Digitale Infrastruktur und langfristig vermietete Immobilien bieten beste Wachstumschancen

Aviva Investors, die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc., erwartet die höchsten Renditen beim Aufbau digitaler Infrastrukturen. Dabei rechnet der Vermögensverwalter damit, dass Großbritannien mittelfristig in mehreren Real-Asset-Sektoren und -Strategien besser abschneiden wird als Europa. Das geht aus dem zweiten jährlichen Real Assets House View-Ausblick von Aviva Investors hervor, der heute veröffentlicht wurde.

Der Real Assets House View bündelt die Ansichten und Analysen der Investmentteams von Aviva Investors in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und Private Debt und dient als Grundlage für Relative-Value-Entscheidungen bei Multi-Asset-Allokationen.

Aviva Investors erwartet demnach die höchste Gesamtrendite über fünf Jahre für institutionelle Investoren beim Aufbau digitaler Infrastruktur, wie Glasfaser-Breitband in ländlichen Gebieten. Das entspricht den Ergebnissen der Real Assets Studie von Aviva Investors aus 2020. Dort gaben die befragten Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften an, Kapitalwachstum zunehmend als "integralen" oder "wichtigen" Bestandteil ihrer Sachwertinvestitionen anzusehen.

Mark Versey, Chief Executive Officer bei Aviva Investors, kommentiert: „Während Widerstandsfähigkeit und Cashflow-Matching nach wie vor stark favorisierte Eigenschaften von Real Assets sind, sind sich die Investoren zunehmend der Vorteile einer Renditediversifizierung bewusst. Das spiegelt sich bei der Entwicklung der Anlagestrategien wider. Digitale Infrastruktur ist ein gutes Beispiel für diesen Trend, der auch einen erheblichen gesellschaftlichen Nutzen mit sich bringt. Dazu zählt eine bessere Anbindung von Gemeinden sowie die Unterstützung von Unternehmen in ländlichen Gebieten."

Aviva Investors geht außerdem davon aus, dass fremdfinanzierte Immobilien mit langer Laufzeit in Großbritannien einen hohen relativen Wert liefern werden. Die Cashflow-Stabilität des Sektors und die Verfügbarkeit von wettbewerbsfähigen, langlaufenden Anleihen ermöglichen es, hochwertige Vermögenswerte fremd zu finanzieren, ohne das Risiko übermäßig zu erhöhen. In der Folge profitierten Long-Income-Strategien in den letzten zwölf Monaten von relativ sicheren Erträgen und Renditen. Auf einer risikobereinigten Basis hält Aviva Investors die Logistikbranche für einen besonders attraktiven Immobiliensektor, was sowohl von zyklischen als auch strukturellen Faktoren getrieben wird.

Chris Urwin, Director of Research, Real Assets, bei Aviva Investors, sagt: „Langfristig vermietete Immobilienanlagen, die an bonitätsstarke Mieter vermietet sind, haben in den letzten zwölf Monaten ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen. Mit Blick auf die Zukunft lassen niedrige Investitionsausgaben und inflationsgebundenes Mietwachstum den Sektor attraktiv erscheinen. Da immer mehr Investoren die Attraktivität langfristiger Einnahmen erkennen, sehen wir einen größeren Wettbewerb um kleinere Assets. Infolgedessen könnten größere Assets in vielen Sektoren einen relativen Wert bieten. Deshalb erwarten wir, dass lang vermietete Anlagen eine wichtige Rolle bei Immobilienportfolios spielen werden. Die Pandemie hat außerdem das Augenmerk auf den Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten und den Wert der Vorratshaltung gelenkt. Wir gehen von einer weiteren Entwicklung dieses Trends aus und sind mittel- bis langfristig sehr positiv für den Logistiksektor gestimmt."

Die Dekarbonisierung von Gebäuden ist wesentlich, um das Netto-Null-Emissionen-Ziel zu erreichen. Die Herausforderung für die Immobilienbranche besteht darin, dass die Vorteile dieser Initiativen über längere Zeiträume als die typischen Mietvertragslaufzeiten zum Tragen kommen. Dadurch wissen Vermieter nicht, ob sie für solche Investitionen entschädigt werden. Aviva Investors ist der Ansicht, dass Investoren in Immobilien mit langfristigen Mietverträgen gut positioniert sind, um diese Schieflage zu beheben: Da viele Mieter die Gebäude langfristig bewohnen, haben sie oft ein größeres Interesse an den Nachhaltigkeitskriterien der Immobilie, denn diese sorgen wiederum für niedrigere Energiekosten im Laufe der Zeit.

Aviva Investors geht außerdem davon aus, dass kohlenstoffarme Anlagen weiterhin einen Mehrwert für Infrastrukturinvestoren liefern werden. Der Sektor hat sich durch die Pandemie als widerstandsfähig erwiesen und bietet eine wachsende Bandbreite an Investitionschancen. Eine Wertschöpfung erwartet der Asset Manager zudem bei komplexeren Bereichen, wobei Investoren, die über Expertenwissen in diesen Sektoren und Technologien verfügen, wahrscheinlich den größten Vorteil haben werden.

Mark Versey ergänzt: „Als wir vor einem Jahr unseren ersten Real Assets House View veröffentlicht haben, war die Konjunkturlage ganz anders als heute. In Anbetracht der veränderten Wirtschaftsaussichten gehen wir davon aus, dass die Bedeutung von ESG-Kriterien für die langfristige Performance steigt. Da sich Unternehmen, Industrien und Nationen dazu verpflichten, ihre Emissionen bis spätestens 2050 auf Null zu reduzieren, sind Investitionen in die Dekarbonisierung von Gebäuden unerlässlich. Bislang preisen die Immobilienmärkte die Unterschiede in der Nachhaltigkeit von Gebäuden allerdings noch nicht ausreichend ein. Mit einer steigenden Nachfrage nach realen Vermögenswerten, sehen wir auch mehr Kunden, die Zugang zu komplexeren oder Nischensektoren suchen. Dies wiederum erhöht die Bedeutung von Fachwissen, anspruchsvoller Portfoliobildung und Research-basierten Investmentansätzen."


Den aktuellen Aviva Investors Real Assets House View finden Sie unter folgendem Link: https://www.avivainvestors.com/en-gb/views/real-assets-house-view/

AVIVA INVESTORS

Aviva Investors ist die global tätige Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc. Das Unternehmen liefert seinen Kunden weltweit Investmentmanagementlösungen, Dienstleistungen und kundenorientierte Performance. Aviva Investors ist in 14 Ländern im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa, Nordamerika und Großbritannien tätig und verwaltet ein Vermögen von 389 Milliarden Euro per 30. Juni 2020.