Renditen können auch steigen?

Seit einigen Monaten sind viele Teilsegmente des globalen Anleihenmarktes von steigenden Renditen geprägt – am stärksten war diese Entwicklung in den USA, Kanada und Australien. Die Renditen von Unternehmensanleihen sind weniger stark angestiegen. Für Anleger und Anlegerin bedeutet dies zunächst zwar Kursverluste, in weiterer Folge jedoch verbesserte Ertragsaussichten für die Zukunft, erklärt Raiffeisen Capital Management in der neusten Ausgabe von märkte | unter uns.

Vor dem Hintergrund einer erwarteten Konjunkturerholung ist ein Renditeanstieg nicht überraschend. Dass höhere Renditen auch Auswirkungen auf andere Marktsegmente haben, ebenso wenig. So sind die Aktien defensiver Unternehmen mit stabilem Wachstum in einem solchen Umfeld nicht begünstigt, während zyklische Aktientitel zu den Favoriten gehören. Die Beobachtungen der letzten Wochen bestätigen diese Erwartungen.

Zuletzt sind die Aktienmärkte aber als Ganzes unter Druck geraten, nachdem sich der Renditeanstieg spürbar beschleunigt hatte. Diese Korrektur sollte aber nicht überbewertet und schon gar nicht als Beginn einer Trendwende interpretiert werden. Zunächst war ein Rücksetzer nach den starken Anstiegen der letzten Monate überfällig. Weiters hat sich das fundamentale Umfeld nicht verschlechtert, sondern weiter verbessert. Und schließlich werden die Notenbanken in nächster Zukunft dafür sorgen, dass die Renditeanstiege nicht außer Kontrolle geraten. Unsere taktische Positionierung bleibt daher unverändert: wir erachten Aktien auf Sicht der nächsten Monate als attraktiver als Anleihen. Korrekturen entlang des Weges können aktienseitig für Zukäufe genützt werden. Auch für Rohstoffe und Edelmetalle erwarten wir steigende Notierungen.

Die Einschätzung von Raiffeisen Capital Management zu den steigenden Renditen und der damit einhergehenden Korrektur an den Aktienmärkten finden Sie links als PDF mit Grafiken.