ETF Securities Marktüberblick Oktober 27, 2014

Erneut waren in der vergangenen Woche zyklische Vermögenswerte im Fokus. So konnten Industriemetalle und weltweite Aktienwerte moderate Gewinne verzeichnen. Die besser als erwarteten Wachstumsdaten aus China für das dritte Quartal und Daten der chinesischen Industrieproduktion trugen zur verbesserten Investorenstimmung bei, was somit zu Kursgewinnen führte. Das FOMC-Treffen und die Veröffentlichung der amerikanischen BIP-Daten für das dritte Quartal werden in dieser Woche im Fokus der weltweiten Märkte stehen. Dies könnte dazu führen, dass Industriemetalle und amerikanische Aktienwerte vom besseren Wachstum profitieren werden. Der US Dollar wird wahrscheinlich von den zunehmenden Erwartungen an eine striktere Geldpolitik der FED in 2015 gestützt werden.

 

Rohstoffe
Rohstoffe gewinnen weiterhin das Interesse der Investoren
Aufgrund der günstigen Bewertung von Rohstoffwerten und den damit verbundenen neuen Long-Positionierungen von Investoren, sahen Rohstoff-ETPs die größten Kapitalzuflüsse seit sechs Wochen. Mehrere Rohstoffe, einschließlich Brent, Platin, Palladium und die meisten Industriemetalle konnten in der vergangenen Woche aufgrund der sich bessernden Anlegerstimmung auf den Rohstoffmärkten an Wert zulegen. Da viele Rohstoffe nahe Ihren Produktionsgrenzkosten gehandelt werden, denken wir, dass die Preise nicht viel tiefer fallen können ohne eine Reaktion auf Seiten des Angebots auszulösen. Die Anleger beginnen zunehmend das günstige Preisniveau für einen Einstieg auszunutzen, da Sie realisieren, dass die jüngste Preiskorrektur übertrieben war und zyklische Rohstoffe wie Industriemetalle von der robusten Konjunktur in China und den USA profitieren werden.

Die überraschend guten Daten aus China, dem größten Rohstoffkonsumenten, konnten den zyklischen Rohstoffen zusätzlich neuen Rückenwind bescheren. So konnten Aluminium, Palladium und Blei mit Gewinnen von 4,1%, 4,0% und 2,9% diesen Trend in der vergangenen Woche bestätigen.

Mit Kapitalzuflüssen von 22,6 Mio. USD in physischem Gold in der vergangenen Woche, wurde hier ein Sechs-Wochen-Hoch erreicht. Da der Preis des Metalls um weitere 0,4% fiel, wird Gold nur noch knapp oberhalb den von uns geschätzten Produktionsgrenzkosten (1,100/lb USD) gehandelt. Eine natürliche Untergrenze des Metalls scheint damit erreicht zu sein.

In Rohöl-ETPs konnte ein Sieben-Wochen-Hoch verzeichnet werden, indem die Long-Positionierungen zu einem Zufluss von 12,3 Mio. USD führten.  ETP Investoren nutzten das derzeit günstige Preisniveau aus, wobei 5,1 Mio. USD in Brent-ETPs und 7,2 Mio. USD in WTI-ETPs flossen. Nachdem Brent sein 5-Jahres-Tief in der vergangenen Woche erreicht hatte, konnte es daraufhin wieder an Wert zulegen (2,8%). Der Preis für WTI dagegen sank um weitere 0,7%.

Obwohl es bisher offiziell noch nicht bestätigt wurde, wird Saudi Arabien Medienberichten zufolge seine Produktion auf 9,36 Mio. USD kürzen. Die übermäßige Versorgung hatte sich zuletzt belastend auf die Preise ausgewirkt. Wenn Saudi Arabiens Schritt bestätigt wird, könnte dies zu einer weiteren Erholung des Öl-Preises führen.

Nach dem 70-prozentigen Anstieg von Arabica Kaffee seit Anfang des Jahres, sind die Preise in der vergangenen Woche um 11% aufgrund von zurückkehrenden Regen in Brasilien gefallen. Mit der Dürre und dem zuvor unregelmäßigen Regen in Brasilien, dem weltweit größten Produzenten, haben sich die Ernteaussichten für 2015 verschlechtert. Mit dem zurückkehrenden Regen hat der Blüteprozess für die Ernte 2015 begonnen. Analysten sind geteilter Meinung mit welchem Ausmaß die früheren Störungen unwiderrufliche Schäden an dieser Ernte verursacht haben.

 

Aktien
Kursgewinne von weltweiten Aktienmärkten
Nachdem sich die starken chinesischen Wachstumsdaten optimistisch auf die weltweiten Wirtschaftsaussichten auswirkten, konnten der FTSE MIB, der DAX und auch der FTSE 100 starke Gewinne verbuchen. Nachdem am Wochenende 24 europäische Banken den Stresstest der European Banking Authority (EBA) nicht bestanden haben, könnten diese Zugewinne allerdings wieder verloren gehen.

Der Russell 2000 stieg in der vergangenen Woche um 2,8% an, da die Unternehmensgewinne die Erwartungen übertrafen. Da am nächsten Donnerstag die amerikanischen BIP Daten für das Q3 wahrscheinlich die kontinuierliche Erholung bestätigen werden, sollten die Aktienwerte in den USA davon profitieren können.

Die letztwöchige anhaltende Schwäche des Goldpreises lastete auf dem DAXglobal Gold Miners Index, was die bisherigen erzielten Gewinne seit Jahresanfang beinahe wieder zu Nichte machte. Wir erwarten, dass diese Korrektur nur von vorübergehender Natur sein wird und Goldminen Ihr Wachstum fortsetzen werden, da die Bewertungen weiter unterhalb Ihrer historischen Niveaus bleiben.

 

Währungen
Starker USD und CAD
Die Zentralbanken werden mit dem zinspolitischen Treffen der FED, der Bank of Japan und der neuseeländischen Zentralbank in dieser Woche wieder im Mittelpunkt des Währungsmarktes stehen.

Während in den vergangenen Monaten die meisten Zentralbanken versucht haben ihre Währungen klein zu reden, waren die amerikanische FED und die Bank of Canada hierbei die Ausnahme. Wir erwarten, dass das FOMC-Treffen in dieser Woche ein Treiber für ein stärkeren US Dollar sein wird und dass die FED wahrscheinlich in diesem Monat das monatliche Anleihekaufprogramm beenden wird. Die Zukunft der Zinspolitik der FED steht im Fokus und jede Änderungen im Ton werden eine schnelle Reaktion auf den USD haben. Wir bleiben bullisch USD und denken, dass die BIP-Daten in dieser Woche die Erholung in den USA bestätigen werden.

Der kanadische Dollar (CAD) sollte in den nächsten Monaten einer der besten Performer werden, da sich die verbesserte Wirtschaft unterstützend auf das Zinsgefälle auswirken sollte und sich die Öl-Preise stabilisieren sollten. Der CAD ist erheblich an die Entwicklung des Öl-Preises gebunden, wobei der jüngste Abwärtsdruck nach und nach verschwinden sollte.

Fidelity Marktkommentar: EZB-Stresstest bestanden - jetzt nach vorne blicken und Kreditvergabe ankurbeln

,,Dass 25 der 130 größten Banken Europas im Fall einer Krise mehr Kapital benötigen, zeigt vor allem eins: Das europäische Bankensystem befindet sich in einem wesentlich besseren Zustand, als es viele Marktbeobachter noch vor zwei Jahren für möglich gehalten hätten.

In den vergangenen beiden Jahren haben wir einen deutlichen Rückgang der Finanzierungskosten gesehen, eine Verbesserung der Nettozinsspanne und in einigen Volkswirtschaften auch Anzeichen dafür, dass die Vorkehrungen bezüglich ,,toxischer" Aktiva in den Bankbilanzen vielleicht sogar zu vorsichtig waren. Das Bankensystem ist weniger stark verwoben als noch in den Hochzeiten der Krise. Die Art und Weise, wie die nationalen Zentralbanken die EZB-Liquidität genutzt haben, hat dazu geführt, dass die Wahrscheinlichkeit einer grenzüberschreitenden Ansteckungsgefahr definitiv abgenommen hat.

Italien hat eines der am stärksten fragmentierten Bankensysteme mit einigen sehr problematischen Bereichen. Spanien hat seine Bankenprobleme durch Konsolidierung teilweise gelöst, aber das gestaltet sich in Italien weit schwieriger. Letztlich hängt in Italien alles an der zwingenden Notwendigkeit, den Arbeitsmarkt zu reformieren.

Die künftige Herausforderung des Bankensektors in der Eurozone ist die gleiche wie in allen entwickelten Märkten. Solange Banken weiterhin so vielen Kunden, die Kredite aufnehmen wollen, keine gewähren, wird es für das Finanzsystem schwierig werden, den wirtschaftlichen Aufschwung so zu unterstützen wie es früher der Fall war. Eine höhere Glaubwürdigkeit hinsichtlich der Kapitalausstattung ist ein Schritt in die richtige Richtung - ebenso eine einheitliche Regulierung. Jedoch müssen die Vorstandsetagen der Banken wie auch die Regulierer aufhören, nach hinten zu blicken und stattdessen anfangen, nach vorne zu schauen, um die Wirtschaft der Eurozone voranzubringen."

 

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Fidelity Worldwide Investment, Unternehmenskommunikation

Christian Kronberger
Pressesprecher

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Über Fidelity und die FFB
Fidelity Worldwide Investment verfolgt ein klares Ziel: Mit herausragenden Investmentlösungen und ausgezeichnetem Service wollen wir unseren Kunden helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Mit einem verwalteten Vermögen (Assets under Management) von weltweit 211,9 Mrd. Euro und einem administrierten Vermögen (Assets under Administration) von 60,4 Mrd. Euro bietet Fidelity aktiv gemanagte Anlagelösungen, die alle Regionen, Branchen und Anlageklassen abdecken. Unsere Lösungen richten sich sowohl an Privatanleger als auch an Finanzberater, Vermögensverwalter, Finanzinstitute, Unternehmen und Staatsfonds. Auf unseren Fondsplattformen können Privatanleger und Finanzberater darüber hinaus neben Fidelity Fonds auch Anlageprodukte anderer Anbieter kaufen. Im Bereich der betrieblichen Vorsorge bieten wir insbesondere auch Anlagelösungen für den schnell wachsenden Defined Contributions (DC) Markt für lokale und internationale Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter. Mit unseren mehr als 400 Fondsmanagern und Anlageexperten rund um den Globus verfügen wir über ein einzigartiges Research Netzwerk. Mit seinen fundierten Analysen spürt es die besten Anlagechancen auf. Dabei gehen die Fondsmanager und Analysten nach unserem erprobten Ansatz der Einzelwertanalyse, dem sogenannten Bottom-up-Ansatz, vor. Seit der Gründung von Fidelity vor mehr als 40 Jahren genießen Unternehmensanalysen aus erster Hand bei uns oberste Priorität. Fidelity Worldwide Investment beschäftigt mehr als 6.500 Mitarbeiter in 24 Ländern weltweit und ist ein Handelsname von FIL Limited. Fidelity ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 eine inhabergeführte Fondsgesellschaft. Dies bietet einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen uns nicht nach kurzfristigen Aktionärsinteressen richten, sondern können uns ganz auf die langfristigen Interessen unserer Anleger konzentrieren.

In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig und betreut ein Kundenvermögen von 28,3 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die FFB (FIL Fondsbank GmbH). Sie richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken, die über die FFB unter anderem rund 8.000 Fonds und 150 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 13,8 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 143 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der FIL Fondsbank GmbH vertreten.
Alle Angaben per 30.6.2014. Weitere Informationen finden Sie unter 
www.fidelity.de
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Risikohinweis
Die FIL Investment Services GmbH veröffentlicht ausschließlich produktbezogene sowie allgemeine Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit erlauben keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung. Den Chancen, die mit Anlagen in Investment€fonds verbunden sind, stehen Risiken gegenüber. So kann etwa der Wert der Fondsanteile schwanken und ist nicht garantiert. Überdies reduzieren individuelle Kosten und Gebühren die Wertentwicklung.

Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und - sofern nachfolgend veröffentlicht - des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Sie erhalten diese Unterlagen kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder über www.fidelity.de.

Herausgeber
FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus
Geschäftsführer: Claude Hellers, Ferdinand Alexander Leisten, Dr. Andreas Prechtel
Registergericht: Amtsgericht Königstein im Taunus HRB 6111

Fidelity, Fidelity Worldwide Investment, das Fidelity Worldwide Investment Logo und das F Symbol sind eingetragene Warenzeichen von FIL Limited.

Bantleon: Rückschlaggefahr des DAX noch nicht gebannt – Underperformance dürfte anhalten

Es ist alles eine Frage der Perspektive: Viele Anleger sehen im jüngsten Kursrückschlag des DAX wieder Kaufkurse. Und tatsächlich erscheinen deutsche Standardaktien derzeit wieder attraktiv. Hat doch der DAX seit Juni unter der markant rückläufigen Konjunkturdynamik gelitten und in der Spitze dieses Jahr 10,25% verloren. Ausgehend vom Allzeithöchststand bei 10.050 Punkten betrug der Verlust sogar 16,87%. Damit gehört das deutsche Aktienbarometer zu den Aktienmärkten mit der schlechtesten Performance weltweit. Für ausländische Investoren kommt erschwerend hinzu, dass die ausgedehnte Dollarstärke die Lage verschärft, weil zusätzlich Währungsverluste auflaufen. Verglichen mit anderen Regionen wie USA, Emerging Markets und Asien schnitt der DAX deutlich schwächer ab.

Hat der DAX angesichts dieser Entwicklung entsprechend starkes Aufholpotential? Vorerst nicht. Sowohl aus absoluter als auch aus relativer Sicht sollten Investoren zumindest in den nächsten Wochen in anderen Aktienmärkten besser aufgehoben sein. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Solange die vorlaufenden Indikatoren wie IFO- und ZEW-Index eine klare Abwärtstendenz zeigen, dürfte ausländisches Kapital eher in Regionen mit einer aufstrebenden Wirtschaft wie USA und Asien allokiert werden, zumal auch die relative Underperformance zu diesen Märkten und die Dollarstärke 2014 in diversen Allokationsmodellen zu einer strukturellen Untergewichtung des DAX führen sollte. 

Aber auch aus absoluter Sicht ist die Rückschlaggefahr noch lange nicht gebannt. So notieren deutsche Standardwerte etwa 6% unterhalb der 200-Tagelinie, was zumindest auf eine technische Unterbrechung des Bullenmarktes hindeutet. Gleichzeitig zeigt das Chartbild eine bestätigte Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation, deren Kursziel bei 8.000 Punkten liegt. Darüber hinaus deuten wichtige Trendindikatoren wie MACD und ADX auf einen strategischen Bärenmarkt hin, der noch kein extrem übertriebenes Niveau erreicht hat.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Risiken für deutsche Standardwerte sowohl aus fundamentaler Perspektive als auch auf technischer Basis kurzfristig sehr groß sind. Erst bei Kursen um 8.000 Punkte dreht das Chance–Risiko-Verhältnis wieder – vorausgesetzt die Konjunktur rutscht nicht in eine länger anhaltende Rezession ab.

 

Von Markus Tischer, Senior Quantitative Analyst und Portfoliomanager des Anleihemanagers Bantleon

Rechtlicher Hinweis:
Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen stützen sich auf Berichte und Auswertungen öffentlich zugänglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verlässlichen Quellen beruhen, kann sie für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben keine Gewährleistung übernehmen. Eine Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu.

Fidelity Marktkommentar: US-Bullenmarkt trotz jüngster Schwankungen weiter intakt

Angel Agudo:
"Die US-Wirtschaft ist wieder die Lokomotive des globalen Wachstums und wird es bleiben. Haushalte und Unternehmen haben ihre Schulden abgebaut, die Investoren richten ihren Fokus wieder auf die strukturellen Vorteile der US-Wirtschaft. So sichert die Schiefergas-Revolution den Zugang zu billiger Energie, und das Bevölkerungswachstum und die Zuwanderung sorgen für günstige Arbeitskräfte. Diese langfristigen Faktoren treiben das Wachstum weiter an und überlagern zyklische Sorgen, kurzfristige Marktschwankungen und mögliche Rücksetzer aufgrund der Zinspolitik der US-Notenbank.

US-Aktien sind mittlerweile zwar nicht mehr günstig, das Bewertungsniveau bewegt sich historisch betrachtet aber noch in vernünftigen Maßstäben. Für weitere Kursanstiege in der näheren Zukunft ist jedoch ein Wachstum der Unternehmensgewinne erforderlich. Ermutigend ist in dieser Hinsicht, dass die Unternehmen finanziell gesund sind, starke Bilanzen und große Barbestände aufweisen. Dieser Umstand dürfte ein Treiber für weitere M&A-Aktivitäten sein.

Nicht zuletzt aufgrund dieses stabilen Umfelds habe ich die großen Positionen in meinem Fonds in den vergangenen Monaten fast nicht verändert. Allerdings ist Cisco neu in meine Top-10-Holdings vorgerückt. Cisco habe ich aufgrund der attraktiven Bewertung, der starken langfristigen Fundamentaldaten und der proaktiven Kostenmaßnahmen des Netzwerk-Ausrüsters aufgestockt. Außerdem finde ich zwei Aktien aus dem Gesundheitssektor aktuell interessant: WellPoint, einer der größten Anbieter von Verwaltungsdienstleistungen im Gesundheitswesen, und Quest Diagnostics, ein Netzwerk klinischer Laboratorien. Beide profitieren von den Gesundheitsreformen in den USA und sind attraktiv bewertet."

Dominic Rossi:
,,Das Ende des bereits fünf Jahre andauernden Bullenmarktes in den USA ist meiner Meinung nach noch nicht in Sicht. Optimistisch stimmt vor allem, dass die US-Wirtschaft in einem gesunden Tempo wächst und es trotz der expansiven Geldpolitik kaum Inflationsdruck gibt. Das ermöglicht es der US-Notenbank, ihre Geldpolitik sehr kontrolliert zu normalisieren. Selbst wenn die Zinsen in den USA steigen, dürfte das zwar zu einer kurzfristigen Verkaufswelle führen, den Aktienmarkt jedoch nicht dauerhaft belasten. Die historische Erfahrung hat gezeigt, dass die Aktienmärkte sich zu Beginn einer Zinsanstiegsphase gut entwickeln. Erst in einer späteren Phase belastet der Zinszyklus die Aktienmärkte.

Anders als viele Skeptiker bin ich außerdem zuversichtlich, dass die aktuell hohen Gewinnmargen der US-Unternehmen weiter Bestand haben. Sie werden unterstützt von strukturellen Faktoren wie beispielsweise einer fallenden Lohnquote. Ein weiterer Punkt, der mich für den US-Aktienmarkt optimistisch stimmt, ist die Stärke des US-Dollar, die sogar noch zunehmen dürfte. Denn sie wird US-Anleger dazu bewegen, ihr Geld - genau wie in den 1990er Jahren - nach Hause zu holen. Das wird den Aktienmarkt zusätzlich stützen."

Angel Agudo ist Fondsmanager des Fidelity America Fund (ISIN: LU0251127410).
Ein Foto von Angel Agudo können Sie hier herunterladen und ein Foto von Dominic Rossi hier.

 

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In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 tätig und betreut ein Kundenvermögen von 28,3 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die FFB (FIL Fondsbank GmbH). Sie richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken, die über die FFB unter anderem rund 8.000 Fonds und 150 ETFs von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren können. Die FFB betreut ein Vermögen von 13,8 Milliarden Euro in rund 600.000 Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 14,5 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 143 Publikumsfonds direkt sowie über rund 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der FIL Fondsbank GmbH vertreten.
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Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und - sofern nachfolgend veröffentlicht - des jüngsten Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes. Sie erhalten diese Unterlagen kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach 200237, 60606 Frankfurt/Main oder überwww.fidelity.de.

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ETF Securities Marktüberblick Oktober 21, 2014

In der vergangenen Woche waren globale Aktien und Öl-Werte besonders volatil, da Investoren auf die enttäuschenden Wirtschaftsdaten reagierten. Von Wochenbeginn an bis zum vergangenen Donnerstag verlor der S&P 500 3,4%, während das Rohöl Brent in der gleichen Periode um 6,2% fiel. Am Freitag sahen wir dann aber wieder teilweise eine Erholung, was zu Gewinnen des  S&P 500 mit 1,2% und bei Brent zu 2,0% innerhalb eines Tages führte. Hierfür waren die Kommentare von James Bullard von der amerikanischen Zentralbank und Andres Haldane von der Bank of England verantwortlich, die sich für ein Szenario einer länger anhaltenden lockeren Geldpolitik aussprachen.

 

Rohstoffe
Rohstoffe wieder beliebter nach der jüngsten übertriebenen Preiskorrektur
Während in der vergangenen Woche die meisten Rohstoffpreise weiter an Boden verloren, begannen viele Investoren das günstige Preisniveau für einen Einstieg auszunutzen. Investoren gehen von einer Bodenbildung aus und das die Rohstoffpreise nicht viel tiefer fallen können. Aufgrund dessen konnten Zuflüsse in Edelmetallen, dem WTI-Öl und den Agrargütern verzeichnet werden. Da die meisten Rohstoffe nahe oder unter Ihren Produktionsgrenzkosten gehandelt werden, erwarten wir, dass die jüngste Abwärtskorrektur nur noch von kurzer Dauer sein wird.
Unserer Meinung nach ist das derzeitige Preisniveau von Rohstoffen attraktiv für viele Investoren.
Die zunehmende Unsicherheit auf den Währungs- und Aktienmärkten sollte sich positiv auf die Kursentwicklung von Gold auswirken. Als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten konnte das Edelmetall bereits in der vergangenen Woche 0,9% an Wert zulegen. Ebenso konnten zum ersten Mal seit August dieses Jahres wieder ein Anstieg der Netto-Positionierungen in Gold beobachtet werden.
Platin wird derzeit 10% unter seinen Produktionsgrenzkosten gehandelt. Die kürzlich veröffentlichten Daten über gestiegene Autoverkäufe sollten sich unterstützend auf das Metall auswirken.
Mit Ausnahme von Palladium konnten in der vergangenen Woche alle Edelmetalle Zuflüsse verzeichnen und dem Negativtrend in den Wochen zuvor trotzen. Insgesamt konnten Edelmetalle so 13 Millionen US-Dollar Zuflüsse verbuchen.
Da der Preis für WTI seit dem ersten Mal seit Juni 2012 unter $80 fiel, konnten die Long ETPs auf WTI die größten Zuflüsse seit April 2014 verzeichnen. Insgesamt lagen diese bei 20 Millionen US-Dollar. Während im Moment die Stimmung im Rohöl-Markt nach wie vor negativ ist, hat die US Energy Information Agency hingegen ein Produktionsdefizit für das verbleibende Jahr prognostiziert. Unserer Meinung nach, ist das Defizit derzeit nicht eingepreist. Wenn die Nachfrage weiter so schwach bleiben wird, denken wir, dass die OPEC Ihre Produktion kürzen wird, um die Preise zu stabilisieren. 

Nach den letztwöchigen Gewinnen von Getreide aufgrund von starken Exportzahlen, haben Regenfälle in der vergangenen Woche die Getreideernte in den USA gestört, was zu einem weiteren Kursanstieg führte. Der Preis für Weizen stieg um 4,8%, von Mais um 2,2% und von Sojabohnen um 2,6%. Aufgrund von derzeitigen besseren Wettervorhersagen, könnte es allerdings wieder zu Gewinneinbußen kommen.

 

Aktien
Heftige Schwankungen an weltweiten Aktienmärkten
Aktienwerte der Industrieländer reagierten sehr negativ auf die schwächer als erwarteten Wirtschaftsdaten in der vergangenen Woche, bevor sie sich am Freitag teilweise wieder erholen konnten.
Für den Stimmungswechsel der Investoren am Freitag war hauptsächlich der Kommentar von James Bullard (Präsident der FED in St. Louis) ausschlaggebend, welcher sich für ein länger als geplantes Anleihekaufprogramms der FED aussprach. Nach den enttäuschenden europäischen Industriedaten fiel der FTSE MIB zuvor um 6,7% und der DAX um 4,7%. Ebenso gerieten europäische Börsen nach den Streitigkeiten zwischen Mitgliedern der Eurozone über die früher als geplante Rückkehr Griechenlands aus dem Rettungsprogramm unter Druck.
Aufgrund des schwachen Kreditwachstums und den Inflationsdaten in China, verloren auch die chinesischen Aktienmärkte. Der chinesische A-Aktienmarkt verlor 1,5%.

 

Währungen
Ist das Risiko oder die Inflation der Treiber des japanischen Yen (JPY)?
Der Abbau von weltweiten Risikopositionen in der vergangen Woche führte zu einem Kursgewinn des JPY. Wir erwarten jedoch, dass dies von kurzer Dauer sein wird. Die Positionierungen im JPY bleiben stark negativ und der letztwöchige Trend wird wahrscheinlich kurzfristig verblassen aufgrund von nachlassenden Ängsten der Investoren. In dieser Woche wird das Sitzungsprotokoll der Bank of England im Hauptfokus von Sterlinginvestoren sein. Im letzten Monat hatten zwei Entscheidungsträger den Markt mit Ihrer Stimme für eine Zinserhöhung überrascht (die anderen 7 Mitglieder stimmten für den derzeitigen Status quo). Der Markt hat Erwartungen einer geplanten Zinserhöhung  von Q2 nach Q3 zurückgeschoben. Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Eine weniger strikteres Treffen wird wahrscheinlich den Abwärtstrend des britischen Pfundes noch weiter fortsetzen. Nach der letztwöchigen Erholung des Öl-Preises, glauben wir, dass sich der Preis weiter stabilisieren wird und damit auch den Druck auf den kanadischen Dollar und die norwegische Krone nehmen wird.

Fidelity Marktkommentar: Verkaufswelle an den Aktienmärkten - Einstieg nicht verpassen

Trevor Greetham:
,,In den vergangenen Tagen haben wir eine starke Verkaufswelle an den Aktienmärkten gesehen. Dies war nicht zuletzt eine Reaktion auf die schwachen Wirtschaftsdaten aus Deutschland und China. Das Anlegervertrauen ist aktuell gering. Andererseits ist der Wachstumstrend in den USA robust, und die jüngst erst wieder gesunkenen Hypothekenzinsen sowie die fallenden Benzinpreise stärken in den USA weiter den Konsum. Tatsächlich führen die fallenden Öl- und Rohstoffpreise zu disinflationären Tendenzen. Ich gehe daher davon aus, dass die US-Notenbank Fed sich aktienmarktfreundlich verhält und möglicherweise auch eine Verschiebung der geplanten Leitzinserhöhung ins Auge fasst.

In den kommenden Monaten erwarte ich daher nach dem aktuellen Rücksetzer wieder steigende Märkte. Vor allem US-Aktien sehe ich positiv. Wir haben Aktien in unseren Multi-Asset-Fonds deshalb übergewichtet und nutzen die Schwächephase zum Nachkaufen. Allerdings bin ich besorgt, dass der Abschwung in China an Fahrt gewinnen könnte, was dazu führt, dass ich Rohstoffe und Schwellenländer untergewichtet habe."

 

Carsten Roemheld:
,,Dank dem Aufwärtstrend der US-Wirtschaft, deren Ausblick grundsätzlich weiter positiv bleibt, waren die Schwankungen an den Aktienmärkten in den vergangenen beiden Jahren bisher relativ gering. Nun hat der S&P 500 Index seit seinem September-Hoch bis 14. Oktober rund 7 Prozent verloren. Betrachtet man sich die historische Entwicklung, hat der S&P 500 seit 1950 in 24 Fällen in einem Dreimonatszeitraum mehr als 13 Prozent eingebüßt. In 15 dieser 24 Fälle hat er in den folgenden zwölf Monaten danach um mehr als 20 Prozent zugelegt."

ETF Securities Marktüberblick Oktober 14, 2014

Unbeachtet der taubenhaften Töne des letzten FED Meetings und dem damit verbundenen kurzzeitigen Rückenwinds, fielen die meisten weltweiten Aktienbenchmarks in der vergangenen Woche. Die enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus Deutschland vermehrten die Sorgen um Europas Wirtschaft und belasteten erkennbar die Stimmung der Investoren. Nach den taubenhaften Tönen der FED wertete der US Dollar ab, was zu moderaten Gewinnen von Gold und anderen Rohstoffsektoren führte. Die Hauptausnahme innerhalb der Rohstoffe waren die Energiewerte, wo das üppige Angebot auf der Performance lastet. Nach den enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China des vergangenen Monats, werden in dieser Woche das chinesische Kreditwachstum, die Inflation und das Wachstum der Reserven genau betrachtet.

 

Rohstoffe

Rohstoffe am Wendepunkt angekommen?

Die meisten Rohstoffpreise konnten sich in der vergangenen Woche erholen, was in verschiedenen Commodity ETCs Kapitalzuflüsse nach sich zog. Gold-ETPs sahen erstmals seit einem Monat nach dem gemäßigten Sitzungsprotokoll der FED wieder Kapitalzuflüsse, da sich die taubenhaften Aussagen schwächend auf den USD auswirkten. Enttäuschende Daten aus Deutschland haben unterdessen das Interesse an realen defensiven Anlagen wiederaufleben lassen.

Wie oben bereits erwähnt, sahen Gold-ETPs erstmals wieder Zuflüsse seit nunmehr fünf Wochen. Nach der Veröffentlichung des FED-Protokolls und einem schwächeren Dollar stieg der Goldpreis um 1,2% aus der Dollarperspektive. Gold-ETPs konnten so Zuflüsse von 18,3 Millionen US-Dollar verbuchen. Da sich der Goldpreis derzeit Nahe der Grenzproduktionskosten befindet und sich die spekulativen Short-Positionierungen im Futures-Markt nahe Ihrem Allzeithoch befinden, könnte die letztwöchige Erholung zu einer Rallye aufgrund der Deckung dieser Shortpositionen führen und so den Aufwärtstrend unterstützen.  

Zusätzlich zu den ohnehin schwachen europäischen Wirtschaftsdaten haben schwache Daten aus Deutschland den fragilen Zustand der Euro-Zone bestätigt, was eine noch stärkere Lockerung der europäischen Zentralbank zur Folge haben könnte. Dies wiederum könnte die Nachfrage nach Gold als Währungsersatz verstärken. Ebenso könnte die physische Nachfrage nach Gold einen saisonalen Schub aufgrund der bevorstehenden indischen Diwali Feierlichkeiten, am 23. Oktober erfahren.

Die Preise für Rohöl fielen erneut in der vergangenen Woche aufgrund des Überangebots. Das amerikanische WTI fiel um 5,7%, während Brent 3,9% verlor. Wie der am Freitag veröffentlichte Bericht der OPEC zeigte, hat sich die durchschnittliche Tagesproduktion der OPEC Länder um 0,40 mb/d gegenüber dem Vormonat vermehrt und ist damit auf 30,47 mb/d angestiegen. Die Produktion in Libyen, Irak, Angola und Nigeria hat zugenommen, während die Förderleistung von Rohöl in Saudi Arabien abnahm. 

Mit Ausnahme von Kakao, sind in der vergangenen Woche alle Agrarrohstoffe gestiegen. So sahen die Agrarrohstoffkörbe ihre größten Zuflüsse in 20 Monaten, was die Nettomittelzuflüsse seit Jahresbeginn wieder in den positiven Bereich bringt.

Aufgrund der starken US-Exporte stieg der Preis von Mais um 6,8%. Durch die niedrigen Preise wurden die Exporte unterstützt. Die erwartete Rekordernte für dieses Jahr hat den Preis von Mais auf seinen niedrigsten Stand seit 2010 gedrückt. Der am vergangenen Freitag veröffentlichte USDA-Bericht zum Angebot-und-Nachfrage der hat die Gewinne wieder revidiert, da die Prognosen über die Maisproduktion erneut angehoben wurden.

Der Preis für Kaffee konnte aufgrund der erwarteten schwachen brasilianischen Ernte für das kommende Jahr um weitere 6,2% zulegen. Unterdessen ist die derzeitige Kaffeeernte in Brasilien noch im Gange und das unberechenbare Wetter in diesem Jahr wird die Kaffeesträucher für die nächstjährige Ernte wahrscheinlich schwächen.

 

Aktien

Schub für China A-Aktien im Anschluss der chinesischen Feiertage („golden week“)

In China öffneten nach der nationalen Feiertagswoche am vergangenen Donnerstag die Börsen wieder ihre Türen. Mit einem Zugewinn von 1,3% des MSCI China A Index öffnete der heimische Markt stark in Woche. Der Index notiert derzeit rund 12% über seinem gleitendenden 200-Tagesdurchschnitt, sowie 4,3% über seinem gleitenden 50-Tagesdurchschnitt, was die optimistische Stimmung gegenüber der chinesischen Wirtschaft wiederspiegelt.

Die Sitzungsprotokolle der FED der vergangenen Woche konnten die weltweiten Aktienwerte nicht unterstützen, woraufhin diese auf ihre niedrigsten Stände in diesem Jahr fielen. Besonders die niederschmetternden Wachstumszahlen der Eurozone belastete die Stimmung der Investoren.

 

Währungen

Kurzfristige Schwäche des USD nutzen

Trotz der späten Erholung des USD zum Ende der Woche, musste die Währung seit Juli erstmals wieder einen Wochenverlust verbuchen. Langfristig jedoch rechnen wir mit einem starken USD und schätzen vorübergehende Schwächen als Kaufmöglichkeiten ein. Das stimmberechtigte Mitglied der US-Notenbank Dudley gab Aufschluss darauf, dass Mitte 2015 der richtige Zeitpunkt für eine erste Zinserhöhung wäre. Wie wir bereits in der Vergangenheit geäußert haben, schließt exzessive Liquidität innerhalb des Systems (aufgrund des Aufblähens der Bilanz der FED) eine Zinserhöhung nicht aus. Eine straffere Zinspolitik kann durch schrittweise Zinserhöhungen signalisiert werden, was dazu verhelfen würde, Inflationserwartungen gemäß der Zentralbanken-Ziele zu halten. Zinserhöhungen gemeinsam mit dem großen Liquiditätspool zur Kreditvergabe werden das Wachstum und Kreditwürdigkeit der FED unterstützt. In der Tat ist der Aufwärtstrend des USD durch die  Positionierungen im Futures-Markt angetrieben worden, und die jüngste Schwäche der Aktienmärkte trug ebenfalls zu einer Flucht in Qualitätswerte wie den USD bei.

Fidelity Marktkommentar - Der langfristig positive Ausblick für Deutschland ist weiter intakt

"Zu den Ursachen für die jüngste Kursentwicklung europäischer Aktien gehört die wachsende Sorge der Marktteilnehmer über den Verlauf der Erholung sowie ihre Angst vor einem erneuten Abgleiten in eine Rezession. Dazu kamen noch die schwachen Daten, die Deutschland vergangene Woche veröffentlicht hat. Die meisten Experten hatten diese Volkswirtschaft bisher optimistisch eingeschätzt. Meiner Ansicht nach besteht das Risiko, dass Anleger sich zu stark auf kurzfristige Daten konzentrieren und dabei das mittelfristige Erholungspotenzial übersehen. Und dabei beziehe ich mich nicht nur auf die deutsche und die gesamteuropäische Wirtschaft, sondern auch auf die Gewinne der europäischen Unternehmen.

Natürlich stimmt es, dass große Exportländer eine etwas schwächere Nachfrage spüren. Anlegern könnte dabei aber entgehen, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf zunehmend breiter Basis steht und ein immer größerer Anteil des Bruttoinlandsprodukts auf den privaten Konsum entfällt. Darüber hinaus dürften viele Unternehmen auch von der Abwertung des Euro profitieren. Erstens schlägt sich dies aufgrund der Wechselkursauswirkungen in ihren ausgewiesenen Gewinnen nieder und zweitens - und das ist der wichtigere Punkt - werden europäische Konzerne damit auf dem globalen Markt wettbewerbsfähiger. Die kurzfristige Reaktion ist zwar verständlich, doch das große Ganze könnte dabei aus dem Blickfeld geraten.

Die Einzelhandelsumsätze und der Konsum sind im Sommer weiter gestiegen. Alle Komponenten des verfügbaren Einkommens, darunter der Anstieg der Reallöhne und die Prognosen zur Beschäftigungsentwicklung, deuten in die richtige Richtung. Die deutschen Verbraucher widersetzen sich der Marktstimmung und tragen maßgeblich zur Wirtschaftsentwicklung bei. Der Konsum dürfte auch in Zukunft der stärkste Konjunkturpfeiler bleiben. Die geopolitischen Spannungen rund um die Ukraine haben zwar vorübergehend für Unruhe und Nervosität auf dem Exportmarkt gesorgt, dies sollte jedoch nicht das Potenzial deutscher Unternehmen und deren deutlich breitere Diversifikation bei den Exporten in strukturell wachsende Märkte verbergen.

Markenstärke, Innovationen, günstige Finanzierungsbedingungen sowie niedrige Lohnstückkosten haben deutschen Unternehmen steigende Marktanteile beschert. Der schwächere Euro dürfte ihre Wettbewerbsfähigkeit 2015 noch verbessern. Zusammen mit den aktuellen Effizienzprogrammen und Preisanhebungen wird sich dies in höheren Gewinnen niederschlagen.

Ausgehend von unseren jüngsten Gesprächen mit Vertretern deutscher Unternehmen und unseren eigenen Analysen rechnen wir für das nächste Jahr mit einem Gewinnwachstum von rund 7 bis 10 Prozent sowie einer Dividendenrendite von 3 Prozent. Außerdem sind die Bilanzen der deutschen Unternehmen so schuldenfrei wie selten zuvor. Gleichzeitig sind die Bewertungen attraktiv: Sie liegen rund 25 Prozent unter ihrem historischen Durchschnitt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des DAX liegt bei 11,5. Auch gegenüber Titeln aus dem restlichen Europa notieren deutsche Papiere derzeit mit einem selten hohen Abschlag - trotz ihrer langfristig guten fundamentalen Stärke."

Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity Germany Fund, meint, dass Anleger trotz der aktuellen Sorgen das große Ganze nicht aus den Augen verlieren dürfen.

ETF Securities Marktüberblick Oktober 06, 2014

Die weiterhin negative Stimmung in Rohstoff- und weltweiten Aktienmärkten hat viele Investoren dazu veranlasst, ihre Verlust-Positionen zu schließen. Die bemerkenswerte Verbesserung der amerikanischen Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sollten für zyklische Anlageklassen jedoch unterstützend sein, da Investoren die derzeit positiven Rahmenbedingungen zum Anlass nehmen könnten, um sich hier zu positionieren. Vor dem Hintergrund der überraschend guten Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche werden Investoren wahrscheinlich ein wachsames Auge auf das Sitzungsprotokoll des FOMC Meetings in dieser Woche haben. Wenn sich die wirtschaftliche Erholung zusammen mit einem stärkeren USD fortsetzten sollte, könnte sich der zuletzt konservative Ton der FED schnell ändern.

 

Rohstoffe

Arabica Kaffee gewinnt über 14 % in einer Woche aufgrund Angebotsbedenken.

Aufgrund der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten in Brasilien, dem grössten Kaffeeproduzenten weltweit, stieg der Kaffeepreis seit Anfang des Jahres um 88%. Trotz der Bedenken über Angebotsengpässe in 2015 nahmen Exporte jedoch weiter zu. Gewinnmitnahmen führten zu $ 7 Millionen Abflüssen in Long ETPs von Kaffee. Mit 248.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen überraschten die amerikanischen Arbeitsmarktdaten die Märkte. Die eindrucksvolle Erholung der amerikanischen Wirtschaft und Arbeitsmarktdaten hat die FED veranlasst die Konjunkturpakete zu reduzieren und eine frühere Zinserhöhung zu prüfen. Von einer stärkeren US-Wirtschaft sollten zyklische Vermögenswerte profitieren können. Aufgrund den derzeitigen langjährigen Tiefständen der Rohstoffpreise und den damit verbundenen Short-Positionen der Investoren, glauben wir / glaubt Bernhard Wenger, dass das aktuelle Niveau von Rohstoffen immer attraktiver als Einstieg wird.

Da die LME-Lagerbestände um 37% in diesem Jahr angestiegen sind, verlor Nickel um 7% in der vergangenen Woche. Trotzdem hält Indonesien, der größte Produzent, an seinem Exportverbot von Erz fest, was bereits die erwarteten Überschüsse reduziert hat. Die jüngste massive Preiskorrektur scheint daher übertrieben. Entgegen des negativen Trends in Industriemetallen sah ETFS Nickel in der vergangenen Woche Zuflüsse von $ 4,5 Millionen. Investoren sehen nach der Preiskorrektur die derzeitige Lage günstig als Einstiegspreis.

 

Aktien

US-Energieinfrastruktur profitiert weiterhin von steigender US-Ölversorgung

Da die amerikanische Öl-Versorgung sich ihrer Fördermenge von vor 30 Jahren nähert, stieg der Solactive US Energy Infrastructure MLP Index TR um 1,3 %. In der Zwischenzeit hat der Präsident der europäischen Zentralbank, Mario Draghi, letzten Donnerstag angekündigt die Wirtschaft der Eurozone weiter zu unterstützen, was auch den Zinssatz niedriger als 0,5 % halten wird. Trotzdem konnte das Treffen der EZB jedoch die europäischen Aktienmärkte nicht stützen. Die schwächer als erwarteten Einkaufsmanagerindexdaten für September liess die Aktienmärkte in der zweiten aufeinanderfolgenden Woche fallen. Wachstumssorgen gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone trugen hierzu bei.

Im Gegensatz dazu konnte der MSCI China A Index in der zweiten Woche in Folge durch bessere Daten des verarbeitenden Gewerbes im September Gewinne erzielen.

 

Währungen

Gute Arbeitsmarktdaten bestätigen die wirtschaftliche Erholung in den USA – Aufwärtstrend des USD ungebrochen

Die besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die fundamentale Stärke des Arbeitsmarktes bekräftigt, was das Potential von höheren Konsumausgaben von privaten Haushalten steigen lässt. Tatsächlich sank die Arbeitslosenquote das erste Mal seit sechs Jahren unter 6%. Wenn die wirtschaftliche Erholung zusammen mit einem stärkeren USD weiter anhält, könnte sich der bis zuletzt konservative Ton der FED schnell ändern. Da das duale Mandat der FED auf dem Arbeitsmarkt bestätigt wurde, erwarten wir, dass die Inflationserwartungen diesen folgen werden. Dies dürfte die FED auf einem strikteren Haushaltskurs im H1 2015 führen.

Solche Erwartungen werden den USD weiter stärken. Inzwischen hat die Wachstumsdynamik in den UK weiter abgenommen. Die Entscheidungsträger der Bank of England sind weiterhin bei der Frage des Zeitpunktes einer Zinserhöhung gespalten. „Die neuesten Entwicklungen werden dabei helfen, das Gremium bei dieser Frage zu vereinen und den Abwärtsdruck auf das britische Pfund aufrecht erhalten“, meint Bernhard Wenger von ETF Securities. Wir erwarten, dass die neuesten Entwicklungen das Gremium bei dieser Frage vereinen könnte, was den Abwärtsdruck auf das britische Pfund aufrechterhalten sollte.

Fidelity Marktkommentar: Renditehunger und gute Fundamentaldaten treiben Anleihen aus Schwellenländern

Steve Ellis, Manager des Fidelity Emerging Market Debt Fund:

Kronberg im Taunus, 1. Oktober 2014 - ,,Die Aussichten für Schwellenländeranleihen sind weiter intakt. Natürlich sind die Bewertungen nicht mehr so günstig wie noch zu Beginn des Jahres. Doch Schwellenländeranleihen bieten Investoren die Möglichkeit, ihre Renditen zu erhöhen. Das ist vor allem im aktuellen Umfeld historisch niedriger Zinsen interessant. Die Risikoprämie eines Portfolios aus in US-Dollar denominierten Schwellenländeranleihen gegenüber einem vergleichbaren Anleiheportfolio der entwickelten Märkte beträgt aktuell rund 310 Basispunkte, die Rendite liegt bei rund 5,5 Prozent: Das ist ein sehr attraktiver laufender Ertrag für ein Portfolio mit einem Gesamtkreditrating von BBB, also im Investment-Grade-Bereich.

Die Suche der Investoren nach attraktiven Renditen und die positive Wirtschafts- und Finanzlage vieler Schwellenländer sind wichtige Treiber für eine anhaltend starke Nachfrage. Auch schlechte Nachrichten, wie der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der technische Zahlungsausfall Argentiniens und die anhaltende Ungewissheit im Nahen und Mittleren Osten, haben nur geringe Auswirkungen, weil der Markt jedes der Ereignisse isoliert betrachtet und das große Universum der Anlageklasse insgesamt solche negativen Einflüsse abfedert. Viele der Probleme und schlechten Nachrichten sind in den aktuellen Kursen zudem bereits eingepreist: Nachdem die Schwellenländer im vergangenen Jahr stark abgestraft wurden, bieten sie jetzt wieder gute Chancen.

Innerhalb des Emerging-Market-Segments halte ich mit Blick auf das Chance-Risiko-Verhältnis Unternehmensanleihen derzeit für attraktiver als Staatstitel. Staatsanleihen bieten zwar etwas höhere annualisierte Renditen, im Vergleich weisen sie aber deutlich höhere Kursschwankungen auf. Ein gutes Beispiel ist Bharti Airtel - mit 21 Prozent Marktanteil das führende Mobilfunkunternehmen in Indien und zudem in weiteren Wachstumsfeldern wie Pay-TV und Breitband tätig. Ich finde das Unternehmen interessant, weil es in strukturellen Wachstumsfeldern in einem Schlüsselmarkt agiert und das Kreditprofil sich dank gestiegener Cashflows stetig verbessert.

Auf regionaler Ebene halte ich Afrika für besonders aussichtsreich. Es ist die Region, die mit einem Plus von gut 17 Prozent auf Jahressicht bei Schwellenländeranleihen die beste Performance aufweist. Die allgemeine Wachstumsstory und die langfristigen Aussichten sprechen vor allem für Sub-Sahara-Afrika. Von der guten Performance der Anleihen Sambias und Ruandas hat der Fonds bereits profitiert. Sambia war unter Druck, aber der Regierung ist es gelungen, gegenzusteuern und erfolgreich eine Anleihe in Hartwährung zu platzieren. Außerdem hat Sambia Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds angekündigt, um die Währung zu stabilisieren. Die Lockerung der Finanzpolitik, eine weitere Konjunkturabkühlung in China und sinkende Kupferpreise geben zwar Anlass zur Sorge, aber meiner Ansicht nach kompensieren die aktuell hohen Renditen diese Investmentrisiken.

Im Portfolio halte ich außerdem eine Ruanda-Position. Dank Reformen hat das Land die Armut in einem Tempo verringern können, das bislang in Afrika einzigartig ist. Die gute Unterstützung der Geberländer reduziert zudem strukturelle Risiken wie die Zahlungsbilanz und das Haushaltsdefizit. Außerdem ist Ruandas Wirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern in der Sub-Sahara-Region nicht so rohstoffabhängig. Das verbessert die Diversifikation, wenn man in dieser Region investiert.

Aufgrund der geopolitischen Situation habe ich dagegen Russland und die Ukraine aktuell deutlich untergewichtet. Gleiches gilt für die Türkei, was vor allem an den anhaltenden politischen Risiken und den zunehmend schlechteren Fundamentaldaten liegt. Möglicherweise könnte die Türkei sogar ihren Investment-Grade-Status verlieren. Wenn das passiert, wären Abflüsse die Folge. Vorsichtig bin ich auch bei Venezuela, wobei die Gründe dafür in der unklaren politischen Situation und sich verschlechternden Fundamentaldaten liegen, die teilweise mit dem schwachen Ölpreis zusammenhängen."

Steve Ellis ist Manager des Fidelity Emerging Market Debt Fund (ISIN: LU0238203821), des Fidelity Emerging Market Corporate Debt Fund (ISIN: LU0900495853) und des Fidelity Emerging Market Local Currency Debt Fund (ISIN: LU0900494021).