen unterstützt Ihre Software zurzeit?

Bubenzer: Im Moment kann unsere Software Texte auf Deutsch generieren, Englisch unterstützen wir ebenfalls bald. Der genaue Zeitplan für weitere Sprachen ist noch nicht festgelegt.

altii: Heutzutage wird viel über die Künstliche Intelligenz geredet. Welchen Status hat Textgenerierung innerhalb der Künstlichen Intelligenz?

Bubenzer: Textgenerierung ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz. Viele Experten gehen heute ja davon aus, dass wir uns durch die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz am Beginn einer neuen industriellen Revolution befinden. Diese Revolution wird die Welt, in der wir leben, vollkommen verändern. Die Fähigkeit von Maschinen, Geräten und digitalen Diensten zu sprechen, um mit Menschen zu kommunizieren, wird ein wichtiger Teil davon sein. Textgenerierung ermöglicht das und ist deswegen eine Schlüsseltechnologie bei der Entwicklung wirklich smarter und intelligenter Systeme.

altii: Danke für das Gespräch.

Kontakt:
Johannes Bubenzer, +49 30 558 765 26, bubenzer@2txt.de, http://2txt.de/

“e-Health als soziale Investionschance.“

SPOTNiQ entwickelt digitale Produkte und Services. Die Firma wurde als Start-up 2015 in Frankfurt am Main gegründet und konzentriert sich auf die Zusammenarbeit mit Krankenhäuser und anderen medizinischen Einrichtungen und Dienstleistungserbringern. Der Gründer Peter Pawelski verfügt über 15 Jahre Erfahrung im komplexen Lösungsgeschäft in der IT und Telekommunikationsindustrie und hat sieben Jahre bei einer gesetzlichen Krankenkassse gearbeitet. Seine Schwerpunkte liegen in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie der Verknüpfung und Etablierung interdisziplinärer Netzwerke.

altii: Peter, wie ist der Name SPOTNiQ entstanden?

Peter Pawelski: Wie so vieles im Leben – Zufall. Fast jeder kennt „Sputnik“, den ersten Satelliten, der die Erdumlaufbahn erreichte. Der Name bedeutet im russischen „Weggefährte“. Daraus wurde bei mir der Kunstbegriff „SPOTNiQ“ und steht für den englischen Begriff „SPOT“ - Fokussieren, „N“ wie Netzwerk und iQ als Synonym für Intelligenz. –  zusammengefasst also in etwa „Fokussierung auf intelligente Netzwerke“.

altii: Da ist ja schon eine Prise Witz enthalten. Funktioniert denn Humor und Digitalisierung?

Pawelski: Unbedingt! Als 2014 der Begriff der Digitalisierung in der breiten Bevölkerung bekannt wurde, lancierte die Industrie negativ besetzte Begriffe wie „Digitale Disruption“ und verunsicherten damit die Menschen.

Dabei liegen in der Digitalisierung ganz neue Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung und des Austausches untereinander. Und das macht sehr viel Spaß.

altii: Dein Unternehmen hat die Vernetzung zur Zielsetzung und zwar Menschen mit Menschen und zusätzlich mit Dingen. Was bedeutet das denn?

Pawelski: Nun, nach meiner Definition der Digitalisierung der Wirtschaft steht der Mensch im Mittelpunkt und die Technik hat die – zugegeben – wichtige Funktion, die Menschen untereinander aber auch mit Maschinen zu verbinden.

Um ein Beispiel zu nennen, ist das die direkte Verknüpfung eines Diabetespatienten mit seinem Arzt über ein intelligentes Blutzuckersystem.

altii: Sicherlich eine große Hilfe für Patient und Arzt. Kann ich das heute schon bei SPOTNiQ bekommen und wie funktioniert es?

Pawelski: Noch nicht heute, aber in naher Zukunft. Momentan schauen wir uns modernste medizinische Systeme an, mit denen der Blutzuckergehalt durch neue Methoden gemessen und punktgenau Insulin injiziert werden kann. Und da gibt es richtig interessante und smarte Produkte.

Bei der Auswahl achten wir insbesondere darauf, dass die Systeme „Internet der Dinge“ fähig sind oder durch uns dazu gemacht werden können.

Parallel dazu analysieren wir, wie die Interessen des Patienten und des behandelnden Arztes sind, übertragen diese in eine Prozessbeschreibung, programmieren eine einfache Software, verknüpfen das Ganze und fertig ist das digitale Produkt.

altii: Und warum sollten das die Patienten und Ärzte nutzen?

Pawelski: Die Patienten wollen durch ihre Krankheit so wenige Einschränkungen im Alltag wie nötig erfahren. Dem gegenüber möchte der Arzt so effektiv wie möglich arbeiten. Und am besten soll der Alltag für Beide so bleiben wie er ist, nur mit weniger Aufgaben.

Unser Ziel ist es, genau diese Anforderungen durch den Einsatz der digitalen SPOTNiQ Produkte zu erfüllen.

altii: Jetzt sind ja Gesundheitsapps und Freizeittracker als Datenkraken in aller Munde. Wie sieht es denn bei SPOTNiQ mit Datenschutz und Datensicherheit aus?

Pawelski: Ein sehr wichtiges Thema. Basis unserer Produktentwicklung bildet der Datenschutz im Zusammenspiel mit Anforderungen der „Cyber Security“ und einer permanenten Zertifizierung der Services. Es reicht  nicht mehr aus, sich einen Status Quo zertifizieren zu lassen, sondern es sollte ein laufender Prozess der Weiterentwicklung der Sicherheitsfunktionen sein, um gegen Angriffe von Außen gewappnet zu sein.

altii: Gibt es denn 100% Sicherheit?

Pawelski: Wie bei vielen anderen Prozessen auch gibt es keine Sicherheit zu 100%. Es ist ein ständiges Abwägen der Vorteile und der Risiken. Wir glauben, dass durch die hochsichere und hochverfügbare Bereitstellung von digitalen Gesundheitsservices, die Gesundheit eines jeden Einzelnen verbessert werden kann.

altii: Der Begriff „Digitalisierung“ verunsichert viele Menschen. Ist es ein Segen oder ein Fluch für die Menschheit?

Pawelski: Meine persönliche Meinung dazu ist klar: Die Digitalisierung ist eine enorme Chance die Welt für jeden Einzelnen besser zu machen. Allerdings benötigen wir den Mut dazu die vielfältigen Möglichkeiten anzunehmen und verantwortungsvoll das Beste daraus zu gestalten.

altii: Was meinst du mit verantwortungsvoll das Beste gestalten?

Pawelski: Der Gesetzgeber hat mit dem Patientensicherheitsgesetz im Zusammenspiel mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung, die 2018 in Kraft tritt, sinnvolle Regeln geschaffen, die Patientenrechte stärken und die Basis bilden, in einem rechtssicheren Raum, ganz neue digitale Produkte und Services zu schaffen.

altii: Was treibt dich an, SPOTNiQ weiterzuentwickeln?

Pawelski: Unser Ziel ist das erste große e-Health Start-up im B2B Markt - Made in Germany – zu werden. Wir arbeiten in sehr sensiblen Bereichen. Es geht um Patientensicherheit und Datenschutz aber auch um die Steigerung der Effektivität. Und dafür wollen wir mit SPOTNiQ unseren Beitrag leisten und suchen Venture Capital.

altii: Dann bleiben wir gespannt, was wir als nächstes von SPOTNiQ hören. Alles Gute!

Pawelski: Danke.

Kontaktinformationen:
Peter Pawelski
pp@spotniq.de
+49 170 384 89 29
www.spotniq.de

Potential benefits of a precious metals allocation

Adding a precious metals allocation to a diversified stock-bond portfolio has historically increased portfolio efficiency – lowering risk while increasing return. Precious metals act as core risk management tools for investors by providing effective diversification against risk assets, helping reduce performance drawdowns during equity market volatility and serving as a hedge against market turmoil.

Precious metals such as gold, silver, platinum, and palladium have grown in prominence in recent years as viable investment alternatives to include in asset allocations. Despite being one of the oldest financial instruments, however, precious metals largely remain an underutilised and overlooked investment option for many investors’ portfolios. This may present an opportunity for many to further diversify and benefit from the distinct investment characteristics precious metals have historically offered within an asset allocation.

Furthermore, the performance of individual precious metals varies over time with no one metal continuously leading the others. A diversified basket of precious metals tends to perform more consistently versus any single metal and creates an exposure to both the cyclical and non-cyclical drivers of gold, silver, platinum, and palladium as a whole. A basket offers further opportunities to benefit from diversification advantages of an asset class while maintaining the unique qualities inherent to the individual precious metals.

A key benefit from investing in precious metals lies within its distinct role as a risk management tool. Precious metals wear many hats on the risk management front and thereby serve as a dynamic and multi-faceted hedge against many forms of risk. They also have a track record of protecting investor portfolios against severe market drawdowns. This role as a risk management tool is especially useful for long term investors seeking to continually hedge against a broad spectrum of both known and unknown risks.

Precious metals have historically shown low correlations with most asset classes, particularly equities. Over the past 20 years, precious metals have carried lower correlations to both US and global equities than other alternative investments (see Exhibit 1). The source of this low correlation lies within the diverse sources of demand across gold, silver, platinum, and palladium. Pro-cyclical sources of demand (jewellery, consumer, and industrial applications) increase as growth and incomes increase along with the economy.

Counter-cyclical sources of demand, primarily investment demand, pick up during economic slowdowns and market pullbacks as interest in stores of value and defensive assets increases. These pro-cyclical and counter-cyclical sources occur at different times and result in low overall correlations to the broader market and economic cycle. As a result, precious metals can act as effective diversifiers against traditional risk assets, particularly equities. By holding precious metals, investors can help diversify against their equity exposure.

This attribute is even more critical because diversification has become more challenging to achieve following the 2008 financial crisis. Correlations across alternative investments rose dramatically in 2008 compared to the preceding period from 1996 to 2007. Following 2008, however, several alternative investments’ correlations and equity exposure to global equities remain elevated compared to their pre-crisis levels, particularly commodities and REITs. Meanwhile, precious metals remain an exception - further highlighting their effectiveness as a true alternative investment.

Precious metals also remain resilient during extreme events and market turmoil. This can be seen in their relative performance against global equities during several key events of market uncertainty in recent decades (see Exhibit 2). A precious metals basket performs admirably (posting positive returns) during these periods of heightened turmoil and volatility where global equities have shown negative returns and large drawdowns.

During these events, global equities experience large sell offs in response to investors seeking to reduce exposure to risk assets and seek more stable, defensive investments in an environment of rising fear and uncertainty. This performance showcases precious metals’ ability to help protect against downside risks and its chief role as a risk management tool for investors to manage their equity exposure within portfolios.

It is evident that precious metals are distinct and effective diversifiers, but the true benefit of a precious metal allocation emerges when they are added to a diversified portfolio allocation. By adding precious metals to a diversified stock- bond portfolio, the portfolio efficiency can increase – whereby the portfolio risk is lowered while the portfolio return remains the same or increases – compared to diversified portfolio without an allocation to precious metals.

This principle can be illustrated using a precious metals basket and a fixed 60% stock and 40% bond allocation (60/40), which is typically referenced as a default proxy for a diversified portfolio of a balanced or moderate risk profile. Starting with the example of a 60/40 allocation without any precious metals in the portfolio, it is observed that the total portfolio return since is 3.9% annualized and the total portfolio volatility is 9.5%. Subtracting the return on the 3 Month US Treasury Bill (a proxy for a “risk-free asset”) from the portfolio return and dividing by volatility yields a risk-adjusted return metric (the Sharpe ratio) for the 60/40 portfolio of 0.22. This ratio can be increased by adding a precious metals basket allocation under different scenarios and weights. A 5% precious metals allocation funded by reducing the equity allocation from 60% to 55% yields a drop in portfolio volatility to 9.0%, the portfolio return increasing slightly to 4.2%, and the Sharpe ratio rising to 0.26 from 0.22 (see Table 1). Additionally, the annualized return and Sharpe ratio increased to 4.4% and 0.29 respectively, while the volatility dropped to 8.7% for a 10% precious metals allocation.

These results reflect the efficiency and effectiveness of precious metals as a diversifying asset against equity risk. As the allocation to stocks was lowered in the portfolio and replaced with precious metals, the portfolio became more efficient over the long run. The realized benefits of incorporating precious metals into an allocation, however, are not limited by only reducing stocks. This same principle can be applied by replacing both stocks and bonds in a portfolio to fund an addition of precious metals.

Turning to an example whereby the 60/40 portfolio is reduced proportionately (“pro-rated”) between stocks and bonds (maintaining a 60/40 ratio between stocks and bonds) to allocate to precious metals, the portfolio still experiences an increase in efficiency. A 10% allocation to precious metals with 90% allocated to a 60/40 split of stocks and bonds, sees portfolio volatility fall to 9.3% compared to 9.5% for a portfolio holding no precious metals. Additionally, the Sharpe ratio increases to 0.26 as the portfolio return increased slightly and as the portfolio risk fell by adding precious metals to the mix.

This highlights that regardless of whether precious metals are added by reducing only stocks or both stocks and bonds the result is a more efficient asset allocation. As this simple example illustrates portfolios can better manage risk and return levels by having an active allocation to precious metals. While the proper weighting will vary depending on investors’ different risk profiles and investment objects, a zero percent allocation to precious metals remains sub-optimal.