Prognosen 2021: Euro stärker, Yen schwächer

John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management, erwartet fürs kommende Jahr eine leichte Yen-Abwertung, einen etwas stärkeren Euro und leicht steigende Anleiherenditen in den USA, Japan und Euroland.

Trotz des starken Wirtschaftswachstums sollten die Inflationsdaten, mit Ausnahme der Zahlen fürs zweite Quartal 2021 (aufgrund des niedrigen Niveaus im laufenden Jahr), für Rentenanleger erträglich bleiben. Allerdings wird sich die Preissteigerung verstärkt den Inflationszielen der Zentralbanken annähern, so dass die 10-jährigen Renditen im Jahr 2021 moderat ansteigen dürften. Einen stärkeren Anstieg verhindern die niedrigen Leitzinsen und die fortgesetzten quantitativen Lockerungsprogramm der Zentralbanken, wenn nicht sogar die zunehmend explizite Steuerung der Renditestrukturkurve.

Am Devisenmarkt erwarten wir eine leichte Abschwächung des Yen und einen leichten Anstieg des Euro. Dies entspricht dem allgemeinen Trend, dass der Euro gegenüber dem Yen aufwertet, wenn die globalen Risiken günstig eingeschätzt werden. Es spiegelt aber auch das gestiegene Vertrauen der Märkte in den Zusammenhalt Europas und dessen massiven Handelsüberschuss wider.

 

Jahresmitte 2021 

Jahresende 2021 

10j. US-Staatsanleihen 

1,00 % 

1,10 % 

10j. Bundesanleihen 

-0,45 % 

-0,35 % 

10j. japanische Staatsanleihen 

0,05 % 

0,1 % 

EUR 

1,23 USD / 106 Yen 

1,25 USD / 108 Yen 

Ölpreis (Barrel Brent) 

47 USD 

47 USD 

Verbraucherpreise USA (Kernrate) 

+3,0 % (+2,7 %) 

+2,2 % (+2,2 %) 

Wir glauben, dass die Aussichten auf ein stark steigendes iranisches Ölangebot und der beschleunigte Trend weg vom Öl hin zu alternativen Energiequellen die Ölpreise nach ihrem jüngsten Aufschwung beruhigen sollten. Außerhalb bestimmter Städte dürften die Hauspreise in den USA weiter steigen, aber die Komponenten der Wohnungsmieten in den VPI-Indizes, die auf die Großstädte ausgerichtet sind, dürften sich in Verbindung mit einigen Mietausfalleffekten weiter leicht abschwächen. Die US-Inflationszahlen sollten damit unter Kontrolle bleiben.

In Europa und Japan dürfte es unserer Ansicht nach zu einem ähnlich moderaten Anstieg der Verbraucherpreisindizes kommen. Die globale Erholung wird also zumindest in Bezug auf die Verbraucherpreise nicht inflationär sein, gleichzeitig aber Fortschritte in Richtung der Zentralbankziele machen.


Über Nikko Asset Management

Mit einem verwalteten Vermögen von 249,1 Milliarden US-Dollar* ist Nikko Asset Management (Nikko AM) einer der größten Vermögensverwalter in Asien. Das Unternehmen bietet hochwertiges aktives Fondsmanagement für eine Vielzahl von Aktien-, Renten-, Multi-Asset- und alternativen Strategien. Im passiven Segment deckt Nikko AM mehr als 20 Indizes ab und umfasst einige der größten börsennotierten Fonds (ETFs) in Asien.
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* Assets under Management zusammengefasst einschließlich aller verbundenen Unternehmen von Nikko Asset Management und seiner Tochtergesellschaften zum 30. September 2020.
** Stand 30. September 2020 einschließlich aller Mitarbeiter von Nikko Asset Management und seiner Tochtergesellschaften.