GAM Insight: Performance Update Februar 2014

Anthony Lawler, Portfoliomanager und Mitglied des Investment-Komitees von GAM Alternative Investments Solutions, gibt einen Überblick über die Performance von alternativen und Absolute-Return-Strategien im Februar 2014.

Die meisten Hedge Funds meldeten im Februar positive Ergebnisse. Staats- und Unternehmensanleihen verzeichneten ebenso wie Aktien aus Industrieländern kräftige Zuwächse, und daraus ergab sich ein günstiges Umfeld für die Event Driven-, Equity Hedge- und Relative Value-Strategien. Nach Ansicht von Anthony Lawler, Fondsmanager bei GAM, erwies sich das Festhalten dieser Strategien an ihren vielversprechendsten Trades ungeachtet der Turbulenzen im Januar als wichtiger positiver Faktor. Hedge Funds legten im Februar um 1,6% zu, gemessen am HFRX Global Hedge Fund Index (auf US-Dollarbasis).

„Unsere Voraussage, dass es 2014 an den Märkten ein stärkeres Auf und Ab geben würde, mit breiter streuender Performance der einzelnen Titel und somit besseren Chancen, Alpha zu generieren, bestätigte sich auch im Februar. Event Driven- und Equity Hedge-Fonds haben in diesem Jahr bislang besser abgeschnitten als die breit gefassten Aktienindizes“, sagte Lawler. In den ersten zwei Monaten des Jahres stiegen der HRFX Event Driven Index um 2,9% und der HFRX Equity Hedge Index um 1,6%, verglichen mit einem Plus für den MSCI World Index von 1,2% (jeweils auf US-Dollarbasis). „Die Global Macro-Fonds und CTAs lieferten allerdings uneinheitliche Ergebnisse – mehrere längerfristige Trades, von denen die Fondsmanager überzeugt waren, wirkten sich negativ aus. Das galt etwa für Long-Positionen im US-Dollar und das Setzen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Japan.“

Aktive Investoren hielten die Aktienmärkte für attraktiv, führt Lawler weiter aus, seien wegen der Bewertungen jedoch etwas zurückhaltend: „Die meisten Anleger sehen es so, dass Aktien neutral bewertet oder leicht überbewertet sind. Dazu ist es hauptsächlich durch den Anstieg der Kurs-Gewinn-Verhältnisse gekommen. Nun muss reales Wachstum her, damit die Kurse weiter Auftrieb erhalten. Dessen ungeachtet sehen die Manager von Event Driven- und Equity Hedge-Fonds immer noch interessante Möglichkeiten in Form der Titel- und Branchenselektion sowie der Aktivitäten von Unternehmen. Die vorsichtige Beurteilung der Bewertungen bei zugleich positiver Einschätzung der Gelegenheit, Alpha zu generieren, zeigt sich am hohen Bruttoengagement der Fonds, während ihr Nettoengagement im Marktrisiko unter den Höchstständen der Vergangenheit liegt. Neu ist, dass Equity Hedge Funds ein aktiveres Verhalten bei Leerverkäufen zeigen. Eine weitere Entwicklung ist, dass Event Driven-Fonds ihre Positionen ausbauen – die Fusionen und Übernahmen haben zugenommen, und schwebende Transaktionen wurden überwiegend höher bewertet. Das kam der Wertentwicklung im Februar zugute.“

Unternehmensanleihen fanden im Berichtszeitraum weiter solide Unterstützung. Sie profitierten in Anbetracht des Mangels an Neuemissionen vom Kapitalzufluss ins Hochzins- und Investment-Grade-Segment.

An seinen Erwartungen für den Rest des Jahres habe sich nichts geändert. Lawler rät Anlegern, sich auf nervöse Märkte einzustellen. „Schwankungen dürften in diesem Jahr an der Tagesordnung sein, doch es werden sich wohl auch interessante Chancen ergeben, besonders in den Bereichen Equity Long/Short und Event Driven. Wir gehen weiter davon aus, dass die Global Macro-Strategien im Laufe des Jahres Gelegenheiten entdecken werden, bei denen die Risiko-Rendite-Relation stimmt beispielsweise, wenn Trades wie das Thema Reflation in Japan wieder interessant werden. Erste Lichtblicke gibt es bereits. Durch divergierende Entwicklungen von Geldpolitik und Wachstum in den verschiedenen Teilen der Welt eröffnen sich neue Möglichkeiten, an den Anleihe- und Devisenmärkten Alpha zu generieren.“