Statement Nicolas Mackel, Luxembourg for Finance, zum Abkommen-EU-UK

Statement von Nicolas Mackel, CEO von Luxembourg for Finance, zum Abschluss des Abkommens zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich:

„Fast viereinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum haben die EU und das Vereinigte Königreich endlich eine Vereinbarung gefunden, die ihre künftigen Beziehungen regeln wird.

Finanzdienstleistungen sind zwar nie Gegenstand der Verhandlungen gewesen und spielen im Abkommen keine Rolle. Dennoch ist es für die Finanzbranche in Europa gut und wichtig, dass ein Abkommen zustande gekommen ist. Denn die grundsätzliche Fähigkeit von EU und Vereinigtem Königreich, sich schlussendlich doch zu einigen ist ein positives Signal im Hinblick auf die finanzmarktrelevanten Themen, die beide Partner noch zu klären haben; etwa die Äquivalenz-Regeln.

Wir können nun mehr darauf hoffen, dass diese Diskussionen wieder von einem guten Willen beider Seiten getragen werden, der dringend benötigt wird. Denn es ist im Interesse aller Beteiligten, den Zugang zu Kapital nicht zu erschweren – auch und gerade angesichts der großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und deren Folgen.

Generell gilt: Finanzdienstleister müssen weiter zusammenarbeiten, um die unterschiedliche Expertise aus den verschiedenen Finanzzentren Europas einschließlich Londons zu nutzen. Nur so lassen sich die großen Herausforderungen, vor denen wir alle stehen, meistern. Hierzu zählen die Digitalisierung, die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie sowie die Förderung eines nachhaltigen Wachstums.“


Hintergrundinformation

Seit dem Brexit-Referendum im Jahr 2016 haben mehr als 60 internationale Finanzdienstleister, unter anderem Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen und Zahlungsdienstleister, bekanntgegeben, ihre Geschäftstätigkeiten und -funktionen nach Luxemburg zu verlagern. Über Luxembourg for Finance

Luxembourg for Finance (LFF) ist für die Entwicklung des Finanzzentrums Luxemburg zuständig. LFF wurde 2008 gegründet und agiert als öffentlich-private Partnerschaft zwischen der luxemburgischen Regierung und dem luxemburgischen Verband der Finanzindustrie. Ziel der Vereinigung ist es, die luxemburgische Finanzdienstleistungsbranche weiterzuentwickeln und neue Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren. LFF verbindet internationale Investoren mit den in Luxemburg angebotenen Finanzdienstleistungen, wie zum Beispiel Investmentfonds, Vermögensverwaltung, Kapitalmarktoperationen oder Beratungsdienstleistungen.