Kommunikation im Asset Management – Mit guter Positionierung, digitalen Kanälen und multimedialen Inhalten zum Erfolg?

Unsere Art der Kommunikation ist im Wandel. Soziale Medien, Landingpages und digitale Kampagnen gehören heute untrennbar zum modernen Marketing-Mix dazu. Diese neuen und individualisierbaren Kanäle sind auch zwingend notwendig, um in einer Zeit der Informationsüberflutung Fuß zu fassen. Aktuelle Studien sagen, dass wir täglich mehr als 15.000 Informationen ausgesetzt sind; ob wir nun über die Straße gehen, im Internet surfen oder Podcasts hören – Werbebotschaften sind überall um uns.

Auch das Asset Management muss sich hervorheben, um gegen die digitale Konkurrenz aus dem App-Store und die regionalen Banken anzukommen. Während die Bequemlichkeit sich nach guten und maßgeschneiderten Lösungen umzusehen bei beiden Wettbewerbern eine große Rolle spielt, kann sich das Asset Management dies zu Nutze machen. Dafür braucht eine gute und integrierte Kommunikationsstrategie und den Fokus auf den Faktor Vertrauen; Vertrauen darauf, dass man sehr gut mit dem Geld der Kundinnen und Kunden umgehen wird und das so maßgeschneidert, wie es nur geht.

Auf die werteorientierte Positionierung kommt es an

Die Auffindbarkeit von Unternehmen ist in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Die richtige Positionierung ist für Asset Manager dabei genauso relevant, wie das gebotene Markenerlebnis. Durch ihre Erfahrung und ihre Expertise können sie ein einzigartiges Markenerlebnis schaffen, welches in einer regionalen Bank oder auch bei einem Massenprodukt, wie den Trading-Apps, nicht denkbar wäre.

Ob das User Erlebnis auf der Webseite, auf sozialen Medien oder im direkten Austausch, ein Asset Manager mit einer durchdachten und geschärften Positionierung schafft es seine Dienstleistungen emotional aufzuladen und wird so für die Kunden immer interessanter.

Positionierung geht dabei weit über das Aufsetzen eines Werbeslogans oder einer Botschaft auf der Webseite hinaus. Eine gute und durchdachte Positionierungsstrategie greift in alle Kommunikationsinstrumente ein und verändert diese grundlegend. Egal ob man auf der Landingpage unterwegs ist, über den Asset Manager in den sozialen Medien stolpert oder ihm auf einem Event begegnet, die Marke tritt immer hervor und ist untrennbar mit den Personen, den Produkten und den Werten des Unternehmens verbunden. 

Der richtige Kanal für die richtige Zielgruppe

Nicht jeder Kanal ist für die Kunden eines Asset Managers geeignet. Gerade als kleineres Team ist es zwingend notwendig sich auf drei bis vier wesentliche Kanäle zu fokussieren und diese richtig zu bespielen. Jedes Kommunikationsinstrument hat dabei besondere Anforderungen und braucht eine eigene Botschaft in der Tonalität der vorab identifizierten Positionierung.

Auf Facebook beispielsweise sind die Kundinnen und Kunden privat unterwegs. Man konsumiert Inhalte, Nachrichten und das Neueste aus Community; doch man möchte nicht mit fachlicher und berufsbezogener Werbung adressiert werden. Die Botschaften eines Asset Managers müssen hier auf die persönliche Ebene gehen, müssen den potenziellen Kunden ansprechen, begeistern und ihm einen Mehrwert bieten. So nimmt er die neuen Ideen und Inspirationen mit in seinen beruflichen Alltag und überträgt die empfundenen Emotionen auf das Unternehmen.

LinkedIn hingegen wird seiner Bezeichnung als Business Netzwerk gerecht. Doch wer jetzt denkt, dass es nur dafür da ist, mit den bereits bekannten Unternehmerinnen und Unternehmen, Kundinnen und Kunden zu sprechen der hat weit gefehlt. LinkedIn ist ein Netzwerk der Informationen und des Content-Marketings geworden. Hier gilt es in die Diskussion einzusteigen, seinen Experten Status zu bestätigen und Vertrauen aufzubauen. Als Asset Manager gilt es in diesem Kanal nicht nur professionell aufzutreten, als würde man sich gerade um den Traumjob bewerben, sondern auch aktiv zu Netzwerken und durch seine Kompetenzen aufzufallen.

Zusammengeführt werden alle Kommunikations-Maßnahmen auf der Landingpage, die als Visitenkarte und Zentrale der Positionierung den Mittelpunkt des Markenuniversums einnimmt und eine entsprechende Pflege benötigt. Nicht nur für ein gutes Auftreten nach außen, sondern auch für eine optimale Platzierung auf Google und Co. 

Video, Podcast oder Blog?

In anderen Branchen und bei einigen Vorreitern des Asset Managements lässt sich heute ein starker Fokus auf die multimediale und crossmediale Kommunikation beobachten. Doch braucht es einen eigenen YouTube-Kanal, hilft ein Podcast oder ein regelmäßig geführter Blog wirklich dabei mehr Leute zu erreichen?

Die Antwort ist, wie so häufig, nicht so pauschal zu geben. Es hängt sehr von der gewünschten Zielgruppe und deren Medienaffinität ab, doch wenn ich die Millennials, die Generation Z oder die jungen Erbinnen und Erben, Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen möchte, dann kommt man an einer Kommunikation auf „ihren Kanälen“ nur schwer vorbei. Podcasts kommunizieren Inhalte schneller, als es so manch langer Text könnte, und durch die Stimme kann sehr viel Vertrauen geschaffen werden. Videos sind eine zentrale Informationsquelle und nicht umsonst ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Ähnlich sieht es bei Blogs aus, die von einigen Internetnutzern als wichtigste Informationsplattform in ihrem (beruflichen) Alltag betrachtet werden.

Sie sehen, jede Entscheidung einer digitalen, durchdachten und durchdringenden Kommunikationsstrategie hängt von der Positionierung und der Zielgruppe ab. Gehen Sie daher in sich. Überlegen Sie, welche Personen Sie wirklich erreichen wollen und vertrauen Sie einem langjährigen Marketingstrategen wie mir, der sagt, dass diese Erkenntnisse schon so manches Unternehmen auf völlig neue und erfolgreiche Bahnen gelenkt hat.

Über den Autor

  • Alexander Pinker

    Alexander Pinker

    Innovation-Profiler, Zukunftsstratege und New Media Experte.

    Alexander Pinker ist Innovation-Profiler, Zukunftsstratege und New Media Experte. Er hilft Unternehmen nicht nur in die nächsten zwei Jahre zu blicken, sondern die Trends in Technologie und Gesellschaft für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu verstehen. Dafür geht der Innovation-Profiler mit den Kunden auf die Suche nach den Spuren des Wandels und nach den passenden Kommunikationskanälen und Technologien. Er ist Gründer von „Alexander Pinker – Innovation-Profiling“, „innovate! Communication“ und der Nachrichtenplattform „Medialist Innovation“. Außerdem ist er Vorstand des Startup-Netzwerks SUN e.V., Dozent und Autor.

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