GAM Marktkommentar: Leistungsbilanzen in den Schwellenländern verbessern sich

Die Leistungsbilanzdefizite in den Schwellenländern dürften weiter zurückgehen. Dieser Ansicht ist Michael Biggs, Investmentmanager im Team des GAM Star Emerging Market Rates von Paul McNamara. „Die Nachfrage in den entwickelten Volkswirtschaften zieht an, während sie in den Schwellenländern nachlässt“, begründet der Experte seine Erwartung. Zudem seien auch die realen effektiven Wechselkurse zurückgegangen. Schon Ende des vergangenen Jahres hätten sich die Handelsbilanzen in den Emerging Markets signifikant verbessert. Gesündere Leistungsbilanzen und eine Outperformance der Defizitländer seien die Folge gewesen. „Die aktuelle Entwicklung könnte diesen Trend noch weiter beflügeln“, so Biggs.

Die Schwellenländer dürften zudem von steigenden Exporten profitieren: „Wenn sich die Nachfrage aus den USA im zweiten Quartal erholt, dürfte auch das Exportwachstum wieder zunehmen“, sagt der Experte. Er erwartet, dass vor allem Mexiko, Polen und in geringerem Maße auch Korea davon profitieren werden. Vorsichtig ist Biggs dagegen weiterhin bei Rohstoffproduzenten wie Südafrika, Chile, Russland oder Peru.

Die Kupons, gemessen am JP Morgan Government Bond Index – Emerging Markets (GBI-EM), seien nominal auf 7 Prozent gestiegen, nach Abzug der Inflation lägen sie bei etwa 2,5 Prozent. Das entspräche etwa dem langjährigen Durchschnitt, liege aber deutlich über jenen in den entwickelten Ländern. Lokalwährungsanleihen seien zudem attraktiver als Hartwährungsanleihen, da Investoren in den vergangen acht Jahren mit einer zusätzlichen Prämie für das Währungsrisiko von 2 bis 3 Prozent rechnen konnten. „Wir bewegen uns derzeit eher am oberen Ende dieses Spektrums. Damit ist die Assetklasse attraktiv“, analysiert Michael Biggs.

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem englischsprachigen PDF.