„Multi Asset, ein Ansatz für institutionelle Portfolios!“

Im Interview mit altii spricht Adrian Daniel, der Manager des MAINFIRST - ABSOLUTE RETURN MULTI ASSET,  über einen Multi Asset Ansatz, seine langfristigen Ziele und den Investmentansansatz. Dabei spielen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, in den zu investierenden Werten durchaus eine Rolle. Der UCITS-Fond verfolgt ein asymmetrisches Chance-Risiko-Profil.

altii: Bitte beschreiben Sie uns Ihren Multi Asset Ansatz Herr Daniel. Welche Asset Klassen haben Sie auf dem Radar?

Adrian Daniel: Wir verfolgen mit dem Multi Asset Ansatz ein langfristiges Ziel von 5 % p.a. bei vertretbarem Risiko. Dafür nutzen wir aktiv die Anlageklassen Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, Fremdwährungen und bis zu 20 % Prozent Rohstoffe. Da unser Fonds insbesondere konservative, institutionelle Investoren anspricht, ist die Aktienquote auf maximal 50 Prozent und das Fremdwährungsrisiko auf 30 Prozent begrenzt.

altii: Wie sieht Ihr Investmentprozess aus und welche Philosophie verfolgen Sie mit dem Fonds?

Daniel: Im Kern des Investmentprozesses stehen strukturelle Wachstumstrends, die es uns erlauben, weniger stark dem üblichen konjunkturellen Auf und Ab ausgesetzt zu sein. Anschließend machen wir uns global auf die Suche nach Geschäftsmodellen, welche von diesen nachhaltigen Trends profitieren. Um uns diese langfristige Haltung bei den Einzeltiteln erlauben zu können, versehen wir das Portfolio mit einer taktischen Risikosteuerung, die kurzfristige Marktschwankungen abfedert.

altii: Können Sie uns anhand eines konkreten Beispiels beschreiben, wie es ein oder mehrerer Titel durch Ihren Prozess geschafft hat?

Daniel: Strukturelle Wachstumstrends, auf die wir seit längerer Zeit setzen, sind z. B. Automatisierung und Elektromobilität. Die Preise von Industrierobotern haben sich in den vergangenen Jahren auf ein Niveau ermäßigt, bei dem Unternehmen einen raschen Kostenvorteil im Vergleich zur manuellen Fertigung darstellen können. Entsprechend ist der Absatz in Stücken dynamisch gewachsen. Unsere Einzeltitelanalyse konnte insbesondere Unternehmen aus Japan wie z. B. Fanuc oder Daifuku identifizieren, welche von diesem Trend profitieren sollten. Der deutliche Zuwachs der Auftragseingänge (im Fall von Daifuku im ersten Halbjahr 2017 ein Plus von 85 %) belegte unsere Erwartungen, sodass wir die Aktien im Vorjahr in den Fonds aufgenommen haben. Innerhalb der Anleihemärkte besteht grundsätzlich ein Chance-Risiko-Profil welches konträr zum Absolute Return Konzept wirkt. Im optimalen Fall erhält der Investor eine Rendite von aktuell über unserem 5 % Anlageziel. Jedoch besteht im Extremfall wie bei allen Anlagen auch ein Totalverlustrisiko. Umso wichtiger ist aus unserer Sicht die Analyse der Bonitätsrisiken und eine hohe Konfidenz im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Cash Flows. Ein Umsetzungsbeispiel aus dem Anleihesegment mit Bezug zum Wachstumstrend der Elektromobilität stellt Valeo dar. Valeo bietet uns mit dem Auftragsbestand von über 23,6 Mrd. Euro zum Ende 2016 und einem Verschuldungsratio von unter 1x Nettoverschuldung / EBITDA eine hohe Visibilität auch im Fall eines massiven Abschwungs des Automobilzyklus auf Rückzahlung der Anleihe.

altii: Was ist für Sie wichtiger, Performance oder Volatilität?

Daniel: Die Mischung macht es, wir zielen insbesondere auf ein asymmetrisches Chance-Risiko-Profil des Fonds ab und haben dies in der Vergangenheit erreicht. So hat die Strategie historisch im Durchschnitt mehr als 6 % Wertzuwachs bei einer Volatilität von knapp über 5 % generiert.

altii: Ein Wort zu Ihren aktuellen Top-Holdings. Was zeichnet Ihre aktuellen Investments aus?

Daniel: Die Kernanlagen des Fonds bilden eine konzentrierte Auswahl attraktiver Möglichkeiten, von nachhaltigen Wachstumstrends zu profitieren. Diese Auswahl ist nicht an einen Benchmark-Index gekoppelt. Somit sind Sektoren mit strukturellem Gegenwind erst gar nicht im Portfolio berücksichtigt.

altii: Stichwort Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Sind das wichtige Themen für den Fonds?

Daniel: Auf jeden Fall, wir haben diese Themen bereits frühzeitig als bedeutend für die Zukunft erachtet. Dementsprechend konnten wir mit Investitionen in Unternehmen wie z. B. Nvidia oder Adobe Systems für unsere Anleger von dem daraus resultierten Wachstum partizipieren.

altii: Wie gehen Sie mit Risiken um. Sichern Sie z.B. Währungsrisiken ab? Wie gehen Sie mit Liquidität um?

Daniel: Für jede Einzelanlage wird fundamental bewertet, ob die dazugehörige Fremdwährung einen Mehrwert mit sich bringt. Übergeordnet begrenzen wir Währungsrisiken auf maximal 30 % des Fondsvermögens. Liquidität ist kein strategischer Bestandteil unserer Asset Allokation. Daher spielt Kassenhaltung lediglich auf taktischer Basis eine Rolle.

altii: In welchem Format kommt Ihre Strategie?

Daniel: Es handelt sich um einen UCITS Fonds, der damit aufgrund seiner hohen Diversifikation und Liquidität auch eine gute Investitionsmöglichkeit für institutionelle Investoren darstellt.

altii: Wer sind Ihre Zielinvestoren und wer ist bereits investiert?

Daniel: Das Konzept hat sich bereits seit mehr als 10 Jahren bei konservativen institutionellen Investoren wie z.B. Versorgungswerken oder Stiftungen bewährt. Folglich ist der Großteil der Anlagegelder auf Basis unserer Strategie in Spezialfonds investiert. Mit dem Publikumsfonds möchten wir dagegen insbesondere Privatanlegern eine interessante Alternative zu dem extrem schwierigen Zinsumfeld bieten.

altii: Was erwarten Sie in den nächsten 12 bzw. 24 Monaten?

Daniel: Die Börse ist keine Einbahnstraße, somit ist der positive Trends nicht unendlich fortzuschreiben. Mit dem soliden Wachstumsumfeld der globalen Wirtschaft und neuen Technologien, die strukturelle Änderungen mit sich bringen, dürften die Kapitalmärkte jedoch weitere Chancen bieten. Unsere Anlagestrategie kann diese Chancen flexibel für sich nutzen und dürfte somit auch in Zukunft eine höhere Rendite im Vergleich zu den üblichen Anleiherenditen bei einem ausgewogenen Risiko erzielen.

altii: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.


Über Adrian Daniel
Adrian Daniel ist seit 2012 Portfoliomanager bei MainFirst und Mitglied des Multi Asset Teams. Er ist der hauptverantwortliche Portfoliomanager des MainFirst Absolute Return Multi Asset und betreut institutionelle Anleger mit absoluten Ertragszielen. Schwerpunkte seiner Arbeit im Team sind die Risikosteuerung, die strategische Asset Allokation, die Beurteilung von Rohstoffen und die Titelselektion bei Aktien. Von 1996 bis 2012 war Adrian Daniel Portfoliomanager bei DB Advisors, Deutsche Bank Gruppe. Er ist Bankfachwirt, Certified European Financial Analyst (CEFA), Certified International Investment Analyst (CIIA) und besitzt zudem ein AAA Rating von Citywire.

Über MAINFIRST
MAINFIRST ASSET MANAGEMENT ist eine unabhängige europäische Multi-Boutique mit einem aktiven Managementansatz. Das Unternehmen verwaltet Publikumsfonds und individuelle Spezialmandate und konzentriert sich mit seinem Multi-Boutique-Ansatz auf Investmentstrategien in ausgewählten Asset-Klassen, nämlich Equities, Fixed Income und Multi Asset. Erfahrene Portfoliomanagementteams entwickeln Strategien mit hohem Active Share und individuellen Investmentprozessen. Das Unternehmen verbindet somit die Expertise und Flexibilität fokussierter Investmentteams mit den Stärken und klar definierten Prozessen einer breit aufgestellten internationalen Plattform. MainFirst Asset Management ist Teil der MainFirst Gruppe, welche mit etwa 200 Mitarbeitern an den Standorten Frankfurt, London, Luxemburg, Mailand, München, New York, Paris und Zürich tätig ist. Nähere Informationen (inklusive rechtlicher Hinweise) finden Sie unter www.mainfirst.com.

Kontakt
Marcus Perschke
Head of Wholesale Business Development Germany
MainFirst Affiliated Fund Managers (Deutschland) GmbH
Kennedyallee 76
D-60596 Frankfurt am Main

www.mainfirst.com
fonds@mainfirst.com
+49 69 78808 144

„Global Equities gehören in institutionelle Portfolios!“

 Im Interview mit altii spricht Frank Schwarz, der Manager des MAINFIRST - GLOBAL EQUITIES FUND, über seine Asset Allokation, den Invetmentprozess und wo er überall international investiert ist. Der UCITS-Fonds ist auf Wachstum ausgerichtet.

altii: Global Equities ist ein weites Mandat. Was bedeutet das für Ihren Fonds?

Frank Schwarz: Wir investieren weltweit in Wachstumsaktien, die im Durchschnitt mehr als 20 % Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen. Die Aktien im Fonds folgen mittelfristig dieser Entwicklung. Seit Auflage des Fonds vor 5 Jahren hat der Anleger 19 % netto verdient. altii: Wieviele Positionen halten Sie üblicherweise im Portfolio und in welchem Zeithorizont sind Sie eher unterwegs? Bitte beschreiben Sie Ihren Investitionsprozess. Schwarz: Es handelt sich um ein konzentriertes Portfolio mit 40 bis 50 Aktien. Unsere Grundüberlegung ist folgende: Was werden die größten Firmen nach Marktkapitalisierung im Jahr 2025 sein? Wir denken, dass dies Alibaba vor Tencent und Amazon sein wird. Daher investieren wir in diese Firmen plus in Werte, die in diesem Zeitraum in der Rangliste am stärksten aufsteigen werden.

altii: Haben Sie eine Sektorkonzentration oder sind Sie offen für alle Sektoren?

Schwarz: Der Fonds investiert in Themen mit langfristig strukturellem Wachstum. Daher bilden Technologie, Konsum, Industrie und Gesundheit, exklusive Pharma, den Schwerpunkt. Wir halten keine Positionen in Banken, Versicherungen, Versorger, Öl und Telekommunikation. altii: Was sind die wichtigsten Länder für Sie und schauen Sie eher kleine oder große Unternehmen an? Schwarz: Etwa je ein Drittel ist in Asien, Amerika und Europa investiert. Große Unternehmen bilden 90 % des Fondsvolumens, 10 % sind in kleinere Werte in Europa investiert. Hier ist die regionale Nähe von Vorteil, während dies bei den großen Firmen keine Rolle spielt.

altii: Wie gehen Sie mit Risiken um? Sichern Sie z.B. Währungsrisiken ab? Wie gehen Sie mit Liquidität um?

Schwarz: Um die Kursrückgänge in einem Bärenmarkt abzufedern, benutzen wir technische Indikatoren. Werden diese negativ, reduzieren wir das Aktien Exposure durch den Verkauf von Aktienindex Futures.

altii: Wie wichtig sind Benchmarks für Sie? Schwarz: Benchmarks spielen bei unserer Titelauswahl keine Rolle. altii: In welchem Format kommt Ihre Strategie?

Schwarz: Es handelt sich um einen UCITS Fonds, der damit aufgrund seiner hohen Diversifikation und Liquidität auch eine gute Investitionsmöglichkeit für institutionelle Investoren darstellt.

altii: Sie haben aktuell über €200 Mio. AuM. Wo sehen Sie Ihre Wachstumskapazitäten und wer sind Ihre Zielinvestoren? Wer ist bereits investiert?

Schwarz: Da wir überwiegend in große liquide Firmen investieren, gibt es keine Begrenzung. Auf Einjahressicht sind wir bei den globalen Fonds auf Platz 1, auf Dreijahressicht auf Platz 2. Von daher erhoffen wir uns weitere Zuflüsse.

altii: Was erwarten Sie in den nächsten 12 bzw. 24 Monaten?

Schwarz: Wir erwarten, dass sich der Fonds langfristig parallel zu den Wachstumsraten der Unternehmen entwickelt. 20 % Wachstum bei Umsatz und Gewinn sollten zu 20 % Wertzuwachs p.a. im Fonds führen. Seit Auflage des Fonds vor 5 Jahren konnten sich die Anleger über einen Ertrag von 19 % p.a. freuen.

altii: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.


Über Frank Schwarz
Frank Schwarz ist seit 2012 Portfoliomanager bei MainFirst. Das von ihm geleitete Multi Asset Team verwaltet zwei Publikumsfonds, den MainFirst Global Equities Fund und den MainFirst Absolute Return Multi Asset, sowie diverse Spezialfonds. Er ist der hauptverantwortliche Portfoliomanager für den MainFirst Global Equities Fund. Schwerpunkte seiner Arbeit im Team sind die Identifikation von strukturellen Wachstumstrends und der zugehörigen Titelselektion von Aktien sowie die strategische Asset-Allokation. Von 1992 bis 2012 war Frank Schwarz Portfoliomanager bei DB Advisors, Deutsche Bank Gruppe. Frank Schwarz besitzt ein AAA Rating von Citywire.

Über MAINFIRST
MAINFIRST ASSET MANAGEMENT ist eine unabhängige europäische Multi-Boutique mit einem aktiven Managementansatz. Das Unternehmen verwaltet Publikumsfonds und individuelle Spezialmandate und konzentriert sich mit seinem Multi-Boutique-Ansatz auf Investmentstrategien in ausgewählten Asset-Klassen, nämlich Equities, Fixed Income und Multi Asset. Erfahrene Portfoliomanagementteams entwickeln Strategien mit hohem Active Share und individuellen Investmentprozessen. Das Unternehmen verbindet somit die Expertise und Flexibilität fokussierter Investmentteams mit den Stärken und klar definierten Prozessen einer breit aufgestellten internationalen Plattform. MainFirst Asset Management ist Teil der MainFirst Gruppe, welche mit etwa 200 Mitarbeitern an den Standorten Frankfurt, London, Luxemburg, Mailand, München, New York, Paris und Zürich tätig ist. Nähere Informationen (inklusive rechtlicher Hinweise) finden Sie unter www.mainfirst.com.

Kontakt
Marcus Perschke
Head of Wholesale Business Development Germany
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D-60596 Frankfurt am Main

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Alternative Anlagen mit dem antizyklischen Rohstoffmodell

Anleger suchen nach Alternativen zu Aktien und Anleihen, da diese traditionellen Anlageklassen historische Höchststände erreichen, was Sorgen über eine mögliche Korrektur aufkommen lässt. Rohstoffe weisen in der Regel eine niedrige Korrelation mit Aktien und Anleihen auf und spielen bei der Risikodiversifizierung von Multi-Asset-Portfolios eine wesentliche Rolle, so Edith Southammakosane, Multi-Asset Strategist bei ETF Securities. Unsere antizyklische Strategie bietet ein Rohstoffexposure bei gleichzeitig höheren Erträgen und niedrigerer Volatilität, wodurch die Sharpe- Ratio von -0,03 auf 0,23 erhöht wird.

Dieser Beitrag ist Teil von ETF Securities' Ausblick 2018. Hier geht es zum vollständigen Ausblick "Disruptive Faktoren gehören 2018 zum Mainstream".

Die wichtigsten Aktienbenchmarks haben in den vergangenen beiden Jahren eine Rally verbucht und jeden Monat neue Rekordhochs erreicht. Skeptische Marktteilnehmer stellen die Fundamentaldaten hinter dieser Rally in Frage und sind zunehmend davon überzeugt, dass die Blase bald platzt. Analysten und Portfoliomanager besinnen sich wieder auf die Grundlagen der Titelauswahl, um jene Papiere mit dem größten Potenzial ausfindig zu machen. Dasselbe gilt für Anleihen, da die Zentralbanken entweder ihre Geldpolitik bereits straffen oder dies bald tun werden. Dadurch sehen sich Anleger gezwungen, nach alternativen Lösungen zur Steigerung der Portfolioperformance Ausschau zu halten.

Das alte und neue antizyklische Modell

Anfang des letzten Jahres veröffentlichten wir zwei Beiträge, in denen das Konzept einer Rohstoffstrategie behandelt wurde, welche sich auf Fundamentaldaten und technische Indikatoren stützt, die unseres Erachtens den größten Einfluss auf die Preise nehmen: Bestände, Positionierung, Rollrendite und Dynamik.

Liegt der Preis oberhalb des gleitenden 200-Tage- Durchschnitts, sind die Bestände rückläufig, nimmt die nicht- kommerzielle Netto-Positionierung zu oder befindet sich die Futures-Kurve (am kurzen Ende) in einer Backwardation, so lässt dies traditionell auf weiteres Aufwärtspotenzial der Rohstoffpreise schließen.

Dagegen gründet sich unsere Rohstoffstrategie auf der entgegengesetzten Interpretation dieser Indikatoren. Weisen alle vier Indikatoren auf eine deutlich positive oder negative Entwicklung für einen Rohstoff hin, so signalisieren die abgeglichenen Indikatoren unseres Erachtens einen Wendepunkt, an dem die Preisentwicklung auf kurze Sicht drehen dürfte. Wir nennen diese Strategie das antizyklische Modell.

Dieses Jahr haben wir Anpassungen am Modell vorgenommen, um es investierbar zu machen. In den früheren Publikationen waren die Portfoliokomponenten gleich gewichtet, während wir das Modell diesmal auf ein Portfolio angewandt haben, das sich anhand der Gewichtungen unserer Benchmark, dem Bloomberg Commodity Index, zusammensetzt. Diese haben wir anhand etwaiger neuer Signale aus dem Modell angepasst. Darüber hinaus wurden drei der vier in unserer ursprünglichen Version des antizyklischen Modells verwendeten Kennzahlen verbessert, um Wendepunkte besser vorhersagen zu können.

  • Die Änderung der Netto-Positionierung wird nun anhand ihres gleitenden 3-Monatsdurchschnitts gemessen.
  • Die Rollrendite wird ebenfalls anhand ihres gleitenden 3- Monatsdurchschnitts gemessen.
  • Der Momentum-Indikator ergibt sich aus dem Durchschnittspreis der letzten zwei Wochen verglichen mit dem gleitenden 200-Tagesdurchschnitt und dem Rohstoffertrag der letzten sechs Monate.
  • Die Veränderung der Bestände wird wie zuvor bestimmt.

Wir berücksichtigen zudem eine Verzögerung bei den Daten zur Positionierung und den Beständen, um bei der Aktualisierung des Modells die Veröffentlichungstermine der Daten mit einzukalkulieren.

Die nachstehende Tabelle macht deutlich, dass das antizyklische Modell den Bloomberg Commodity Index um 2,4 Prozent pro Jahr hinter sich ließ. Die Volatilität ist beinahe um die Hälfte gesunken, wodurch sich eine Verbesserung der Sharpe-Ratio von -0,03 auf 0,23 ergibt.

Das ETFS Commodity Long/Short Contrarian Portfolio geht je nach den vom Modell ausgegebenen Signalen ein Long- oder Short-Engagement bei den 25 Teilindizes des Bloomberg Commodity Index ein. Fallen alle vier oben erwähnten Signale negativ aus, geht das Portfolio eine Long-Position, im umgekehrten Fall (Signale fallen positiv aus) eine Short- Position bei diesem Rohstoff ein. Die Komponenten werden am Ende jedes Quartals für das Folgequartal neu bewertet.

Andere Long/Short-Rohstoffstrategien

Die Aufnahme von Short-Engagements in ein Portfolio verringert in der Regel dessen Ertragspotenzial, aber auch in stärkerem Maße die Volatilität, wodurch die Sharpe-Ratio gesteigert wird.

Wir vergleichen die Performance des ETFS Commodity Long/Short Contrarian Portfolios mit zwei weiteren Long/Short-Rohstoffindizes: dem Barclays Backwardation Long/Short Index und dem MLM Commodity Long/Short Index. Diese stehen für Anlagen zur Verfügung, legen ihre Indexmethodik aber nicht offen.

Mit Ausnahme des Barclays Backwardation Long/Short Index beläuft sich der durchschnittliche Ertrag von Long/Short-Rohstoffindizes seit 1999 auf beinahe 3,4 Prozent jährlich. Die beeindruckende Wertentwicklung des Barclays Index geht auf die Rally im Vorfeld der großen Finanzkrise zurück, in deren Rahmen der Index davon profitierte, dass sich viele Rohstoffe in einer Backwardation befanden. Durch ein Long-Engagement bei diesen, eine Backwardation aufweisenden Rohstoffen und ein Short-Engagement bei einem Rohstoffindex als Beta- Absicherung partizipiert der Barclays Index am Alpha von Rohstoffen, die sich in einer Backwardation befinden.

Basieren wir die Grafik allerdings auf den Beginn der Rohstoff- Baisse im Januar 2010 um, wird deutlich, dass sich der Barclays Index ähnlich entwickelt hat wie das ETFS Commodity Long/Short Contrarian Portfolio, da die meisten Rohstoffe während der Abschwungphase nach 2010 ein Contango aufwiesen.

Die oben dargestellte Tabelle zeigt die Performance der Rohstoffindizes seit Januar 2010 sowie während der Abschwungphase der Anlageklasse auf. Das ETFS Commodity Long/Short Contrarian Portfolio weist nach wie vor die niedrigste Volatilität auf. Es bietet besseren Schutz vor Abwärtsrisiken und erholt sich zudem schneller auf den früheren Höchststand.

Eine Alternative zu Aktien und Anleihen?

In diesem letzten Abschnitt beleuchten wir die Frage, ob das Commodity Long/Short Contrarian Portfolio als alternative Anlage zu traditionellen Aktien- und Anleihenindizes – zwei Anlageklassen, die ihren Zenit erreicht zu haben scheinen – erachtet werden kann.

Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich ist, weist das Commodity Long/Short Contrarian Portfolio zwar eine höhere Volatilität auf als der Anleihenindex. Im Vergleich zum Aktienindex unterliegt es aber gerade mal halb so starken Schwankungen. Dagegen verzeichnet das Portfolio seit 1999 einen geringeren, wenn auch stabilen Ertrag. Somit liegt die Sharpe-Ratio des Portfolios mit 0,23 zwischen der des Anleihen- (0,47) und der des Aktienindex (0,16).

Sollte es an den Aktienmärkten wie während der großen Finanzkrise 2009 zu einem Crash kommen und sollten Anleihen aufgrund der steigenden Zinsen nachgeben, dürften Anleger mit Engagements bei alternativen Anlagen wie Rohstoffen unseres Erachtens besser fahren. Eine Long/Short- Rohstoffstrategie bietet das von den Anlegern gewünschte Alpha, ohne die höhere Volatilität einer Anlage in einen breiten Rohstoffindex. Das ETFS Commodity Long/Short Contrarian Portfolio ist die einzige Strategie, die seit 1999 ein stabiles Wachstum aufweist.


Wir stehen nun an einem Wendepunkt einer neuen Rohstoffgeneration, die geprägt ist von ineinandergreifenden Technologien in den Bereichen Energieeffizienz, Automation und Klimawandel, welche für die Rohstoffnachfrage entscheidend sein dürften. Im Ausblick für 2018 beleuchtet ETF Securities eine ganze Reihe disruptiver Marktfaktoren, angefangen bei Rohstoffen über Bitcoin und Green Bonds bis hin zur Zentralbankpolitik.

Hier geht es zum vollständigen Ausblick "Disruptive Faktoren gehören 2018 zum Mainstream".

Mehrwert durch „ESG Momentum“

Der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum zielt auf Unternehmen mit einer positiven Veränderung des ESG Scores ab. Die Kombination der Momentum-Strategie und der fundamentalen Qualität der Unternehmen ist aus Risikogesichtspunkten äußerst interessant. Im altii Interview erklärt Michael Huber, Senior Fondsmanager - Nachhaltige Investments bei Raiffeisen Capital Management, den Mehrwert einer positiven Veränderung des ESG Scores.

altii: Herr Huber, Nachhaltigkeit ist ein weiter Begriff. Bitte definieren Sie Ihren Ansatz.

Michael Huber: Wenn wir über nachhaltiges Investment sprechen, dann sehen wir in der Berücksichtigung extra-finanzieller Faktoren die Möglichkeit, aktives Risikomanagement über den traditionellen Bereich hinaus umzusetzen. Unser Ansatz ermöglicht zum einen die Widerspiegelung des Themas „Verantwortung“ im Fondsmanagement, zum anderen wird der Notwendigkeit der „Zukunftsfähigkeit“ – unter Berücksichtigung verschiedenster langfristiger und ESG-konformer und in diesem Sinn doppelt nachhaltiger Faktoren – Rechnung getragen. Der Nachhaltigkeitsansatz von Raiffeisen Capital Management verbindet auf vier Analyseebenen ESG-Analyse und finanzielle Analyse. Nach einer Überprüfung des Investmentuniversums nach Ausschlusskriterien sowie der Bilanzqualität findet eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Unternehmen oder Emittenten statt. Dabei werden auf der Nachhaltigkeitsebene neben einer Stakeholder-Bewertung zusätzlich ESG-Risikobewertungen und eigene Research-Inputs zum proprietären „Raiffeisen ESG Score“, der gleichzeitig eines unserer wesentlichsten Alleinstellungsmerkmale darstellt, zusammengefügt. Auf der dritten Ebene kommt das innovative Konzept „ESG Momentum“ zu tragen. Dabei wird die Nachhaltigkeitsentwicklung der Unternehmen in den vergangenen Jahren überprüft. Die Basis dieser Berechnung ist der bereits genannte „Raiffeisen-ESG-Score“. Der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum zielt auf Unternehmen mit einer positiven Veränderung des ESG Scores ab. Auf der vierten Ebene schließlich wird ein diversifiziertes Portfolio konstruiert, dessen positive Wirkung – also dessen „Impact“ – auch gut messbar ist. Bei den ausgewählten Unternehmen steht natürlich auch die finanzielle Qualität der Unternehmen im Fokus.

altii: Wie spiegelt sich das in Ihrem Fonds wider?

Huber: Der nachhaltige Momentum-Ansatz unseres Hauses basiert auf der Annahme, dass eine Verbesserung der Nachhaltigkeit im Unternehmen, also ein positives „ESG Momentum“, zu einer finanziellen Outperformance in der Zukunft führt. Das Portfolio ist mit 50 Titeln konzentriert aufgestellt und auf europäische Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 250 Mio. Euro und 25 Mrd. Euro fokussiert. 2017 konnte die Strategie mit 19,76 % sowohl den europäischen Mid Cap-Markt (14,91 %) als auch den breiten europäischen Markt (10,70 %) deutlich ausbremsen. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen allerdings keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

Nicht nur die finanzielle Performance überzeugt, auch was den „Impact“ betrifft, sind die Zahlen beeindruckend. Betrachtet man den Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum und seine „Wirkung“, so stoßen die dort investierten Unternehmen im Vergleich zum Gesamtmarkt 68 % weniger CO2-Emissionen aus. Ein ebenfalls deutlich positives Bild ergibt sich für zwei andere Umweltdimensionen, Abfallmenge und Wasserverbrauch. Hier liegen die Verbesserungen bei 96 % respektive 91%. Was die soziale Dimension betrifft, so liegt die Rate an Arbeitsunfällen bei Unternehmen im genannten Fonds um 24 % unter dem Wert durchschnittlicher Unternehmen.

altii: Wodurch zeichnet sich Ihre Anlagestrategie aus?

Huber: Die Kombination aus der Momentum-Strategie und der fundamentalen Qualität der Unternehmen ist aus Risikogesichtspunkten äußerst interessant. Zudem werden Unternehmen mit einer bewussten Veränderung in diversen Nachhaltigkeitsagenden mit einem langfristigen Investment in die jeweiligen Unternehmen „belohnt“.

altii: Was kostet Nachhaltigkeit?

Huber: Viele Investoren fragen sich, ob auf Basis nicht-finanzieller Faktoren wirtschaftlicher Ertrag erzielt werden kann, wenn es in der Portfolioauswahl entsprechende Einschränkungen gibt. Ganz generell gesprochen erklärt sich die Idee einer finanziellen Sinnhaftigkeit der nachhaltigen Investments folgendermaßen: Die Berücksichtigung von sogenannten extra-finanziellen Informationen  - also umweltbezogenen, sozialen und Governance-Faktoren – führt zu einer erweiterten Grundlage für die Analysen von Unternehmen und Emittenten gegenüber traditionellen Investments. Weiters bringt die dargestellte Integration von ESG-Faktoren in das Datenset eine breitere Basis für die Auswahlentscheidung und eine erweiterte Risikodefinition. Denn die Berücksichtigung von ökologischen, Stakeholder-relevanten und Governance-Risiken ist ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Investmentprozesses und wertet das Risikoprofil der Portfolios auf. Dies wiederum führt zu einem positiven Einfluss auf den Ertrag. Denn über die langfristige Perspektive und das Investment in die nachhaltig sehr gut aufgestellte Unternehmen und Emittenten sind meist stabilere, im Vergleich zu traditionellen Portfolios zumindest gleichwertige Erträge mit geringeren Schwankungsbreiten möglich. 

Mit unserer innovativen Momentum-Strategie konnten wir seit Auflage in einem Mandat einen Mehr-Ertrag von über 3,5 % p.a. gegenüber dem relevanten Markt erzielen. Wobei Wertentwicklungen der Vergangenheit keine Rückschlüsse auf die künftige Performance eines Investments zulassen. 

Fazit: Der Preis der Nachhaltigkeit in unserem Fonds ist nicht wie bei anderen Produkten - wie zum Beispiel bei einem biologisch produzierten Konsumprodukt - teurer. Der Investor bekommt eine „doppelte Dividende“: durch die mögliche finanzielle Performance auf der einen Seite und die positive Wirkung auf  Umwelt- und Gesellschaft auf der anderen Seite.

altii:  Können Sie uns bitte ein Beispiel geben für ein Investment, das Ihre Kriterien erfüllt hat?

Huber: Ein positives Beispiel für eine gelungene Implementierung von Nachhaltigkeitsagenden ist der niederländische Biolebensmittelerzeuger Wessanen. Das Unternehmen hat sich vor Jahren entschlossen, sich auf die Produktion von gesünderen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln zu konzentrieren. Das Unternehmen konnte dadurch gegenüber traditionellen Lebensmittelproduzenten durch deutlich höheres Wachstum überzeugen, was sich auch beeindruckend im Preis der Aktie widerspiegelt und die großen Nahrungsmittelkonzerne weit hinter sich lässt.

altii: In welchem Format kommt die Strategie?

Huber: Im November 2016 wurde ein UCITS-konformer Publikumsfonds für die ESG-Momentum Strategie aufgelegt. Mit dem Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum können sowohl Retail- als auch institutionelle Kunden aus Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, der Schweiz und Österreich in die Strategie investieren.

altii: Trotz UCITS wie sieht es mit der Liquidität und anderen Risiken aus?

Huber: Die Liquidität der Unternehmen muss wie in jedem anderen Fonds natürlich auch berücksichtigt werden. Dennoch gilt gerade bei einem Fokus auf Small- und Mid Caps, dass die Flexibilität bei einem Fonds mit geringerem Volumen wesentlich höher ist als bei einem Milliarden-Fonds.  Durch die Berücksichtigung von finanziellen als auch nachhaltigen Kriterien wird dem Risikomanagement schon in der Titelselektion hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Durch die Ausschlusskriterien verzichten wir nicht auf Unternehmen, sondern wir reduzieren das Risiko von hohen Strafzahlungen aufgrund von Verstößen oder Umweltkatastrophen.

altii: Wer sind denn Ihre Investoren und wer sollte den Fonds erwerben?

Huber: Das Produkt eignet sich als Beimischung in Dachfonds für jeden institutionellen Kunden, der durch aktiv gemanagte Produkte zusätzliches Alpha generieren möchte. In einer Welt die mittlerweile von Exchange Traded Funds und Index-nahen Produkten beherrscht wird, eigenen sich solche Strategien zur Risiko-Ertragssteuerung. Zum Kundenkreis zählen sowohl Pensions- und Vorsorgekassen also auch klassische Vermögensverwalter mit langfristigem Anlagehorizont.

altii: Was erwarten Sie für die nächsten 12-24 Monate bzgl. der Märkte und Ihres Fonds?

Huber: Wir beschäftigen uns vorwiegend mit der Qualität der Unternehmen und sind so vor einer möglichen Korrektur besser gerüstet, da diese Unternehmen in der Regel besser durch Krisen kommen. Das Umfeld in Europa kann aus heutiger Sicht wohl als stabil bezeichnet werden. Sowohl bei den von der Finanzkrise gebeutelten südeuropäischen Staaten als auch in Osteuropa lichteten sich die dunklen Wolken und das Wachstum kehrt zurück. Davon dürfte die gesamte Euro-Zone profitieren. Aus meiner Sicht sind der Brexit und das Vorgehen der Europäischen Zentralbank in Bezug auf die Zinspolitik und damit die Entwicklung des Euros die großen Unsicherheitsfaktoren.


Kontakt
Oliver Müller
+49 162 2038 883
oliver.mueller@rcm.at
Senior Institutional Sales Manager
Raiffeisen Kapitalanlageges. mbH
Niederlassung Deutschland
Wiesenhüttenplatz 26 • 60329 Frankfurt am Main


Über Michael Huber

Michael Huber ist seit 2010 bei Raiffeisen Capital Management tätig. Bis Juni 2013 war er Fondsanalyst und Portfoliomanager in der Tochtergesellschaft Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank AG mit Strategie-Schwerpunkt Analyse und Selektion von Nachhaltigkeitsfonds. Weiters war er für das Management von Dachfonds verantwortlich.
Seit November 2013 ist Michael Huber im Bereich Sustainable and Responsible Investments als Fondsmanager tätig. Er ist verantwortlich für die SRI Analyse und die Ideengenerierung sowie das Management von nachhaltigen Aktienfonds.
Michael Huber hat einen Studienabschluss in Betriebswirtschaft der Wirtschaftsuniversität Wien mit Schwerpunkt Investmentbanking und Unternehmensführung.

Über Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H.
Raiffeisen Capital Management ist mit einem Marktanteil von rund 17,5 % (per Ende Dezember 2017) einer der führenden österreichischen Asset Manager. Das Unternehmen mit Sitz in Wien hält per Ende Dezember 2017 33 Mrd. Euro Assets under Management, wovon ein überwiegender Teil auf institutionelle Kunden entfällt.
Raiffeisen Capital Management verfügt über klar definierte Kernkompetenzen, in denen das hauseigene Fondsmanagement in vielen Jahren besonderes Know-how erworben hat In diesen Bereich fallen Anleihefonds – sowohl klassische Produkte, wie Euro- und internationale Staatsanleihen als auch Fonds mit europäischen Hochzins- oder Unternehmensanleihen bzw. auf Osteuropa-Anleihen spezialisierte Fonds. Eine wichtige Kernkompetenz stellt außerdem der Bereich Multi Asset Strategien dar. Auf der Aktienseite ist Raiffeisen Capital Management nicht nur ein international anerkannter Spezialist für Emerging Markets, sondern auch für die Aktienmärkte Europas.

Raiffeisen Capital Management setzt auf nachhaltige Fondsqualität
Seit 2013 widmet sich Raiffeisen Capital Management sehr intensiv mit nachhaltigen Geldanlagen und hat diese inzwischen klar zu einer Kernkompetenz erklärt. In der Abteilung „nachhaltige Investments“ beschäftigt sich ein eigenes Fondsmanagement-Team rund um den Nachhaltigkeitsexperten Wolfgang Pinner speziell mit der Verwaltung nachhaltiger Investmentfonds. Raiffeisen Capital Management ist Unterzeichner der UN-PRI (United Nations-supported Principles for Responsible Investment). Diese Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment sind Kern einer freiwilligen Selbstverpflichtung von Asset Managern, Asset Ownern und Service Providern. Mit der Unterzeichnung garantiert Raiffeisen Capital Management seinen Anlegern die Berücksichtigung dieser Grundsätze. Seit mehreren Jahren hat sich das Unternehmen aus dem in der öffentlichen Diskussion sehr umstrittenen Geschäft mit Agrarrohstoffen zurückgezogen. Und schließt auch „kontroverse Waffen“ aus seinem Investmentuniversum aus. Auch ein sukzessiver Rückzug aus Kohleinvestment ist im Herbst 2016 eingeleitet worden. Nachhaltiges Investieren bietet nicht nur Großanlegern die Möglichkeit der Einflussnahme auf verantwortliches Handeln der einzelnen Unternehmen, auch Kleinanleger haben mittlerweile eine gediegene Auswahl an nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten. Sie können sich so entsprechend ihrer Risikoneigung für verantwortliches Anlegen in unterschiedlich ausgestalteten Fondsprodukten entscheiden. Zu beachten gilt, dass „nachhaltig“ investieren nicht nur so deklariert wird, sondern es auch ist: nämlich im Sinne von sozial, ökologisch und ethisch. Die Nachhaltigkeits-Produktlinie von Raiffeisen Capital Management umfasst mittlerweile sieben Publikumsfonds unterschiedlicher Risikostufen. Ein Großteil davon ist mit renommierten Gütesiegeln ausgezeichnet.

Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Der veröffentlichte Prospekt sowie das Kundeninformationsdokument (Wesentlichen Anlegerinformationen) des Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum stehen unter www.rcm.at in deutscher und gegebenenfalls auch in englischer oder Ihrer Landessprache zur Verfügung. 

Der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum weist eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können.

How investors can profit from urbanisation

Europe’s renewed urbanisation and accompanying infrastructure upgrades provide interesting opportunities for real estate investors, says Oliver Kummerfeldt, European Real Estate Analyst at Schroders.

When we think about urbanisation, we often conjure images of newly constructed skyscrapers in Asia or rapidly-growing cities in South America or Africa. Indeed, the proportion of the world’s population living in towns and cities is forecast to increase from just over half today to two thirds by 2050 (source United Nations).

Most of this urbanisation is occurring in Africa and Asia, as people raise their living standards by moving from subsistence agriculture to paid employment in manufacturing and services in city locations.

The current process of renewed urbanisation in Europe is an exciting phenomenon which will impact us all and which sits at the heart of our investment philosophy to focus on “winning cities”.  

Urban renaissance

While Europe’s cities have experienced phases of rapid urbanisation since the industrial revolution in the 18th & 19th centuries, the 70s and 80s saw many people leaving cities to escape congestion, pollution and crime. In recent years, this trend has reversed. The “spatial segregation” of "work, life and play" that prevailed in the 70s and 80s is reversing fast.

Increasing numbers are keen to live in central locations where work, life and play coexist. The UN is estimating that urbanisation in Europe will rise from c. 80% now to c. 87% by 2050. While 7% might not sound much, this represents another 35 million people; four additional cities the size of London.

This creates a huge amount of demand for real estate, and opportunities for investors to develop, reposition or refurbish assets - or adapt their current use - in exciting growth locations. 

However, the population shift to cities also presents a challenge. Development land is scarce in central locations. Providing additional commercial space, homes, schools, hospitals and transport infrastructure is complex and costly. A number of cities in Europe are responding positively to this, providing real opportunities for real estate investors that are able to identify the winning locations.

New lease of life

A major part of urban restructuring has involved former industrial zones, docks and ship yards.

Whilst London Docklands might be one of the earliest examples of this, a number of Nordic cities have witnessed a similar process. Examples include Fjord City in Oslo, the Osterport/Nordhavn area in Copenhagen, the Kalasatama and Western Harbour in Helsinki, the Royal Sea Port in Stockholm and River City in Gothenburg.

The re-use of these areas to create new, mixed-use urban areas fulfils an important role for these cities, not least as some have amongst the fastest growing populations in Europe. Other examples further south include Hamburg’s HafenCity, Rotterdam’s Kop van Zuid, Amsterdam’s IJ-oevers or Marseille’s Euroméditerranée.

What all of these examples have in common are attractive waterfront locations in central locations. Each offers the potential to create areas with a good quality of life and a range of uses, including offices, retail, residential, leisure and public services.

These inner city areas are of particular importance as many governments have taken a tough stance on greenfield developments on the edge of cities. The European Environment Agency has seen cities expanding by 78% in area in the last 50 years, whereas the population has grown by only 33%. Modern policies are hence focused on increasing densities.

Gentrification is a key feature of such regeneration. Former working-class neighbourhoods are being transformed into more affluent areas. Berlin’s Kreuzberg, Prenzlauer Berg or Friedrichshain areas or London’s Bermondsey, Shoreditch or Bethnal Green are amongst the most prominent examples.

“A great city is not to be confounded with a populous one.” 

Of course, urbanisation also puts pressure on infrastructure. As a result, Europe’s cities are seeing a wave of investment into transport infrastructure; both new and existing. Traffic congestion and pollution has a measurable, negative impact on economic growth and well-being. Sustainable and smart mobility is hence a key element of managing further growth.

The majority of infrastructure projects underway principally revolve around increasing mass public transport, predominantly by rail. The largest project by far is the “Grand Paris” project in Greater Paris / Ile-de-France. This will be developed in phases, and upon completion in 2030 will provide over 200km of new track and almost 70 new stations.

The key objective of the project is to connect the various neighbourhoods around Paris directly by rail, ease congestion and better connect central Paris and the suburbs. Real estate investors - including ourselves - are responding to this by investing around the new transport hubs and those areas with greatest growth potential.

No less ambitious is London’s Crossrail, which – in contrast to some other projects – is on track in terms of timing and budget. The new line will run from as far west as Reading to Shenfield in the east and will provide c. 10% additional capacity to public transport in London.

The new North-South metro line in Amsterdam will also have a transformational effect. The areas on the northern bank of the Ij-river at the moment depend very much on ferries and the road tunnels. It is little short of an engineering masterpiece considering the challenges of constructing anything underground in soil conditions such as those found in Amsterdam. The new line will connect the “Station Zuid” at the centre of Amsterdam’s “Zuidas” central business district via the city centre with the northern bank.

The western extension of the Helsinki metro is scheduled for autumn this year. This will provide improved access to the city centre for affluent western suburbs as well as improving access to Aalto University and the Keilaniemi neighbourhood; a popular office submarket with technology and engineering companies. The planners are not stopping there. Having successfully completed rail access to Vantaa airport in 2015 (the “Ring Line”), there are now plans for further light-rail services (“Jokeriline”) and extensions to the tram network as well as a potential rail loop under the city centre.

Elsewhere, cities like Brussels, Barcelona, Stockholm and Copenhagen are also extending their existing metro networks. In Luxembourg, a new tram will hopefully ease road congestion by commuters travelling from the suburbs and neighbouring Germany, France and Belgium by car.

Stay selective

Understanding the changes to Europe’s cities and the city landscape are fundamental for real estate investors. Cities are the centres of economic activity and innovation, and grow much faster then the wider economy. As such, we continue to focus our investment approach on cities, not countries.

Further urbanisation will increase the demand and competition for space. New transport infrastructure will see city geographies change and new submarkets emerge. There is a strong inverse correlation between transport costs and real estate values. This provides opportunity for investors that can anticipate the changes and commit to locations with the right ingredients for long-term growth.

This is the age of the city.


This article has first been published on schroders.com.