„Emerging Markets zur Diversifikation von institutionellen Portfolios“

Thomas RutzThomas Rutz ist seit 2012 Portfoliomanager bei MainFirst und verantwortet Anlagen aus Schwellenländern für den MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund. Er spricht mit altii über Emerging Markets und ordnet Risiken und Chancen vor einem globalen Kontext ein.

altii: Herr Rutz, Emerging Markets sind ein weiter Begriff! Geben Sie uns doch bitte eine Übersicht über die relevanten Märkte.

Thomas Rutz: Da wir eine globale Relative-Value-Strategie verfolgen, verschiebt sich die Ländergewichtung immer wieder. Derzeit sehen wir das grösste Performance-Potential in Lateinamerika und Afrika. In der Vergangenheit waren wir aber auch stark in China investiert. Wo wir in Zukunft investieren, hängt davon ab, welche Märkte laut unseren Analysen das attraktivste Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen.

altii: Eine höhere Rendite in den sich entwickelnden Ländern ist ein Argument, aber sind Investitionen in EM wirklich zur Diversifikation geeignet?

Rutz: Auf jeden Fall. Schwellenländer haben häufig andere Sektorenschwerpunkte als entwickelte Länder. In den Emerging Markets ist das Exposure bei Rohstoffen und Infrastruktur zum Beispiel grösser. Dagegen sind die in den US und Euro High-Yield-Anleihefonds stark vertretenen Finanzunternehmen ein kleineres Gewicht. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Verschuldungsgrad der Unternehmen aus den entwickelten Ländern meistens höher. Unternehmensanleihen von Schwellenländern verfügen hingegen über attraktive Risikoprämien.

altii: Wie sieht es denn mit den Risiken aus? Können Sie bitte auf geopolitische Risiken und Wechselkursschwankungen eingehen.

Rutz: Risiken müssen überall berücksichtigt und berechnet werden. Daher ist die Abschätzung geopolitischer Risiken ein wichtiger Teil unseres mehrstufigen Analyseprozesses. Grundsätzlich versuchen wir diese Risiken in Zusammenhang zu setzen damit, wie sie sich auf die Zahlungsfähigkeit eines Landes und die ansässigen Unternehmen auswirken. Da wir im Fonds ausschliesslich in Hartwährungsanleihen investieren, betreffen uns Wechselkursschwankungen nur indirekt, also über die Bilanz der Unternehmen, und letztere lassen sich recht gut analysieren. Oft bieten Währungsschwankungen auch interessante Investmentmöglichkeiten, z. B. in Export-sektoren, wenn sich eine Währung abschwächt und die Nachfrage dadurch stark steigt. Lokalwährungsschwankungen können aber den Risikoappetit der Investoren stark prägen, da oft leider nicht zwischen dem Sentiment und den Fundamentaldaten unterschieden wird. Stabile bis stärkere Lokalwährungen wirken dagegen immer sehr unterstützend.

altii: Wie verhält es sich denn mit der Liquidität? Können alle bedient werden, wenn etwas Kritisches passiert?

Rutz: Vor allem im High-Yield-Bereich muss die Liquidität gut gemanagt werden. In Zeiten, in denen die Märkte auf der Basis von Sentiments und nicht von Fundamentaldaten handeln, ist ein langer Atem des Investors tatsächlich wichtig. Da wir weltweit mit vielen lokalen Brokern zusammenarbeiten, kann Liquidität eigentlich immer gefunden werden. Eine breite Diversifikation über verschiedenen Achsen (Regionen, Länder und Sektoren) trägt auch viel zur Liquidität bei. Wir limitieren das Exposure pro Unternehmen auf max. 3 Prozent des Portfolios und vermeiden so ungewollte Konzentrationsrisiken. Aktuell sind wir in über 120 Titeln in 39 Ländern investiert.

altii: Wodurch zeichnet sich Ihre Anlagestrategie aus?

Rutz: Wir sind mit einem sehr aktiven und opportunistischen, globalen Relative-Value-Ansatz unterwegs. Viele Investoren bezeichnen uns als Contrarian – wir nennen uns hingegen Early Movers. Wir sind oft relativ früh im Zyklus investiert, was bedeutet, dass nicht alle Titel von der ersten Stunde an Kursraketen sind, aber über einen etwas längeren Zeitraum sehr attraktive Renditen abwerfen können. Wir sind keine Benchmark-Tracker und haben einen hohen Tilt zu Frontier-Märkten. Im aktuellen Portfolio spielen Distressed, High Yield, Rohstoffe und Infrastrukturunternehmen eine grosse Rolle. Wir suchen uns auch gerne kleinere, zweitrangige („second-tier“) Unternehmen aus, bei denen wir gutes Potential für Investitionen sehen. Top-down schauen wir uns die makroökonomischen Daten, das politische Umfeld und die allgemeine Bewertung der verschiedenen Regionen und Länder an. In einem zweiten Schritt überprüfen wir Einzeltitel auf Basis unseres bewährten fünfstufigen Bottom-up-Prozesses. Wir arbeiten seit der Finanzkrise von 2008 sehr erfolgreich mit diesem Ansatz zur Aufteilung der Kreditmarge, um die zukünftigen Outperformers zu identifizieren. Am 12. Oktober feiern wir das 5-jährige Jubiläum unseres MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced. Seit Auflage 2012 hat die institutionelle Tranche in US Dollar (MFEMBCO – USD, ISIN: LU0816909955) über 30 Prozent Rendite und 800 Basispunkte Alpha erreicht. Dabei waren natürlich die Schwankungen im Vergleich zur Periode von 2009-2012 infolge der geopolitischen Ereignisse in Russland, Brasilien und auch der Wahlen in den USA etwas höher.

altii: Spielt Duration dabei eine Rolle?

Rutz: Die Steuerung der Duration ist nicht unser primärer Fokus. Wir haben uns bisher in einer relativ engen Bandbreite um die fünf Jahre herum bewegt, abhängig von unserer Zinserwartung war sie etwas länger oder kürzer. Unser Hauptfokus ist stattdessen die Analyse und die Entwicklung der Kreditrisikoprämien. altii: In welchem Format kommt Ihre Strategie? Rutz: Der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced ist ein Publikumsfonds, der zum Vertrieb in 16 Ländern registriert ist und Anlageklassen für private und professionelle Investoren bereithält.

altii: Was erwarten Sie in den nächsten 12 bzw. 24 Monaten?

Rutz: Wir gehen davon aus, dass die zyklische Erholung anhalten wird. Daher gehen wir auch weiterhin von hohen einstelligen bis zweistelligen Renditen (8-10 Prozent) auf annualisierter Basis aus.

altii: Danke und weiterhin viel Erfolg.

Über MAINFIRST
MAINFIRST ASSET MANAGEMENT ist eine unabhängige europäische Multi-Boutique mit einem aktiven Managementansatz. Das Unternehmen verwaltet Publikumsfonds und individuelle Spezialmandate und konzentriert sich mit seinem Multi-Boutique-Ansatz auf Investmentstrategien in ausgewählten Asset-Klassen, nämlich Equities, Fixed Income und Multi Asset. Erfahrene Portfoliomanagementteams entwickeln Strategien mit hohem Active Share und individuellen Investmentprozessen. Das Unternehmen verbindet somit die Expertise und Flexibilität fokussierter Investmentteams mit den Stärken und klar definierten Prozessen einer breit aufgestellten internationalen Plattform. MainFirst Asset Management ist Teil der MainFirst Gruppe, welche mit etwa 200 Mitarbeitern an den Standorten Frankfurt, London, Luxemburg, Mailand, München, New York, Paris und Zürich tätig ist. Nähere Informationen (inklusive rechtlicher Hinweise) finden Sie unter www.mainfirst.com.

Über Thomas Rutz
THOMAS RUTZ ist seit 2012 Portfoliomanager bei MainFirst und verantwortet Anlagen aus Schwellenländern für den MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund. Zudem leitet er die MainFirst Affiliated Fund Managers (Schweiz) AG. Zuvor arbeitete Thomas Rutz bei Clariden Leu, wo er zuletzt die Abteilung Emerging Markets, bestehend aus Aktien-, Anleihen- und Währungsteams, mit insgesamt über 1 Milliarde Euro verwaltetem Vermögen leitete und für die Anlagestrategie in Schwellenländern verantwortlich war. Vorherige Positionen waren bei ABB Capital B.V. in Zürich und Singapur als stellvertretender Chefhändler und Leiter Kapitalmarkt der Bank of Bermuda Ltd., Hamilton. Von 1985 bis 1994 arbeitete Thomas Rutz in verschiedenen Positionen im Bereich Eigenhandel der UBS in Zürich, London, New York, Chicago und Hongkong.

Kontakt
Thomas Rutz
+41 43 833 85 88
thomas.rutz@mainfirst.com
http://www.mainfirst.com 

The case for active asset management

The debate on whether to use passive or actively-managed funds can sometimes be one-sided. Our research suggests investors should keep an open mind, says Gavin Ralston, Head of Official Institutions and Thought Leadership at Schroders.

Investors seem to be voting with their feet. The scale of the recent shift of money from actively managed funds into those that track market indices has become hard to ignore.

According to data from specialist information provider analyst Broadridge, nearly $2.4 trillion has flowed into passive exchange-traded funds (ETFs) in the US over the last 15 years, while $500 billion has moved out of active funds.

This trend is held up by many commentators as decisive proof of investors’ belief in the superiority of passive investing over the skills of a fund manager. But seemingly unstoppable investment trends have a habit of reversing unexpectedly.

We argue that, before rushing to conclusions, investors should take a long hard look at both the data and what so-called “passive” funds actively offer.

Ultimately, we think both have a place in portfolios, but it’s in the interests of investors to strike a balance between the two and use each method when and where it is most appropriate. The research we have undertaken recently certainly suggests that investors should keep an open mind.

A Sharpe definition of active management

The classic academic view of active management was proposed by Professor William Sharpe, who argued that, “after costs, the return on the average actively managed dollar will be less than the return on the average passively managed dollar”.

In reaching this conclusion, he assumed that the index represented the entire range of investment opportunities, and that all participants were motivated by the same objectives.

In truth, for many investors, an index return may not coincide with the outcomes they are seeking. For instance pensioners needing to create a secure income in retirement.

Since Sharpe, many researchers have demonstrated that markets are less efficient than once thought, and that investors’ behavioural biases and irrational decisions create opportunities for active managers.

Markets have also become distorted by the actions of central banks, buying bonds in quantitative easing programmes, or by governments owning stakes in companies.

Some markets are more efficient than others, but conclusions are often transferred from one to another. We have analysed the data on different markets.

How data is used in the active/passive debate

Data from SPIVA, part of S&P Dow Jones Indices, is often used in the passive-active debate. A recent SPIVA (S&P indices versus active) report stated that over 88% of large cap equity funds in the US underperformed the S&P 500 Index in the latest five-year period.

In the case of large cap US equities, this conclusion is reinforced from other sources, but there are weaknesses in the SPIVA methodology.

It assumes any fund which has closed or been merged into another fund has underperformed. This assumption is not universally valid. We tested UK stockmarket funds that had closed in the past 10 years and found that 20% had outperformed before closure.

SPIVA also picks its own S&P index for each fund comparison rather than the actual index a fund has set out to beat.There is a tendency to extrapolate from the US market the conclusion that other equity markets are hard to beat.

But the US is different – institutional ownership, particularly by home-grown institutions which are more familiar with domestic securities, is significantly higher than in other countries. The US, therefore, is a more efficient market.

We looked at performance in other major markets. But rather than assume passive performance is the same as the market index, we have used a more realistic comparison – ETFs.

These bear real management fees and trading costs, which an index does not. The results, below, suggest that in many markets the argument that most active funds underperform is far from clear cut.

A realistic reflection of investors’ experience shows active in a better light.

ETF cumulative returns vs. benchmark five years to 31 March 2017

Returns are shown in US dollars except for UK equities in sterling. Includes actual performance of funds closed and opened during the period. Source: UK equities - iShares Core FTSE 100 UCITS ETF; Emerging market equities - iShares MSCI Emerging Markets ETF; Eurozone equities - iShares MSCI Eurozone ETF; Japanese equities - iShares MSCI Japan ETF; Global bonds - Vanguard Global Bond Index fund (Institutional hedged – US dollars); US high yield - SPDR® Bloomberg Barclays High Yield Bond ETF; Emerging market bonds - iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond ETF. Past performance is not a guide to future performance and may not be repeated.

Drilling down further, we looked at how active performance has varied over time in the UK and emerging markets. We looked at monthly excess returns after fees – in this case against the index.

Unlike previous studies, we included only funds that are benchmarked to a broad index. By doing so, we excluded the funds that are either not benchmarked, or funds that employ a specific strategy, such as sustainability or special situations.

The charts below show the percentage of active funds in the UK and within emerging markets that have outperformed their benchmarks on a rolling five-year basis. Only funds that have a full five years of performance history at a given date were included in the calculation.

Data from the UK shows that the performance of active managers is cyclical, but that there have been several periods, including the present, when well over 60% of active funds have outperformed net of fees.

The second chart shows a similar pattern for emerging markets equities, with active performance improving steadily since 2008.

Active performance has improved in the UK…

UK percentage of funds outperforming (rolling five years)

Investment Association primary retail share class active UK equity funds domiciled in the UK in sterling. Source: Morningstar. Data to March 2017. Past performance is not a guide to future performance and may not be repeated.

…and among active emerging markets funds

Percentage of emerging markets funds outperforming (rolling 5 years)

Active EM equity funds domiciled in the US denominated in US dollars; retail share class with longest history. Source: Morningstar. Data to March 2017. Past performance is not a guide to future performance and may not be repeated.

There is also good evidence that managers who perform well over the longer term experience significant periods of underperformance in the short term.

The Vanguard Group published a study in 2015 which showed that, of the 552 active US equity funds that had beaten the index over the previous 15 years, 98% had underperformed in four or more individual years.

The implication is that investors are more likely to achieve good outcomes if they do not abandon a strategy after a short period of underperformance.

Another important consideration when considering passive investing is fees. We measured active performance against indices net of fees, which penalises performance as the index bears no costs.

Assuming a 0.30% average annual passive fee for UK equities over a 26-year period, the passive fund would have trailed the benchmark by 8%. So while many active funds may have underperformed the index, 100% of passive funds have underperformed.

The point about measuring the real cost of passive management is most visible in emerging markets, where the costs of acquiring market exposure have been higher (until recently typically 0.75%) than in developed markets.

Of course, the cost of passive has fallen significantly in the last few years, raising the standard against which active managers will be measured in future, but in many markets passive costs are still material.

The advantages of active in bond investing

A passive bond fund tends to allocate money based on the amount of debt issued.

In the case of a government bond fund, this could result in investors being directed towards governments with debt problems. In developed markets, this could mean investing large amounts in Italian bonds; in emerging markets, Venezuelan bonds. There is little logic to this approach.

In addition, new securities, which typically make up 20% of bond market capitalisation in a year, have to be included in bond market indices. This is far higher than in stockmarkets and will inevitably raise trading costs. As a result, passive bond funds can significantly underperform their indices, as the table below demonstrates.

Two large bond ETFs have consistently underperformed their indices.

The two large bond ETFs that have underperformed

Chart shows annualised returns in US dollars to 30 April 2017, net of fees. The Bloomberg Barclays High Yield Very Liquid Index is the benchmark for the SPDR Bloomberg Barclays High Yield Bond ETF (JNK). The Global Core Index is the EMB fund's benchmark. Source: Bloomberg, iShares, JP Morgan and SSgA. Past performance is not a guide to future performance and may not be repeated.

The roles for active managers

An increasingly important issue for individual savers and pensioners is the real world outcomes they want. It is questionable to what degree passive can help in this regard.

For example, as discussed earlier, many people simply want stable and reliable income in retirement. For these investors, success is likely to depend on allocating to the right asset classes.

This cannot be done passively. There is no index that can be aligned with a real world outcome, such as growing an investor’s money in line with inflation and still achieving income of 4% a year.

A newer dimension in the debate is the rise of “smart beta”. Instead of following a traditional index, based on market capitalisation, these passive funds select shares based on other criteria, such as yield or volatility.

A mix of these strategies has beaten index returns over the past 15 years and done so more cheaply than traditional active management. Even so, getting the best out of smart beta strategies will require decisions to be made over which ones to use and when.

These are decisions that cannot be taken “passively”. It is an active skill.

The unseen benefits of active management

It is also worth considering the role active investors play in the broader economy and society. Without active managers, asset prices would be based purely on the market size of companies, meaning there would be no mechanism to deploy capital in the best places and maximise returns for the benefit of the whole economy.

There is already evidence that recent large flows into passive funds are leading to distortions in markets.

We would contend that the stewardship activities of active investors raise returns in the capital markets by encouraging higher standards of corporate governance and directing capital into faster-growing industries.

This is a role governments in both Europe and Asia are encouraging. In Japan, in particular, policymakers are keen to see stewardship lead to better capital allocation, and everywhere managers are expected to exercise their voting rights responsibly.

Conclusion

There is a danger that, where active management has not met expectations, investors feel that they should abandon it altogether. But closer analysis of the data suggests many investors in active equity strategies have beaten passive funds after fees.

It is true that the characteristics of the US equity market make this the hardest market to beat. But we believe it is incorrect to extrapolate from the US to other equity markets, where there is no evidence that active performance is on a secular downtrend.

In bond markets capitalisation-weighted indices are both illogical ways to invest, and hard to track. And for investors who need to achieve a particular outcome, passive can be an impractical solution.

Moreover, active performance is cyclical. Active managers fare better in some environments than others, and selling out of a manager with a strong philosophy and process after a short period of underperformance risks locking in underperformance.

Investors need to use all the tools available to them: active, passive and smart beta. We would argue that the potential value added from active management remains critical to maximising the return from a broad portfolio, meaning that active management will in time start to regain share from passive.


This article has first been published on schroders.com.

Bond balloon, not bubble

Artificially low market volatility

Across asset classes, volatility has moderated, and the underlying macro landscape has improved on a global basis, prompting greater investor optimism. Political uncertainty has also moderated, with two key exceptions: the Trump administration and the Brexit negotiations. Risk and the implied complacency of investors that low volatility presumes are key issues in financial markets, the current ‘risk-on’ environment where equity markets are reaching record highs looks increasingly untenable.

At the centre of this low volatility is loose monetary policy and vast central bank bond purchases which have prompted an investor hunt for yield. The first option for yield hunters was in the lowest risk free assets such as investment grade bonds, but it has now also pervaded high yield bonds, equities and the options market, distorting market valuations and driving down perceived risk. Consequently, we believe the ever-falling level of VIX options (market-implied volatility) doesn’t reflect real world uncertainty but market-priced volatility brought about by this hunt for yield.

Lurking behind the apparent market serenity are potential geopolitical flare-ups and the unknown consequences of unwinding loose monetary policy. As is the very nature of risk, timing of unexpected events is unknown but typically lead to sharp spikes upward in volatility. The issues surrounding the Trump administration, not least the North Korean situation have tested the market’s resilience. Other potential instigators of volatility spikes could include a China debt crisis, a central bank policy error, an oil price shock or upcoming debt ceiling negotiations in the US.

Despite our concerns, the global economic environment, in the face of a US tightening cycle, is continuing to improve in both the developed and emerging world, supporting strong corporate earnings results. The most recent earnings season has been very positive for global assets. European corporate revenues were flat, but stripping out foreign revenues reveals continued growth. We continue to see Europe as having the best earnings recovery outlook while being, on a relative basis, attractively valued. The tech sector despite having relatively attractive valuations has suffered from recent poor price performance. We believe the tech sector sell-off is now overdone as delivered results have convincingly beaten analysts’ expectations. Both earnings and revenue growth have been positive, highlighting fundamentals remain intact.

Bond balloon, not bubble

Nonetheless, investors are questioning the underpinnings of the equity rally in the face of what we feel is a misnamed bond ‘bubble’. Although global bond yields are hovering near the lowest levels in history, it is not necessarily a bubble in the traditional sense. Yields are artificially low, driven by extraordinary levels of central banks stimulus. In this framework, we would characterise the situation as a bond balloon, not a bond bubble. The critical difference between a balloon and a bubble is what happens at the end: central bankers are keen to deflate the balloon, rather than burst the bubble. The gradual deflation of the bond balloon is a key aspect of what central banks are keen to achieve with the unwinding of asset purchase programmes.

Communication is crucial to forming investor expectations about the path for tighter monetary policy. Another ‘taper tantrum’ would suggest that policymakers have not achieved the objective of a measured and orderly removal of stimulus, and would also highlight the fragility of investors’ optimism that is currently pervading markets. It seems there is little appetite amongst policymakers for being overly aggressive, even in the face of stronger wages and consequent inflation. Central bankers are aware of the damage volatility spikes and market instability would have on global economic confidence and in turn activity.

It is paradoxical that quantitative easing (QE), the very tool used to alleviate market stress, could be the root of renewed market stress when it unwinds. Policymakers want to avoid a negative feedback loop, whereby they react to this market stress by reversing tighter policy decisions that instigated market volatility. Deviating too far from market expectations on policy could cause this market stress, forward guidance and transparency are therefore essential. Central bank communication is improving and we feel it is unlikely there will be another taper tantrum as was seen in 2013. Nonetheless, we believe that the market has misinterpreted central bank rhetoric in some instances. Along the monetary policy continuum, the US Federal Reserve sits firmly at the ‘tighter’ end of the spectrum, with the Bank of Japan similarly at the ‘looser’ end of the range. In between the two are the Bank of England and the European Central Bank.

Market mispricing the Euro, USD upside

Failure to understand where the central banks are positioned is a source of market mispricing risk, particularly in the FX space. The overcrowded trade that has a clear downside risk is the ‘long Euro’, whereby investors are underestimating the desire of the ECB to engender inflation pressure while supporting the underlying economy.

The strength of the Euro is not a comfortable position for the ECB, as it threatens the firmer footing that inflation had been building - core CPI is at its highest level since 2013. Dovish rhetoric from the ECB could be the catalyst for the near record long futures positioning to unwind quickly.

While we expect the US Dollar to gain ground in H2 2017 against major currencies broadly, lower volatility should see the Japanese Yen move sharply lower as the central bank remains accommodative and investors look offshore for yield. Lastly, we expect uncertainty surrounding Brexit negotiations to overshadow the increasing willingness of the Bank of England to tighten policy against a relatively stable domestic economy. To the extent that deliberations give rise to some clarity surrounding a constructive economic outcome for both the UK and the EU, we feel GBP has upside potential, especially against the Euro. Rising real yields should support the Pound and cooling volatility will allow investors to focus on fundamentals.

Macro environment should buoy commodities

There are two macro issues that stand in the way of significant further upside in commodities in 2017: how aggressive will the US Federal Reserve be in tightening policy and to what extent will geopolitical issues upset recent improvements in global growth? These issues have led to gyrations in gold, conflicted by the threat of rising interest rates but seen as a safe haven when geopolitical issues escalate. We expect the Fed to remain cautious in policy setting, particularly when inflation looks to have cooled-off in the shorter-term and believe the fair value for gold is US$1260 for year end. We continue to see growing demand for commodities at a time when there is a continued lack of investment, particularly in the mining industry. We therefore see industrial metals as the most attractive commodities subsector.


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Der globale „Anleihen-Ballon“ verliert Luft, platzt aber nicht. Das wird Dollar, Pfund und Industriemetalle stärken

Die weltweite Erholung setzt sich schnell fort. Daher erscheint eine geordnete Abschwächung des Booms bei den Anleihenpreisen, der von den unkonventionellen Maßnahmen der Zentralbanken gespeist wurde, wahrscheinlicher als ein plötzliches Abreißen. So die Einschätzung von ETF Securities, einem der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Exchange Traded Products (ETPs).

Der jahrelange Kauf von Anleihen durch die Notenbanken führte zu historischen Höchstständen der Aktienpreise, beispiellos niedrigen Bond-Yields und geringer Volatilität wie noch nie. Mittlerweile schrillen bei Anlegern ob der Möglichkeit eines abrupten „Einstichs“ in die Anleihenblase jedoch die Alarmglocken. Ein solcher könnte einen gewaltigen Preissturz sowie einen plötzlichen Anstieg der Volatilität verursachen.

James Butterfill, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, glaubt allerdings, dass die Abwicklung geordneter erfolgen wird.

Er meint: „Die globalen Bond-Yields bewegen sich nahe an den niedrigsten Levels der Geschichte, wir charakterisieren das allerdings als einen Anleihen-Ballon, nicht als Anleihen-Blase. Der entscheidende Unterschied ist, was am Ende passiert: Die Zentralbanken sind sehr darum bemüht, Luft aus dem Ballon, anstatt die Blase platzen, zu lassen. Die künstlich niedrigen, durch die außergewöhnlich hohen Stimuli der Zentralbanken getriebenen Yields lassen Investoren die Untermauerung der Aktien-Rallye zu Recht in Frage stellen. All das angesichts dessen, was unserer Einschätzung nach fälschlich als Anleihen-‚Blase‘ bezeichnet wird.“

Das aktuell risikobehaftete Umfeld, in dem die Aktienmärkte Rekordhöhen erreichen, wird laut dem Experten von einem sich verbessernden wirtschaftlichen Ausblick und soliden Bewertungen unterstützt. Anleger sind allerdings nervöser als es die niedrige Volatilität suggeriert.

Butterfill: „Sogar angesichts höherer Löhne und daraus resultierender Inflation sind sich die Zentralbanken der Gefahr bewusst, die Ausschläge der Volatilität und Marktinstabilität für die Jobsituation sowie Investitionen hätten. In diesem Kontext sehen wir Möglichkeiten innerhalb einer ganzen Reihe von Asset Klassen, wie etwa Währungen, Europäische Aktien und Industriemetalle.“

ETF Securities zweiter Triannual Outlook für 2017 identifiziert Wachstumschancen für (Zitate von James Butterfill): 

  • Europäische Aktien und Technologie-Titel. „Die Einnahmen europäischer Unternehmen erschienen zuletzt matt. Zieht man die ‚ausländischen‘ Einnahmen ab, zeigt sich jedoch anhaltendes Wachstum. Wir sind weiterhin der Meinung, dass Europa über die besten Aussichten für eine Erholung der Gewinne verfügt, wobei die Bewertungen noch dazu vergleichbar attraktiv sind. Der Technologiesektor hat, trotz der relativ attraktiven Bewertungen, unter der schwachen Kursperformance gelitten. Wir glauben, dass der Ausverkauf der Technologiebranche übertrieben ist. Die veröffentlichten Ergebnisse haben die Erwartungen der Analysten überzeugend geschlagen. Sowohl Gewinn-, als auch Einnahmenwachstum sind positiv ausgefallen. Das streicht hervor, dass die Fundamental Daten intakt bleiben.“
  • US-Dollar: „Wir erwarten, dass der Greenback im zweiten Halbjahr 2017 gegen andere führende Währungen allgemein an Boden gewinnen wird. Bei geringerer Volatilität sollten wir einen japanischen Yen sehen, der sich scharf nach unten bewegt, da die Notenbank weiterhin ihre versorgende Rolle einnimmt, und Investoren außerhalb des Landes nach Rendite suchen.“
  • Pfund Sterling: „Die Unsicherheiten rund um die Brexit-Verhandlungen werden den zunehmenden Willen der Bank of England überschatten, ihre Politik gegenüber einer relativ stabilen Binnenwirtschaft zu straffen. In dem Maße, wie die Verhandlungen gewisse Klarheit zu einem konstruktiven ökonomischen Ergebnis für das Vereinigte Königreich und die EU schaffen, glauben wir an ein Aufwärtspotenzial des Sterling – speziell gegenüber dem Euro. Eine steigende Realverzinsung und niedrigere Volatilität sollten das Pfund unterstützen.“
  • Gold und Industriemetalle: „Wir nehmen an, dass die Fed mit ihren politischen Maßnahmen vorsichtig bleibt, speziell weil es so aussieht, dass sich die Inflation kurzfristig abgekühlt hat. Wir glauben außerdem, dass der Fair Value für Gold zum Jahresende 1.260 US-Dollar beträgt. Wir sehen eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen, und das in einer Zeit, in der Investitionen in diesem Bereich, insbesondere in der Bergbauindustrie, nach wie vor Mangelware sind. Deshalb betrachten wir Industriemetalle als den attraktivsten Rohstoff-Subsektor.“
  • Emerging Market-Debt, speziell Asien, Lateinamerika und die Türkei: „Emerging Markets-Bonds bleiben unserer Ansicht nach ein Muss, wenn man Investments diversifizieren und höhere Renditen einfahren will.“

ETF Securities sieht außerdem Schwächen beim Euro: „Anleger unterschätzen den Wunsch der EZB, Inflationsdruck zu erzeugen und gleichzeitig die zugrundeliegende Wirtschaft zu unterstützen.“

Die Stärke des Euro ist keine komfortable Position für die EZB, da diese die stabile Inflationsbasis bedroht. Der Kern-CPI (Consumer Price Index) befindet sich auf dem höchsten Niveau seit 2013. Die gemäßigte Rhetorik der EZB könnte der Auslöser dafür sein, dass sich die nahe am Rekord liegende Long-Futures-Positionierung schnell entspannt.

ETF Securities zweiter Triannual Outlook 2017 beleuchtet außerdem: 

  • Die Reduktion des Balance Sheets der Fed scheint begrenzten Einfluss auf die US-Renditen zu haben
  • Chinesischer Volkskongress: Wie ein starker Mann gemacht wird
  • Quanten-Computer – die Apokalypse der Cyber-Security
  • Können digitale/krypto Währungen die Geldpolitik beeinflussen?
  • Wie man in die „Low Carbon Economy“ investiert

ETF Securities – Die intelligente Alternative
Die ETF Securities Group ist ein weltweiter Vorreiter auf dem Gebiet börsengehandelter Produkte Exchange Traded Products (ETPs). Mit unseren spezialisierten Lösungen können internationale Anleger ihre Portfolios auf intelligente Weise konstruieren und diversifizieren.
Wir sind Pioniere auf dem Gebiet innovativer Investmentkonzepte und haben das weltweit erste Gold-ETP aufgelegt. Heute bieten wir eines der innovativsten Produktangebote an spezialisierten ETPs in den Bereichen Rohstoffe, Währungen, Aktien und Anleihen. Dank dieser Vorreiterrolle und unserer umfangreichen Erfahrung, die wir durch die Zusammenarbeit mit den qualifiziertesten Drittanbietern weiter vertiefen, können wir die vielversprechendsten Anlagechancen als smarte Anlagealternativen identifizieren und zugänglich machen.

Über die ETF Securities Triannual Outlook-Serie
Die Triannual Multi Asset Outlooks von ETF Securities sind eine Sammlung von Kurzbeiträgen zu Themengebieten, die unserer Meinung nach für Investoren von besonderer Relevanz sind. Im Rahmen unserer Outlooks bieten wir Expertise und Einblicke in den Bereichen FX, Aktien, Rohstoffe und Fixed Income.
Mehr über ETF Securities finden Sie unter: www.etfsecurities.com

Licht und Schatten der Entwicklung am Markt für Unternehmensanleihen seit der Euro-Einführung 1999

Ein kontinuierlich wachsender Anleihemarkt schafft eine große Auswahl an potentiellen Investments, der stetige Rückgang der Umlaufrenditen schränkt diese Vielfalt bei der Suche nach attraktiven Rendite-Risiko-Verhältnissen jedoch ein. Mit dem KFM-Scoring gelingt es trotz des schwierigen Marktumfeldes attraktive Investments für den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS zu finden!

Der Finanzkrise zum Trotz: Seit 1999 kontinuierliches Wachstum des Anleihevolumens.

Ein Blick in die Datenbank der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich offenbart eine eindeutige Entwicklung: Das Volumen der von inländischen Emittenten ausgegebenen Unternehmensanleihen steigt seit 1999 kontinuierlich bis 2014 und verbleibt seither auf einem Stand von über 300 Mrd. Euro pro Jahr.

Abbildung 1: Volumen von Schuldverschreibungen von Nicht-Finanzunternehmen (inländische Emittenten) nach Quartalen. Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Die positive Entwicklung ist nach unserer Ansicht nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückzuführen, sondern ist bedingt durch ein Zusammenwirken vieler Veränderungen. Drei Ereignisse markieren aus Autorensicht wichtige Meilensteine und sollen einen kleinen Einblick in die Vielzahl der Einflussfaktoren geben.

Eine gemeinschaftliche Währung, zunehmende Regulierung vor und nach dem Höhepunkt der Finanzkrise und die Schaffung neuer Börsensegmente – Der Wandel seit 1999.

Die Einführung des Euro als Buchgeldwährung ab dem Jahr 1999 und damit die Ablösung der seit 1978 verwendeten Transfereinheit ECU ist eines dieser Ereignisse. Beobachter gehen davon aus, dass die Euro-Einführung insbesondere im Zusammenwirken mit der seit 1993 geltenden Kapitalfreizügigkeit des EU-Binnenmarktes zu einem erhöhten Kapitalangebot und damit einer verbesserten Attraktivität des Kapitalmarktes für inländische Emittenten geführt hat. Die Finanzkrise, welche ab Herbst 2007 in Deutschland durch erste Probleme bei Banken spürbar wurde, kann als ein weiteres Schlüsselereignis betrachtet werden. 

Trotz oder - nach Ansicht einer Vielzahl von Finanzmarktteilnehmern - gerade wegen dieser Krise kam es zu einem weiteren positiven Effekt für die deutschen Anleihenmärkte. Das Zusammenwirken der verschärften Eigenkapital-Richtlinien für Banken nach Basel II ab 2007 und Basel III ab 2013 mit dem durch in die Krise verminderten Eigenkapital vieler deutscher Banken, führte zu einer Reduzierung der maximal möglichen Kreditsumme einer Bank. Dieser Effekt machte den Kapitalmarkt zu einer wichtigen weiteren Finanzierungsquelle für Unternehmen. 

Insbesondere für den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS ist ein weiteres Schlüsselereignis zu benennen, die Schaffung neuer Börsensegmente. Im Jahr 2010 hat die Börse Stuttgart mit dem Bondm ein eigenes Segment für Unternehmensanleihen mittelständischer Unternehmen geschaffen. 2011 hat dann auch die größte deutsche Börse in Frankfurt das Qualitätssegment Entry Standard im Freiverkehr für Anleihen geöffnet. Diese Veränderungen führten dazu, dass auch private Anleger Zugang zu Anleihen von mittelständischen Unternehmen erhielten. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS bietet Privatanlegern seit 2013 die Möglichkeit, über den Fonds in diese Titel zu investieren. Dies hat den Vorteil, dass Privatanleger vom speziell für mittelständische Unternehmen konzipierten Analyseverfahren KFM-Scoring profitieren.

Trotz des Anstiegs des Volumens am Anleihemarkt und der Verminderung der Umlaufrendite gibt es ausreichend Anleihen mit überdurchschnittlichen Renditen.

Die Umlaufrendite von Anleihen inländischer Emittenten stellt den Durchschnitt der Renditen auf diese Anleihen an den deutschen Börsenplätzen dar. Im Gegensatz zur Emissionsrendite (KFM-Telegramm vom 20. Juli 2017) ist die Umlaufrendite in Deutschland seit ihrem letzten Hoch im Jahr 2009 kontinuierlich fallend. Der starke Ausbruch im Jahr 2009 auf über 7,0% wird Panikreaktionen im Zuge der Finanzkrise zugeschrieben.

Abbildung 2: Umlaufrendite von Inhaberschuldverschreibungen von Unternehmen (Nicht-MFIs, inländische Emittenten) und EZB-Zins für Hauptrefinanzierungsgeschäfte nach Monaten. Quelle: Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank.

Nach Ansicht von Finanzmarktteilnehmern ist dieser sichtbare Trend ebenfalls einer Vielzahl von Effekten zuzuschreiben. Die Effekte lassen sich im Wesentlichen auf eine Ausweitung des Kapitalangebotes und die krisenbedingte Absenkung des EZB-Leitzinses zusammenfassen. Das vorhandene Kapitalangebot hat insbesondere durch die Ausweitung des privaten inländischen Geldvermögens von 3,2 Bill. Euro im Jahr 1999 auf 5,6 Bill. Euro in 2016, das Anleihekauf-Programm der EZB, die „Kapitalflucht“ von Staaten der Euro-Schuldenkrise und Nicht-Krisenstaaten und die bereits angesprochenen Veränderungen auf europäischer Ebene verändert.

Ein schwieriges Marktumfeld, in dem mit Hilfe des KFM-Scoring Anleihen mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Verhältnis identifiziert werden können.

Das Marktumfeld für den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS kennzeichnet sich demnach durch ein wachsendes Anleiheuniversum mit konstanten Emissionsrenditen aber fallenden Umlaufrenditen. Mit Hilfe des Analyseverfahrens KFM-Scoring können jedoch kontinuierlich neue Anleihen identifiziert werden, bei denen ein attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis gewährleistet ist. Dabei profitiert der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS auch davon, dass sich das KFM-Scoring nicht nur mit den bekannten Groß-Emissionen beschäftigt, sondern darüber hinaus auch die Anleihen von aufstrebenden (noch) unbekannten Emittenten in seinem Anleihe-Universum analysiert. Solche Emissionen mit einem Volumen von unter 100 Mio. Euro fallen bei den meisten institutionellen Investoren aufgrund der geringen Größe unter den Radarschirm. Dabei bringen gerade diese Emissionen den Investoren in der Regel eine attraktivere Rendite als die Groß-Emissionen. 

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Wandel-Anleihe der Beno Holding AG, die der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS mit einer Einstiegsrendite von 8,86% p.a. in das Portfolio aufgenommen hatte. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS kann trotz des schwierigen Rendite-Umfeldes sein prospektiertes Renditeziel von 3,0%-Punkten über 5-jähriger Bundesanleihen weiterhin komfortabel erfüllen.

FAZIT

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS profitiert von den Auswirkungen der BASEL III Regeln. Sie führen dazu, dass sich weitere Unternehmen mit Anleihen über den Kapitalmarkt finanzieren müssen. Nach unserer Einschätzung wird damit das Angebot in den kommenden Jahren für den Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS groß genug bleiben und sogar steigen. Neue Anleihe-Emittenten müssen zur Überwindung der Markteintrittsbarriere einen höheren Kupon anbieten. Anleger des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS profitieren von der Überrendite von sorgfältig ausgewählten Neuemissionen. Unternehmensanleihen mit kleineren Emissionsvolumina (i.d.R. unter 100 Mio. Euro) sind darüber hinaus robuster in der Kursentwicklung als große Unternehmensanleihen (Emissionsvolumen über 250 Mio. Euro) bei möglichen Zinsänderungen.

In der Rubrik FONDS TRANSPARENT berichtet Gerhard Mayer über die erfolgreiche Entwicklung des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS und die Änderungen im Portfolio seit dem letzten KFM-Telegramm.

Dieser Artikel erschien zuerst im KFM-Telegramm.

Dauerlauf? Drei Gründe, warum die Steuerung der Duration ein wichtiger Erfolgsfaktor ist

Die durchschnittliche Duration in Anleiheportfolios beeinflusst maßgeblich den Anlageerfolg. Denn entscheidend für die Rendite und das Risiko festverzinslicher Wertpapiere ist auch, wann Investoren ihr eingesetztes Kapital wieder zurückbekommen. Curtis Evans, Head of Fixed Income Investing bei Fidelity, mit drei Gründen für ein aktives Durationsmanagement.

1. Duration ist eine unterschätzte Renditequelle

Wer eine Anleihe zeichnet, verleiht Geld und bekommt dafür Zinsen. Für deren Höhe spielt das Risiko, dass der Schuldner seine Schuld später nicht begleichen kann, eine entscheidende Rolle. Meistens schauen Investoren auf die Wahrscheinlichkeit einer Pleite, anders gesagt auf die Bonität des Schuldners, um dieses Risiko abzuschätzen. Doch hängt das Risiko auch stark davon ab, wie lang das Leihgeschäft dauert. Wer sein Geld schon nach zwei Jahren wieder erhält, geht eben weniger Risiken ein als der, der es für zehn Jahre verleiht. Es ist nur logisch, dass es für das zweite Geschäft deutlich höhere Zinsen gibt. So lag nach Angaben der Bundesbank die Rendite für eine deutsche Staatsanleihe mit zehn Jahren Restlaufzeit Anfang August bei plus 0,53 Prozent, die einer zweijährigen Anleihe dagegen bei minus 0,70 Prozent (Stand: 1.8.2017). Wer also die Duration in seinem Anleiheportfolio verkürzt, verzichtet auf erhebliche Erträge. Umgekehrt bietet eine höhere Duration gerade in Zeiten niedriger Zinsniveaus eine zusätzliche Renditequelle.

2. Die Zinssensitivität von Langläufern wird überschätzt

Obwohl die Rendite darunter leidet, verkürzen derzeit auch viele professionelle Investoren die Duration in ihren Anleiheportfolios. Der Grund: Sie fürchten, dass der Kurs von Anleihen mit längeren Laufzeiten besonders stark leidet, wenn die allgemeinen Marktzinsen steigen. Richtig ist: Je länger die Anleihen laufen, je länger Investoren also mit festen Erträgen rechnen können, desto sensibler reagiert ihr Rentenportfolio auf Zinsänderungen. Schließlich stehen bei Langläufern noch viele Zinszahlungen an die Investoren aus – die bei einem allgemein steigenden Zinsniveau weniger attraktiv werden als jene Zinsen, die eine neue Anleihe bietet. Wer nun allerdings stattdessen Kurzläufer kauft, zahlt dafür den Preis deutlich geringerer und weniger planbarer Zinszahlungen. Das muss man abwägen.

Dabei hilft vor allem die Kennziffer „Modified Duration“. Sie gibt an, um wie viel Prozent der Kurs einer Anleihe sinkt, sollten die Zinsen um einen Prozentpunkt steigen. Wer diesen Wert kennt, weiß, was im Portfolio passiert, sollten die Zentralbanken hier oder anderswo die Zinsen erhöhen. Sorgen machen müssen Investoren sich auch dann aber nicht direkt. Ein Kursverlust einer Anleihe sieht zwar auf dem Papier nicht schön aus, macht aber nicht viel aus, wenn man den Titel bis zum Ende der Laufzeit behält und der Schuldner alles zurückzahlt. Dann war der Kursverlust bloß virtuell – und die Duration nur der Preis dafür, sein Geld längere Zeit nicht ohne Verlust anderswo zu höheren Zinsen anlegen zu können.

Ein weiterer Faktor kommt hinzu: Die Kurse von Anleihen schwanken in der Realität nicht immer so stark, wie es die Mathematik vorhersagt. Tatsächlich lag die rechnerische Duration – also die Zinssensitivität von Anleihen – zuletzt vielfach deutlich höher als die tatsächlich gemessene Duration an den Märkten, die immer auch von der Psychologie der Investoren und weiteren Einflussfaktoren abhängt. Auch Anleiheportfolios schwankten im Wert zuletzt signifikant geringer, als es die Berechnungen vorhersagen (siehe Grafik). Professionelle Investoren können den Unterschied zwischen der mathematischen und der empirischen Duration gezielt nutzen.

3. Durationsmanagement erhöht die Diversifikation

Der am meisten unterschätzte Beitrag einer höheren Duration auf ein Anlageportfolio: Investoren können damit die Abhängigkeit vom Aktienmarkt verringern. Kurz laufende Anleihen entwickeln sich in vielen Fällen tatsächlich recht ähnlich wie Aktien, steigen und fallen also im Takt mit den Börsen. Die Korrelation länger laufender Anleihen zum Aktienmarkt ist deutlich geringer. Wer also Rentenpapiere auch nutzen will, um sich gegen Schwankungen am Aktienmarkt abzusichern, der kann dieses Ziel mit einer höheren Duration besser erreichen.

Empirische (beobachtete) vs. mathematische Duration unterscheiden sich erheblich

Quelle: Fidelity International, Bloomberg per 09.06.2017. Die beobachtete Duration basiert auf den wöchentlichen Erträgen (Returns) der Asset Klasse während der vergangenen fünf Jahre verglichen mit den Renditeveränderungen (Yields) der 7- bis 10-jährigen Bundesanleihen – die beobachtete Duration kann sich verändern und dient nur illustrativen Zwecken. Es wurden Barclays, JP Morgan, FTSE, S&P LSTA und Credit Suisse Bond Indizes verwendet. Die Schätzungen für die Finanz CoCos basieren auf Datenreihen, die untergeordnete Finanzindizes nutzen, um eine längere Datenhistorie abzubilden. Es wurden die 7- bis 10-jährigen Staatsanleihe-Indizes verwendet.

Was misst die Modified Duration?

Die sogenannte Modified Duration ist das bekannteste Maß dafür, wie sensibel eine Anleihe auf Zinsänderungen reagiert. Anders als die Duration, die die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Anleihe in Jahren angibt, ist die Modified Duration eine Verhältniszahl, die die relative Wertschwankung einer Anleihe bei einer Zinsänderung angibt. Sie lässt sich berechnen aus der Duration dividiert durch den Zins. Eine Anleihe mit einer Duration von 6,5 Jahren und einem Zins von 4 Prozent hat damit eine Modified Duration von 6,5 / 1,04 = 6,25. Das bedeutet, dass der Kurs dieser Anleihe um ungefähr 6,25 Prozentpunkte sinken wird, wenn der Marktzins um einen Prozentpunkt steigt.

Blockchain: Eine Revolution in der Finanzwelt

Dem Thema Blockchain wird als technologische Grundlage für die virtuelle Währung Bitcoin große Aufmerksamkeit geschenkt. Diese Technologie könnte den Finanzsektor grundlegend verändern, zeigen Alexandre Mouthon, Senior Product Specialist bei Pictet Asset Management, und Sylvie Sejournet, Investmentmanagerin des Pictet-Digital.

Dank der Einführung des Euro müssen Gulden nicht mehr in Francs oder D-Mark umgetauscht werden, bevor man nach Frankreich oder Deutschland fährt. Trotz einer einheitlichen europäischen Währung gibt es heute mehr Währungen als vor zwanzig Jahren. Das liegt an den Hunderten von neuen Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin. Blockchain ist die treibende Kraft hinter diesen zunehmend beliebten digitalen Währungen. Produktspezialist Alexandre Mouthon beschreibt Blockchain als ein vertrauenswürdiges und öffentliches Kontobuch („Ledger“).

Blockchain kurz erklärt

„Im Grunde ist Blockchain ein gemeinsam genutztes Kontobuch, das jeder überprüfen kann, aber von keinem einzelnen Nutzer kontrolliert wird“, erklärt Alexandre Mouthon. „Die Teilnehmer des Blockchain-Netzwerks halten das Ledger auf dem neuesten Stand und müssen für dessen Abänderung strikte Regeln einhalten. Eine Blockchain ist eine Kette von aufeinander aufbauenden Transaktionsdaten, den sogenannten Blöcken. Jeder Block ist mit einem Zeitstempel und einem Verweis zum vorangehenden Block versehen. So ist eine nachträgliche Änderung der Daten nicht mehr möglich, ohne auch alle anderen damit verbundenen Blöcke zu ändern.“ In einem dezentralen System wie jenem der Kryptowährungen bedeutet dies, dass die Datensätze, die auf Computern von Tausenden verschiedenen Nutzern weltweit gespeichert sind, geändert werden müssen. Fälschungen oder Betrug sind bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen daher fast unmöglich.

Enormes Potenzial

Da Transaktionen schnell, effizient und ohne Betrugsrisiko abgeglichen werden können, geht das Potenzial von Blockchain weit über die Welt der Kryptowährungen hinaus.

„Blockchain geht weit über die Welt der Kryptowährungen hinaus“

Unabhängige Drittparteien wie Banken oder Notare werden nicht mehr benötigt, um Transaktionen zu protokollieren. Die spanische Bank Santander* prognostizierte, dass bis 2020 zwanzig Milliarden USD durch neue Banktechnologien eingespart werden könnten. David Yermack, Professor für Finanzen an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Leonard N. Stern School of Business) der New York University, nannte Blockchain die wichtigste Erfindung in der Finanzwelt seit Einführung der Bilanzbuchführung vor 500 Jahren.

Übergang zur digitalen Technologie

Das Beispiel Blockchain zeigt, wie drastisch neue Technologien unsere Welt verändern, und dass immer mehr Tätigkeiten digital abgewickelt werden. „Online-Zahlungen stellen derzeit weniger als 1% des Gesamtmarkts für weltweite Zahlungen im Wert von über 54 Billionen Dollar dar“, erklärt die Senior-Investmentmanagerin des Fonds Pictet-Digital, Sylvie Sejournet. „Dieser Prozentsatz dürfte in Zukunft deutlich ansteigen. Für Anleger könnte es sinnvoll sein, einen Teil ihres Portfoliovermögens in einen Fonds anzulegen, der sich ausschließlich auf Unternehmen konzentriert, die vom Übergang zur digitalen Technologie profitieren.“


* Quelle: Santander InnoVentures 2015

Alexandre Mouthon kam 2012 zu Pictet Asset Management und ist Senior Product Specialist für Themenfonds. Er ist verantwortlich für die Strategien Security, Robotic, Digital, High Dividend und Global Megatrends Selection.

Sylvie Sejournet kam 2005 zu Pictet Asset Management. Sie ist Senior Investment Managerin im Thematic Equities Team, wo sie 2008 den Digital Communication Fund lancierte. Sylvie Sejournet hat 19 Jahre Erfahrung in der Aktienanalyse und mit Anlagen im Technologie- und Mediensektor.

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 151 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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