Mit mega.online die Chancen der Megatrends erkennen

Um die Anlagechancen von Megatrends ergreifen zu können, muss man die Entwicklungen und ihre Verbindungen untereinander verstehen. Dabei hilft seit über drei Jahren die Informations-Plattform mega.online von Pictet Asset Management – jetzt auch in deutscher Sprache.

Wissen Sie, wie das Internet der Dinge helfen kann, den Wasserverbrauch zu reduzieren? Warum in Großbritannien anderthalb Häuser pro Minute energetisch nachgerüstet werden müssten? Oder dass wir bald vielleicht immer mehr Fleisch essen werden, das im Labor aus Zellen gezüchtet wurde? Über all das und viel mehr können Sie auf mega.online lesen und hören. Pictet Asset Management hat das Online-Informations-Portal zu Themen rund um Megatrends Anfang 2016 ins Leben gerufen. Unter den drei großen Rubriken Nachhaltigkeit, Gesundheit und Technologie werden Ideen, Ansätze und Entwicklungen vorgestellt, die helfen könnten, heutige und künftige globale Herausforderungen zu meistern. Über 200 Beiträge sind bereits auf mega.online erschienen, jeden Monat kommen vier bis fünf neue Artikel oder Videos hinzu. Seit Kurzem sind die Artikel auch in deutscher Sprache verfügbar.

„Entwickelt wurde mega.online für unsere Kunden, also Fondsvermittler, Privatbanker und andere, um deren Kunden zu helfen, die Chancen von thematischen Aktieninvestments zu verstehen. Das Portal richtet sich an Personen, die an Investments interessiert sind, insbesondere an Investments, die überdurchschnittliche Rendite mit einer besseren Umwelt und besseren sozialen Zukunft für alle kombiniert“, sagt Stephen Gunkel, Head of Communications bei Pictet Asset Management.

Fachliche Informationen statt Produkt-Marketing

Direkte Investment-Tipps liefert die Webseite allerdings nicht, Anlageprodukte finden auf dem Portal nicht statt. Stattdessen werden die Ansichten führender Experten zu globalen Megatrends aufgezeigt, aber nicht in wissenschaftlichen Abhandlungen, sondern gut verständlich aufgearbeitet. Zu den Autoren zählt beispielsweise Professor Asit Biswas. Der renommierte Hydrologe berät nicht nur Regierungen in Sachen Wassermanagement, sondern ist auch Mitglied im Advisory Board der Pictet Themenfonds. „Zudem nutzen wir unser Netzwerk aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und Unternehmern, um Einblick in die neusten Technologien zu bekommen“, erklärt Gunkel. Mega.online verzeichnet mittlerweile 12.000 User pro Monat auf der Website, über 20.000 Follower über die Social Media-Kanäle und 4.000 Abonnenten des monatlichen Newsletters. Die Plattform wurde 2018 mit dem „Incisive Media – Marketing Innovation Award – Thought Leadership” ausgezeichnet.

Unter Megatrends versteht Pictet AM starke sozioökonomische, ökologische und technologische Kräfte, die unseren Planeten prägen. „Megatrends spielen eine sehr wichtige Rolle für uns. Es handelt sich dabei um die großen globalen Entwicklungslinien, die hinter unseren thematischen Anlagestrategien stehen. Diese Trends entwickeln sich unabhängig vom Konjunkturzyklus und besitzen alle die Fähigkeit, die Finanzlandschaft neu zu gestalten“, erläutert Gunkel. Pictet AM hat zusammen mit einem Zukunftsforschungs-Institut 14 Megatrends herausgearbeitet. Die wichtigsten für den Asset Manager davon sind Nachhaltigkeit, technologische Entwicklung, Fokus auf Gesundheit, demografische Entwicklung, Globalisierung sowie Wirtschaftswachstum.

Stets auf der Suche nach innovativen, langfristigen Themen

An den Schnittstellen dieser Trends findet Pictet AM attraktive Anlagethemen. „Zum Beispiel erzeugen die demografische Veränderung und die damit verbundene Urbanisierung ökologische Herausforderungen. Diese können gelöst werden durch technologische Entwicklungen, Stichwort Smarter Cities, oder mithilfe von Big Data können Ressourcen effizienter genutzt werden“, sagt Gunkel. Gleichzeitig stehen Gesundheit und Nachhaltigkeit so stark im Fokus wie nie zuvor und beeinflussen die politische und soziale Agenda. Davon profitieren Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen in diesen Bereichen anbieten. „Megatrends sind der zentrale Treiber für unsere Investitionen in Wasser, saubere Energien oder unsere Smart-City- und Global-Environment-Strategien – um nur ein paar unserer thematischen Strategien zu nennen“, so Gunkel.

Pictet AMkonnte in der Vergangenheit immer wieder Themen erstmals besetzen. Diese Fähigkeit will sich der Asset Manager erhalten und sucht stets nach innovativen Ansätzen. „Allerdings schauen wir uns sehr genau an, ob ein solches Thema langfristig bestehen kann, denn nur wenn dies der Fall ist, sind wir bereit, einen Fonds aufzulegen“, erklärt Gunkel. Derzeit stehe keine Fonds-Neuauflage unmittelbar bevor, allerdings seien einige Projekte in Arbeit.


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Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 165 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Für weitere Informationen steht Ihnen Frank Böhmer gerne zur Verfügung.
Telefon: 069-79 5009 1224
e-mail: fbohmer@pictet.com

Wir lüften das Geheimnis um nachhaltige Investments

Nachhaltig zu investieren bedeutet viel mehr als einfach nur „verwerfliche“ Aktien zu meiden. Es kann auch finanziell sinnvoll sein, zeigt Pictet Asset Management.

Wie gut kennen Sie Ihre Investments? Die meisten Anleger investieren, um ihre Zukunft und die ihrer Familien abzusichern. Dabei machen wir uns nicht immer Gedanken darüber, wie die Unternehmen, in die wir investieren, möglicherweise diese Zukunft beeinflussen. Achten sie auf die Umwelt, die Gesellschaft, ihre Mitarbeiter oder ihre Aktionäre?

Hier kommt ESG ins Spiel: Umwelt, soziale Belange und Unternehmensführung. Für große institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Versicherer ist die Einbettung von ESG in den Investmentprozess mittlerweile ein Muss. Aber auch Privatanleger beschäftigen sich zunehmend mit diesem Thema.

Es ist wichtig, dass wir uns um unseren Planeten und unsere Gesellschaft kümmern. Die Vorteile von verantwortungsbewusstem Investieren haben aber nicht nur eine ethische Dimension. Ein ESG-Filter kann neue Anlagemöglichkeiten aufzeigen, Probleme in Unternehmen aufdecken, bevor sie sich im Finanzergebnis niederschlagen, und Renditen langfristig zukunftssicher machen, wenn sich Regulierung und Konsumgewohnheiten verändern.

Viele Wege führen zum Ziel

Wie funktioniert das in der Praxis? Im Wesentlichen gibt es vier verschiedene Ansätze für ESG-Investments. Alle diese Ansätze stehen Privatanlegern zur Verfügung – über die Wahl der Fonds, in die sie investieren, bzw. der Vermögensmanager, denen sie ihr Geld anvertrauen. 

Der erste Weg ist das Screening. Das ist die älteste und bekannteste Form von verantwortungsbewusstem Investieren – dabei werden potenziell umstrittene Produkte wie Tabak, Waffen, Glücksspiel und Alkohol gemieden. Vor allem Anleger wie Wohltätigkeitsorganisationen, Stiftungen und Glaubensgemeinschaften favorisieren diesen Ansatz und nehmen ihn sehr ernst.

Der zweite Weg ist Stewardship – das heißt, inwieweit sich die Fondsmanager bei den Unternehmen, in die sie investieren, für positiven Wandel einsetzen. 

VIER WEGE ZU VERANTWORTUNGSBEWUSSTEN INVESTMENTS


Quelle: Mercer

Der dritte Weg ist die Einbeziehung wesentlicher ESG-Überlegungen in Entscheidungen und Investmentanalysen. Es geht nicht unbedingt darum, Unternehmen auszuschließen, sondern sich mit deren Nachhaltigkeitsmerkmalen auseinanderzusetzen und Anlageentscheidungen mit dem Wissen darum zu treffen.

Der vierte Weg ist sicherlich der direkteste, bei dem man sich über moralische oder andere Dimensionen keine Sorgen zu machen braucht: Investitionen in nachhaltigkeitsbezogene Themen wie emissionsarme Energie, Gesundheit oder Wasser, die langfristig das Potenzial haben, attraktive Renditen zu erwirtschaften.

Es gibt viele interessante Anlagestrategien in diesem Bereich, längst nicht mehr nur bei börsennotierten Aktien, sondern auch bei Infrastruktur, Private-Equity und Anleihen. Vor allem saubere und erneuerbare Energie stehen im Fokus, weil institutionelle Anleger ihre Portfolios zunehmend „dekarbonisieren“ möchten.

Klimawandel geht uns alle an

Klimawandel ist heutzutage ein Thema, über das in den Medien viel und oft berichtet wird. Er ist ein gutes Beispiel sowohl für die Chancen, die ein ESG-Ansatz mit sich bringen kann, aber auch für die Risiken, die sich damit vermeiden lassen. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, das Ganze ist mehr eine Mobilmache nach dem Geschmack der Politiker als im Sinne der Altersvorsorgesysteme.

Warum also sollte es die Anleger interessieren? Die politischen Maßnahmen, die nötig sind, um dem Klimawandel entgegen zu wirken – die sich früher bemerkbar machen werden als die physischen Auswirkungen – werden ohne Zweifel erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben und das werden die Anleger auch in ihren Portfolios zu spüren bekommen.

FÜR DIE ZUKUNFT INVESTIEREN

Zentrale Bereiche themenbezogener, nachhaltiger Investments

Quelle: Mercer

Nach dem Pariser Klimaabkommen1 haben sich 196 Nationen dazu verpflichtet, die globale Erwärmung bis 2100 auf zwei Grad Celsius zu begrenzen – wird diese Grenze überschritten, dürfte dies wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge schwerwiegende Folgen für unseren Planeten haben. Angesichts dessen, dass auf der Welt den Prognosen zufolge dann 7–10 oder sogar 12 Milliarden Menschen leben werden – und mehr Menschen bedeutet ein höherer Energie- und Grundstoffbedarf – stellt dies eine enorme Herausforderung für die Eindämmung oder auch nur Reduzierung der CO2-Emissionen dar. Um das 2-Grad-Ziel erreichen, braucht es viele neue politische Maßnahmen und Vorschriften sowie neue und bessere (d. h. emissionsärmere) Möglichkeiten der Energiegewinnung. Eine Studie der Consulting-Agentur Mercer hat gezeigt, dass die Anlagerenditen in einem Szenario von 2, 3 und 4 Grad negativ beeinflusst werden – und dass das Verständnis der Auswirkungen auf Ebene der Anlageklassen und Branchen eine besondere Relevanz für Anleger haben2.

In einem 2-Grad-Szenario zum Beispiel dürften Industrieländeraktien im Allgemeinen – und die Branchen Energie und Versorger im Besonderen – aufgrund erheblicher Beschränkungen, die emissionsintensiven Branchen auferlegt werden, unter Druck geraten. Schwellenländeraktien hingegen dürften von Kapitalspritzen profitieren, die ihnen den Übergang zu einer emissionsärmeren Wirtschaft erleichtern. Für reale Anlagen wie Infrastruktur und Immobilien werden Anreize erforderlich sein, um neue Anlagen von Anfang an „ökologisch“ zu gestalten und vorhandene Anlagen zu „dekarbonisieren“.

Es gibt aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen: Mit der Bewältigung der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen lässt sich auch Geld verdienen. Wir machen dies an dem wachsenden Interesse der Anleger an nachhaltigkeitsbezogenen Strategien fest, aber auch an der leisen Verlagerung des Fokus in vielen traditionellen Branchen wie Automobil und Energie. Wer auf ESG achtet, kann mehr aus seinen Investments machen.


1) Paiser Klimaabkommen der Vereinten Nationen vom 12.12.2015
2) Investing in a time of climate change, Mercer, 2015

Erfahren Sie mehr über nachhaltiges Investieren:

Über Pictet Asset Management

Pictet Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 171 Milliarden EUR, das wir für unsere Kunden in Aktien, Festverzinsliche, alternative Anlagen und Multi-Asset-Produkte investieren. Wir verwalten Einzelmandate und Anlagefonds für einige der größten Pensionsfonds, Finanzinstitute, Staatsfonds, Finanzintermediäre und deren Kunden weltweit. Bei unserem auf Anlagen basierenden Geschäft verfolgen wir einen langfristigen Ansatz mit einer einzigartigen Kundenorientierung. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Anlagepartner unserer Kunden zu sein. Wir schenken ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, bieten Pionier-Strategien und fühlen uns der Exzellenz verpflichtet.

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Faktorensuche für die Rendite

Im Aktienbereich ist Faktor-Investing schon seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Dieser Ansatz hat längst einen festen Platz in den Anlagestrategien vieler institutioneller Investoren gefunden. Für Dr. Ulrich Neugebauer, Leiter Quantitatives Asset Management und ETFs bei der Deka Investment, war die Übertragung dieser Strategie auf das Anleihesegment ein logischer Schritt. Denn es gibt auch für die Rentenseite Faktoren, die wesentliche Risiko- und Ertragseigenschaften erklären und nutzbar machen.

Die Deka nutzt quantitative Anlagestrategien schon seit über 20 Jahren. Der Ansatz der Deka zum quantitativen Portfoliomanagement ist bei institutionellen Investoren beliebt. Dies liegt nach Ansicht von Dr. Ulrich Neugebauer zum einen an der hohen Transparenz des Ansatzes. „Da es systematische Ansätze sind, die stets nach dem gleichen Muster funktionieren, ist es möglich, dem Kunden genau zu erklären, was man in welchen Situationen wie machen wird“, erläutert Neugebauer. Zum anderen bieten diese Ansätze die Möglichkeit zur Stildiversifikation. Wer bereits auf einen traditionellen Ansatz vertraut, kann diesen mit einem Quant-Ansatz ergänzen und sein Portfolio zusätzlich diversifizieren. Ein Weg, den auch die Kunden der Deka zunehmend einschlagen.

Durch Faktor-Investing können Investoren flächendeckend und systematisch Renditechancen erschließen. Faktoren sind ausgewählte Kennzahlen, die helfen, Risiko- und Ertragseigenschaften eines Unternehmens und seiner Emissionen zu analysieren und zu bewerten erklärt Neugebauer. Der gesamte Markt wird dabei analytisch abgedeckt. Um dies tun zu können, kommen Algorithmen zum Einsatz, die in der Lage sind, größere Datenmengen schnell auszuwerten.

„Zwar wurde dieses Thema auf der Aktienseite schon intensiv bearbeitet, das gilt aber nicht für Anleihen“, sagt Neugebauer. „Da stehen wir auf der akademischen wie auf der praktischen Seite verglichen mit Aktien eher noch am Anfang.“ Daher beschäftigt sich die Deka damit, herauszufiltern, welche Charakteristika zu einem besseren Risikoprofil im Anleihebereich führen.

Factor-Investing bei Corporate Bonds

„Es gibt zusätzliche Treiber wie Illiquidität, Kreditrisiken und Laufzeitrisiken, aber es gibt auch Faktoren, die denen auf der Aktienseite ähneln“, erklärt Neugebauer. Die üblichen Faktoren wie Value, Momentum, Qualität, Low Volatility und Size eignen sich auch für den Anleihebereich. „Wir haben schon festgestellt, dass sich mit diesen Faktoren auch bei Renten gute Ergebnisse erzielen lassen“, erläutert Neugebauer. Eins zu eins lässt sich der Einsatz der Faktoren aber nicht übertragen. Vielmehr ist es so, dass Aktie und Unternehmensanleihe zwar von den gleichen Fundamentalfaktoren abhängen, aber doch zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Deshalb können sich Aussagen, die auf der einen Seite gelten, auf der anderen komplett umdrehen.

So stellt sich die Frage, was Qualität bei Unternehmensanleihen ist. Schließlich gibt es eine Vielzahl an Bilanzrelationen, die herangezogen werden können, um diesen Faktor zu beurteilen. Diese können bei Anleihen aber eine ganz andere Bedeutsamkeit haben als bei Aktien. Noch komplexer wird es, wenn es um einzelne Anleihesegmente geht. „Die klassischen Aktienfaktoren haben bei Titeln aus dem Investment-Grade-Bereich nämlich eine geringere Erklärungskraft als bei Hochzinspapieren, die stärker an Unternehmensrisiken hängen“, sagt Neugebauer. Das hat Auswirkungen auf die Rolle der jeweiligen Faktoren. Nehmen wir wieder das Beispiel Qualität. Da bei High-Yield-Bonds idiosynkratische Risiken, die Risiken also, die im Unternehmen selbst lauern, von großer Bedeutung sind, muss der Faktor Qualität hier eine prominente Rolle spielen.

Das aber gilt nur eingeschränkt für den Investment-Grade-Bereich. Hier hat das Team der Deka festgestellt, dass immer höhere und bessere Qualität am Ende nichts bringt. „Natürlich spielt Qualität eine Rolle, um böse Überraschungen zu vermeiden. Aber ab irgendeinem Punkt werden Sie mit einem solchen Portfolio dann nichts mehr verdienen“, so Neugebauer. Stattdessen werden diese Anleihen in ihrer Entwicklung sehr viel stärker vom Gesamtmarkt beeinflusst. Es gilt also, die richtige Balance zu finden.

Das gilt auch für andere Faktoren. Zum Beispiel für das Preis-Momentum: Weist eine Anleihe ein starkes Momentum auf, dann fällt deren Rendite. Im Verhältnis zu anderen Bonds kann sie damit unattraktiv werden. Oder für den Faktor Size: Während dieses Charakteristikum bei Aktien die Marktkapitalisierung ist, bemisst es sich auf der Anleiheseite aus der Summe der ausstehenden Bonds. Damit aber können Investoren hohe Risiken eingehen. So kann ein Unternehmen nur eine ausstehende Anleihe haben, aber bei Banken hoch verschuldet sein. Deshalb ist es besser, auf die Gesamtverschuldung eines Unternehmens zu schauen.

Optimiertes Rendite-Risiko-Profil

„Da die Prognosen niemals so gut sein können, dass sie den Markt vollständig korrekt vorhersagen, ist es sinnvoll, verschiedene Faktoren einzusetzen, die sich ergänzen und deren Risiken sich ausgleichen, um am Ende ein stabiles Portfolio mit einem stabilen Return herstellen zu können“, erklärt Neugebauer. „Schließlich gibt es keinen Faktor, der in jeder Marktphase gut läuft. Stattdessen geht es darum, dass bestimmte Faktoren wie Size, womit sich Klumpenrisiken vermeiden lassen, oder Qualität in turbulenten Phasen Schutz nach unten bieten, während Value und Momentum Überrenditen liefern können,“ ergänzt Neugebauer. 

Zusätzlich bieten diese Erkenntnisse die Möglichkeit, die Faktoren so zueinander zu gewichten, dass das Gesamtportfolio genau das erfüllt, was ein Kunde haben möchte. Will ein Investor ein Buy-and-hold-Portfolio aus Hochzinsanleihen, dann ist entscheidend, dass keine der Anleihen ausfällt. Dem Faktor Qualität käme in diesem Fall die entscheidende Funktion zu. Steht für einen Investor dagegen die Erzielung einer bestimmten Rendite im Vordergrund, dann geht dies über das Ausnutzen von Opportunitäten, die sich am Markt bieten. In diesem Fall könnte der Schwerpunkt bei Faktoren wie Momentum oder Value liegen. Ist das Ziel eine aktive Strategie, die langfristig den Markt schlägt, sind die Faktoren Value und Momentum entscheidend bei der Zusammenstellung des Portfolios.

So lassen sich die Ergebnisse der Forschung einerseits dazu nutzen, individuelle Mandate zu optimieren. Andererseits lassen sich damit aber auch konkrete Produkte kreieren, die langfristig ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis bieten als der breite Markt. Ein Beispiel ist der im Herbst 2017 aufgelegte Deka-MultiFactor Global Corporates HY. „Dort stecken die Ergebnisse unserer Forschung in den Investitionsentscheidungen, die bei diesem Fonds getroffen werden“, erläutert Neugebauer. Konkret heißt das: Mit dem Einsatz der für Unternehmensanleihen passenden Faktoren und der optimalen Gewichtung dieser Faktoren zueinander soll das Rendite-Risiko-Profil gegenüber herkömmlichen Ansätzen verbessert werden.


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Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von 
rund 276 Mrd. Euro (per 31.12.2018) sowie rund 4,7 Millionen betreuten Depots 
ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapier­geschäft aus.

Deka Institutionell ist der Partner für institutionelle Anleger in der Deka-Gruppe. Ihr Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette professioneller Asset Management- und Kapitalmarktdienstleistungen ab. Ein betreutes institutionelles Vermögen von rund 139 Mrd. Euro spiegelt das wachsende Vertrauen professioneller Anleger in die Produkte und Leistungen der Deka wider. Das Spektrum umfasst die ganze Bandbreite des institutionellen Asset Managements und Liquiditätsmanagements sowie des Kredit- und Risikomanagements. Abgerundet wird das Angebot durch Serviceleistungen wie Master-KVG, als Kern des Asset Servicing, und Verwahrstelle.

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