Investieren in Megatrends: Gaming und Streaming

von Günther Schmitt, Fondsmanager des Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien.

Die Lockdowns während der Coronapandemie haben unter anderem zwei Sektoren besonders boomen lassen: Gaming (Spiele) und Streaming (digital übertragene Medieninhalte). Während Kinos, Stadien und Opernhäuser in vielen Ländern geschlossen blieben, profitieren vor allem jene Branchen, die ihr Angebot digital anbieten konnten.

Gaming und Streaming sind zwei Subsektoren, die dabei bereits einen großen Vorsprung haben. Millionen neuer Benutzer tauchen in dieser Zeit in diese faszinierenden Welten ein, die ohne jede Übertreibung Unmengen an Zeit und Geld verschlingen können.

Der digitale Wandel in der Welt der Medien

Doch auch unabhängig von der Pandemie werden klassische Unterhaltungsbranchen wie Film, Fernsehen, Radio und Printmedien immer weiter von digitalen Medien, wie Streaming, Soziale Medien und Gaming verdrängt.

Mittlerweile belegt die elektronische Spieleindustrie mit einem Jahresumsatz von 145 Milliarden US-Dollar den ersten Platz der Unterhaltungssubsektoren, mit weitem Vorsprung vor Kino (42 Milliarden US-Dollar) und Musik (20 Milliarden US-Dollar). Fast die Hälfte des Jahresumsatzes aus der Gaming-Industrie fällt dabei in die Kategorie Mobile Gaming, also Spiele auf Tablets oder Smartphones.

Auch die SVOD-Industrie (Streaming-Video-on-Demand) holt auf die traditionellen Branchen auf. So schätzt das Bankhaus UBS, dass der globale Markt für diese Dienstleistung bis 2025 um durchschnittlich 11 % pro Jahr wachsen wird. Allein in den USA verdoppelte sich 2020 die Anzahl der SVOD-Abonnements und die Streamingzeit erhöhte sich um 75 %.

Zukunftsträchtige Branchen

Die wichtigste Grundlage für den Erfolg von Gaming und Streaming sind unumstritten die jüngeren Generationen. Während bei älteren Menschen Fernsehapparat und Rundfunk noch immer die beliebtesten Formen der Unterhaltung sind, werden diese bei der Generation Z von Gaming, Streaming, Notebook und Smartphone überholt. Diese modernen Medien haben damit starken Rückenwind seitens der demografischen Entwicklung.

Auch neue Technologien wie 5G, künstliche Intelligenz, virtuelle Realität sowie Fortschritte bei Computerchips und Halbleitern eröffnen der Branche durch leistungsstärkere Smartphones und schnelleres Internet in Zukunft immer neue Möglichkeiten.

Gaming und Streaming am Finanzmarkt

Viele der großen Unternehmen in der Gaming- und Streaming-Industrie sind seit Jahren an den Finanzmärkten vertreten und etabliert. Unter den Trend Gaming fallen vor allem Werte in den Bereichen Halbleiter- und Chipherstellung, Software, genauso wie Spieleherausgeber, Grafikkartenhersteller oder Konsolen- und Spieleentwickler. Im Streaming sind alle marktdominierenden Unternehmen, wie Netflix, Amazon, Disney und Apple an der Börse vertreten, aber auch jüngere Unternehmen, wie FuboTV und Roku haben nicht zuletzt durch phänomenale Kursanstiege bereits von sich Reden gemacht.

Gaming und Streaming im Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien

Im Portfolio des Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien befinden sich zum Thema Gaming ein Grafikchiphersteller (Nvidia), ein Konsolenhersteller (Sony) und ein Spieleherausgeber (Electronic Arts). Der Megatrend Streaming ist ebenfalls durch drei große SVOD-Anbieter (Amazon, Apple, Alphabet) sowie der Streaming-Plattform Spotify im Fonds vertreten. Bei der Auswahl der Positionen wird ein großer Fokus auf Treibhausgasbilanz, Privatsphäre und Datensicherheit gelegt.

Große Chancen, vor allem in Asien

Die größten Märkte für Gaming finden sich in China, den USA, Japan und Südkorea. Dabei ist vor allem in China Mobile Gaming ein großes Thema, mit Tencent und NetEase als marktdominierende Anbieter. Bis 2027 soll der chinesische Markt rund um Mobile Gaming auf 48 Milliarden US-Dollar anwachsen – bei einer jährlichen Wachstumsrate von 11,9 %. Ein Grund für dieses Wachstum sind die enormen Fortschritte in der Smartphone-Entwicklung. Leistungsstärkere Geräte und höhere mobile Datenübertragungsraten lassen die Kluft zwischen Konsolen- und Mobile-Gaming immer mehr verschwinden. In China sind wir diesbezüglich in Tencent engagiert.

Investments in die Branche bergen auch Risiken

Der Unterhaltungssektor befindet sich mitten in einem regen Wandel: Jedes Jahr betreten neue Anbieter die Bühne und kämpfen mit den etablierten Spielern um einen rasch wachsenden Markt. Den Konsumenten ist dabei vor allem ein umfangreiches und attraktives Angebot wichtig. Wer sich im Streaming und Gaming durchsetzen möchte, muss daher einerseits eine breite Auswahl an populären Filmen, Serien und Spielen bieten und andererseits attraktive Inhalte offerieren, dass die Kunden auch immer wieder zurückkommen. Das bedeutet unter anderem fortlaufende beträchtliche Investitionen, um immer wieder Neues anbieten zu können.

Darüber hinaus sind kürzlich vor allem chinesische Spieleentwickler und -verleger unter Druck geraten. Seitens der chinesischen Regierung verfügte man eine strengere Begrenzung der Spielzeiten bei Minderjährigen. Ähnlich drastische Maßnahmen sind in anderen Ländern zwar weniger wahrscheinlich, aber es bestehen zweifellos Risiken durch regulatorische Eingriffe. Diese werden die Branche kaum ernsthaft gefährden, könnten sich jedoch in unterschiedlicher Weise auf die einzelnen Unternehmen auswirken und damit auch neue Gewinner und Verlierer hervorbringen.

Ständige intensive Marktbeobachtung nötig

Daher ist auch in diesem Aktienmarktsegment eine kontinuierliche, sorgfältige Beobachtung und eine gute Unternehmensauswahl durch das Fondsmanagement vonnöten. Dementsprechend können sich die Positionierungen des Fonds auch jederzeit ändern. Die mit Aktieninvestments grundsätzlich verbundenen Risiken gelten selbstverständlich auch für die Unternehmen, die sich in den Bereichen Gaming und Streaming engagieren, also beispielsweise erhöhte Kursschwankungen und die Möglichkeit von Kapital und Wertverlusten.

Energiewende: Von grünem Strom bis zu smarten Gebäuden

von Mag. Hannes Loacker, Senior-Fondsmanager bei der Raiffeisen KAG.

Die Covid-19-Pandemie hat unser tägliches Leben verändert, der Klimawandel und die dafür notwendigen Maßnahmen werden das auch tun. Im Gegensatz zur Pandemie wird der Klimawandel langfristig unser Leben, die politischen Entscheidungen oder die Art, wie viele Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen herstellen und anbieten, beeinflussen. Denn der Klimawandel ist sprichwörtlich gekommen, um zu bleiben.

Im April 2021 nahmen 40 Staats- und Regierungschefs am Klimagipfel teil. Das nährte die Hoffnung, dass auch die Entscheidungsträger an den Schalthebeln der Macht die Zeichen der Zeit erkannt haben. Priorität Nummer eins bei diesem Klimagipfel hatte die Reduktion der Treibhausgase, speziell der CO2-Emissionen.

ENERGIESEKTOR GRÖSSTER TREIBHAUSGASVERURSACHER

Ein Blick auf die größten Emittenten von Treibhausgasen macht deutlich, dass der Energiesektor rund zwei Drittel der gesamten verursachten Treibhausgase produziert. Eine bedeutende Rolle kommt dabei der Stromproduktion zu, verursacht sie doch gut 40 % der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen. Hier gilt es u. a. den Hebel anzusetzen. Ein bisschen mehr Strom aus Sonnenenergie und Windkraft wird aber zu wenig sein, um den Stromsektor grüner zu machen. Das wird noch offensichtlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass der weltweite Strombedarf laut Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) in den nächsten 20 Jahren u. a. aufgrund des Bevölkerungswachstums sowie einer zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrssektors um rund 50 % zunehmen dürfte.

SOLAR- UND WINDBRANCHE STEHT LANGANHALTENDES WACHSTUM BEVOR

In der Konsequenz muss nicht nur der aktuelle Strommix „grüner“ werden, sondern auch die steigende Stromnachfrage so gut es geht mit Strom aus erneuerbaren Energien befriedigt werden. Dass dem auch so sein wird, daran führt kein Weg vorbei. Die IEA erwartet, dass sich die Stromerzeugungskapazitäten der erneuerbaren Energien bis 2040 (gegenüber 2019) nahezu verdreifachen werden. Der mit Abstand stärkste Zuwachs wird für Solarstrom prognostiziert. Die Kapazitäten sollen sich versechsfachen. Bei Windstrom wird eine Verdreifachung erwartet, während die Kapazitäten bei der Wasserkraft um „nur“ gut 35 % zunehmen sollen. Somit kommt der Sonnen- und Windenergie beim Kampf gegen den Klimawandel eine äußerst wichtige Rolle zu. Das hat nun auch die Politik verstanden. Neben dem Green Deal der EU, zweifelsfrei ein wichtiger Eckpfeiler im Kampf gegen den Klimawandel, haben sich nahezu alle Staaten zu einer Reduktion der CO2-Emissionen verpflichtet. So möchten die USA unter Präsient Joe Biden eine Art Vorreiterrolle in der Klimapolitik einnehmen, China wiederum strebt die Klimaneutralität bis 2060 an.

Der Solar- und Windbranche kann angesichts dieser durchaus ehrgeizigen Ziele ein langanhaltendes Wachstum prognostiziert werden. Schon jetzt ist im Solarbereich in einigen Bundesstaaten der USA, aber auch in Europa ein regelrechter Boom nach Solarmodulen auf Eigenheimen auszumachen. Die Betreiber von Solarparks wiederum profitieren von deutlich sinkenden Kosten in der Stromerzeugung. Diese sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 85 % gefallen. Dank dieser vorteilhaften Entwicklungen auf der Kostenseite ist Solarstrom im Vergleich zu Gas-, Kohle- oder Atomstrom in weiten Teilen der Erde bereits wettbewerbsfähig.

Ähnlich verhält es sich mit Strom aus Windkraftanlagen. Auch hier sind die Kosten in den letzten Jahren sehr deutlich gefallen. Im Gegensatz zur Photovoltaik hat das aber weniger mit den fallenden Equipmentkosten zu tun als vielmehr mit der Dimensionierung der Windturbinen selbst. Immer höher, immer größer, immer leistungsfähiger lautet hier die Devise. Onshore-Windturbinen in klimatisch begünstigten Gebieten können sich im Wettbewerb sehr gut behaupten. Offshore-Windenergie profitiert zwar von höheren und konstanteren Windgeschwindigkeiten, allerdings sind die Kosten gegenüber den Windturbinen an Land aktuell noch höher, da sich zusätzliches Equipment (Transformatorstation, Kabel etc.) sowie höhere Montagekosten negativ zu Buche schlagen. Auch hier wird erwartet, dass die Kosten weiter nach unten gehen. Schon die aktuellen Dimensionen sind gigantisch. Der Industrieriese General Electric wird in zwei Jahren eine 13-Megawatt-Turbine mit einer Höhe von 260 Metern und einer Rotorblätterlänge von 107 Metern auf den Markt bringen. Mit einer einzigen Umdrehung dieser Rotorblätter kann ein durchschnittliches britisches Eigenheim für mehr als zwei volle Tage mit Strom versorgt werden und das Ende der Fahnenstange ist nicht erreicht. Vestas Wind Systems arbeitet gerade an einer 15-Megawatt-Turbine. An diesem Wachstum möchten auch Unternehmen, die aktuell noch in erster Linie als Treiber der Klimakrise gelten, partizipieren. So drängen seit zwei bis drei Jahren vermehrt auch einige der großen Öl- und Gaskonzerne auf den Markt. Diese versprechen sich zudem, dadurch ihre CO2-Bilanzen zu verbessern.

OHNE WASSERSTOFF WIRD DIE ENERGIEWENDE NICHT GELINGEN

Strom aus Sonnenenergie und Windkraft wird also zunehmend die Stromproduktion aus Kohle und Gas verdrängen. Da es sich bei Solar- und Windstrom allerdings um sogenannte intermittierende Stromquellen handelt – diese sind aufgrund der nicht konstanten Verfügbarkeit von Sonne und Wind deutlich weniger als 24 Stunden am Tag abrufbar –, kann ein zu hoher Anteil von Solar- und Windstrom am Gesamtstrommix die Versorgungssicherheit gefährden sowie die Energienetze zusätzlich belasten. Daher kommt dem Thema Energiespeicherung eine immer bedeutendere Rolle zu. Batterien haben den Nachteil, dass sie den Strombedarf nur für wenige Stunden, bestenfalls einige wenige Tage überbrücken können. Wasserstoff hingegen kann als mehrtägiger und saisonaler Energiespeicher für das Stromnetz dienen. Zudem ist Wasserstoff mehr als reichlich vorhanden. Etwa 75 % der gesamten Materie im Universum (nach Masse) sind Wasserstoff. Wasserstoff hat auch den Vorteil einer sehr hohen Energiedichte – ein Kilogramm Wasserstoff hat fast den dreifachen Energiegehalt von Benzin und mehr als den doppelten von Erdgas.

Grüner Wasserstoff kann nicht nur die bisherige Wasserstoffproduktion aus fossilen Energien ersetzen, er kann auch wesentlich zur Dekarbonisierung der weltweiten Stromerzeugung beitragen, ohne dass die Versorgungssicherheit gefährdet wird. Der Stromsektor ist jedoch nicht der einzige Sektor, in dem Wasserstoff zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen kann. Auch andere Sektoren wie die Stahlindustrie, die chemische Industrie oder der Transportsektor können mit Hilfe von Wasserstoff zumindest teilweise dekarbonisiert werden. Sowohl in der Stahlindustrie als auch in der chemischen Industrie gibt es eine Reihe von vielversprechenden Pilotprojekten.

ENERGIEEFFIZIENZ ALS WICHTIGER BAUSTEIN DER ENERGIEWENDE

Grüner Strom oder Wasserstoff stellen aber nur zwei Eckpfeiler dar, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Ein weiterer Schlüssel ist, die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern. Das Potenzial in diesem Bereich ist enorm. In der EU entfallen rund 40 % der konsumierten Energie auf Gebäude. Gleichzeitig zeichnen diese für rund 36 % der energiebedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der Grund für diesen hohen Anteil liegt in erster Linie darin, dass 35 % der Gebäude in der Europäischen Union über 50 Jahre alt sind und 75 % des Gebäudebestandes als energieineffizient eingestuft werden. Um hier Abhilfe zu schaffen, muss die Renovierungsrate von aktuell einem Prozent pro Jahr zumindest verdoppelt werden. Und genau das möchte die EU mit ihrer Renovierungsoffensive im Rahmen des Green Deals erreichen. Dazu nimmt die Staatengemeinschaft sehr viel Geld in die Hand. Bis zum Jahr 2030 dürften laut Schätzungen der EU jedes Jahr zusätzlich 275 Milliarden Euro an Investitionen in Gebäude nötig sein, damit sich die Renovierungsrate auf zwei Prozent erhöht.

Damit sollen aber nicht nur die CO2-Emissionen deutlich nach unten gebracht werden, die Investitionen sollen zudem auch einen wesentlichen Beitrag zur Ankurbelung der wirtschaftlichen Erholung und zur Verringerung von Energiearmut leisten. Laut EU-Kommission können es sich aktuell fast 34 Millionen Europäerinnen und Europäer nicht leisten, ihre Wohnung zu heizen. Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz dienen daher auch zur Bekämpfung von Energiearmut. Sie wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen aus und helfen dabei, die Energierechnungen niedrig zu halten.

GREEN BUILDINGS

Gerade in Europa gibt es eine Fülle von Unternehmen, die sich dem Thema Green Buildings verschrieben haben und somit ihren Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz bei Gebäuden leisten. Das beginnt schon bei einer verbesserten Isolierung. Dadurch wird nicht nur der Heizungs- und Kühlungsbedarf reduziert, sondern es können hier zusätzlich bei der Verwendung des Materials für die Gebäudeaußenhülle CO2-Einsparungen erzielt werden. Eines der größten europäischen Unternehmen in diesem Bereich setzt beispielsweise bei seinen Isolationskomponenten verstärkt auf die Wiederverwertung von Plastikmaterialien (z. B. PET-Flaschen oder Plastikmüll aus dem Ozean).

Eine verbesserte Isolation allein macht ein Gebäude aber noch lange nicht zu einem Green Building. Darunter versteht man vielmehr, dass Gebäude abseits der verwendeten Materialien mit einem umfassenden Energiemanagementsystem (Stichwort „Internet of Things“) ausgestattet werden. Dadurch lassen sich Daten von vernetzten Geräten nutzen, Wartungsarbeiten zeitnah durchführen, Gebäudesysteme und Räume verwalten, die Stromversorgung überwachen und der Energieverbrauch optimieren. Letzteres wird auch durch den Einsatz sogenannter Smart Meter unterstützt. Diese zeichnen die von einem Gebäude verbrauchte elektrische Energie auf und übertragen diese Daten in digitaler Form. Sie stellen nicht nur für die Versorgerunternehmen eine Möglichkeit dar, die Energienutzung zu optimieren, sondern liefern dem Energiekonsumenten Daten über das Energieangebot sowie den Energiebedarf zum Zeitpunkt der Nutzung. Somit kann der Verbraucher seine Energieverbrauchsgewohnheiten besser an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen.

Eine weitere Komponente für ein „grünes“ Gebäude kommt aus der Beleuchtungsindustrie. Durch LED-basierte Lichtsysteme werden sowohl die CO2-Emissionen als auch die operativen Kosten gesenkt. Laut dem Unternehmen Signify könnten in den Benelux-Ländern rund 80 % der bestehenden Beleuchtungen durch LED-basierte Lichtsysteme ersetzt werden. Im Rest von Europa stellt sich die Situation nicht viel anders dar. Signify schätzt, dass durch eine solche Umstellung in Europa rund 40 Milliarden Euro an Einsparungseffekten erzielt werden könnten. Zudem rechnet das Unternehmen mit CO2-Einsparungen im Ausmaß von in etwa 100 Millionen Tonnen.

Wie man sieht, erstreckt sich der Kampf gegen den Klimawandel auf mehrere Schauplätze. Die Energiewende selbst ist bereits in vollem Gange, sie wird in den nächsten Jahren ein stetiger Begleiter sein. Und jeder von uns kann und muss ein Teil davon sein!

FAZIT & NACHHALTIGKEITSBEWERTUNG

Der Klimawandel und die Notwendigkeit einer Energiewende haben neue Entwicklungen in der Energieerzeugung vorangetrieben, die von ihren potenziellen Auswirkungen her für die Nachhaltigkeitsbetrachtung von extrem hoher Relevanz sind. Die Energiewende steht für die Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energien. Dementsprechend finden Unternehmen speziell in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien ein äußerst positives Marktumfeld vor.

E (Environment)

Energiewende und die Bekämpfung des Klimawandels sind stark umweltbezogene Themen, es geht um die Eindämmung potenzieller Umweltzerstörungen, das Abwenden von Gefahren für Fauna und Flora sowie den Erhalt möglichst vieler Pflanzen- und Tierarten. Umweltzerstörung basiert auf der Tatsache, dass mit dem Klimawandel das Risiko für Wetterextreme wie Starkregen, Überschwemmungen, Hochwasser und andererseits Hitzeperioden steigt. Die verstärkte Gletscherschmelze sowie auch die thermische Ausdehnung des Wassers führen zu einem Anstieg des Meeresspiegels, zudem ist beispielsweise die Trinkwasserversorgung von auf die Gletscherschmelze angewiesenen Menschen gefährdet.

S (Social)

Der Klimawandel führt auf sozialer Ebene zu Problemen auf unterschiedlichen Ebenen. Dabei ist zunächst eine potenzielle Gesundheitsbelastung verursacht durch Wetter- und Klimaveränderungen zu nennen. Durch Wetterextreme wird außerdem die Gefahr von Hungersnöten erhöht. Und schließlich können einzelne Regionen der Welt in zunehmendem Ausmaß unbewohnbar werden, was zu Migrationsströmen führen kann.

G (Governance)

Staaten, aber auch Unternehmen müssen dem Klimawandel entgegenwirken. Das Problem dabei ist das Fehlen einer unmittelbaren Zurechenbarkeit des Phänomens zu Verantwortlichen, also die Existenz von Externalitäten. Die umfangreichen Förderprogramme des letzten Jahrzehnts für erneuerbare Energien haben frühzeitig zu einem schnellen Anstieg der Kapazitäten geführt, heute sind viele Technologien auch ohne staatliche Förderungen konkurrenzfähig. Trotzdem ist ein Eingriff des Regulators weiterhin wesentlich, man denke an Einspeisetarife in einer zunehmend dezentralen Struktur der Stromwirtschaft.

Fazit

Für Raiffeisen Capital Management ist die Energiewende ein wesentliches Zukunftsthema. Insbesondere bei Investments in Unternehmen und Emissionen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien nimmt es eine wichtige Rolle ein.


Die vollständige Ausgabe von Raiffeisen Capital Management's Nachhaltig Investieren mit Grafiken finden Sie hier als PDF.

Der Wald als Assetklasse

Der Wald hat sich seit Mitte der 1980er Jahre unter privaten und institutionellen Investoren zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt, erklärt Felix Jenninger, Head of Investment & Transaction bei Salm-Salm & Partner GmbH.

Die Assetklasse Wald hebt sich durch mehrere, einzigartige Merkmale von anderen Anlageformen ab. So werden Renditen überwiegend von den Holzpreisen und dem biologischen Wachstum bestimmt. Holzpreise sind, wie andere Rohstoffpreise auch, das Ergebnis der Interaktion von Holzangebot und -nachfrage. Im Falle niedriger Holzpreise kann der Einschlag unterlassen werden, wobei unabhängig von allen Konjunkturzyklen und Finanzmarktgeschehnissen auf der Fläche immer biologischer (Wert-)Zuwachs stattfindet. Da die Renditen in der Forstwirtschaft von anderen wirtschaftlichen Größen getrieben werden als bei Aktien und Anleihen, korrelieren forstwirtschaftliche Vermögenswerte nur geringfügig oder sogar negativ mit den Preisen von Finanzanlagen. Dies bietet einem gemischten Portfolio das Potential zur Diversifikation und zur Verbesserung der Anlageperformance. Ein weiterer Vorteil eröffnet sich durch das Eigentum an Grund und Boden und das biologische, krisenunabhängige Wachstum von Wäldern: Die Assetklasse schützt vor Inflation. Wald bietet dem Investor daher einen langfristigen Vermögenszuwachs des gebundenen Kapitals bei gleichzeitigen Einnahmen aus dem Holzeinschlag.


Quelle: Salm-Salm (2020)

Chancen eines Waldinvestments

Cashflow-Renditen eines global diversifizierten Waldportfolios liegen im Schnitt der Jahre zwischen 2 und 3 %. Hinzu kommt eine potenzielle Wertsteigerung der Grundstücke. Eigentum von Grund und Boden bietet abhängig von Lage und Eignung der Waldfläche obendrein die Chance, weitere Einkommensquellen zu erschließen. Solche Einkommensquellen sind der Bau von Windkraft- oder Solaranlagen, die Verpachtung der Jagdrechte, der Abbau von Sanden und Kiesen oder die Generierung von CO2-Zertifikaten.

Im Vergleich zu Ackerland bieten Forstinvestitionen flexible Erntezeiten. In den meisten Fällen kann ein Ernteplan um mehrere Jahre beschleunigt oder verschoben werden, was dem Eigentümer die Möglichkeit bietet, die Ernte mit dem persönlichen Einkommensbedarf abzustimmen oder auf eine günstigere Preissituation zu warten.

Die Assetklasse besticht darüber hinaus auch auf anderen Ebenen: das Sachwertinvestment ist ein wahres Commitment hinsichtlich Klima- und Ressourcenschutz. Wald bietet einen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere und für den Menschen einen Ort der Erholung. Zusätzlich nehmen die Wälder dieser Welt eine signifikante Klimaschutzfunktion ein. Ein Investment in Wirtschaftswald unterstützt langfristig Anbau und Ernte von Holz unter kontrollierten Bedingungen. Einen Nachweis über die Nachhaltigkeit der forstwirtschaftlichen Praktiken können unabhängige Siegel, beispielsweise von FSC oder PEFC, liefern.

Risiken der Assetklasse Wald

Typische Risiken der Assetklasse Wald sind Markt- und Währungsschwankungen sowie biotische und abiotische Risiken. Unter biotische Risiken fallen Umweltfaktoren, an denen Lebewesen beteiligt sind, wie beispielsweise Schädlingsbefall. Abiotische Risiken sind Feuer und Wind. Alle Risiken im Wald können durch aktives Management deutlich verringert werden. Der entscheidende Faktor für ein risikoarmes Waldinvestment ist jedoch der Kauf des richtigen Grundstückes. Für das Risikoniveau entscheidend sind klimatische Lage, geografische Lage und Marktlage. Global empfiehlt es sich, sich auf rechtssichere Länder zu konzentrieren, die über gute Zuwachsraten und einen ausgeprägten forstwirtschaftlichen Sektor verfügen.

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Waldinvestment

Die Basis für ein erfolgreiches Waldinvestment sind Rechtssicherheit und Absatzmarkt. Typisch für Waldinvestments sind Anlagehorizonte von über 15 Jahren. Aus Sicht eines Anlegers müssten daher alle Länder für ein Waldengagement ausgeschlossen werden, die über instabile politische Verhältnisse verfügen.

Auch der Holzmarkt ist ein entscheidendes Kriterium, da es sich bei Holzmärkten um regionale Märkte handelt. Um langfristig den Absatz des Holzes zu sichern, bedarf es einer diversifizierten Struktur an holzverarbeitenden Betrieben im direkten Umkreis des Waldgrundstücks.

Der Zugang zum Waldinvestment

Das Investment in Wald kann über verschiedene Wege und Möglichkeiten geschehen. Professionelle private und institutionelle Investoren suchen den Zugang zu Waldinvestments meist über geschlossene Fondslösungen oder Direktinvestments. Mindestinvestitionen liegen für Direktinvestments in Wald i. d. R. bei über 25 Mio. Euro. Fondslösungen eröffnen die Chance in der Regel ab 5 Mio. Euro, an den Vorteilen eines diversifizierten Waldportfolios zu partizipieren, ohne alle Grundstücke selbst erwerben zu müssen. Das Mitspracherecht bei Investmententscheidungen ist daher eingeschränkt. Wünscht der Anleger volle Flexibilität hinsichtlich der Grundstückswahl, der Bewirtschaftungsform sowie des perspektivischen Exits, fällt die Wahl meist auf ein Direktinvestment. Typischerweise werden dabei mehrere bestehende Forstbetriebe erworben und anschließend vollumfänglich bewirtschaftet.

Fazit und Ausblick

Wald bietet bei richtigem Ankauf und gutem aktiven Management die Möglichkeit, Investitionsportfolios auf vielfältigen Ebenen zu diversifizieren. Maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg des Investments haben grundlegende Faktoren wie Rechtssicherheit, Absatzmarkt, biologisches Wachstum und das forstliche Management. Stimmt die Strategie, eröffnet die Assetklasse attraktive Renditen – besonders im aktuellen Zinsumfeld.

Die USA bietet den größten Markt für Waldinvestitionen mit attraktiven biologischen Wachstumsbedingungen und einer sehr guten forstwirtschaftlichen Infrastruktur. Der aktuelle Zeitpunkt eignet sich optimal für den Einstieg in die Assetklasse, da sich der Holzpreis im Südosten der USA immer noch auf einem vergleichsweisen niedrigen Niveau befindet. Nachdem für die kommenden Jahre ein starkes Wachstum für die Holzpreise im Südosten der USA vorhergesagt wird, kann ein direkter Wertzuwachs der Bestände erwartet werden. Für steigende Holzpreise sprechen das Wachstum der Weltbevölkerung, hohe Investitionen von Sägewerken im Südosten der USA sowie die Erholung des US-Häusermarktes nach der Krise in den Jahren 2008/2009.

Vor dem Hintergrund des limitierten Holzangebots werden die Holzpreise und der Wert der Wälder, zum Vorteil aller Waldbesitzer weiterhin steigen, was das Waldinvestment neben stabilen Renditen, Nachhaltigkeit und Portfoliodiversifikation weiterhin zu einer attraktiven Assetklasse macht.


Dieser Text stammt von FONDSTRENDS.LU, veröffentlicht am 25. August 2021.

Felix Jenninger

Felix Jenninger arbeitet als Head of Investment & Transaction bei Salm-Salm & Partner GmbH, einer Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Wallhausen, die sich auf Holz- und Agrarinvestitionen in Europa und den USA spezialisiert hat. Zu seinem Aufgabenbereich gehören Markt- und Objektanalysen sowie die Kundenbetreuung. Bevor er seine Tätigkeit bei Salm-Salm aufnahm, studierte er Forst- und Agrarwirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und schloss sein Studium mit einem Master in Agrarökonomie ab.

B.A.U.M. Fair Future Fonds wird 3 Jahre alt: Erfolgreich wie der Mittelstand

von Stefan Fritz, Spezialist Investmentfonds, und Christian Pass, Portfolioberater des B.A.U.M. Fair Future Fonds, beide GLS Investment Management GmbH.

Bitte beachten Sie die Hinweise zu den ökonomischen Aussagen am Ende des Artikels.

Der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft. Er gibt wichtige Impulse für ein nachhaltigeres Wirtschaften. Besonders in Deutschland spielt er eine herausragende Rolle. Mit Auflage des B.A.U.M. Fair Future Fonds wollten wir unseren Anleger*innen die Möglichkeit geben, den nachhaltigen Mittelstand bewusst zu stärken. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Maximilian Gege, Gründer und langjähriger Vorsitzender des Bundesarbeitskreises für Nachhaltiges Wirtschaften (B.A.U.M.) e.V., einem ausgewiesenen Experten für den Nachhaltigen Mittelstand, haben wir einen Aktienfonds aufgelegt, der diesen Ansprüchen gerecht wird. Zum dritten Geburtstag ziehen wir eine erste ökonomische Bilanz.

Ökonomische Ausrichtung des B.A.U.M. Fair Future Fonds

Anlagestrategie

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds ist ein Aktienfonds. Das Fondsmanagement verfolgt eine langfristige Anlagestrategie. Letzteres spiegelt sich in einer geringen Portfolioumschlaghäufigkeit wider, die sich im vergangenen Geschäftsjahr im einstelligen Prozentbereich bewegt hat. Die Auswahl der Titel erfolgt in einem mehrdimensionalen, integrierten Auswahlprozess auf Basis sozial-ökologischer Anlagekriterien. Der Fonds investiert in die Branchen und Unternehmen, die die sich mit den wichtigen Zukunftsmärkten wie u.a. Energie, Ressourceneffizienz, Infrastruktur, Bauen und Wohnen, Mobilität, Wasser, Gesundheit, Abfallvermeidung oder Digitalisierung unter Beachtung nachhaltiger Aspekte beschäftigen. Der Fonds orientiert sich an keiner Benchmark, die einem sektoralen oder geografischen Ansatz folgt, sondern fokussiert sich ausschließlich auf Unternehmen, die den oben genannten Kriterien entsprechen. Zugleich wird kein Best-in-Class-Ansatz bei der Nachhaltigkeitsprüfung angewandt. Das bedeutet, dass Öl- und Gasunternehmen nicht im Portfolio sind. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Artikel der MSCI Europe Small Cap Index (EUR) aufgrund des hohen Europa-Exposure des B.A.U.M. Fair Future Fonds als Maßstab herangezogen.

Portfoliostruktur

Der Fokus des Fonds liegt auf Industrieunternehmen, die IT-Branche sowie Gesundheit, die zusammengenommen mehr als 50 Prozent des Fondsvolumens ausmachen. Im Mittelpunkt stehen kleinere Unternehmen. Die Hälfte der investierten Titel erwirtschaften einen Umsatz von nicht mehr als 1 Mrd. Euro. Wert gelegt wird auf eine granulare Portfoliostruktur. Die Top 10-Positionen machen rund ein Sechstel des Fondsvolumens aus. Insgesamt hat der Fonds etwa 100 Positionen. Geographisch liegt der Schwerpunkt mit 75 Prozent des Portfolios auf Europa. Ein Drittel des Fonds besteht aus deutschen Titeln. Schweizerische, amerikanischen und japanische Unternehmen machen insgesamt 25 Prozent aus. In der Währungsstruktur dominiert Euro (60 Prozent), gefolgt von Dollar und Schweizer Franken mit jeweils rund 10 Prozent. Die Kassenposition liegt bei rund 15 Prozent.


Quelle: Factsheet Ultimo September, Anteilklasse B, Universal Investment
 

Performance und Volatilität des B.A.U.M. Fair Future Fonds

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds hat seit seiner Auflage am 1. Oktober 2018 bis Ende September 2021 eine absolute Performance von 47,27 Prozent erzielt. Das entspricht einer durchschnittlichen Performance von 13,8 Prozent pro Jahr. Während der Fonds im Auflagejahr 2018 eine negative Wertentwicklung verzeichnete, weist der Fonds sowohl in den Jahren 2019 und 2020 als auch Year-to-Date eine positive Wertentwicklung im zweistelligen Prozentbereich auf. Zum Vergleich: Die jährliche Rendite des MSCI Europe Small Cap Index (EUR) der vergangenen 3 Jahre belief sich auf 11,2 Prozent (Stand 30.09.2021). 


Quelle: Factsheet Ultimo September, Anteilklasse B, Universal Investment


Quelle: Factsheet Ultimo September, Anteilklasse B, Universal Investment

Ausgeglichenes Chancen-Risiko-Verhältnis

Die hohe Anzahl kleinerer Portfoliotitel bedingt eine geringere Liquidität und in der Folge höhere Volatilität des Portfolios. Das Fondsmanagement legt Wert darauf, ein für den Anleger vorteilhaftes Risiko-Rendite-Verhältnis anzubieten, indem sie einen Ausgleich zwischen höherer Ertragschance und für die Assetklasse typischen höheren Wertschwankungen sicherstellt. Die Volatilität beläuft sich auf 15,21 Prozent. Zum Vergleich: Der MSCI Europe Small Cap Index (EUR) weist im selben Zeitraum eine Volatilität in Höhe von 21,85 Prozent aus (Stand 30.09.2021).

In das Verhältnis gesetzt mit der Rendite ergibt sich ein Sharpe Ratio von 0,94 über einen Zeitraum von 3 Jahren. Damit ist das historische Rendite-Risiko-Verhältnis vorteilhafter als dasjenige des MSCI Europe Small Cap Index (EUR) – das Sharpe Ratio beträgt hier 0,60. (Stand 30.09.2021).


Quelle: Eigene Darstellung, beruhend auf Universal Investment und MSCI-Factsheet, Stand 30.09.2021, Anteilklasse B

Fazit

Den nachhaltigen Mittelstand stärken steht beim B.A.U.M. Fair Future Fonds an erster Stelle. Die Kursentwicklung seit Auflage des Fonds zeigt darüber hinaus, dass sich eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit für Anleger*innen ökonomisch auszahlt – auch im Marktvergleich. Mit laufenden Kosten von 0,82 Prozent für die Anteilklasse B weist der Fonds ein attraktives Kostenprofil für einen aktiv gemanagten Nachhaltigkeitsfonds auf. Dies spiegelt sich auch in der dynamischen Zunahme des Fondsvolumens mit monatlichen Nettozuflüssen auch während der Covid-19-Pandemie wider. Lag das Fondsvolumen Ende 2020 noch bei 82 Mio. Euro, so liegt es per 30.09.2021 bei 156 Mio. Euro.


Stefan Fritz arbeitet als Spezialist Investmentfonds mit Fokus Sustainable Finance Regulatorik, Prozessmanagement und Fachkommunikation der GLS Investment Management GmbH. In den Jahren 2015 bis 2018 war er für das französische Researchunternehmen Novethic mit Sitz in Paris tätig, von wo aus er die Entwicklung des europäischen Marktes für nachhaltige Investments begleitete und für das Audit des FNG-Siegels zuständig war. LinkedIn

Christian Pass arbeitet als Senior Experte Portfoliomanagement im Fondsadvisory der GLS Investments, wo er für das Management des B.A.U.M. Fair Future Fonds verantwortlich ist. Zuvor hat er u.a. als Berater für Finanzdienstleistungsunternehmen gearbeitet. Herr Pass hat einen Master in Finance an der European Business School absolviert und ist CFA Charterholder.

Über die GLS Investments

Die GLS Investment Management GmbH, kurz GLS Investments, vereint als 100%ige Tochter der GLS Bank die Kompetenzen zum Management sozial-ökologischer Investmentfonds. Sie gehört zu den strengsten Akteuren am Markt und ist verantwortlich für das GLS Anlageuniversum, das auf Basis eines mehrstufigen, integrierten sozial-ökologischen Auswahlprozesses erfolgt. Anschließend prüft und bewertet ein Team aus Finanzspezialisten die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Unternehmen. Diese Expertise fließt in das Management der vier bereits bestehenden Investmentfonds. Die GLS Investments hat ihren Sitz in Bochum und ist weltweit tätig. Die bisher aufgelegten Investmentfonds investieren aktuell rund 1,2 Mrd. Euro in Unternehmen und Länder, die eine positive gesellschaftliche Wirkung entfalten und nachhaltige Entwicklung fördern (Stand: 08.10.2021).
Mehr Informationen unter: www.gls-investments.de und kontakt@gls-investments.de

Anmeldung zum Newsletter: http://newsletter.gls.de/f/165422-291881/

Über die GLS Bank

Bei der GLS Bank ist Geld für die Menschen da. Sie finanziert nur sozial-ökologische Unternehmen und macht ihre Geschäfte umfassend transparent. Dabei bietet die Bank alle Leistungen einer modernen Bank: Girokonten, nachhaltige Fonds, Vorsorge und vieles mehr. Als Genossenschaftsbank kann jeder Anteile zeichnen und mitbestimmen. Über ihre Partnerin GLS Treuhand ist der Bereich Stiften und Schenken abgedeckt. Die GLS Bank hat ihren Sitz in Bochum und Standorte in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Freiburg, München und Stuttgart.

Wichtige Hinweise zu den ökonomischen Aussagen dieses Artikels (Disclaimer)

Risikohinweis

Die Angaben dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung oder ein Angebot bzw. eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Sie richten sich nicht an natürliche und juristische Personen, deren Wohn- bzw. Geschäftssitz einer ausländischen Rechtsordnung unterliegt, die für die Verbreitung derartiger Angaben Beschränkungen vorsieht, insbesondere nicht für US-amerikanische Staatsbürger oder Personen mit Wohnsitz bzw. ständigem Aufenthalt in den USA. Alleinige Grundlage für den Kauf von Fondsanteilen sind die Verkaufsunterlagen (die wesentlichen Anlegerinformationen, der aktuelle Verkaufsprospekt inklusive Anlagebedingungen sowie der letztverfügbare Halbjahres- und Jahresbericht). Eine aktuelle Version der Verkaufsunterlagen in deutscher Sprache erhalten Sie kostenlos in Papierfassung bei der Verwahrstelle, der Kapitalverwaltungsgesellschaft sowie im Internet unter www.universal-investment.com und www.gls-investments.de. Das Investmentvermögen weist ein nicht auszuschließendes Risiko erhöhter Volatilität auf, d.h. in kurzen Zeiträumen nach oben oder unten stark schwankender Anteilspreise. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung und garantiert nicht notwendigerweise positive Entwicklungen in der Zukunft. Bei der Darstellung der Wertentwicklung handelt es sich um Nettowerte. Der Wert kann sich um individuell anfallende Depotkosten vermindern. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte den aktuellen Verkaufsunterlagen.

Für Sie geeignet, wenn Sie

Nicht für Sie geeignet, wenn Sie

  • in eine faire Zukunft investieren wollen
  • soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen möchten
  • erhebliche Wertschwankungen in Kauf nehmen
  • höhere Ertragschancen bei entsprechend höheren Risiken akzeptieren
  • eine langfristige Depotbeimischung wünschen
  • Anteile jederzeit zum aktuellen Tageswert verfügen möchten
  • keine erheblichen Wertschwankungen akzeptieren
  • Ihr Kapital nur kurz- bis mittelfristig anlegen möchten
  • einen sicheren Ertrag anstreben
  • mögliche Wechselkursverluste gegenüber Anlegerwährung nicht akzeptieren
  • keine erheblichen Wertschwankungen akzeptieren
  • Ihr Kapital nur kurz- bis mittelfristig anlegen möchten
  • einen sicheren Ertrag anstreben
  • mögliche Wechselkursverluste gegenüber Anlegerwährung nicht akzeptieren


Quelle der Daten:
 Die Angaben zu den ökonomischen Kennzahlen (Wertentwicklung/Performance, Kosten, Volatilität, Sharpe Ratio) beziehen sich alle auf die für institutionelle Investoren konzipierte Anteilklasse B, die im Vergleich zur Anteilklasse A ein vorteilhafteres Kostenprofil für Investoren aufweist. Anteile an der Klasse B sind ab einer Mindestanlagesumme von 200.000 Euro erwerbbar.

Stand der Daten: Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich alle Angaben auf den 30.09.2021.

Erläuterung zur Kostenquote: Die Gesamtkostenquote gilt für das aktuelle Geschäftsjahr und errechnet sich aus den Kosten des abgelaufenen Geschäftsjahres (01.09.2019 bis 31.08.2020). Die Gesamtkostenquote drückt sämtliche vom Sondervermögen im Jahresverlauf getragene Kosten und Zahlungen (ohne Transaktionskosten) im Verhältnis zum durchschnittlichen Nettoinventarwert des Sondervermögens aus.

Bei der Darstellung der Wertentwicklung handelt es sich um Nettowerte. Der Wert kann sich um individuell anfallenden Depotkosten vermindern. 

Sharpe-Ratio: Die Sharpe Ratio ist die Differenz zwischen erzielter Performance p.a. und risikolosem Zins (Citigroup Euro 3 M TR (EUR)) p.a., dividiert durch die Volatilität. Sie lässt sich daher als "Risikoprämie pro Einheit am eingegangenen Gesamtrisiko" interpretieren. Grundsätzlich ist es umso besser, je höher sie ist (hohe Performance bei geringem Risiko). Auf Grund ihrer Konzeption als relative Größe können Sharpe Ratios verschiedener Portfolios sowohl untereinander als auch mit der Benchmark verglichen werden.