KPMG - China Outlook 2015

KPMGs China Outlook 2015 provides analysis and commentary on China’s economy, outward direct investment (ODI) and foreign direct investment (FDI) in 2014, and offers a closer look at the industry sectors where we identified emerging trends and opportunities. The report also provides our outlook for 2015.

China’s GDP grew by 7.4 percent in 2014, close to the government’s target of 7.5 percent. Meanwhile, as we discussed in our 2014 third quarter China Quarterly Report, the service sector has become increasingly important as a driver of the economy, accounting for 48.2 percent of China’s economic output in 2014, up by 1.3 percentage points compared with 2013.

In 2014, China’s ODI entered a new stage, with more Chinese companies investing in more industries in more countries. ODI in 2014 reached an estimated US$120 billion, a double-digit increase over 2013. China’s FDI increased to a record US$119.6 billion, up by 1.7 percent year-on-year. In addition, FDI growth in the service sector grew 7.8 percent in 2014, whereas the manufacturing FDI witnessed a double-digit decline.

The report also provides detailed analysis of trends in key sectors such as real estate and infrastructure, and provides forecasts for 2015.

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Link to the original site: http://www.kpmg.com/DE/de/Bibliothek/2015/Seiten/china-outlook-2015.aspx

Strategien - Quantitative ­Faktoren brauchen Steuerung!

Risiko lässt sich deutlich verlässlicher schätzen als Rendite. Daher versucht ­ACATIS, bei den auf Stabilität ausgelegten Indizes der neuen Smart-Beta-Reihe „Modulor“, den Kundennutzen durch die konsequente Vermeidung von Verlusten zu steigern. Gleichzeitig werden systematisch Erkenntnisse aus dem Value Investing und wissenschaftlich nachgewiesene Kapitalmarktanomalien zur Renditeerzielung eingesetzt. 

Der Modulor Low Risk Index umfasst ein reines Aktienportfolio mit unterbewerteten und risikoarmen Titeln. Die langfristige Risikoerwartung liegt, ähnlich wie beim Vergleichsindex MSCI Minimum Volatility, unter dem Risiko des gesamten Aktienmarktes. Der langfristig erwartete Mehrertrag nach Kosten liegt bei ca. 3 Prozent. Der Wertzuwachs seit Auflage (31.12.2012) bis Ende März 2014 beträgt 26,7 Prozent bei einer Volatilität von 9,8 Prozent. Der MSCI Minimum Volatility erzielte im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 15,9 Prozent bei einer Volatilität von 8,9 Prozent.

Die Titelselektion erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird das Universum für den Inves­tor auf risikoarme Titel eingegrenzt. Der Risikofilter beachtet die historische Volatilität, die Ausschüttungsrendite und die Stabilität der Wertschöpfung. Dabei umfasst das Anlage­universum 90 Prozent der liquidesten Aktien der Welt mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro (ca. 4.000 Aktien), eingeteilt in zehn Sektoren und 45 Länder. Durch ein Scoringmodell werden dann die attraktivsten 20 Prozent in jedem Sektor selektiert. Die finale Auswahl erfolgt durch das Portfoliomanagement durch den Ausschluss von Kandidaten, bei denen das Portfoliomanagement unternehmens­spezifische Risiken sieht, die sich nicht in den Bilanzdaten widerspiegeln und durch die Überprüfung weiterer Kennzahlen, die nicht im Scoringmodell enthalten sind.

Ein Allokationsmodell, das die Renditeerwartung und den Risikobeitrag der Segmente berücksichtigt, setzt der Portfoliokonstruktion ihre Grenzen, bringt jedoch die Risiko­diversifikation. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Indizes wie Dax, S&P 500 oder MSCI Welt wegen ihrer Marktkapitalisierungsgewichtung nicht effizient sind – teure Aktien sind zu hoch gewichtet. Hier versprechen alternative Smart-Beta-Ansätze, die das Risiko oder die Ertragskraft zur Grundlage haben, einen langfristigen Mehrertrag von knapp 2 Prozent.

Mithilfe der Portfoliokonstruktion werden die Allokationsvorgaben und die etwa 50 attrak­tivsten Aktien der verschiedenen Segmente unter Berücksichtigung des ­Risikos zusammengeführt. Das Zielportfolio wird vierteljährlich optimiert und angepasst. Durch den Risikofokus im Investmentprozess lässt sich die Marktabhängigkeit des reinen Aktien­portfolios um etwa 15 Prozent reduzieren. Die Gewichtung der Einzeltitel liegt zwischen 1 und 3 Prozent. Die Sektorgrenzen bewegen sich zwischen 5 und 15 Prozent.

Der wichtigste Risikotreiber ist die allgemeine Marktentwicklung und diese ist kaum prognostizierbar. Der Gesamtmarkt beeinflusst mehr als 80 Prozent des absoluten ­Risikos eines Aktienportfolios. Deshalb gibt es den Modulor-Index auch in defensiverer Form als Modulor Low Risk -hedged- Index, bei dem 50 Prozent des Marktrisikos sowie ein Großteil des Fremdwährungsrisikos abgesichert sind. Die Performance seit Auflage (31.12.2012) beträgt 14,2 Prozent bei einer Volatilität von nur 5,3 Prozent.

Noch risikoärmer ist der Modulor Low eVaR Index, der den extreme Value at Risk als Risikodefinition zur Titelselektion verwendet. Ein Multifaktorfilter aus Bewertung, Qualität und Momentum grenzt das Anlageuniversum auf attraktive Unternehmen ein. Die Allokationsgrenzen von 0 bis 20 Prozent pro Sektor basieren auf dem Risikobeitrag des jeweiligen Segments. In der Portfoliokonstruktion werden die etwa 100 Titel mit 0,8 bis 1,2 Prozent gewichten. Seit Auflage (11.06.2013) erzielte der Index eine Rendite von 13,2 Prozent bei einer Volatilität von 8,6 Prozent. Die abgesicherte Varian­te Modulor Low eVaR -hedged- I­ndex erzielte einen Wertzuwachs von 5,6 Prozent bei einer Volatilität von nur 4,1 Prozent. 

Beim Modulor Deep Value Index hingegen steht die Renditemaximierung im Vordergrund, während die Risikobetrachtung nachrangig ist. Die langfristige Renditeerwartung ist eine um ca. 4 Prozent höhere Wertentwicklung als der Markt. Seit Auflage (31.12.2012) bis Ende März 2014 ist der Index um 33,9 Prozent gestiegen, bei einer Volatilität von 12,2 Prozent. 

Basis hierfür ist ein diversifiziertes Portfolio von deutlich unterbewerteten ­Aktien, wobei eine Unter­bewertung als gegeben gilt, wenn vier voneinander unabhängige ­Bewer­tungs­modelle dies anzeigen. In einer Vergangenheitsanalyse von mehreren Tausend Beobachtungen hat sich der Zusammenhang zwischen den Bewertungen deutlich gezeigt: Je mehr „Positiv­voten“ die Modelle abgaben, desto höher die erwartete Kursentwicklung. In der Selektion werden Titel mit einer hohen Marktkapitalisierung bevorzugt, Branchen und Länderkonzentrationen indes manuell abgemildert. Das Portfolio besteht aus rund 50 gleichgewichteten Aktien und wird vierteljährlich angepasst. Das Anlageuniversum erstreckt sich auf circa 4.400 Aktien aus 10 Sektoren und 45 Ländern mit einer Markt­kapitalisierung von mehr als 1 Milliarde Euro.

Der Autor: 

Christian Schwehm
studierte Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern und Southampton. Bevor er 2012 zu ACATIS kam, war er im Deutsche-Bank-Konzern tätig. Dort leitete er u.a. die Abteilung „Quant Equities“. Er ist Geschäftsführer bei ACATIS Research und verantwortlich für die Portfoliokonstruktion sowie die Modellentwicklung. 

ACATIS Investment GmbH 
ist ein bankunabhängiger, selbständiger Vermögensverwalter, dessen Kernkompetenz das „Value Investing“ nach Benjamin Graham und Warren Buffett ist. ACATIS verwaltet seit 20 Jahren institutionelle Vermögen nach diesem Prinzip und betreut heute 25 Publikums- und Spezialfonds. Seit Ende 2013 bietet ACATIS zudem Smart-Beta-Indizes an. Das verwaltete Vermögen liegt bei 2,6 Mrd. Euro (Stand März 2014).

Strategien - Breit diversifizieren, gerade auch im ­Bereich der Trendfolger

Ist das Diversifizieren eines Portfolios wirklich „the only free lunch in investing“? Oder heißt gerade jetzt das Motto: besser „spezialisiert sein“ und „punktuelle Treffer setzen, statt überall dabei zu sein“?

 von Frank Seidel, Gründer der amandea Vermögensverwaltung AG

Für einen Stellvertreter eines rein systematischen und prog­nosefreien Handelsansatzes im Bereich der trendfolgenden UCITS-Fonds stellt sich hier sicherlich nicht die Glaubensfrage. Die zurückliegenden Jahre haben sich für die Spezies der Managed Futures Fonds zwar als undankbar und in der Sache schwierig dargestellt. Einige Marktteilnehmer haben das Handtuch geworfen, viele erleben derzeit den tiefsten Draw-Down seit Bestehen der eigenen Handelsstrategie. Und Aktienmärkte haussieren dabei – politisch getrieben – nahezu unbeirrt.

Ich möchte aber eine Lanze dafür brechen, sich in diesem Marktumfeld bei der täglichen Suche von Trends oder „Trendprodukten“ nicht einfangen zu lassen von neuen verlockenden Teilstrategien und kurzfristig erfolgversprechenden Handelsideen. Es gibt sicherlich Dinge, die auf den ersten Blick sehr verlockend aussehen – es gibt aber auch Fakten, zu denen zumindest wir zum wiederholten Male in internen Diskussionen zurückgekehrt sind: Wir kennen die künftigen Marktentwicklungen nicht und wir möchten möglichst stabil auf künftige Entwicklungen und ggf. auch Marktverwerfungen reagieren können. Warum also das Risiko eingehen und punktuelle Trends spielen und sich (unnötig?) spezialisieren, etwa auf nur wenige Märkte, wenige Zeitfenster oder Einzelstrategien?

Jetzt erst Recht sollten Manager die Möglichkeiten nutzen, die ihnen die Märkte mit unterschiedlichen Trends auf den unterschiedlichsten Assetklassen, in den unterschiedlichen Betrachtungsfenstern und in beiden Trendrichtungen (long und short) bieten können. Bezogen auf meine favorisierte Umsetzung heißt das: möglichst viele einzelne Märk­te, viele unterschiedliche Zeitfenster (konsolidiert in einer kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Betrachtung) sowie jeweils zueinander gering korrelierte Strategien innerhalb dieser Zeitfenster. 

Dabei unterteilen wir Substrategien primär an Hand der durchschnittlichen Investitions­dauer in den Zeitfenstern kurzfristig (bis zu zwei Wochen), mittelfristig (bis zu drei Monaten) und langfristig (rund 6 Monate). Unterstellt, die verschiedenen genutzten Trendlängen würden individuell ihr eigenes Alpha und ihren positiven Return über die Zeit für ein institutionelles Portfolio oder einen UCITS-Fonds generieren, so wäre das die erste Legitimation, quasi die Vorspeise eines „free lunch“. Doch liefern diese Zeitfenster überhaupt akzeptable stabile Performancebeiträge?

Auf Basis der von uns eingesetzten und hier konsolidiert dargestellten Zeitfenster zeigt sich, dass diese Strategien mehrheitlich positive Returns generieren, dies aber eben zu unterschiedlichen Zeiten tun.

Kann man hieraus schon einen höheren Nutzen oder eine Präferenz z.B. für einen langfristigen oder kurzfristigen Trend ableiten? Ich bin der Meinung, nein. Denn die hier zum Jahresende 2013 dargestellten Ergebnisse sind alles andere als stabil und ändern sich über die Zeit laufend. In der Tendenz sind die Ergebnisse zwar positiv, darauf aber eine Wette in Bezug auf eine Präferenz oder Übergewichtung abzugeben ist zumindest mutig. 

Also auch hier: nach der „Vorspeise“ der niedrigen Korrelation folgt quasi als „Hauptspeise“ der nächste free lunch durch unterschiedliche Ertragsquellen dieser gering korrelierten Strategien. 

Abgerundet sollte das jetzt noch werden mit einem passenden Dessert des Risiko­managements, welches das Draw-Down-Verhalten dieser Subsysteme sowie der Gesamtstrategie im Zaum hält. All das klingt in der Theorie einfach – die Umsetzung ist allerdings komplex und mehrdimensional.

Fazit: Wer auf ein möglichst robustes Handelssystem und stabile Returns aus ist, kommt aus meiner persönlichen Sicht um eine breiten Streuung auf allen dargestellten Ebenen nicht herum. Seit Ende 2009 setzen wir diese Erkenntnis nunmehr ohne diskretionäre Eingriffe im Handelssystem eines UCITS-Fonds um und können zumindest in diesem zurückliegenden Zeitraum den hohen Nutzen dieses „free lunches“ bestätigen.

 

Frank Seidel 
ist einer der Gründer der amandea Vermögensverwaltung AG und verantwortet das Produkt-management des Unternehmens. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Wertpapierbereich sowie der Betreuung von vermögenden Privatkunden. Er ist spezialisiert auf die Bereiche Strukturierte Produkte und Alternative Investments. 

Die amandea Vermögensverwaltung AG
wurde 2009 mit dem Fokus der Finanzportfolioverwaltung für private und ausgewählte institutionelle Mandanten gegründet. Sie fungiert gemeinsam mit dem Co-Manager Altruid Systems als Fondsmanager des UCITS-CTA-Funds amandea – ALTRUID HYBRID.