MFS Globaler Renten-Ausblick: Renditeanstieg unterbrochen, laengerfristiger Aufwaertstrend intakt

von Robert M. Hall, MFS Institutional Fixed-Income Portfolio Manager.
Die Renditen von US-Staatsanleihen haben seit ihrem Jahreshoch Anfang September nachgegeben. Der Aufwärtstrend seit Mai wurde zuvor unterbrochen, weil die Marktteilnehmer in den letzten zwei Monaten weniger von einem Rückzug der Fed aus den Wertpapierkäufen ausgingen. Doch die Tapering-Entscheidung ist nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben – mindestens bis zur letzten Fed-Sitzung 2013 und vielleicht darüber hinaus.


Anleiheinvestoren stehen nun vor schwierigen Fragen: Wie lange wird die Pause auf dem Weg zu höheren Renditen anhalten? Sind die niedrigeren Anleiherenditen nur von kurzer Dauer, bis mehr Sicherheit über den Tapering-Fahrplan herrscht? Oder haben sich die geldpolitische Haltung der Fed und die Wachstumsaussichten so stark geändert, dass dies auch Auswirkungen auf den längerfristigen Zinstrend hat?

Die realwirtschaftlichen Auswirkungen des Government Shutdown dürften sich in Grenzen halten. Allerdings könnte der Haushaltsstreit die Stimmung verschlechtern, was wiederum die Ausgabenbereitschaft der Haushalte und Unternehmen dämpfen könnte. Einige behaupten, der Renditeanstieg seit Mai habe die Konjunktur bereits geschwächt. Das könne teilweise die positiven Impulse neutralisieren, die von der Erholung am Wohnimmobilien- und Arbeitsmarkt sowie vom Rückgang des Benzinpreises ausgehen. Wir gehen trotzdem davon aus, dass das moderate Wachstum der US-Wirtschaft bei mäßiger Inflation anhält. Selbst wenn die Aktivität im privaten Sektor nicht zunimmt, dürfte das BIP-Wachstum nach dem Jahreswechsel anziehen, da die Fiskalpolitik 2014 nicht mehr restriktiv, sondern neutral sein wird.

Angesichts der uneinheitlichen Signale aus Wirtschaft und Politik könnten sich die US-Staatsanleiherenditen kurzfristig in engen Grenzen bewegen. Das Tapering hat zwar – anders als vom Markt erwartet – nicht im September begonnen. Es dürfte aber eingeleitet werden, wenn das Wachstum wie erwartet anzieht. Dann werden die langfristigen Renditen steigen und die kurzfristigen Renditen in geringerem Maße nachziehen, so dass die Renditekurve steiler wird. Danach (frühestens 2015) könnte die Aussicht auf Leitzinserhöhungen dazu führen, dass die kurzfristigen Renditen weiter steigen und die Renditekurve wieder flacher wird.

Kurz gesagt: Der Markt erwartet jetzt eine langsamere Normalisierung der Geldpolitik. Es ist aber immer noch wahrscheinlich, dass sich die Renditen im Laufe der Zeit normalisieren, sofern die Konjunktur nicht wieder einbricht. Es spricht also vieles dafür, dass die „normalen‘‘ Renditen niedriger sein werden als in früheren Zyklen. 

Bessere Aussichten für Credits / High Yield gefragt

Aufgrund unseres Renditeszenarios halten wir nominal verzinsliche und inflationsindexierte US-Staatsanleihen nach wie vor für unattraktiv. Auch Agency-MBS stehen wir vorsichtig gegenüber, da ihre Bewertungen durch die Käufe der Fed auf ein gemessen an den Fundamentaldaten hohes Niveau getrieben wurden.

Wir halten Credits generell für empfehlenswerter, da ihre Spreads auch bei steigenden Staatsanleiherenditen noch positive Gesamterträge ermöglichen sollten. Bei Investmentgrade- Unternehmensanleihen stehen solide Fundamentaldaten einem schwachen technischen Umfeld gegenüber. Die Spreads erstklassiger Unternehmensanleihen befinden sich annähernd auf fairem Niveau. Anleger sollten sich daher mit bescheidenen Couponerträgen zufriedengeben und keine großen Kursgewinne erwarten.

Wieder gefragt ist High Yield. Hochverzinsliche Unternehmensanleihen notieren aber zum Teil in der Nähe ihrer Kündigungs- bzw. Rückzahlungskurse, was ihr Aufwärtspotenzial begrenzt. Außerdem hat die Rallye in diesem Sektor die Bewertungen verschlechtert. Trotzdem hüten wir uns vor einer zu defensiven Positionierung. Wenn nichts passiert, was einen Ausverkauf risikoreicher Wertpapiere auslöst, könnten sich High-Yield-Anleihen aufgrund ihrer höheren Spreads besser entwickeln als andere Marktsegmente. Im Universum der Unternehmensanleihen haben die bonitätsstärksten High-Yield-Anleihen und die bonitätsschwächsten Investmentgrade-Anleihen die attraktivsten Risiko-Ertrags-Profile

Schwellenländer-Anleihen: Keine Krise in Sicht

Im Gegensatz zu anderen Marktbeobachtern glauben wir nicht, dass sich bei Emerging- Market-Anleihen eine Krise zusammenbraut. Kurzfristige fundamentale und technische Risiken räumen wir aber ein. In diesem Umfeld ist die Emittentenwahl besonders wichtig. Wir haben Emerging-Market-Unternehmen mit vielversprechenden US-Dollar-Anleihen ausgemacht. Unserer Ansicht nach müssen die gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichte erst noch weiter abgebaut werden, bevor sich die fundamentale Verfassung der Emerging- Market-Währungen wirklich stabilisieren kann. Die kurzfristigen Aussichten dieser Währungen beurteilen wir daher weniger optimistisch.

Bei Stadtanleihen (Municipals) hat sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage leicht verbessert, ist aber immer noch kritisch. Gefahren gehen von möglicherweise steigenden Renditen sowie vereinzelten, aber aufsehenerregenden Bonitätsproblemen aus, die das Anlegervertrauen untergraben könnten. Steuerbefreite Anleihen halten wir trotzdem langfristig für recht attraktiv.

GAM Marktkommentar: Nachrangige Anleihen bieten Chancen im Niedrigzinsumfeld

Investoren sollten sich darauf einstellen, mit Staatsanleihen auch in naher Zukunft nur marginale Renditen zu erzielen. So liegen die Renditen bei zehnjährigen US-Staatsanleihen derzeit bei unter drei Prozent – Zuwächse, die von der Inflation und einem zukünftigen Anstieg des Zinsniveaus aufgefressen werden dürften. „Trotz des niedrigen Zinsniveaus bietet der Fixed-Income-Sektor dennoch attraktive Renditen für Anleger, die bereit sind, abseits der ausgetretenen Pfade zu investieren“, erklärt Jeremy Smouha von ATLANTICOMNIUM S.A., Fondsmanager des GAM Star Credit Opportunities. Vor allem nachrangige Anleihen starker Unternehmen böten Vorteile: Nicht nur die Kupons seien oftmals höher, sondern auch die Laufzeit im Schnitt kürzer. Einige dieser Papiere seien zinsvariable Anleihen, deren Kupons in regelmäßigen Abständen an das Zinsniveau angepasst würden. Damit könnten Investoren auch von steigenden Zinsen profitieren, so Smouha.

Dabei seien die Risiken bei nachrangigen Anleihen nicht unbedingt höher als bei regulären Corporate Bonds. „Investoren sollten nicht vergessen, dass die schlechte Performance der Bondmärkte auf die Angst vor dem steigenden Zinsniveau und nicht auf steigende Zahlungsausfallsrisiken zurückzuführen ist“, sagt Smouha. Viele nachrangige Anleihen stammten von Unternehmen mit starken Bilanzen und guten Gewinnen. Außerdem habe der Bankensektor durch die Regulierungsanstrengungen der letzten Jahre an Widerstandskraft gewonnen und das Risiko einer systemischen Krise sei gesunken.

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem angehängten englischsprachigen Dokument.

MFS Globaler Aktienausblick: Sicht auf weltweiten Aufschwung nicht vernebeln lassen

von Sanjay Natarajan, MFS Institutional Equity Portfolio Manager
Die Schlagzeilen zum Haushaltsstreit in den USA, den Wahlen in Deutschland oder der geplanten Umsatzsteuererhöhung in Japan können Anleger leicht verunsichern und den Blick auf das Wesentliche verstellen: den weltweiten Konjunkturaufschwung. Er geht von den USA aus, wo sich Wohnimmobilien- und Arbeitsmarkt erholen. Aber auch in Europa zeichnet sich eine Stabilisierung ab und in Japan ist ein Turnaround im Gange. Selbst die Emerging Markets verzeichnen leichte Verbesserungen bei der Leistungsbilanz, was den Währungen guttut. In diesem Umfeld halten wir Aktien trotz ihrer im laufenden Jahr schon sehr guten Performance immer noch für attraktiv.

Kritiker halten dem entgegen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft auf tönernen Füßen stehe. Daher seien häufigere Transaktionen angesagt, um Anlagechancen zu nutzen und Irrtümer zu korrigieren. Tatsächlich schalten die Märkte schneller als früher von Risikobereitschaft auf Risikoaversion um. Dennoch entwickeln sich Realwirtschaft und Finanzmärkte in letzter Zeit durchweg positiv. Außerdem schätzen wir das Aktienmarktumfeld noch immer positiv ein und gehen von einer weiterhin expansiven Geldpolitik aus – insbesondere nach den jüngsten politischen Turbulenzen in den USA.

Angesichts des Konjunkturaufschwungs könnten zyklische Sektoren wie Technologie, Medien, Automobile und Finanzen weiter das Feld anführen. Anders als im ersten Quartal 2013 wurde der Marktanstieg von Juni bis September vor allem von Zyklikern, marktsensitiven Titeln und Substanzwerten getragen. Die relative Stärke dieser Marktsegmente dürfte anhalten, zumal Zykliker und Finanztitel meist am stärksten von steigenden Anleiherenditen profitieren.

Kurse in Europa werden anziehen, Risikoprämien weiter zurückgehen

Wir bewerten die USA und Europa langfristig unverändert positiv. Korrekturen betrachten wir daher als Kaufgelegenheiten. In den USA sind die Fundamentaldaten nach wie vor solide; insbesondere zyklische Unternehmen haben im dritten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen. Höhere Investitionen im Laufe der Zeit könnten die Gewinne beflügeln. Eine Aktienmarktkorrektur infolge eines weiteren Haushaltsstreits Anfang nächsten Jahres böte in Sektoren wie Finanzwesen und Konsumgebrauchsgüter Kaufgelegenheiten.

Für 2013 erwarten die Marktteilnehmer zwar einen weiteren Gewinnrückgang in Europa, aber die Einkaufsmanagerindizes sind auf dem höchsten Stand seit Mitte 2011. Das bestärkt uns in der Hoffnung, dass die Gewinne demnächst wieder steigen und die Aktienkurse daraufhin anziehen. Zwar ist die Aktienrisikoprämie nach fast dreimonatigen Mittelzuflüssen in Aktien gefallen, doch dürfte sie unserer Einschätzung nach in nächster Zeit noch weiter zurückgehen.

In Europa bevorzugen wir nach wie vor Finanztitel und zyklische Sektoren wie Banken, Automobile und Medien. Zu beachten ist auch, dass Unternehmen mit hohem Emerging- Market-Engagement bereits teurer geworden sind, während die binnenorientierten Sektoren immer noch recht moderat bewertet erscheinen.

In Japan warten wir weitere Fortschritte bei den Strukturreformen ab, bevor wir unsere langfristige Haltung ändern. Die Äußerungen von Premierminister Abe zu den Schwierigkeiten der Arbeitsmarktreform zeigen, mit welchen Herausforderungen dieser entschlossene Politiker konfrontiert ist. Die überraschend gute Entwicklung des japanischen Marktes im laufenden Jahr hat Auslandskapital in Höhe von netto fast 100 Milliarden US-Dollar angezogen. Trotzdem mahnen wir kurzfristig weiter zur Vorsicht. Längerfristig wird ein erfolgreicher Abschluss der Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Energiereform dem Markt zweifellos sehr zugutekommen.

Gesamtwachstum in den Schwellenländern ohne Substanz

In den Emerging Markets ist die Zeit für umfangreiche Käufe noch nicht gekommen. Viele Broker bewerten diese Region aus taktischer Sicht allerdings positiv, seit das Tapering verschoben wurde. Sie stützen sich auf die wieder niedrigeren US-Renditen, den zuletzt schwächelnden US-Dollar und die verbesserten Überraschungsindikatoren für die Emerging Markets. Wir jedoch sind nach wie vor der Meinung, dass viele Emerging Markets ihr Wachstum auf billigen US-Krediten aufgebaut und keinen Strukturwandel vollzogen haben.

Potenzielle Emerging-Market-Anleger sollten derzeit weniger auf den Markt als Ganzes setzen als auf einzelne Unternehmen. Über die Hälfte des MSCI EM Index entfällt auf Finanz-, Energie- und Grundstoffunternehmen, die sich aufgrund ihrer relativ hohen Verschuldung bei geringem Wachstum und steigenden Renditen schwer tun dürften. Irgendwann werden sich in den Emerging Markets sicherlich Kaufgelegenheiten bieten. Zuerst aber müssen die Bewertungen weiter fallen – vor allem im Konsumbereich.

Anlegertipp: Mehr mit Unternehmen als mit Politik beschäftigen

Insgesamt bevorzugen wir weiter Qualitätswerte und verstärken nach und nach unser Engagement in zyklischen Titeln, die vom Aufschwung profitieren können. Kurzfristig sorgt das Risiko einer weiteren politischen Hängepartie noch für Unsicherheit. In solchen Phasen sind Anleger mit soliden Unternehmen, die einen echten Wettbewerbsvorteil haben und sich am Shareholder Value orientieren, am besten beraten. Wir sind generell der Ansicht, dass sich Anleger mehr mit den Unternehmen als mit der Politik beschäftigen sollten.

MFS Konjunkturausblick: Fiskal- und Geldpolitik der USA etwas berechenbarer

In den USA wurde im vergangenen Monat ein fiskal- sowie ein geldpolitischer Unsicherheitsfaktor entschärft. Erstens wurde nach einer weiteren Hängepartie im Kongress der kurzzeitige Government Shutdown aufgehoben und die Schuldenobergrenze angehoben – offenbar früh genug, um größere Auswirkungen auf die Konjunktur zu vermeiden. Zweitens nominierte Präsident Obama wie erwartet Fed-Vizepräsidentin Janet Yellen als Nachfolgerin von Ben Bernanke.

Aktuelle Fiskalpolitik kauft nur Zeit

Der Government Shutdown wird die Konjunktur wohl nur vorübergehend bremsen, auch wenn die Daten in den nächsten Wochen uneinheitlich sein könnten. Wichtiger ist, was als Nächstes geschieht. Der Haushaltskompromiss ist eine Übergangslösung, mit der nur Zeit gekauft wurde. Wichtige Probleme wie die Reform des Sozial- und Steuersystems klammerte man aus. Keine der großen politischen Differenzen wurde überwunden und der allseits verabscheute Sequester blieb in Kraft. Der Übergangshaushalt gilt nur bis Mitte Januar 2014. Die Schuldenobergrenze wurde bis Mitte Februar ausgesetzt

So könnte Anfang nächsten Jahres der nächste Akt des Washingtoner Dramas auf dem Spielplan stehen. Viel wird davon abhängen, ob sich die Parteien bis Mitte Dezember auf einen neuen Haushalt einigen. Vorsichtig optimistisch darf man sein: Nach dem Umfrageabsturz dürfte den Republikanern nicht viel an einem weiteren Shutdown liegen. Außerdem wird das Finanzministerium eine Verletzung der Schuldenobergrenze mit kreativen Maßnahmen wohl bis zum Frühjahr vermeiden können. Je näher der Wahlkampf für die Zwischenwahlen 2014 rückt, umso mehr werden die Politiker das Thema auf 2015 vertagen wollen.

Geldpolitik unter Yellen noch nicht abschätzbar

Ob sich die Ernennung von Janet Yellen zur Fed-Präsidentin auf den Tapering-Fahrplan auswirken wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Die Konjunkturdaten werden infolge des Shutdowns verspätet veröffentlicht werden und könnten auch Anfang nächsten Jahres noch unzuverlässig sein. Das spricht dafür, dass das Tapering erst im März 2014 eingeleitet wird, sechs Monate später als allgemein erwartet. Die Fed hat auf ihrer Oktober-Sitzung allerdings nicht ausgeschlossen, dass sie ihre Wertpapierkäufe ab Dezember reduziert.

Auch der nächste Zinserhöhungszyklus könnte sich unter Janet Yellen verzögern. Ihre jüngsten Reden machen deutlich, dass sie von einem großen Angebotsüberhang am Arbeitsmarkt ausgeht und an die Wachstumseffekte einer expansiven Geldpolitik glaubt. Wir werden beobachten, ob sie bei den Bestätigungsanhörungen im Senat eine andere Einschätzung zu erkennen gibt. Vorerst vermuten wir, dass Yellen im derzeitigen Konjunkturumfeld zu einer lockeren Geldpolitik neigt. Wenn sie als Fed-Präsidentin bestätigt wird, dürften die Zinserhöhungen eher später beginnen.

Stabile Aussichten für die Weltwirtschaft

Die Ereignisse in Washington haben die Aussichten für die Weltwirtschaft kaum verändert. Nach wie vor spricht fast alles für ein moderates Wachstum bei geringer Inflation. Die Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft sind allenfalls geringfügig zurückgegangen. So hat der IWF in seinem World Government Outlook vom Oktober seine Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum zurückgenommen. Für die Jahre 2013 und 2014 werden nun 2,9 % bzw. 3,6 % erwartet. Das sind 0,3 bzw. 0,2 Prozentpunkte weniger als im Juli.

Unterdessen werden für die Industrieländer unverändert 1,2 % (im Jahr 2013) und 2,0 % (im Jahr 2014) prognostiziert. Höhere Erwartungen für Europa und Großbritannien gleichen die etwas niedrigere US-Prognose aus. Die Bewertungen der Emerging Markets wurden dagegen um 0,4 bzw. 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 % für 2013 und 5,1 % für 2014 gesenkt. Insbesondere die Erwartungen für China, Indien und Brasilien wurden sowohl aus konjunkturellen als auch strukturellen Gründen deutlich nach unten revidiert.

Im Aktienbereich spricht das eher für die Industrieländer als die Emerging Markets. Dort dürfte das schon seit einiger Zeit nachlassende Wachstum für weiter rückläufige Bewertungen sorgen. Rentenanleger hingegen können angesichts des nach wie vor mäßigen Wachstums bei niedriger Inflation davon ausgehen, dass die mittel- und langfristigen Renditen insbesondere in den Industrieländern nicht sehr stark steigen.

Autor: Robert Spector, CFA Portfolio Manager bei MFS Investment Management

Man on the Month: Hedgefonds-Manager trauen der Ruhe an den Märkten nicht

Die jüngsten wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen in den USA haben die weltweiten Märkte im Oktober weitgehend unbeeindruckt gelassen. Die extrem niedrige Volatilität und die hohe Bewertung von Aktien setzten sich bislang fort – dennoch scheinen Anleger misstrauisch zu sein. Insbesondere im Bereich Aktien-Long-Short haben viele Hedgefonds-Manager zum Ende des vergangenen Monats begonnen, vorsichtiger zu werden und ihr Netto- Engagement in Aktien reduziert. „Mit der Ausnahme von Japan ist die Aktienvolatilität fast schon außergewöhnlich tief. Außerdem notieren die Aktienmärkte nahe ihren Rekordständen. Es scheint, als hätten die Anleger alle Stolpersteine vergessen“, urteilt Hans Hurschler, Leiter Portfolio Management der Man-Einheit FRM. „Es bleibt abzuwarten, ob sich der derzeitige Positivtrend an den internationalen Aktienmärkten tatsächlich fortsetzt. Jedenfalls scheint es naheliegend, etwas Gewinne mitzunehmen“, so Hurschler weiter.

Insgesamt war der Oktober ein starker Monat für Aktien. Trotz der Spekulationen über ein mögliches Ende der geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank, der US-Schuldenbremse oder des zeitweiligen Government Shutdown verharrte die Volatilität auf tiefem Niveau und die Entwicklung der Kurse zeigte nach oben. Auch die Schwellenländer konnten ihren Erholungskurs weiter fortsetzen. Dabei bleibt der kurzfristige Ausblick für Emerging Markets insgesamt zwar positiv, trotzdem hat die Region aber weiterhin mit einer starken Abhängigkeit von Mittelzuflüssen aus den Industrienationen zu kämpfen. Mit Ausnahme von Großbritannien verlangsamte sich das europäische Wirtschaftswachstum weiter, während China erneut starke Wachstumsraten verzeichnen konnte. Trotz des allgemein stabilen Marktumfelds können Stressfaktoren wie etwa ein neuerlicher Rückgang des Wirtschaftswachstums in den europäischen Peripherieländern die Märkte jederzeit erneut unter Druck setzen.

Hedgefonds punkten mit guter Performance über alle Strategien hinweg

Für die Hedgefonds-Branche verlief der vergangene Monat ebenfalls sehr erfolgreich. Der HFRX Global Hedge Fund Index konnte aufgrund der insgesamt guten Performance aller Strategien um 1,2 Prozent zulegen. Erwartungsgemäß schnitten Equity-Long-Short-Manager sehr gut ab und profitierten nicht nur von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten, sondern auch von ihrer Positionierung im Hinblick auf die Berichtssaison. Die besten Resultate lieferten Manager, die sich auf Europa fokussierten und von der dortigen wirtschaftlichen Erholung – vor allem in den Peripherieländern – profitierten. So verbuchten die griechischen, italienischen und spanischen Indizes jeweils ein Plus von 17,2 Prozent, 11,1 Prozent und 8,3 Prozent. Zwar konnten US-Manager den Monat ebenfalls positiv abschließen, sie hatten aber ein weniger freundliches Umfeld als ihre europäischen Pendants. Aufgrund schwächerer Wirtschaftsdaten reduzierten sie zum Monatsende ihr Aktienengagement und sind aktuell insgesamt betrachtet weniger „bullish“ eingestellt als in den vorangegangenen sechs Monaten.

Managed Futures profitierten von der guten Wertentwicklung der Aktienmärkte und gehörten damit zu den Strategien mit der besten Performance im Oktober. Demgegenüber waren ihre Positionen im Zinsbereich zu Beginn des Monats klein und trugen wenig zur Monatsperformance bei. Die Manager erhöhten diese angesichts des Abwärtstrends bei Zinsen jedoch im Verlauf des Oktobers in Erwartung eines besseren Umfeldes. Diese Positionierung könnte sich im Hinblick auf die steilere Zinskurve als profitabel erweisen.

Emerging-Markets-Manager erzielen weiter Gewinne

Der positive Trend setzte sich auch in den Emerging Markets fort, wo sich die Volkswirtschaften weiterhin auf Erholungskurs befinden. Die meisten Manager mit einer vorsichtigen Positionierung änderten diese zu Monatsbeginn auf offensiv und konnten so Gewinne einfahren. Solange eine Kehrtwende der lockeren Geldpolitik unwahrscheinlich erscheint, dürfte das gute Marktumfeld anhalten. Bei den Rohstoff-Managern waren es vor allem die Agrar-Spezialisten, die gut abschneiden konnten, während Energiehändler meist rote Zahlen schrieben.

Trotz einem eher moderaten M&A-Volumen legten Event-Driven-Manager erneut ein solides Monatsergebnis vor. Wie gewohnt nehmen diese Aktivitäten tendenziell ab, wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt. Lediglich der europäische Telekommunikationssektor scheint sich diesem Trend zu widersetzen. Zuletzt verkaufte beispielsweise das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone seinen Anteil am amerikanischen US-Mobilfunker Verizon Wireless für satte 130 Milliarden US-Dollar. 

Natixis Global Asset Management: Verarbeitende Industrie meldet weltweit positive Zahlen

Weltweit verstärken sich die Anzeichen für eine höhere Produktionstätigkeit der verarbeitenden Industrie. In den USA etwa hat die verarbeitende Industrie laut „Manufacturing Report on Business“  des „Institute for Supply Management ISM™“ (USA) im August 2013 das höchste Tempo seit mehr als zwei Jahren vorgelegt. Das war unter anderem einem starken Produktionsanstieg im Vormonat Juli geschuldet. 

Verschiedene Experten von Natixis Global Asset Management geben Antworten auf die Fragen, was diese aktuelle Entwicklung bedeutet, ob die verarbeitende Industrie in den USA wettbewerbsfähiger wird und welche Auswirkungen das auf den US-Arbeitsmarkt und andere Märkte weltweit haben könnte.


Jörg Knaf, Managing Director Northern Europe
Natixis Global Asset Management 

„Aktuell deuten die Stimmungsindikatoren im Euro-Raum und in den USA auf eine – wenn auch sehr schleichende – Erholung hin. Die verarbeitende Industrie scheint die Talsohle durchschritten zu haben, doch die politische Ungewissheit, vor allem in den USA, birgt weiterhin Risiken für Anleger.

Im Moment sind die Märkte davon weniger betroffen, sollten sich jedoch die Auseinandersetzungen zwischen den Republikanern und Obama wieder zuspitzen, werden Anleger zwischen die Fronten geraten“.


Chris Wallis, President & Chief Executive Officer
Vaughan Nelson Investment Management 

„Wir beobachten, dass die Industrieproduktion in den USA wieder stärker und wettbewerbsfähiger geworden ist. Hierzu tragen insbesondere die geringeren Energiekosten bei, welche die Rückkehr einiger Bereiche des produzierenden Gewerbes nach Nordamerika ermöglicht haben. Die derzeitige Lage spiegelt tatsächlich die anhaltend holprig verlaufende Konjunktur mit stärkeren und schwächeren Phasen wider. Wir befinden uns gerade jetzt in einem der stärkeren Zyklen. Die positiven Entwicklungen der verarbeitenden Industrie stehen auch im Zusammenhang mit einer konjunkturellen Bodenbildung in Europa sowie stärkeren Wachstumsimpulsen aus China. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Industrieproduktion in den USA wieder zu einem sehr hohen Niveau zurückfindet. Kurz gefasst: Der Tiefpunkt ist allmählich überwunden und die US-Industrie gewinnt wieder an Fahrt.

Wir zögern zwar davor, einen langfristigen Ausblick zu geben, dennoch gibt es einige spezielle Industriezweige in der US-Wirtschaft, die wir auch auf längere Sicht hin positiv beurteilen. Wir erwarten ein moderates Wachstum in der Automobilindustrie sowie zunehmende Bewegung bei der Fertigung von Industrieanlagen und den damit einhergehenden industriellen Aktivitäten. Weiter sehen wir einen Aufschwung bei der Energieinfrastruktur, der allerdings nicht mehr so stark ausfällt wie in den Vorjahren.

Eine bevorstehende Renaissance der Großhandelsproduktion in den USA ist unwahrscheinlich. Daher wird diese Industrie auch keine zusätzlichen Impulse am Arbeitsmarkt in Form von Löhnen oder Arbeitsplätzen generieren können. Die Produktion sowie deren Lieferketten werden näher an den Markt rücken. Daher wird sich die Fertigung aus Niedriglohnländern wieder verlagern, und zwar vermutlich stärker in Richtung Mexiko, aber auch in die USA.

Ein Grund für die Rückkehr einiger Industriezweige ist die Erkenntnis der Unternehmen, dass der Kostenfaktor allein nicht immer ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens ist. Stattdessen gilt es, die Produktion näher an den Vertrieb zu bringen, da dies zu einem insgesamt besseren Prozess führt. Eine Auswirkung auf börsennotierte Unternehmen dürfte dieser Trend jedoch nicht haben.“


James Balfour, Senior Macro Strategy Analyst,
Loomis, Sayles & Company 

„Der aktuelle ISM Report zeigt, dass US-Unternehmen zum Zeitpunkt neuer Bestellungen nur geringe Lagerbestände hatten. Viele US-Unternehmen hatten mit dem hohen Auftragsvolumen nicht gerechnet, weshalb sie ihre Produktion weiter erhöhen mussten, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dazu kommt, dass Europa gerade aus einer zweijährigen Rezession herauskommt. Vom aktuellen Trend die Produktion anzukurbeln, profitiert letztlich nicht nur die US-Produktion, sondern auch die globale verarbeitende Industrie.

Wir rechnen aus mehreren Gründen mit einer weiteren Beschleunigung der Produktion: Der Rückenwind für die nächsten ein bis zwei Jahre wird gestärkt durch die nachlassenden Auswirkungen der Budgetrestriktionen. Antrieb ist hierfür eine Normalisierung der Aktivitäten im Immobiliensektor, die Wende zu unabhängiger Energieproduktion sowie grundsätzlich niedrige Energiepreise und der damit einhergehende Aufwärtstrend der verarbeitenden Industrie in den USA. So hat beispielsweise der Energieboom in Texas einen Anstieg der Staatseinnahmen, Privateinkommen und Immobilienpreise beschert; in West Virginia sanken 2012 Gas- und Stromrechnungen um 2,3 Prozent, in Pittsburgh trieb der Gas-Boom die Mieten zu einem Jahrzehnt-Hoch und Erdgastankstellen werden voraussichtlich an zahllosen Highways quer durch die USA aus dem Boden sprießen. Während die Produktionspreise in den USA in den letzten 30 Jahren unverändert blieben, sind sie in anderen Märkten gestiegen – hier zogen die USA mit einem Ausgleich um etwa +1% der Wirtschaft nach. Mit relativ steigenden Löhnen als Teil der wiederkehrenden Produktions-Renaissance wurde diese in den USA durch das Angebot niedriger Energiepreise forciert. Dank der positiven Entwicklung sind in diesem Bereich 400.000 neue Arbeitsplätze entstanden. 


Scott Davidson, Director of Research, 
Absolute Asia Asset Management 

„Wir führen die wachsende Wettbewerbsstärke der US-Wirtschaft auf mehrere Faktoren zurück: niedrigere Energiekosten in den USA, dem gestärkten US-Dollar sowie ein sich annäherndes Lohnniveau zwischen Asien und den USA. 

Dies wird vermutlich auf asiatische Exporteure Druck ausüben, besonders in energieintensiven Bereichen wie Stahl, Automobil und Petrochemie. Jedoch wird dies kurzfristig kaum Auswirkungen auf asiatische Märkte haben. Wir rechnen aus verschiedenen Gründen nicht damit, dass der derzeitige Aufschwung der verarbeitenden Industrie in den USA die asiatischen Märkte signifikant gefährden wird. Erstens haben die asiatischen Produzenten noch immer einen Kostenvorteil, auch wenn dieser geringer ist als zuvor. Außerdem sind asiatische Produzenten etablierter Bestandteil der US-Lieferketten, was sich so schnell nicht ändern wird. Drittens erwarten wir für Asien eine eigene grundsätzliche Umwälzung, die mit niedrigeren Energiekosten verbunden wird – auch wenn dies erst in fünf bis zehn Jahren passieren wird. Asien hat viertens bereits etwas getan, um die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten: Länder wie China, die eine rapide Steigerung der Löhne erfahren, gehen dazu über, Produkte mit mehr Mehrwert herzustellen, während Produkte mit weniger Mehrwert immer mehr in Niedrigpreisregionen wie Thailand, Indonesien oder etwa die Philippinen abwandern. 

Für Fremdinvestitionen wird Asien weiterhin die attraktivste Region bleiben. Der Bevölkerungsboom sowie zunehmender Wohlstand werden jede denkbare Abwanderung in die USA abfangen – schließlich wächst der Handel innerhalb Asiens sowie die Investitionen, die auf eine Milliarde kaufkräftiger Bürger abgestellt sind. Wir prognostizieren, dass der Wettbewerb weltweit steigt und regionale Unterschiede zunehmend kleiner werden. Die Märkte mit dem stärkstem Wachstum und der höchsten Fähigkeit, die Nachfrage zu bedienen, werden am meisten profitieren. In diesem Kontext sind die USA und Asien gleichermaßen gut aufgestellt.“


Philippe Waechter, Chief Economist 
Natixis Asset Management 

„Aus makroökonomischer Sichtweise ist das Angebot der verarbeitenden Industrie in den USA derzeit positiv, die Nachfragesignale bleiben jedoch noch schwach. Die wöchentlichen Indizes im ISM Report für Produktion tendieren aufwärts und die Arbeitslosenmeldungen gehen zurück. Andererseits haben sich die Konsumausgaben kaum verändert und die Nachfrage nach Kapitalgütern deutet nicht auf kurzfristige große Investitionen hin. Damit sind die Aussichten aus unserer Sicht für die kommenden Monate sehr gemischt.

Obwohl der Produktionssektor sich gut erholt hat, bleibt die Jobsituation in diesem Bereich weiterhin schwach. Dies resultiert aus dem Einsatz von Technologie für die industrielle Produktion. Die Produktionsstätten sind heute völlig anders ausgestattet als früher, wodurch die Arbeit anspruchsvoller wird.

Dieses neue Umfeld ist dafür verantwortlich, dass einerseits einfachere Güter weiterhin in den Billiglohnländern produziert werden, während die anspruchsvolleren Güter zunehmend dafür sorgen, dass in Hochlohnländern neu entwickelte Dienstleistungen geschaffen werden. In diesem Punkt unterscheiden sich die USA von Europa, da amerikanische Verbraucher High-Tech-Dienste viel stärker nutzen. Mit steigender Produktionsaktivität sinken die Arbeitskosten pro Einheit und dies verbessert die gesamte Situation der verarbeitenden Industrie. Ein zentraler Punkt ist die ungleiche Verteilung der durch diesen Boom geschaffenen Vermögen: die Tatsache, dass das Gros der Gewinne an Management und Firmeninhaber gehen, könnte das Wachstum bremsen. Das exakte Verhältnis zwischen Einkommensverteilung und Wachstum ist nicht genau definiert. Dennoch kann es zu Problemen führen, wenn die Verteilung zu unfair ist.“


Über Natixis Global Asset Management, S.A. 

Natixis Global Asset Management, S.A. zählt bezogen auf das verwaltete Vermögen zu den 15 größten Vermögensverwaltern weltweit(1). Seine verbundenen Vermögensverwaltungsgesellschaften offerieren Anlageprodukte, die darauf abzielen, das Vermögen und die Altersvorsorgeanlagen institutioneller und privater Anleger zu vergrößern und zu schützen. Über sein unternehmenseigenes Vertriebsnetz werden Produkte seiner verbundenen Unternehmen weltweit gebündelt und vertrieben. Natixis Global Asset Management vereint das Fachwissen mehrerer spezialisierter, in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien ansässiger Anlageverwalter, die ein breites Spektrum an Aktien-, Renten- und alternativen Anlagestrategien anbieten.

Mit Firmenzentralen in Paris und Boston verwaltete Natixis Global Asset Management per 30. Juni 2013 ein Anlagevolumen von 602,5 Milliarden Euro(2). Natixis Global Asset Management gehört zu Natixis, einer in Paris börsennotierten Tochtergesellschaft von BPCE, der zweitgrössten Bankengruppe Frankreichs. Zu Natixis Global Asset Management gehören unter anderem folgende sogenannte Boutiquen: Absolute Asia Asset Management, AEW Capital Management, AEW Europe, AlphaSimplex Group, Aurora Investment Management, Capital Growth Management, Caspian Private Equity, Darius Capital Partners, Gateway Investment Advisers, H2O Asset Management, Hansberger Global Investors, Harris Associates, IDFC Asset Mangement Company, Loomis, Sayles & Company, Natixis Asset Management, Ossiam, Reich & Tang Asset Management, Snyder Capital Management, Vaughan Nelson Investment Management, und Vega Investment Managers. Weitere Informationen finden Sie unter www.ngam.natixis.com.

Zum weltweiten Vertriebsnetz von Natixis Global Asset Management gehört die NGAM S.A., eine durch die CSSF zugelassene Luxemburger Verwaltungsgesellschaft mit einer Zweigniederlassung in Deutschland, NGAM S.A. (HRB-Nummer 88541, Im Trutz Frankfurt 55, Westend Carrée, 7. Stock, 60322 Frankfurt am Main). 

Die hier genannten Informationen sind ausschließlich zu Informationszwecken publiziert und beinhalten kein Angebot für Finanzdienstleistungen oder Anlageberatung.