Zerofication: fees, funds and feelings

Asset managers have engaged in a race to the bottom in recent years, with providers competing to offer increasingly low fees, explains Fadi Zaher, Head of Product Specialist: Index, Asset Allocation & Factor Based Investing, Legal & General Investment Management. But what is the true cost?

The concept of ‘zero’ is age-old — it can be traced back to the Babylonians and the Ancient Greeks, who debated how ‘nothing’ could simultaneously be ‘something’.

Humans often make decisions in relative terms, by focusing on the advantage of one thing over another. But most people like getting something for ‘free’. In fact, it triggers an emotional, almost irrational excitement. The concept is embedded in our day-to-day lives, including;

  • 'Buy one, get one free' promitions in the supermarket – two items for the price of one
  • We are more likely to go to a museum when it is free despite the overcrowding and queuing, instead of being a paying visitor who saves time
  • An individual’s decision to buy one car brand instead of another may be impacted by the services that are ‘included’ with the purchase, such as free repairs for the next three years

When it comes to money, how we react to ‘free’ is less clear – and even less so in the fund management industry. How we process information and make decisions can get lost in the intricacies of financial product jargon, especially where fees are baked into the price. For example:

  • Foreign exchange  it is not uncommon to exchange travel money for a holiday with 'zero commission'. Yet the exchange rate for converting the cash in your wallet to another currency can be absurdly high
  • Structured products – the price to purchase these could be higher than the selling price
  • Zero-fee mortgages (where you pay through an administration fee). Although these may look attractive to many, the real total cost may exceed that of the non-zero-fee product

Zero-fee-cation?

In an asset management context, if you are offered a zero fee for someone to look after your money, it is a no brainer, right? However, we often fall into the trap of buying something we may not really want due to the perception of it being ‘free’.

 

Management costs have been falling for several years. Many index managers are able to charge low or no fees on the back of associated activities such as securities lending or the indirect investment of their fund’s assets into other funds that are not zero-cost – even though the annual management charge of their fund is zero.

Securities lending involves the owner of an asset temporarily passing the title of the asset to a borrower in return for a fee, backed by collateral. It can aid greater market liquidity and allows a fund manager the opportunity to earn additional return. For an index manager, securities lending can be quite appealing. An index fund is unlikely to sell a stock unless it is falling out of the index. This means the fund can lend those shares to someone – for a fee – and enhance returns. However, there are risks involved in the process, requiring some scrutiny by investors to see what is under the hood.

Understanding the answer to questions about the factors that facilitate zero-cost has implications not only on the product choice, but for some of the biggest issues facing an investor: explicit costs, implicit costs and the effectiveness of the investment strategy.

The ‘free’ concept makes us feel good — and forget the potential downside. Because we think we are starting at zero, anything we get feels like a bonus. By contrast, we may feel the loss of a high-quality but expensive service. However, “there is always a third possibility, as long as you have the ability to find it” – as Swedish author Selma Lagerlöf once said. The answer to this is finding something which is ‘good value for money’. Often, that means an upfront, transparent price tag. The bottom line is that not even ‘zero’ works for nothing!


This article has first been published on futureworldblog.lgim.com.

Warum es an der Zeit ist, das Konzept „Core“ neu zu erfinden

Da die über marktkapitalisierungsgewichtete Indexstrategien verwalteten Vermögenswerte rapide steigen, hinterfragen die Anleger die Ineffizienzen, die mit Massentrades einhergehen können. Herkömmliche Core ETFs haben bislang nicht in dem Ausmaß auf Änderungen reagiert oder die Führungsrolle eingenommen, wie sich das viele Anleger von ihnen erwartet hätten, erklärt Howie Li, Head of ETFs bei Legal & General Investment Management.

Für uns bedeuten Indexanlagen nicht, dass wir „passive“ Anleger sein sollten. Wir hören unseren Kunden zu, um herauszufinden, welche Ergebnisse sie sich von ihren Anlagen in ETFs erwarten. Fondsmanager müssen aktiver vorgehen, um die Risiken der Massentrades zu mindern und mit Unternehmen für den langfristigen Nutzen ihrer Anleger sowie des Marktes generell zusammenzuarbeiten. Wir haben unsere Palette von Core ETFs mit diesen Grundsätzen als Kernstück konzipiert.

So gibt es bestimmte, von herkömmlichen Core ETFs gehaltene Unternehmen, die unseres Erachtens für Anleger langfristige Risiken darstellen. Wir haben eine aktive Entscheidung getroffen, solche Unternehmen bei unseren Core ETFs auszuschließen. Zugleich verfügen wir als aktive Eigentümer und Verantwortliche für die Anlagen unserer Kunden über den erforderlichen Überzeugungsgrad, um von unserem Stimmrecht auch gegen Beschlüsse der von uns gehaltenen Unternehmen Gebrauch zu machen. Anleger haben nun die Wahl, dass ihre in Kernaktien investierenden ETFs auf das sich ändernde Anlageumfeld proaktiver reagieren.

Von einem Core ETF sollte man sich schließlich weitaus mehr als nur geringe Kosten erwarten. Das End-to-End-Design und fortlaufende Management unserer Palette an Core ETFs spiegelt unsere langfristigen Werte und das Feedback unserer Kunden wider: Wir sind mit ihnen einer Meinung, dass Core ETFs zugunsten der Anleger neu konzipiert werden müssen.

Was sich verändert hat und wie Core ETFs neu erfunden werden sollten

Meidung von Massen

Die große Mehrheit von indexnachbildenden Anlagen zeichnet sich durch Umschichtungen aus, die sich auf nur wenige wichtige Handelstage in jedem Jahr konzentrieren – und zwar in dem Zeitraum, in dem maßgebliche Indizes einer Neugewichtung unterzogen werden. So hatte ein Neugewichtungstag für einen maßgeblichen globalen Aktienindex zum Beispiel einen Anstieg des Handelsvolumens um mehr als das 13-fache des durchschnittlichen Handelsvolumens im Monat davor zur Folge.

Unsere Analysen deuten darauf hin, dass Anleger, die an dem Tag ihre Transaktionen durchführen, an dem ein maßgeblicher Aktienindex neu gewichtet wird, Renditen einbüßen, die sie erwirtschaften könnten, wenn sie sich schon vor diesem Datum neu ausrichten würden. Da Indexfonds (einschließlich ETFs) immer mehr Anlagegelder anziehen, dürfte der auf Portfolios lastende Verdrängungsdruck weiter steigen – genauso wie das Risiko für eine erhöhte Kursvolatilität bei den Aktien, die von Neugewichtungen betroffen sind.

Unsere Core ETFs verfolgen Indizes, die unabhängig von den meisten Mainstream-Indexanbietern Neugewichtungen unterzogen werden. Dabei handelt es sich um eine weitere von uns ergriffene Maßnahme zum Schutz unserer Kunden. Wir meiden damit nämlich die Marktauswirkungen überlaufener Transaktionen in Zeiten, in denen Mainstream-Indizes neu gewichtet werden.

Aktive Schritte unsererseits zur Neukonzeption von Core

Wir sind dafür verantwortlich, auf Unternehmen, in denen unsere Kunden investiert sind, positiv einzuwirken. Als Fondsmanager müssen wir dabei helfen, langfristige Performance und Stabilität zu fördern.

Investieren in Unternehmen, die die minimalen Standards unternehmerischen Handelns einhalten.

Wir sind bestrebt, die Auswirkungen potenzieller Regulierungsmaßnahmen von Regierungsbehörden vorwegzunehmen und die Anforderungen an Unternehmen für die Aufnahme in unsere in Kernaktien investierenden ETFs zu erhöhen. Unseres Erachtens sollten bestimmte Unternehmen vom Anlageuniversum der Kernaktien ausgenommen werden, da ihre Geschäftspraktiken den globalen Mindeststandards nicht gerecht werden und für Indexanleger dadurch ein Anlagerisiko entsteht.

Unsere Future World Protection Liste entspricht einem regelbasierten Ansatz, mit dem sicher gestellt wird,dass die Anforderungen erhöht werden, damit zumindest diese Mindeststandards eingehalten werden. Aktien von Unternehmen, die diese Standards nicht erfüllen, werden nicht in den Core ETFs gehalten. Die Future World Protection Liste wurde so konzipiert, dass sie Änderungen am Geschäftsgebaren widerspiegelt, d. h. sie reagiert auf das Anlageumfeld. Gegenwärtig bestehen folgende Schwerpunktbereiche:

Stimmabgabe für positive Maßnahmen

Aktuell herrscht das Missverständnis vor, dass Indexfondsmanager bei der Verwaltung von Anlagen passiv sein müssen.

Wir wissen, dass unsere Kunden mehr erwarten. Sie haben im Laufe der Jahre darauf vertraut, dass wir uns als Befürworter von Veränderungen engagieren, wenn die Verhaltensweisen von Unternehmen verbesserungswürdig sind. Durch die Verwaltung von über 1,3 Billionen US$ an Vermögenswerten, die der Prüfung durch unser Corporate Governance Team unterliegen, konnten wir uns einen Ruf als aktiver Eigentümer von Unternehmen erarbeiten.1

Lernen Sie unsere Teams kennen

Mit über 30 Jahren Erfahrung sind wir mit der Verwaltung von Indexfonds sehr gut vertraut.

Indexspezialisten

Die Fonds werden von unseren auf ETFs spezialisierten Portfoliomanagern in London verwaltet. Das Global Index Fund Management Team verfügt über eine globale Präsenz mit Fondsmanagern in London, Chicago und Hongkong. Das Team verfolgt einen pragmatischen Ansatz der Replikation, um sicherzustellen, dass jeder Fonds den jeweiligen Index möglichst genau nachbildet und aktiv Schritte unternommen werden, um die Kosten zu senken und potenziell die Renditen zu steigern. Dieser Ansatz erfordert detaillierte Kenntnisse der Finanzmärkte und ein tiefes Verständnis der Komplexität der Indexkonstruktion und -neugewichtung.

Ein Bekenntnis zur Corporate Governance

Das Corporate Governance and Responsible Investment Team innerhalb von LGIM erfüllt eine sehr aktive Funktion bezogen auf die Sachverhalte, die den langfristigen Wert der Vermögen unserer Kunden betreffen. Über alle Fonds von LGIM hinweg vertritt das Team die Interessen unserer Kunden, indem es mit Unternehmensleitungen zusammenarbeitet, ihre Stimmrechte als Aktionäre ausübt und öffentlich höhere Marktstandards einfordert.

Weitere Informationen zu unseren Fonds

Core ETFs

Mainstream-Korrelation

Unsere Backtests zeigen, dass die Solactive Core Indizes, die unsere ETFs verfolgen, eine historische Korrelation von 99,9% mit vergleichbaren Benchmarks eines maßgeblichen Indexanbieters aufweisen.2 Investoren könnten daher möglicherweise von unserem proaktiven Indexfondsmanagement profitieren und zugleich am Kernmarkt engagiert bleiben.

Wie unsere Core ETFs für Vermögensallokationen genutzt werden können

  • Strategische Anlagen: Eingehen eines spezifischen langfristigen Marktrisikos durch unsere diversifizierten Bausteine
  • Taktische Anpassungen: Flexible Anpassung der Vermögensallokation an kurzfristige Marktentwicklungen
  • Diversifikation des Konzentrationsrisikos: Unsere in Kernaktien investierten ETFs sind skalierbar und können einzeln oder in Verbindung mit den bestehenden Bausteinen der Investoren eingesetzt werden, um das Konzentrationsrisiko auf Emittentenbasis zu diversifizieren

Weitere Informationen zu den Core ETFs von Legal & General Investment Management finden Sie links im PDF.


1) Quelle: Interne Daten von LGIM, Stand: 30. Juni 2018. Diese Zahlen beinhalten das von LGIMA, einem bei der SEC registrierten Anlageberater, verwaltete Vermögen. Daten beinhalten Derivatpositionen.
2) Quelle: LGIM, Bloomberg. Die Auflegung der Indizes von Solactive ist auf Ende Mai 2012 datiert, die Angaben zu den Gesamtrenditen verstehen sich nach Gebühren, in GBP für den GB-Index, in EUR für Europa ohne GB, in USD für die übrigen Renditeangaben. Die vergangene Performance lässt keine Schlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu.

Howie Li ist Head of ETFs und leitet die Entwicklung sowie das Wachstum von ETFs bei LGIM. Li war unlängst CEO von Canvas, bevor er nach der erfolgreichen Übernahme von Canvas ETF zu LGIM stieß.

Die Index-Neugewichtung: Zur Vermeidung von Handelsverlusten

Da Indexanlagen immer beliebter werden, wird das Handelsvolumen rund um die Termine, zu denen Indizes neu gewichtet werden, zunehmend erhoeht. Das kann in der Folge zu unvorhersehbaren Kursschwankungen führen, so Howie Li und David Barron, beide Legal & General Investment Management.

Indexfonds gelten häufig als die kostengünstigste und einfachste Art, um Marktengagement aufzubauen. Aber ihr Erfolg bei der Gewinnung von Anlagegeldern geht mit der Gefahr von Renditeschmälerungen für die Anleger einher, wenn die Mittelflüsse nicht proaktiv gemanagt werden.

Legal & General Investment Management (LGIM) bietet diese Investmentlösungen seit mehr als 30 Jahren an und hat sich so zum fünftgrößten Indexmanager weltweit entwickelt.1 In dieser Zeit haben wir verschiedene Risiken und Ineffizienzen beobachtet, die wir zugunsten unserer Anleger auf pragmatische Weise mindern und aus denen wir für sie sogar Vorteile ziehen konnten. Da zum Beispiel die Anlagegelder, mit denen populäre marktkapitalgewichtete Indizes nachgebildet werden, im Laufe der Jahre zugenommen haben, sind laut unseren Studien immer mehr Anleger für die mit den Aktienkursen verbundenen Risiken rund um Neugewichtungsereignisse anfällig geworden.

Diese Ineffizienzen dürften noch weiter zunehmen, da wir für beliebte, auf Kernaktien fokussierte Indizes von einer steigenden Kursvolatilität ausgehen, während immer mehr Anleger an Lösungen mit aus Kernaktien bestehenden Indizes interessiert sind. Aus diesem Grund sind wir bemüht, die Risiken, die mit extremen Handelsereignissen (o.ä) einhergehen, proaktiv zu meistern.

Mehr Vermögen, mehr Risiken?

Es ist kein Geheimnis, dass die Beliebtheit von Indexanlagen in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen ist. Anleger interessieren sich für die vielen Vorteile von Indexfonds, darunter die vergleichsweise niedrigeren Gesamtkosten und den breiten Marktzugang. Die große Anzahl an Indexanlagen am Markt – insbesondere Anlagen, die beliebte, marktkapitalisierungsgewichtete Aktienindizes nachbilden – ist in den letzten zehn Jahren weiter gestiegen.

Bank of America Merrill Lynch und Moody’s haben in Studien festgestellt, dass in den USA etwa 38 % aller Aktienanlagen in indexnachbildenden Fonds vorgenommen werden. Sie gehen davon aus, dass der Aktienfondsmarkt in den USA schon ab 2020 zur Hälfte auf aktive und zur Hälfte auf indexbasierte Anlagen entfallen wird. In absoluten Zahlen schätzt PwC, dass sich das verwaltete Vermögen in indexnachbildenden Anlagen 2016 auf 14 Billionen US$ belief. Bis 20252 wird sich diese Zahl laut PwC mehr als verdoppeln.

Der Preis von Popularität

Das Ziel der Indexfondsmanager besteht in erster Linie darin, die Indizes so genau wie möglich nachzubilden. Da jedoch Indexanlagen immer beliebter werden, ist die Kursvolatilität wegen der Transaktionen, die die zahlreichen Indexanleger rund um die Neugewichtungstermine vornehmen, gestiegen. Früher fielen diese Transaktionen kaum ins Gewicht.

Wenn ein Indexanbieter sich entscheidet, eine Aktie in seinen Index aufzunehmen oder daraus zu entfernen, dann wird diese Entscheidung sowohl entsprechend der Regeln des jeweiligen Index getroffen als auch lange im Voraus öffentlich bekannt gegeben. Manager von Indexfonds, die Abbildung 1: Vermögen in Aktienindizes nachbildenden Fonds als %-Anteil des gesamten verwalteten Vermögens aller Aktienfonds die Übereinstimmungs-Differenz zwischen dem Fonds und dem Index auf ein Minimum beschränken möchten, werden diese Änderungen oft erst am letzten Tag vor der Umsetzung der Änderungen in ihren Transaktionen widerspiegeln, um sichsonahwiemöglichanihrenBenchmarksauszurichten. Wie es die Logik von Angebot und Nachfrage vorschreibt, gilt jedoch: Je mehr Nachfrage nach Transaktionen mit den gleichen Aktien – von denen es ein festes Angebot gibt – zu einem bestimmten Zeitpunkt besteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs dieser Aktien vorübergehend steigt oder zumindest kurzfristig Schwankungen aufweist.

Abgesehen von diesen Neugewichtungsterminen ist der Umschlag für Indexfonds in der Regel insgesamt recht niedrig. Im Mai 2018 führte eine umfangreiche Überprüfung eines Aktienindex zu folgendem Ergebnis. Rund 50 Aktien wurden neu aufgenommen bzw. schieden aus, was an einem einzigenTag eine Steigerung des Handelsvolumens um mehr als das 13-fache im Vergleich zum Vormonat nach sich zog. Unsere Schätzungen deuten darauf hin, dass je nach Index der dritte Freitag eines jeden Quartals oder der letzte Tag in den Monaten Mai und November das Handelsvolumen wesentlich durch umfangreiche Indexneugewichtungen bestimmt wird.

Wir untersuchten den möglichen Unterschied auf die Performance bei Neugwichtung eines großen globalen Aktienindex wenn am Tag der Bekanntgabe gehandelt wird und nicht bis zum Datum der effektiven Neugewichtung ein paar Wochen später gewartet wird. Im Verlauf von 14 Neugewichtungen von Februar 2015 bis Mai 2018 hätten sich mit einer solchen Strategie laut unserem Research im Durchschnitt 6,5 Basispunkte an jährlicher Performance erzielen lassen. Anders gesagt verloren Anleger, die erst am Tag der Indexneugewichtung Transaktionen vornahmen, potenziell bis zu 6,5 Basispunkte an Performance. Sie hätten diesen Verlust aber eventuell verringern können, wenn sie das hohe Tradingvolumen an den Neugewichtungsterminen vermieden hätten.

Research von Berkeley erläutert, weshalb dies unter Umständen der Fall ist: Viele der von ihnen untersuchten Aktien wurden sowohl nach der Ankündigung ihrer Aufnahme in Kernindizes als auch am Neugewichtungsdatum weit über ihrem durchschnittlichen Kursniveau gehandelt und gaben häufig einige dieser Zugewinne in den darauffolgenden Tagen wieder ab.2 Bei den einzelnen Unternehmen können diese Ereignisse im Vergleich zu den Tagen vor und nach der Neugewichtung zu einem äußerst sprunghaften Anstieg der Handelsvolumina führen, was sich natürlich auf die Kursvolatilität auswirkt.

Ruhige Tage

Die Nachbildung von Indizes, deren Neugewichtungen nicht an Tagen mit hohem. Tradingvolumen erfolgen oder die ganz einfach weniger Neugewichtungen vornehmen als andere Benchmarks, kann ebenfalls helfen, das mit unvorhersehbaren Kursschwankungen einhergehende Risikozumeiden.WieanhanddesNeugewichtungskalenders im Anhang ersichtlich wird, kann ein Index, der an einem anderen Zeitpunkt als dem Quartalsende neu gewichtet wird, die Massen meiden, die durch maßgebliche andere Indexanbieter mobilisiert werden. Anleger können nach wie vor einen breiten Marktzugang erhalten, wenn sie auf indexnachbildende Aktienfonds setzen, bei denen Neugewichtungen im Vergleich zu den beliebten Kernindizes in „ruhigeren“ Zeiten erfolgen.

In unseren in Kernaktien investierenden Exchange Traded Funds (Core ETFs) verfolgen wir beispielsweise die Performance der von Solactive unabhängig verwalteten und berechneten Indizes. Bei Solactive aus Frankfurt am Main handelt es sich um einen globalen Marktführer in der Indexbranche mit mehr als zehn Jahren Erfahrung und Anlagen in Höhe von 200 Milliarden US$ in indexgebundenen Produkten (Stand: Januar 2018). Diese Indizes sind so konzipiert, dass sie neu gewichtet werden, bevor viele der maßgeblichen Indexanbieter Änderungen an ihren Indizes ankündigen. Trotzdem korrelieren sie unseren historischen Analysen zufolge zu 99,9 % mit vergleichbaren Benchmarks maßgeblicher globaler Indexanbieter.

Erfahrene Indexmanager

Natürlich geht es bei der Bewältigung der mit Indexanlagen verbundenen Ineffizienzen nicht nur darum, das Datum der Neugewichtung zu ändern. Das Management von Indexfonds hat den unglücklichen Zusatz „passiv“ erworben. Dabei ist es alles andere als das.

Wir bei LGIM verfolgen einen pragmatischen Ansatz der Indexreplikation, der es uns ermöglicht, die Renditen der Anleger potenziell zu steigern, indem vorhersehbare Performancebelastungen gemindert werden. So kann unser erfahrenes, für das Management von Indexfonds zuständiges Team zum Beispiel versuchen, wahrscheinliche Indexänderungen vorwegzunehmen, oder optimale Handelsstrategien einsetzen, wenn es zu bestimmten Ereignissen in Unternehmen kommt.

Nicht nur Interesse an niedrigen Gebühren

Je stärker sich die Anleger der Ineffizienzen einer „herkömmlichen“ Indexanlage bei Neugewichtungsereignissen bewusst werden, desto anspruchsvoller werden sie gegenüber ihren Indexfondsmanagern. Da die Beliebtheit indexnachbildender Anlagen so bald nicht nachlassen dürfte, liegt es unseres Erachtens an den Managern, die in dieser Publikation aufgeführten Risiken zu steuern, etwa durch Lösungen wie die Nachbildung von Indizes mit alternativen Neugewichtungsterminen.

Darüber hinaus könnte eine pragmatischere Methode der Indexreplikation zur Minderung anderer Indexineffizienzen die Kosten für Anleger senken oder sogar die Renditen steigern. In unserer unlängst aufgelegten Palette an Core ETFs sind wir zugunsten unserer Kunden um beides bemüht und zeigen, dass die wachsende Anzahl an Indexanlegern mehr von ihren Indexfondsmanagern erwarten kann und sollte.

Weitere Informationen sowie eine Auflistung der Termine für die Neugewichtung der wichtigsten Indixes finden Sie links im PDF.


1) Pensions & Investments; Umfrage unter den größten Indexmanagern 2018.
2) Quelle: PWC, Asset & Wealth Management Revolution: Embracing Exponential Change, 2017

Howie Li ist Head of ETFs und leitet die Entwicklung sowie das Wachstum von ETFs bei LGIM. Li war unlängst CEO von Canvas, bevor er nach der erfolgreichen Übernahme von Canvas ETF zu LGIM stieß.

David Barron ist Head of Index Equity and Factor-Based Investing. Er konzentriert sich auf die Bereiche Research und Strategie und führt außerdem das Team, das für Anlagen in Index-Aktien verantwortlich ist.