IFA: Smartphone-Hersteller setzen Hoffnungen auf neuen Standard

Noch bis Mitte dieser Woche (11.09.) findet in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Die Messe gilt als eine der wichtigsten Veranstaltungen für Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik. Eine zentrale Rolle spielen bei der IFA daher Neuheiten im Bereich mobile Kommunikation und Smartphones.

Im Zuge dessen werden nicht nur die neuesten Modelle der Öffentlichkeit präsentiert, sondern auch Branchentrends und die Geschäftsentwicklung thematisiert.

Dieses Jahr steht neben faltbaren Smartphones der Datenfunkstandard 5G im Zentrum. Denn die schnellere Datenverbindung gilt als eine Hoffnung für börsennotierten Handyriesen, die sich mit Herausforderungen konfrontiert sehen.

Handelsstreit belastet Markt für Smartphones

So sorgt etwa der Handelsstreit zwischen den USA und China für Komplikationen. Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller von Mobiltelefonen und führenden Netzwerkausrüster Huawei dürften den gesamten Sektor ausbremsen, erwarten Analysten.

Es sei zwar absehbar, dass vor allem der Marktführer Samsung sowie chinesische Rivalen wie Xiaomi einen Teil der Huawei-Kunden anlocken könnten, sagt Anshul Gupta vom Marktforschungsinstitut Gartner: „Ich gehe aber nicht davon aus, dass die wegbrechenden Huawei-Verkäufe komplett von anderen Playern aufgefangen werden. Dadurch wird der Markt noch etwas stärker schrumpfen.“

Für das zweite Quartal errechnet Gartner einen Rückgang der Smartphone-Verkäufe um 1,7 Prozent auf 368 Millionen Geräte. Vor allem die Nachfrage nach teuren Modellen sei zurückgegangen. Zum einen sähen Besitzer von Top-Modellen keinen Grund, ihre Geräte zu erneuern.

Zum anderen gebe es nicht genug Anreize für Nutzer mit Mittelklasse-Telefonen, auf teurere Modelle umzusteigen. Hier hofft man nun auf den 5G-Standard. Die neue Technologie könnte das Interesse an neuen und teureren Smartphones steigern, heißt es.

Smartphone

Hoffnung auf neuen Technologien

Samsung blieb im zweiten Quartal die klare Nummer eins und steigerte seinen Marktanteil nach Berechnungen von Gartner im Jahresvergleich von 19,3 auf 20,4 Prozent. Der Marktanteil von Huawei legte zwar von 13,3 auf 15,8 Prozent zu – sein Absatz verzeichnete aber einen deutlichen Einbruch, nachdem das Unternehmen Mitte Mai von der US-Regierung auf eine schwarze Liste gesetzt wurde.

Zusätzlich mussten die beiden Anbieter den Verkaufsstart ihrer Falt-Telefone verschieben, nun sollen sie im Herbst verfügbar sein. Während der Branchenprimus Samsung sein „Galaxy Fold“ auf der IFA präsentierte, stand beim chinesischen Konkurrenten Huawei die Vorstellung seines „Mate X“ an.

Samsung gab außerdem bekannt, ein 5G-fähiges Smartphone in der mittleren Preisklasse auf den Markt zu bringen.

Die Hoffnung auf mehr Dynamik am Smartphone-Markt betrifft längst nicht nur die Hersteller. Auch die Industrie ihrer Zulieferer hängt davon ab. Ein Beispiel dafür ist der heimische Halbleiterkonzern ams AG, dessen Aktien an der Zürcher Börse notieren. Sein Aktienkurs kam im Zuge der Handelsstreitigkeiten unter Druck.

Entscheidend für eine Entspannung werden neben den politischen Fortschritten zwischen den USA und China der rasche Ausbau der 5G-Infrastruktur in den einzelnen Ländern sowie die Nachfrage nach neuen Handys sein – und in diesem Bereich sind die Erwartungen an die Internationale Funkausstellung hoch.


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Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog der Erste Asset Management.

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