Rohstoffpreise fallen weiter – außer Öl

Der Edelmetallsektor verzeichnete im Mai gegenüber dem Vormonat eine Abwärtsbewegung. Der Goldpreis lag zum Monatsende bei 1.837,30 US-Dollar pro Feinunze und notierte damit 2,7 Prozent niedriger als zuvor. Auch der Silberpreis verringerte sich im Mai und beendete den Monat mit 21,56 US-Dollar pro Feinunze, ein Minus von 5,3 Prozent. „Der strikte Lockdown-Kurs der chinesischen Regierung sowie der anhaltende Krieg in der Ukraine dämpften die Goldnachfrage“, meint Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Auch die Gold- und Silberminenaktien sind entlang der Entwicklung der Edelmetalle weiter gefallen. „Die Minenaktien sind dem schwächeren Gold- und Silberpreis gefolgt und daher ebenfalls gesunken“, sagt Siegel.

Die Nachfrage bei Platin und Palladium hat sich im Mai unterschiedlich entwickelt. Der Preis für Platin verteuerte sich um 3,8 Prozent und schloss am Monatsende bei 971 US-Dollar pro Feinunze. Palladium dagegen fiel zum Monatsende auf 2.007 US-Dollar pro Feinunze und verbiligte sich damit um 10,9 Prozent. 

„Die Nachfrage nach  Palladium und Rhodium ist aufgrund der weltweit geringeren Industrieproduktion im Mai gesunken. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Produktion von Platingruppenmetallen zunehmend unprofitabel ist und daher eingeschränkt wird. Durch die insgesamt niedrigere Produktion verringert sich auch der Angebotsüberschuss an Platin, so dass sich der jahrelang gedrückte Platinpreis erholen kann“, so Siegel.

Basismetalle notierten ebenfalls überwiegend schwächer. Der Nickelpreis ist gegenüber dem Vormonat um 11,6 Prozent gesunken und schloss bei 28.674 US-Dollar. Blei verbilligte sich im abgelaufenen Monat auf 2.175,35 US-Dollar (4,5 Prozent). Der Preis für Aluminium fiel auf 2.787 US-Dollar (8,6 Prozent). Auch Zink verringerte sich um 6,5 Prozent auf 3.938 US-Dollar. Das Industriemetall Kupfer notierte um 3,3 Prozent niedriger als zuvor und schloss bei 9.500 US-Dollar. „Die weltweite Wachstumschwäche und die gestörten Lieferketten führten zu weiter sinkenden Preisen bei Basisrohstoffen“, so Siegel.

Mit Blick auf den Ölpreis hat Brent-Öl im Vormonat um 10,4 Prozent zugelegt und den Monat bei einem Preis von 114,67 US-Dollar pro Barrel beendet. „Die angespannte Marktsituation sowie der Ölboykott der EU haben die Märkte enorm verunsichert. Panikkäufe der Konsumenten trugen zusätzlich zu einem weiter steigenden Ölpreis bei“, so der Edelmetall-Experte.

 

Über Stabilitas GmbH

Die Investmentboutique Stabilitas GmbH hat sich auf die Beratung von Edelmetallinvestments spezialisiert. Seit Unternehmensgründung im Jahr 2006 berät das Unternehmen die auf den Minensektor ausgerichteten Stabilitas-Edelmetallfonds, die unter der Kapitalanlagegesellschaft IPConcept (Luxemburg) S.A. verwaltet werden. Hierzu zählen der STABILITAS–PACIFIC GOLD+METALS sowie die Spezialfonds STABILITAS–SILBER+WEISSMETALLE sowie der STABILITAS–GOLD+RESOURCEN SPECIAL SITUATIONS.