Man on the Month: Japanische Notenbank könnte zum entscheidenden Impulsgeber werden

Seit Jahresbeginn scheinen sich die Finanzmärkte nicht für eine klare Richtung entscheiden zu können. Daran ändert auch die umfangreiche Liquidität, die die Notenbanken zur Verfügung stellen, bislang nichts. Aus Sicht von Hans Hurschler, Leiter Portfolio Management der Man-Geschäftseinheit FRM, könnte jedoch die japanische Notenbank mittelfristig zum entscheidenden Impulsgeber werden. „Möglicherweise verfehlt Japan trotz des immensen monetären Stimulus des vergangenen Jahres das erwartete Inflationsziel von zwei Prozent. Dann stehen die Chancen gut, dass die japanische Notenbank ein weiteres Mal versuchen wird, die Wirtschaft mit einer Geldspritze anzukurbeln. Es ist davon auszugehen, dass der Euro in der Folge aufwerten würde. Wenn dann auch noch die Inflation in Europa weiter nahe dem Nullpunkt bleibt, dürfte sich die Europäische Zentralbank veranlasst sehen, ebenfalls unorthodoxe geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Ich gehe davon aus, dass auf ein derartiges Szenario wiederum die Märkte positiv reagieren werden.“

Kurzfristig dürfte die laufende Berichtssaison eine Rolle für die Aktienmärkte spielen. Denn Investoren werden wohl in Anbetracht der derzeit herrschenden Unsicherheit einen noch intensiveren Blick auf die Fundamentaldaten werfen. Das könnte zu einer generellen Veränderung der Risikowahrnehmung führen und eine stärkere Nachfrage nach defensiveren Werten erzeugen.

Besonders Equity Long-Short Manager hatten einige Schwierigkeiten im April

Insgesamt wies der HFRX Global Hedge Fund Index am Ende des Monats ein Minus von 0,73 Prozent auf. Dazu trugen hauptsächlich Equity Long-Short Manager bei. Dabei schlossen in Europa viele Fonds im Minus ab, während in den USA hauptsächlich jene betroffen waren, die auf Technologiewerte und auf Growth-Titel setzten. US-Manager, die in Value-Aktien investierten, zeigten eine gute Performance. Trotz des schwierigen Monats schlagen weiterhin zahlreiche Manager auf Jahressicht die Aktienindizes.

Managed Futures lagen leicht im Plus. Wesentliche positive Faktoren waren hier Erdgas und Agrarrohstoffe sowie Zinsen, während gerade die Aktienmärkte wenig zur Performance beitragen konnten.

Commodities Manager hatten einen wechselhaften Monat. Gut schnitten diejenigen ab, die auf das Thema Energie setzen, während es bei Managern mit dem Schwerpunkt Basismetalle aufgrund der wirtschaftlichen Daten aus China nicht ganz so gut lief.

Auch Credit Manager waren leicht positiv. Hier profitierten besonders die Long-Short Manager von Wertzuwächsen einzelner Positionen. Nicht zuletzt die Konstellation Fannie Mae und Freddie Mac, die schon seit Monaten für eine gute Performance sorgt, erfreut sich bei vielen Managern weiterhin großer Beliebtheit.