AXA IM aktuell: Vorzeichen für Aktien stehen 2015 gut

Die Weltwirtschaft dürfte im neuen Jahr um 3,4 Prozent wachsen – und damit ein wenig ästärker als 2014 (3,3 Prozent). So lautet die in einer aktuellen Researchpublikation veröffentlichte Prognose des Research- und Strategie-Teams von AXA Investment Managers um Eric Chaney und Franz Wenzel. Für zusätzliches Aufwärtspotenzial von bis zu 0,25 Prozentpunkten könnte nach Ansicht der Ökonomen ein anhaltend niedriger Ölpreis sorgen.

Wachstumsmotor unter den Industrieländern dürften auch im kommenden Jahr die USA bleiben: „Wir schätzen die Aussichten der USA zunehmend optimistisch ein. Denn das für 2015 erwartete Wachstum kommt überwiegend aus dem Inland“, heißt es im Jahresausblick. „Das billigere Benzin und die niedrigere Inflation bescheren den Haushalten real ein höheres verfügbares Einkommen.“ Auch die Unternehmen dürften von billiger Energie profitieren. Für zusätzlichen Auftrieb sorgt die Stärke des US-Dollar, die zu sinkenden Importpreisen führt. Die AXA-IM-Experten prognostizieren für die USA daher 2,8 Prozent Wachstum im Jahr 2015 und weitere 2,7 Prozent im Jahr 2016.

Bescheidene Wachstumsraten in der Eurozone und in Japan

Vergleichsweise bescheiden dürfte die wirtschaftliche Dynamik dagegen in der Eurozone und in Japan ausfallen. Für beide Wirtschaftsräume liegt die Wachstumsprognose für 2015 bei 0,9 Prozent. Im Jahr 2016 erwarten Chaney, Wenzel und ihr Team 1,2 Prozent – ebenfalls in beiden Regionen. Die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik dürften jedoch auch zu großen Divergenzen in der Geldpolitik führen: Während die Ökonomen damit rechnen, dass die US-Notenbank Fed zur Jahresmitte ihre Geldpolitik normalisiert, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Bilanz sogar stärker ausweiten als angekündigt – auch Staatsanleihekäufe seien dabei kein Tabu mehr. Und auch die Bank of Japan wird ihre expansive Geldpolitik wohl fortsetzen.

Angesichts der zunehmenden Unterschiede in der Geldpolitik und des strafferen Kurses der Fed raten die AXA-IM-Strategen zu Vorsicht bei Staatsanleihen, insbesondere bei US Treasuries. Entsprechend empfehlen sie, Aktien überzugewichten. Attraktiv seien dabei – dem niedrigeren Wachstum zum Trotz – vor allem Titel aus der Eurozone und Asien. US-Aktien dagegen seien derzeit die teuersten der Welt, und auch die Unternehmensgewinne seien bereits so hoch, dass eine Rückkehr zum Durchschnitt wahrscheinlich erscheine. Dagegen sprächen die Politik der EZB und der schwache Euro für Aktien aus dem Euroraum. Japanische Aktien würden gestützt durch den Beschluss des staatlichen Pensionsfonds, den Anteil heimischer Dividendenpapiere von 12 auf 25 Prozent zu erhöhen. Positiv wirke sich auch die Entscheidung des Premierministers Shinzo Abe aus, die für Oktober 2015 geplante Umsatzsteuererhöhung zu verschieben. Und auch die Aktienmärkte der asiatischen Schwellenländer dürften zu den Gewinnern zählen, weil der niedrige Ölpreis insbesondere diesen energieimportierenden Volkswirtschaften zugute komme.

Das vollständige Researchdokument finden Sie im Anhang.

Kontakt
Daniela Hamann
daniela.hamann@axa-im.com   
+49 (0)69 90025 2108 

Dr. Holger Handstein
holger.handstein@ergo-komm.de
+49 (0)221 912887 19                       

AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 607 Mrd. Euro (Stand: September 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de

Allgemeine Hinweise: Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte, wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.de bzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at. Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

Ausblick 2015: Rendite-Chancen bei Hochzins- und Schwellenländeranleihen

„Zum Jahresende gab es einige signifikante Zinsanpassungen. Schwellenländeranleihen und Hochzinsanleihen sind mit den Ölpreisen gefallen. Diese Entwicklung wurde verschärft durch die schwache Liquidität und die allgemeine Risikoscheu. Damit sind die Renditechancen für diese Papiere besser als zuvor, und wir erwarten hier gute Erträge im ersten Halbjahr 2015.“
Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Mit einem Wirtschaftswachstum in Europa von rund einem Prozent rechnet Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, für 2015. Dabei sieht der Experte jedoch noch Aufwärtspotenzial im Laufe des Jahres. Schulden würden nur langsam abgebaut, Sparmaßnahmen nur langsam gelockert. Der schwächere Euro könnte jedoch die Wirtschaft ankurbeln und ein EZB-Ankaufprogramm vertrauensbildend wirken. Die Entwicklung europäischer Anleihen 2015 werde von der Entscheidung der EZB abhängen, Unternehmens- und Staatsanleihen zu kaufen oder nicht. „Ein Ankauf  würde zur Folge haben, dass die Renditen von Bundesanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer niedrig bleiben. Sollte sie das jedoch nicht tun, erscheinen europäische Staatsanleihen teuer“, erläutert Iggo.

Die US-Wirtschaft bekäme dagegen im sechsten Jahr ihrer Expansion einen kräftigen Anschub von den gesunkenen Ölpreisen. Die Frage sei, ob die Fed mit ihrer Geldpolitik eher auf das starke US-Wachstum oder auf die schwache Inflation antworten werde. „Wir gehen davon aus, dass die Fed im kommenden Jahr die Zinsen angesichts von Vollbeschäftigung und Lohnsteigerung anheben wird. Für US-Bundesanleihen stehen damit die makroökonomischen Vorzeichen schlecht. Das Gleiche gilt für Staatsanleihen aus Großbritannien bei einem starken Wachstum.“

Die Suche nach Renditen wird nach Meinung des Experten weitergehen. „Das könnte sogar bedeuten, dass Euro-Anleihen für US-Dollar-Anleihen verkauft werden“, erklärt Iggo. Insgesamt werde 2015 die Investmentstrategie angesichts der hohen Marktvolatilität nicht einfach. Das Team um Iggo setzt Anfang des Jahres auf Hochzinsanleihen. Ein stärkeres US-Wachstum könnte auf die Märkte letztlich stärker durchschlagen als die Anpassung des Ölpreises und dabei helfen, dass Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen sich stark erholen.

Für Ihre Fragen und zur Interviewvermittlung wenden Sie sich bitte direkt an AXA Investment Managers (Daniela Hamann) oder an ergo Kommunikation.

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Mit freundlichen Grüßen

Daniela Hamann                                                                      
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Holger Handstein
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Barings: Die russische Regierung ergreift die richtigen Maßnahmen, die Lage bleibt jedoch vorerst volatil

WAS IST PASSIERT?

Aufgrund der Sorgen über die jüngste Abwertung des Rubels und die steigende Inflation im Land hob die russische Zentralbank am 15. Dezember um Mitternacht ihren Leitzinssatz von 10,5% auf 17% an.

Innerhalb der vergangenen zwei Monate verlor der Rubel als Reaktion auf den fallenden Ölpreis und die bestehenden Sanktionen stark an Wert und auch heute wertete er weiter ab. Zusätzlich entwickelte sich der russische Aktienmarkt (in USD) rückläufig und die Renditen russischer Anleihen gingen steil nach oben.

UNSERE EINSCHÄTZUNG

Unserer Einschätzung nach hat die russische Zentralbank als Reaktion auf die aktuelle Lage die richtige Vorgehensweise gewählt. Zuversichtlich stimmt uns insbesondere die Tatsache, dass die Bank auch weiterhin eine konventionelle Politik verfolgt und nicht zu Kapitalverkehrskontrollen griff.

Auch wenn die Reaktion etwas verspätet kam, sollte es der Regierung aufgrund des sich unlängst weiter abschwächenden Rubel in Kombination mit der Situation an den Aktien- und Rentenmärkten unserer Einschätzung nach gelingen, eine höhere Stabilität an den Märkten zu erreichen, wenn sie den aktuellen Weg weiter verfolgt. Dennoch könnte es im nächsten Jahr zu einem Zielkonflikt zwischen den aktuell höheren kurzfristigen Zinssätzen und den rückläufigen wirtschaftlichen Aktivitäten kommen. Wenn man dies im Zusammenhang mit dem niedrigeren Ölpreis betrachtet, dürfte Russland 2015 aller Wahrscheinlichkeit nach in eine Rezession abrutschen.

Die Lage bleibt volatil und hängt weiterhin von geopolitischen Faktoren im Zusammenhang mit den Sanktionen ab, die Russland im Zuge der Entwicklungen in der Ukraine auferlegt wurden, aber auch vom zukünftigen Ölpreisniveau.

Zu den Risiken zählt beispielsweise die Möglichkeit, dass die Regierung die konventionelle Wirtschaftspolitik aufgibt und zu strengen Kapitalverkehrskontrollen greift. Außerdem könnten die Sanktionen ausgeweitet werden oder der Ölpreis für einen längeren Zeitraum auf einem niedrigen Niveau bleiben.

Mittel- bis langfristig dürften sich die Fundamentaldaten unserer Einschätzung nach wieder behaupten und damit den Aktienmarkt in die Höhe treiben. Ein schwächerer Wechselkurs sollte dazu beitragen, die Auswirkungen eines niedrigen Ölpreises für Russland abzufedern und dadurch möglicherweise einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Der Bankensektor wird nach wie vor gut durch internes Kapital und die Hilfe der Zentralbank unterstützt. In Russland befinden sich auch weiterhin große Reserven an Öl und Gas sowie vieler anderer Rohstoffe. Dies sind Wertanlagen, die unserer Einschätzung nach aktuell unterbewertet sind.

Mit der Eskalation der Lage auf der Krim haben wir unser Engagement in Russland reduziert und beobachten die jüngsten Entwicklungen sehr genau, um bei Bedarf direkt zu handeln.

Pressekontakt

Birgit Wirtz
Baring Asset Management GmbH
+49 (0)69 7169 1812
Mail: birgit.wirtz@barings.com

Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD-Finanzkommunikation
Tel. +49 69 97124732
Mail: bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

Fidelity Marktkommentar: "Internet of Things" wird die nächste große Welle für Technologieinvestoren

,,Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran. Die Phase des mobilen Internets ist zwar noch in vollem Gange, doch vorausschauende Investoren fragen sich bereits, was als nächstes kommt. Wir erwarten, dass das sogenannte "Internet of Things" die nächste große Welle sein wird, die erheblichen Einfluss auf unseren Alltag haben wird. Dabei werden Geräte und Maschinen intelligent vernetzt und können über das Internet untereinander Informationen austauschen und verarbeiten.

Experten erwarten rasantes Wachstum vernetzter Produkte

Diese Vernetzung und Kommunikation internetfähiger Geräte - von Fabrikmaschinen bis zum Kühlschrank zuhause - hat ein gewaltiges Potenzial. Das Research-Unternehmen Gartner erwartet, dass die Zahl der Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, von aktuell 3,7 Milliarden auf 4,9 Milliarden im kommenden Jahr anwachsen wird. Bis 2020 werden es schätzungsweise sogar 25 Milliarden vernetzte "Dinge" sein. Unterstützt wird die Entwicklung durch sinkende Hardware-Preise, steigende globale Vernetzung, wachsende Computerkapazitäten und Cloud Computing. Wichtigster Treiber dürfte aber die enorme Ausbreitung internetfähiger Smartphones sein sowie die Bereitschaft der Menschen, ständig erreichbar zu sein. Die meisten Smartphones heutzutage sind Mini-Computer, die deutlich leistungsstärker sind als der durchschnittliche PC vor einem Jahrzehnt.

Zu den Profiteuren des "Internet of Things" zählen zum einen natürlich Unternehmen die die erforderliche Hardware herstellen, beispielsweise die MEMS-Sensoren (micro-electronic-mechanical systems), die wichtige Bausteine des "Internet of Things" sind. Zum anderen sind aber vor allem Firmen Nutznießer, die dank spezieller Anwendungen und innovativer Entwicklungen in ihrer jeweiligen Branche Vorteile gegenüber den Wettbewerbern haben.

Von Gentechnik zum "Internet of Things"

Ein Beispiel dafür ist Monsanto. Das Unternehmen ist das weltweit führende Agrar- und Biotechnologieunternehmen. Bekannt wurde Monsanto durch die Erzeugung gentechnisch veränderten Saatgutes. Mittlerweile aber versucht der Konzern, unter anderem mit Hilfe der Übernahme der auf Klimadaten spezialisierten US-Firma Climate Corp sowie der firmeneigenen Datenplattform FieldScripts, Landwirte technisch zu unterstützen, die Produktivität durch die Vernetzung verschiedenster Systeme und Maschinen entscheidend zu erhöhen. Monsanto ist somit hervorragend positioniert, von den Vorteilen des "Internet of Things" zu profitieren.

General Electric (GE) halten wir ebenfalls für aussichtsreich. GE spielt eine führende Rolle beim sogenannten "Industrial Internet", also der Interaktion zwischen dem "Internet of Things" und der Industrie. Hier hat das Unternehmen bereits hohe Investitionen getätigt und ist deshalb gut aufgestellt. Die Prozessoptimierung und die damit verbundene signifikante Kostenersparnis könnten für die Industrie nach Schätzungen von GE rund 226 Milliarden US-Dollar über 15 Jahre betragen. Ein weiteres Beispiel ist Samsung. Der koreanische Konzern ist nicht nur einer der führenden Smartphone-Hersteller, sondern auch konkurrenzlos in der Vielfalt seiner Technikprodukte einschließlich Kühlschränken, Waschmaschinen oder DVD-Playern. Das Unternehmen hat zudem die erste Waschmaschine mit WLAN-Zugang entwickelt. Samsung ist somit führend bei der Entwicklung von "Smart Devices", die sich miteinander vernetzen lassen und damit den technologischen Fortschritt deutlich vorantreiben.

Das alles zeigt: Die nächste große technologische Welle wird nicht lange auf sich warten lassen. Die clevere Vernetzung von Produkten bietet Anlegern attraktive Investmentchancen. Favorisieren sollten sie dabei "First Mover", also Unternehmen, die sich diesen Trend als erste zu eigen machen und sich vom Wettbewerb abheben. Der Marktanteil solcher Firmen dürfte rasant wachsen."

Carsten Roemheld (Fotolink) ist Kapitalmarktexperte bei Fidelity Worldwide Investment.

Swiss & Global AM: „Fallender Ölpreis dominiert Entwicklung bei Schwellenländer-Anleihen“

Frankfurt, 18. Dezember 2014 – Der fallende Ölpreis hat die Renditen der Schwellenländer-Bonds nach unten getrieben. „Während der Standard-Poor’s-500-Index zuletzt ein neues Allzeithoch erreichte, erlebten die Spreads der Schwellenländer-Staatsanleihen sowie Währungen vor allem der Öl exportierenden Staaten eine negative Entwicklung“, sagt Enzo Puntillo, Portfoliomanager des JB Emerging Markets Opportunities Fonds.

Vor diesem Hintergrund geht der Experte davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum der einzelnen Schwellenländer in Zukunft noch stärker auseinander entwickeln wird als bisher. „Die meisten Wachstumsgewinner dürften aus Osteuropa stammen“, sagt Puntillo. „Diese Staaten dürften stärker als andere wachsen, nachdem die Neuausrichtung ihrer Volkswirtschaften abgeschlossen ist“, erwartet Puntillo. Als Investor achtet der Experte deshalb vor allem auf Hartwährungsanleihen und Devisen mit Ausnahme von Lokalwährungsanleihen. Auch die Türkei kann nach Ansicht von Puntillo zu den Gewinnern fallender Rohstoffpreise zählen. In diesem Zusammenhang hat er sein Exposure in der türkischen Lira leicht erhöht, allerdings betont Puntillo, dass die türkische Landeswährung vor allem im Vergleich zu anderen Schwellenländerwährungen gewinnen dürfte.

Bei den Währungen bevorzugt Puntillo weiterhin den Euro als Finanzierungswährung und nutzt Long-Positionen vor allem beim polnischen Zloty (PLN), dem ungarischen Forint (HUF) sowie der indischen Rupie (INR). Hier hat der Experte zuletzt Positionen aufgebaut, basierend auf starkem wirtschaftlichem Momentum und sich verbessernden externen Fundamentaldaten. Gegenüber Währungen von Rohstoff exportierenden Ländern ist Puntillo weiterhin zurückhaltend mit Ausnahme des chilenischen Peso (CLP). In diesem Bereich eröffnete Puntillo jüngst Short-Positionen auf den brasilianischen Real (BRL),  den kolumbianischen Peso (COL) und den peruanischen Nuevo Sol (PEN). 

Fondsdaten (B-Anteile/akkumulierend)
Fondsname                              Julius Baer Multibond – Emerging Markets Opportunities Bond Fund
ISIN                                         LU1001759676
Auflegungsdatum                     28.02.2014
Fondsdomizil                           Luxemburg
Rechtliche Struktur                   SICAV nach Luxemburger Recht / UCITS IV
Anlageverwalter            Swiss & Global Asset Management AG
Verwaltungsgesellschaft           Swiss & Global Asset Management (Luxembourg) S.A.
Basiswährung                           USD
Benchmark                               Maßgeschneiderte Benchmark (50% JPM EMBI Global Diversified / 50% JPM GBI-EM Diversified)
Verwaltungsgebühr                   1.10% p.a.

Kontakt
Klaus Spanke                           Tel +49 221 912 887 28
ergo Kommunikation                klaus.spanke@ergo-komm.de

Über Swiss & Global Asset Management
Swiss & Global Asset Management ist Teil der GAM Holding AG, einer unabhängigen, auf das Asset Management spezialisierten Gruppe. Im Oktober 2009 aus dem Julius Bär Asset Management hervorgegangen, ist Swiss & Global Asset Management der exklusive Anbieter von Julius Bär Fonds. Das Angebot umfasst neben Investmentfonds auch maßgeschneiderte Lösungen für institutionelle Anleger und individuelle Private-Labelling-Lösungen. Swiss & Global Asset Management kombiniert Schweizer Wurzeln – in Form von langjährigen Kundenbeziehungen und hohem Qualitätsbewusstsein – und ein weltumspannendes Netzwerk mit über 1.000 Vertriebsverträgen in rund 30 Ländern.
GAM Holding AG ist an der SIX Swiss Exchange notiert. Die Gruppe verwaltet Vermögen von insgesamt CHF 124.1 Milliarden (per 30. September 2014) und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter an ihren Standorten in elf Ländern. Mehr Informationen finden Sie unter www.swissglobal-am.com

Wichtige rechtliche Hinweise 
Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Der Emerging Markets Opportunities Bond Fund ist ein Subfonds der Julius Baer Multibond (SICAV nach Luxemburger Recht) und ist in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Rechtsprospekte, Wesentliche Anlegerinformationen, Statuten und aktuelle Jahres- und Halbjahresberichte sind in deutscher Sprache, kostenlos und in Papierform bei den nachfolgenden Stellen erhältlich. Deutschland – Zahlstelle: DekaBank Deutsche Girozentrale, Hahnstraße 55, D-60528 Frankfurt am Main; Informationsstelle: Swiss & Global Asset Management Kapital AG, Taunusanlage 15, D-60325 Frankfurt am Main. Swiss & Global Asset Management ist nicht Teil der Julius Bär Gruppe. 

Wenn Sie keine weiteren Zusendungen an Ihre Mailadresse wünschen, schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Bitte vom Verteiler nehmen“ an SwissGlobal-Asset-Management@ergo-komm.de.

AXA IM aktuell: Europäische Small Caps könnten von der Abwertung des Euro profitieren

Matthew Lovatt und Maguy MacDonald von AXA Framlington sehen Chancen für ein Comeback der Nebenwerte als Folge der Währungsschwäche.

Europäische Nebenwerte könnten von der anhaltenden Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und anderen Weltwährungen profitieren – diese Ansicht vertreten Matthew Lovatt und Maguy MacDonald von AXA Framlington. Den beiden Investmentstrategen zufolge dürfte die Währungsschwäche Europa helfen, seine Wettbewerbs- und Wachstumsprobleme in den Griff zu bekommen: „Der schwächere Euro ist ein Silberstreif am Horizont und könnte es den europäischen Small Caps ermöglichen, auch längerfristig wieder wettbewerbsfähiger zu werden.“ Hinzu komme, dass insbesondere kleinere Unternehmen sich gut an neue Entwicklungen anpassen und so von neuen Wachstumschancen profitieren könnten.

Europäische Small Caps hatten seit Mitte des Jahres besonders unter einer sich abzeichnenden Schwächephase der Weltkonjunktur gelitten, wie Lovatt und MacDonald erläutern: „In Europa haben kleine Unternehmen in den letzten zehn Jahren aktiv daran gearbeitet, ihre
Geschäfte in Übersee auszubauen. Daher reagieren sie besonders empfindlich auf die Entwicklung der Weltwirtschaft.“ Als das globale Wachstum ab Mitte Juni nachgab, mussten Industrieunternehmen und zyklische Konsumunternehmen in Europa Gewinnwarnungen veröffentlichen. „Diese Prognosesenkungen spiegelten den verschärften Wettbewerbsdruck aus den USA und den Schwellenländern wider“, so die Experten. „Und sie trugen dazu bei, dass europäische Small Caps hinter den Standardwerten zurückgeblieben sind.“ Die aktuelle Entwicklung des Euro-Außenwertes könne nun helfen, diesen Trend umzukehren.

Langfristig sind Lovatt und MacDonald ohnehin von den Vorzügen der Nebenwerte überzeugt: „In unseren Augen sind Nebenwerte besonders auch deswegen attraktiv, weil Anleger mit ihnen direkt auf Wachstum setzen können“, erklären sie. „Aktien von Unternehmen mit schnell wachsenden Gewinnen und Cashflows entwickeln sich langfristig überdurchschnittlich. Auf lange Sicht generieren kleine Unternehmen mit guten Wachstumschancen, einem gutem Management und genügend Kapital, um ihre Chancen optimal zu nutzen, überdurchschnittliche Erträge.“

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Daniela Hamann
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ETF Securities Marktüberblick - Volatilität feiert ihr Comeback

Da die politische Situation in Griechenland weiter prekär bleibt und die fallenden Rohölpreise die Weltordnung verändern, nimmt die Risikowahrnehmung auf Seiten der Investoren zu. Trotz einer volatilen vergangenen Woche und eines Rückgangs des chinesischen Inlandsaktienmarktes von 5% am Dienstag, schloss der Markt 2% höher am Ende der Woche. Die Schließung von Positionen und reduzierte Liquidität zu Jahresende dürften zur Volatilität des Marktes beitragen. Die daraus resultierenden Mittelzuflüsse sollten aber zu Jahresanfang wieder ihren Weg in den Markt finden.
Gold und Silber, die traditionell als defensive Anlageklassen gelten, konnten inmitten der Instabilität vergangene Woche zulegen. Die letzte Sitzung des Federal Open Market Committee für 2014 wird sehr genau auf Hinweise einer strafferen Geldpolitik im Jahr 2015 verfolgt werden.

Rohstoffe
Öl fällt um weitere 10%, da die IEA ihren Ausblick für 2015 nach unten korrigiert
Nachdem die International Energy Agency (IEA) ankündigt hat, dass es aufgrund der schwachen Nachfrage und dem hohen Angebot mit weiter fallenden Rohölpreisen rechnet, fiel WTI in der vergangenen Woche unter 60$/bbl, Brent folgte dicht dahinter. Obwohl die Kursschwäche wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte in 2015 anhalten wird, könnte das anhaltende Wirtschaftswachstum in den USA und in China in Kombination mit einer Kürzung des Rohölangebots den Rohölmarkt auf absehbare Zeit wieder in ein Gleichgewicht von über 70$/bbl bringen. Wir glauben, dass die nach unten korrigierten Nachfrageprognosen der OPEC eine Vorstufe zu Angebotskürzungen sind. Der EIA zufolge sind 20% der Rohöl- und Kondensate-Produkte aus den USA bei diesen Preisen unrentabel.
In der Zwischenzeit konnte Silber aufgrund der geringeren Angebotsprognosen für 2015 um 3,4% zulegen. Während die Lagerbestände von Silber weiterhin hoch bleiben, sind diese seit Anfang Oktober um 4% gefallen. Da die wirtschaftliche Erholung in den USA und in China weiter an Dynamik gewinnen, erwarten wir erhöhte industrielle Nachfrage und verstärkte  Preisreaktionen in den kommenden Monaten.

Aktien
Europäische Aktien schwanken als Reaktion auf gemischte Nachrichten
Ein Bericht über stark zugenommene Werkaufträge in Deutschland führte zu einer Hausse in europäischen Aktienwerten. Diese Gewinne wurden aufgrund einer Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras schnell zu Nichte gemacht, welcher verkünden ließ, dass die Präsidentschaftswahl in dieser Woche beginnen würde. Dies entfachte neue Zweifel über die politische Zukunft der Nation. Energiebezogene Aktienwerte litten sehr unter dem Niedergang beim Rohöl, was am Rückgang des Solactive Energy Infrastructure MLP Index von -10,7% erkennbar wurde. Der FTSE 100 wurde durch die schwache Kursentwicklung von Minenwerten um -3,3% nach unten gezogen, da China den stärksten Rückgang seit 8 Monaten bei Importen verzeichnete. Der Bericht bestätigte die zunehmenden Befürchtungen über eine schwächere Binnennachfrage des weltweit größten Verbrauchers von Industriemetallen. 

Währungen
FED-Treffen (FOMC) aufgrund ungebrochener Hausse des USD im Fokus
Wir erwarten, dass der US Dollar in 2015 weiter im Aufschwung bleibt, da die wirtschaftliche Erholung die US-Notenbank zu einer strikteren Geldpolitik in Q2 veranlassen dürfte. Wir gehen davon aus, dass die große Bilanz der FED sie nicht automatisch von einer Zinserhöhung abhalten wird. Kleine und bedächtige Zinserhöhungen können als Signale dienen, welche den Markt auf eine allmähliche Reduzierung der Geldmenge hinweisen, wenn die wirtschaftliche Erholung weiterhin freie Kapazitäten absorbiert. In der Zwischenzeit hat die überraschende Zinssenkung der Norwegischen Zentralbank zusammen mit der Schwäche bei Rohölpreisen sich nachteilig auf die norwegische Krone ausgewirkt. Wir erwarten, dass die deflationäre Auswirkung aufgrund niedrigerer Rohölpreise nachlassen wird. Ebenso gehen wir davon aus, dass sich die negative Auswirkung auf den norwegischen Außenbeitrag verringern wird.

Generali: Makroökonomischer Ausblick 2015

In einem Jahr mit generell niedrigen Renditen „erwarten wir sowohl in den USA als auch in der Eurozone, dass Aktien 2015 wieder positive Renditen erzielen werden“, so Klaus Wiener, Chefvolkswirt von Generali Investments Europe S.p.A. SGR, in seinem makroökonomischen Ausblick für das Jahr 2015. „Das aktuelle Niedrigrenditen-Umfeld sorgt dafür, dass Aktien hinsichtlich der Gesamtrendite immer noch die vielversprechendste Anlageklasse bleiben.“

Den vollständigen Ausblick erhalten Sie über das nebenstehende PDF.

Generali Investments Europe erwartet, dass 2015 ein schwieriges Jahr für Euro-basierte Anleger wird, insbesondere im Bereich festverzinslicher Anlagen. Aufgrund niedriger Inflationserwartungen sowie einem geringen Wirtschaftswachstum dürfte die EZB 2015 auf quantitative Lockerungsmaßnahmen setzen. Dies wird die langfristigen Renditen auf den Staatsanleihenmärkten auf einem niedrigen Niveau halten. Positiv zu bewerten ist dagegen, dass die im aktuellen Jahr ergriffenen EZB-Maßnahmen bereits erste Ergebnisse erzielt haben: Die Kreditzinsen haben sich in der gesamten Eurozone eingeengt und das Volumen der Kreditvergabe ist weniger stark zurückgegangen als zuvor (positiver Kreditimpuls). Hinzu kommen erste Anzeichen einer Stabilisierung auf den Arbeitsmärkten der Peripheriestaaten, ein besseres Konsumklima und eine Abwertung des Euro - das dürfte sich positiv auf das dringend benötigte Exportwachstum auswirken.

In den USA deutet alles auf einen weiter steigenden Dollar hin, da die Fed Mitte des Jahres 2015 eine Änderung der Leitzinsen vornehmen wird. Trotz der Straffungen der Fed sollten sich US-Aktien aufgrund der gesunden wirtschaftlichen Dynamik, steigender Unternehmensgewinne und niedriger Realrenditen weiterhin gut entwickeln.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren sollten Unternehmensanleihen eine bessere Performance erzielen als Staatsanleihen der Kernländer. Obwohl sie etwas weniger attraktiv sind als zuvor, wird erwartet, dass periphere Staatsanleihen im Jahr 2015 von zusätzlicher EZB-Liquidität profitieren.

Eine Konsequenz daraus wird sein, dass die allgemeinen Bedingungen – obwohl schwierig – weiterhin eher risikoreicheren Anlagen zuträglich sind. Das anhaltende Niedrigrenditen-Umfeld begünstigt immer noch Anlagen, die im Vergleich zu Staatsanleihen von Kernländern einen Renditeaufschlag bieten. Trotzdem wird weiterhin eine hohe Marktvolatilität erwartet, insbesondere in Anbetracht der vielen geopolitischen Risiken, des niedrigen Wachstumstrends der Eurozone und der anstehenden ersten Leitzinserhöhung durch die Fed.

Weitere Informationen finden Sie im vollständigen makroökonomischen Ausblick 2015 auf der Website von Generali Investments Europe www.generali-investments-europe.com.

Frederick Assmuth
Pressesprecher
Generali Investments Europe S.p.A.
Società di gestione del risparmio
Tel.: +49.(0)221.42035412
EMail: frederick.assmuth@am.generali.com


ÜBER GENERALI INVESTMENTS EUROPE
Generali Investments Europe, zentraler Asset Manager der Generali Gruppe, bietet eine breite Auswahl an Investmentlösungen für institutionelle und Privatkunden mit maßgeschneiderten Lösungen, die von institutionellen Mandaten bis hin zu Investmentfonds reichen.

Mit einem verwalteten Vermögen von 360 Milliarden Euro gehört Generali Investments Europe zu den größten Asset Managern in Europa. Das Unternehmen verfügt über nachweisliche Expertise im Multi-
Asset-Portfolio-Management. Die dabei angewandte Methode basiert auf Research und einem umsichtigen Risikoansatz zum Schutz des investierten Kapitals und zur Generierung langfristiger stabiler Renditen.

AXA IM: 2015 – das Jahr der großen geldpolitischen Divergenz

Franz Wenzel, Chefstratege von AXA Investment Managers erwartet, dass die Geldpolitik in den USA, Japan und der Eurozone weiter auseinanderdriftet.

Hohe Kursschwankungen an den Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkten werden im kommenden Jahr die Norm sein und nicht – wie bisher – die Ausnahme. Diese Ansicht vertrat Franz Wenzel, Chefstratege von AXA Investment Managers, heute beim Jahresendpressegespräch von AXA IM in Frankfurt. Als Hauptgrund für die steigende Volatilität nannte Wenzel die Normalisierung der Geldpolitik in den USA nach dem Ende des Quantitative Easing. Die quantitative Lockerung habe bisher die Volatilität der Finanzmärkte unterdrückt. Wenzel rechnet nun mit ersten Zinserhöhungen zur Mitte des Jahres 2015. „Obwohl dies von den Marktteilnehmen erwartet wurde, wird die Normalisierung Auswirkungen auf alle Märkte haben, die von der durch die Fed bereitgestellten Liquidität profitiert haben.“

Die Renditen in den USA dürften steigen – nicht aber die in der Eurozone und in Japan

In anderen Regionen der Welt dürfte die geldpolitische Entwicklung gänzlich anders ausfallen. Wenzel bezeichnete 2015 daher auch als „Jahr der großen geldpolitischen Divergenz“. So müsse die Europäische Zentralbank ihre Bilanz schneller ausweiten als gedacht – und die Ausweitung möglicherweise auch stärker vorantreiben als ursprünglich geplant. Dafür sprächen die dauerhaft niedrige Inflation, das schwache Wachstum und die hohe Verschuldung in Europa. Zudem hat auch die Bank of Japan bereits angekündigt, ihr Quantitative und Qualitative Easing auszuweiten. Bis das Inflationsziel von 2 Prozent erreicht wird, soll die Geldmenge jedes Jahr um 80 Billionen Yen steigen. Die großen geldpolitischen Unterschiede zwischen den USA sowie Großbritannien einerseits und der Eurozone sowie Japan andererseits dürfte sich auch auf die Entwicklung von Staatsanleihen aus den verschiedenen Regionen auswirken, erläuterte Wenzel: „Die Renditen von US-Treasuries und britischen Gilts sollten steigen. Für US-Staatsanleihen ist ein Anstieg auf drei Prozentpunkte eine realistische Schätzung. Dagegen gibt es kaum Spielraum für höhere Renditen in der Eurozone und in Japan, wo die Devise gelten sollte, dass es sich für Investoren nicht lohnt, sich gegen die Politik der Zentralbanken zu positionieren – schließlich sind deren Taschen mit Abstand am tiefsten.“ Dies gelte auch für die Entwicklung auf den Devisenmärkten: Wenzel rechnet damit, dass Euro und Yen weiter abwerten – bis auf 125 Yen/US-Dollar beziehungsweise 1,20 Euro/US-Dollar.

Die Weltwirtschaft dürfte 2015 um 3,4 Prozent wachsen

Größere volkswirtschaftliche Auswirkungen dürfte nach Wenzels Angaben auch der dramatische Absturz des Ölpreises in den vergangenen Wochen haben: „Wir erwarten für 2015 einen durchschnittlichen Preis von 70 US-Dollar pro Barrel für die Ölsorte Brent – nach 100 US-Dollar in diesem Jahr. Diese Entwicklung wird das globale Wachstum antreiben, denn sie führt zu einem Einkommenstransfer von den Produzenten zu den Verbrauchern – und damit zu einer Erhöhung der Nachfrage.“

Das globale Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr schätzt Wenzel vorsichtig auf 3,4 Prozent, nachdem es 2014 mit 3,3 Prozent unter den ursprünglich erwarteten 3,7 Prozent lag. „Sollte der niedrige Ölpreis allerdings über längere Zeit bestehen bleiben, dann ergibt sich darauf zusätzliches Wachstumspotenzial in Höhe von etwa 0,25 Prozentpunkten. Das zwar nicht brillante, aber immerhin robuste Wachstum sollte sich positiv auf die Entwicklung von Aktien und High-Yield-Bonds auswirken – erst Recht deshalb, weil auch die Geldpolitik riskante Assets weiter stützen wird.“

Kontakt
Daniela Hamann
daniela.hamann@axa-im.com  
+49 (0)69 90025 2108 

Dr. Holger Handstein
holger.handstein@ergo-komm.de
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AXA Investment Managers
AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 582 Mrd. Euro (Stand: Juni 2014) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2.400 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 21 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.de 

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Fidelity Marktkommentar: Reformfreundliche Regierung bringt Japan wieder auf Kurs

,,Das Wahlergebnis in Japan fiel nicht überraschend aus. Die Koalition zwischen der LDP und der Komeito-Partei behielt mit 326 von 475 Sitzen ihre Zweidrittelmehrheit im Unterhaus. Nach diesem Vertrauensbeweis durch die Wähler wird Premierminister Abe nun für weitere zwei bis vier Jahre regieren. Für eine kleine Sensation sorgte die Kommunistische Partei, die ihre Sitze mehr als verdoppeln konnte. Mit 21 Sitzen ist das Ergebnis zwar noch unbedeutend in Bezug auf die politische Macht, es verdeutlicht aber die Oppositionsbewegung gegen den geplanten Wiedereinstieg in die Atomkraft und die Einführung des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung, also die Stärkung der Rolle des Militärs. Durch eine Reform der Verfassung sollen japanische Streitkräfte künftig an Militäreinsätzen im Ausland teilnehmen können.

Ich erwarte, dass die Märkte ihre Aufmerksamkeit nun auf die politische Agenda und die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik richten werden. In Kürze muss die Regierung den Nachtragshaushalt für 2014 und den regulären Haushalt für 2015 verabschieden. Premierminister Abe hat bereits vorgeschlagen, den Nachtragshaushalt von 2 Billionen auf 3 Billionen Yen zu erhöhen - mit einem besonderen Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Das reguläre Budget für 2015 wird in der Haushaltssitzungsperiode im Januar und Februar diskutiert und verabschiedet.

Ich gehe davon aus, dass die reformfreundliche Regierung weitgehend im Amt bleiben wird. Sobald der Haushalt für 2015 beschlossen wurde, wird sich die Regierung der Reform der Unternehmenssteuer, den Verhandlungen zur transpazifischen Partnerschaft und dem Wiedereinstieg in die Atomkraft zuwenden.

Konstruktive Veränderungen beobachte ich auch bei den japanischen Unternehmen, wo strukturelle Reformen in Angriff genommen werden. Ein neuer Corporate-Governance-Code ist darauf ausgerichtet, die Erträge zu erhöhen. Da die Unternehmensgewinne weiter wachsen und sich die Firmen stärker auf Kapitaleffizienz und die Interessen der Aktionäre konzentrieren, sind meiner Ansicht nach Verbesserungen bei der Eigenkapitalrendite zu erwarten.

Bezogen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis, sind japanische Aktien historisch günstig bewertet. Angesichts der koordinierten japanischen Wachstumspolitik, grundlegender Veränderungen in der Unternehmenskultur und der Tatsache, dass Japan zu den wenigen Schlüsselmärkten mit Bewertungsabschlag gehört, gehe ich davon aus, dass die mittelfristigen Perspektiven für japanische Aktien attraktiv sind."

Carsten Roemheld (Fotolink) ist Kapitalmarktexperte bei Fidelity Worldwide Investment.

GAM Marktkommentar: Fallender Ölpreis beflügelt europäische Konjunktur

Der niedrigere Ölpreis wird der europäischen Konjunktur Auftrieb verschaffen. Dieser Ansicht ist Niall Gallagher, Fondsmanager des GAM Star European Equity und des GAM Star Continental European Equity. „Wir glauben nicht, dass die Ökonomen die Auswirkungen des Ölpreisverfalls bereits vollständig berücksichtigt haben. Insbesondere die Länder der europäischen Peripherie wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland, dürften profitieren, da diese Staaten Netto-Ölimporteure sind“, erklärt er. So rechne das Spanische Finanzministerium damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2015 alleine durch den niedrigen Ölpreis um zusätzliche 1 bis 1,5 Prozent wachsen könnte. Die europäische Industrie und Materialwirtschaft profitierten bereits von den fallenden Preisen und hätten sich an den Börsen seit Oktober besser als andere Sektoren entwickelt. Im Luftverkehr dagegen seien die Auswirkungen nicht so eindeutig. „Selbstverständlich bedeuten niedrige Ölpreise sinkende Kosten für die Airlines, aber besonders das Niedrigpreissegment zieht mitunter auch Vorteile aus steigenden Preisen, da diese den Wettbewerbsdruck erhöhen“, so Gallagher.

Dagegen litten der europäische Ölsektor und insbesondere die integrierten Ölkonzerne unter dem Preisverfall. „Viele dieser Unternehmen operieren stark fremdfinanziert, daher wirken sich fallende Preise überproportional auf die Profitabilität aus“, erläutert Fondsmanager Gallagher. Viele Firmen, darunter der norwegische Staatskonzern Statoil, planten daher, ihre Kapitalausgaben für die nächsten fünf Jahre um bis zu zwanzig Prozent zu reduzieren. Während der Rest Europas profitiere, dürften so auch die Volkswirtschaften von Norwegen und Schottland, die stark vom Ölsektor abhängig sind, unter den fallenden Ölpreisen leiden.

Den detaillierten Marktkommentar entnehmen Sie bitte dem angehängten englischsprachigen Dokument. 

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Bei Anleihen über den Mainstream hinaus denken: Anlageausblick der Fondsmanager von GAM und Swiss & Global AM für 2015

Zürich, 11. Dezember 2014: Der rund 30-jährige Bullenmarkt für Anleihen neigt sich dem Ende zu. Die Fondsmanager von GAM und Swiss & Global Asset Management zeigen alternative festverzinsliche Strategien auf, die das Potential haben, im neuen Jahr auch in einem Umfeld steigender Zinsen reale Erträge zu erbringen:

Mortgage Backed Securities (MBS)
„Einige Anleger misstrauen der Anlageklasse MBS noch immer. Das ist ein Fehler: Der MBS-Markt ist heute ein anderer. Instrumente auf Basis von MBS bieten eine hervorragende Chance, den enttäuschenden Renditen bei traditionellen Anleihen zu begegnen. Der entsprechende Markt in den USA ist riesig: Mit 7 Billionen US-Dollar macht er 30 Prozent des US-Anleihenmarktes und 15 Prozent des globalen Anleihenmarktes aus und liegt damit an zweiter Stelle hinter US-Treasuries. Dank verbesserter Kreditvergabestandards und eines neuen Rating-Ansatzes ist er heute wesentlich robuster und weist ein wesentlich geringeres systemisches Risiko auf. Das derzeit geringe Angebot und die wachsende Nachfrage nach Non-Agency-MBS-Anleihen ermöglichen attraktive Kapitalgewinne. Wir rechnen mit einer kräftigen Erholung des Non-Agency-Markts, wenn die Anleger zurückkehren.“
Tom Mansley, Fondsmanager, GAM Star MBS Fund

Katastrophenanleihen (Cat Bonds)
„Für 2015 rechnen wir mit einer Zunahme der Emission von Katastrophenanleihen um 25 Prozent. Der Markt für Katastrophenversicherungen wandelt sich derzeit von einem begrenzten, selbsttragenden Modell zu einem über die Kapitalmärkte finanzierten Modell. Nicht zuletzt aufgrund der unberechenbaren Klimaentwicklung führen die rasant zunehmenden Katastrophenrisiken zu erheblichen Lücken bei der Versicherungsdeckung gegenüber dem wirtschaftlichen Value-at-Risk (sogenannte „Katastrophenlücken“). Weltweit belaufen sich diese „Katastrophenlücken“ mittlerweile auf 300 bis 500 Milliarden US-Dollar. Zusammen mit den zunehmend strikteren Kapitaladäquanzvorschriften für Versicherungsgesellschaften (wie die demnächst in Kraft tretende Solvency-II-Richtlinie) veranlasst dies die Versicherer, auf externe Kapitalquellen zurückzugreifen. Dies kann ihnen dabei helfen, die Last der rasant wachsenden Katastrophenverluste zu tragen. Katastrophenanleihen und andere versicherungsgebundene Wertpapiere decken derzeit nur knapp zehn bis zwölf Prozent des Kapitalbedarfs. Dieses erhebliche Defizit treibt das beeindruckende Wachstum der Anlageklasse an.“
John Seo, Fondsmanager, GAM Star Cat Bond Fund 

Asset Backed Securities (ABS)
„Die Aufnahme des Asset-Backed-Securities-(ABS)-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) hat infolge der Erhöhung der Marktliquidität und der wachsenden Anlegernachfrage bereits zu einer Verengung der ABS-Spreads geführt. Wenn sich die Liquidität und die Spreads weiter verbessern, dürfte sich dies am deutlichsten in den risikoreicheren Sektoren und europäischen Peripherieländern bemerkbar machen. Obwohl europäische ABS zunehmend attraktiver werden, ist eine Änderung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften nötig, um den bestehenden ungleichen Marktbedingungen zu begegnen und eine langfristige Wiederbelebung des Marktes sicherzustellen. ABS bieten attraktive Risikoprämien und Bewertungen im Vergleich zu Covered Bonds und Unternehmensanleihen. Ältere Tranchen aus der Zeit vor der Finanzkrise bieten qualitativ hochwertige Wertpapiere mit begrenztem Kreditrisiko, die häufig unter dem Nennwert notieren. In den europäischen Peripherieländern richtet sich unser Fokus auf vorrangige Tranchen, da Mezzanine-Papiere unter einem Mangel an Liquidität leiden. CLOs (Collateralized Loan Obligations) bieten ebenfalls einen soliden Aufschlag gegenüber einigen anderen Sektoren.“
Laurence Kubli und Matthias Wildhaber, Fondsmanager, JB ABS Fund 

Wandelanleihen 
„80 Prozent der weltweit verfügbaren Anleihen weisen Renditen unter 2 Prozent auf. Damit können Anleiheanleger mit traditionellen Buy-and-Hold-Strategien langfristig nur magere Erträge erzielen. Zusammen mit gewissen lokalen Märkten für Emerging Bonds sind Wandelanleihen nach wie vor eine unserer bevorzugten Sektoren für festverzinsliche Anleihen. Im Gegensatz zu traditionellen festverzinslichen Anlagen verfügen Wandelanleihen über unbegrenztes Aufwärtspotenzial und haben sich während früherer Zinserhöhungszyklen erheblich besser entwickelt als Hochzinsanleihen. Während die Anleihenpreise in vielen Schuldenmärkten wenig Luft nach oben bieten, können sich Aktienmärkte im 2015 weiterhin positiv entwickeln – trotz des unbesonnenen Ausmaßes an Optimismus unter Investoren, das zunehmend zu Marktschwankungen führen könnte. Eine solche erhöhte Volatilität würde von unseren – auf Wandelanleihen basierenden – Protektionsstrategien aufgefangen und so den Kapitalerhalt unterstützen.“ 
Tim Haywood, Fondsmanager, JB Absolute Return Bond Fund

Nachrangige Bankanleihen (Junior Bank Debt)
„Die Bedeutung der Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) als Aufsichtsbehörde für den europäischen Bankensektor sollte nicht unterschätzt werden. Mit Zuckerbrot und Peitsche sorgt sie für die Verbesserung der Kreditwürdigkeit von Bankanleihen, reduziert das systemische Risiko und hat damit einen positiven Einfluss auf die Kurse von nachrangigen Bankanleihen. Am 1. Januar 2014 wurde das Regelwerk von Basel III eingeführt, dessen neue Bestimmungen von 2014 bis 2019 schrittweise in Kraft treten. Damit werden die Banken gezwungen, ihr Eigenkapital nach und nach durch weitere Pufferschichten zu stärken, um künftigen Krisen und Abschwüngen standzuhalten. Wenn die Banken sicherer werden, werden ihre nachrangigen Schulden ebenfalls sicherer. Dies kommt nachrangigen Anleihen zugute und dürfte einen weiteren Anstieg der Kapitalgewinne unterstützen.“
Anthony Smouha, Fondsmanager, GAM Star Credit Opportunities

Schwellenländeranleihen
„Differenzierung ist für Anleiheinvestoren enorm wichtig. Beim Thema Emerging Markets richtete sich der Fokus bisher hauptsächlich auf die BRIC-Länder. Schwellenländer sind jedoch eine große heterogene Gruppe von über 60 Ländern mit unterschiedlichen Märkten und nicht synchron laufenden Konjunkturzyklen, aus denen Anleger die besten Chancen herauspicken können. Beispielsweise findet derzeit in Zentraleuropa eine positive Neugewichtung statt. Viele Länder der Region haben sich bereits angepasst und ihre Schulden verringert – und wachsen jetzt schneller als andere Regionen. Attraktive Chancen sehen wir auch in einigen kleineren Pioniermärkten, die von den Anlegern derzeit zu wenig beachtet werden – etwa in Sri Lanka oder der Dominikanische Republik. Ein potenziell starker US-Dollar könnte Schwellenländerwährungen zwar insgesamt belasten. Bei reformbereiten Ländern wie Polen, Mexiko und Indien sind jedoch durchaus Chancen zu finden. Bei Anleihen in Lokalwährung sehen wir attraktive Chancen für Länder, deren Zentralbanken bereits gehandelt haben und deren Bewertungen bereits angepasste Renditen bieten, wie etwa in Kolumbien.“
Enzo Puntillo, Fondsmanager, JB Emerging Markets Opportunities Bond Fund

Weitere Informationen
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Boris Bachmann
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Andreas Kern               
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Über GAM Holding AG
GAM Holding AG ist eine unabhängige, reine Vermögensverwaltungsgruppe mit Fokus auf aktiver Anlagetätigkeit. Sie betreibt ein globales Vertriebsnetz und verfügt über Anlageteams in fünf Zentren in Europa, den USA und Asien. Unter zwei führenden Marken – Julius Bär Funds (vertrieben durch Swiss & Global Asset Management) und GAM – bietet sie Anlagelösungen für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Das Investment-Management-Geschäft der Gruppe wird durch eine Private Labelling-Sparte ergänzt, die Outsourcing-Lösungen für Dritte anbietet. Die Aktien der GAM Holding AG (Symbol «GAM») mit Sitz in Zürich sind an der SIX Swiss Exchange notiert und Teil des Swiss Market Index Mid (SMIM). Die Gruppe verwaltet Vermögen von insgesamt CHF 124.1 Milliarden (per 30. September 2014) und beschäftigt über 1 000 Mitarbeitende in 10 Ländern. 

Wichtige rechtliche Hinweise
Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von Swiss & Global Asset Management und GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung. Swiss & Global Asset Management ist kein Teil der Julius Bär Gruppe.

Wenn Sie keine weiteren Zusendungen an Ihre Mailadresse wünschen, schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Bitte vom Verteiler nehmen“ an gam@ergo-komm.de

Technologie im Portfolio: Anlageausblick der Fondsmanager von GAM und Swiss & Global AM für 2015

Zürich, 11. Dezember 2014: Beim bevorstehenden Weihnachtsfest werden die neuesten Gadgets aus der Technikwelt wieder vielerorts für Freude sorgen. Technologie hat aber auch eine wachsende Bedeutung im Bereich der Kapitalanlagen. Im Folgenden finden Sie die Einschätzungen verschiedener Anlageexperten von GAM und Swiss & Global Asset Management dazu, wie Technologie die Anlagestrategien für 2015 beeinflussen wird.

Mobilität und Marketing
„Enterprise Mobility Management (EMM) ist ein hochinteressantes Teilsegment des Technologiesektors: Das Thema erhält derzeit einen enormen Auftrieb aufgrund des Trends, dass Arbeitnehmer ihre eigenen Geräte zur Arbeit mitbringen (Bring Your Own Device, BYOD). Unternehmen im EMM-Sektor stellen gegen eine Gebühr die Infrastruktur bereit, die BYOD überhaupt erst möglich macht. In drei Jahren werden schätzungsweise 800 bis 900 Millionen Geräte hierfür im Einsatz sein. Dies entspricht einem potenziellen Markt von 40 Milliarden US-Dollar für Unternehmen im Bereich EMM. Die dominierenden Akteure auf diesem Markt sind IBM und SAP. Sie verlieren jedoch zunehmend Marktanteile an neue Anbieter wie AirWatch, Good Technology und MobileIron. 
Ein zweiter aufstrebender Bereich – Technologiemarketing und -werbung – wurde durch die Entwicklungen im Bereich sozialer Medien beeinflusst. Softwareprodukte helfen den Unternehmen, ihre Marketingaktivitäten gezielter auf die Kunden auszurichten und effizienter zu quantifizieren. Das Volumen dieser globalen Branche ist gewaltig und wird auf rund eine Billion US-Dollar geschätzt. Wir setzen auf dieses Thema unter anderem mit unserer Position in Marketo, einem wachstumsstarken Anbieter digitaler Marketingsoftware.“
Mark Hawtin, Fondsmanager, GAM Star Technology Fund 

China
„Wer in China anlegen will, kommt an der «New Economy» des Landes nicht vorbei. Das künftige Wachstum Chinas wird von den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen, saubere Energie und Konsumgüter angetrieben. Diese dürften von der vorteilhaften neuen Politik der Regierung profitieren. Während die Löhne steigen, vollzieht China den Wandel zu einer von Technologie und Konsum getragenen Wirtschaft. Bereits jetzt erwirtschaftet China zehn Prozent der globalen Technologieumsätze. Rund acht Prozent des gesamten Konsums in China entfallen auf den Online-Handel. China verfügt pro Kopf über etwa 0,6 Quadratmeter Ladenflächen, gegenüber 2,6 Quadratmeter in den USA und 1,3 Quadratmeter in Grossbritannien. Diese unterentwickelte „Offline-Infrastruktur“ bedeutet eine enorme Chance für das Online-Geschäft, insbesondere bei Kunden ausserhalb von Großstädten. So hat beispielsweise Bitauto Holdings, ein Betreiber von Websites und Apps, mit denen Verbraucher Neu- und Gebrauchtwagen beurteilen und kaufen können, ihren Gewinn je Aktie in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt und steuert auf ein weiteres Umsatzwachstum zu.“
Jian Shi-Cortesi, Fondsmanager, JB China Evolution Fund

Luxusgüter
„Luxusmarken werden in der Regel mit viel Tradition assoziiert. Gleichzeitig investieren viele Unternehmen im Bereich Luxusgüter in Mehrkanalstrategien, um sich auf das digitale Zeitalter einzustellen und ihr Angebot an die veränderten Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen. Die führenden Marken wollen von der wachsenden Zahl der digital kompetenten und mit sozialen Medien vertrauten Konsumenten profitieren, die nach einem effizienten und bequemen Zugang zu Luxusprodukten und -dienstleistungen Ausschau halten. Dies ermöglicht es den Unternehmen, ihr Angebot auf verschiedene geografische Regionen abzustimmen und die Reichweite der Marken durch groß angelegte Entwicklungsprojekte für E-Commerce-Plattformen zu erweitern. Die Hälfte der Käufe von Luxusprodukten wird heute durch digitale Angebote angeregt.“
Scilla Huang Sun und Andrea Gerst, Co-Fondsmanager, JB Luxury Brands Fund

Gesundheitswesen
„Personalisierte Gesundheitsfürsorge, also die Identifizierung des richtigen Produkts für den richtigen Patienten, treibt Innovationen im Gesundheitssektor an. Gleichzeitig ermöglicht es den entsprechenden Dienstleistern, bessere Ergebnisse zu geringeren Kosten zu bieten. Dies wird durch die Erhebung, Aktualisierung und Bereitstellung von Patientendaten in Echtzeit ermöglicht – dank Konnektivitätslösungen, Analyseplattformen und Pflegemanagement. Die Unternehmen Cerner und athenahealth sind zwei Beispiele für Anbieter entsprechender Software und Cloud-gestützter Anwendungen, die von diesem Trend profitieren. In den USA wird die Einführung und Nutzung elektronischer Patientendaten (Electronic Health Records, EHR) durch Krankenhäuser und Ärzte mit finanziellen Anreizen des Staats gefördert. Dies sorgt bereits für ein kräftiges Wachstum der Umsätze bei den Anbietern. Die Einführung von EHR-Systemen in Arztpraxen stieg von 18 Prozent im Jahr 2001 auf 72 Prozent im Jahr 2012. Wir rechnen mit einem langfristigen Wachstum der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Technologie – angetrieben von leistungsbasierten Erstattungsmodellen, Kostenkontrolle, Optimierung von klinischen Arbeitsabläufen, Patientensicherheit und mobilen Anwendungen.“
Christophe Eggmann, Fondsmanager, JB Health Innovation Fund

Energie
„Über 50 Prozent der global neu hinzukommenden Erzeugungskapazitäten von Strom entfallen auf Windkraft und Solarenergie. Gleichzeitig wächst der Stromverbrauch weiter, wobei die veraltete Netzinfrastruktur zu Übertragungs- und Verteilungsengpässen führt. Sogenannte ‚Intelligente Stromnetze‘ bieten eine attraktive Lösung zur Einsparung von Energie und zur Integration dezentraler und periodischer Energiequellen. Anbieter von Stromnetzkomponenten, intelligenten Verbrauchsmessgeräten und Netzsoftware dürften von einem beispiellosen Investitionszyklus in die Stromnetze in den USA und in China profitieren, dem sich unserer Meinung nach auch bald andere Teile der Welt anschliessen werden. Eingesparte Energie ist die billigste Energiequelle und nicht von Subventionen abhängig. Die Branche für Lösungen zur energieeffizienten Heizung, Kühlung und Ventilation wächst derzeit schneller als die Bauwirtschaft insgesamt. Sie dürfte zusätzlich profitieren, wenn sich der US-Wohnimmobilienmarkt weiter erholt.“
Roberto Cominotto, Fondsmanager, JB Multistock Energy Transition Fund 

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Wichtige rechtliche Hinweise
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BlackRock Investment Outlook 2015: Dealing with Divergence

In their investment outlook for 2015, BlackRock has a look on diverging trends in economic growth and monetary policy around the globe as well as differences between the real economy and the financial markets. They have a look at the prospective development of market factors including volatility and political risks as well as different markets including emerging countries, Japan and Europe.

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AXA IM aktuell: Die Volatilität wird sich fast verdoppeln

Christina Böck, Head Solution Strategists Central Europe bei AXA Investment Managers, rechnet im nächsten Jahr mit höheren Kursschwankungen – vor allem am Aktienmarkt. 

Die Volatilität der globalen Finanzmärkte dürfte im Jahr 2015 deutlich ansteigen. Diese Ansicht vertritt Christina Böck, Head Solution Strategists Central Europe bei AXA Investment Managers. „Vor der Marktkorrektur im vergangenen Oktober teilten viele Marktteilnehmer den Eindruck, dass die Volatilität an der Börse zu niedrig sei“, so Böck. „Die negativen Befürchtungen zur globalen Wirtschaftsentwicklung ließen dann aber die Schwankungen wieder auf ein Niveau wie im Jahr 2012 ansteigen.“ Allerdings verwundere es nach wie vor, dass sich die Volatilität in den verschiedenen Anlageklassen momentan sehr ähnlich verhalte, zumal dies sonst eher in Krisenzeiten vorkomme. Doch in einer solchen Situation befänden sich die Märkte derzeit nicht.

Drei gemeinsame Faktoren
„Geht man der Sache mit quantitativer Analyse auf den Grund, so findet man drei gemeinsame Faktoren für die Volatilität in den einzelnen Anlageklassen“, erläutert Böck. „Dies sind die aktuelle Position im Wirtschaftszyklus, die Risikoscheu der Investoren und die unkonventionelle Geldpolitik der Zentralbanken.“ Die Volatilität habe stets einen sehr zyklischen Charakter, so Böck weiter: „Sie ist ausgesprochen hoch in Perioden eines wirtschaftlichen Abschwungs – wenn also die Unsicherheit zunimmt, Vorhersagen schwieriger werden und die Anlagepreise öfter angepasst werden müssen.“

Eine größere Risikoscheu der Anleger führe zu häufigen und teilweise brutalen Stimmungsschwankungen und ziehe so ein stärkeres Herdenverhalten mit höheren Korrelationen in den Anlagen nach sich. „In solchen Phasen achten die Anleger weniger auf Fundamentaldaten als auf die Risikoprämien in den Kursen“, erklärt die Anlagestrategin.

Geldpolitik extrem synchronisiert
Eine besonders wichtige Rolle beim Rückgang der Marktschwankungen spielen für Böck die Zentralbanken: So habe die „Forward Guidance“ der US-Notenbank die Unsicherheit zur weiteren Entwicklung der kurzfristigen Zinsen – und damit ihre Volatilität – stark reduziert. Außerdem hätten die wichtigsten Zentralbanken nach der Finanzkrise ihre Geldmarktpolitik
extrem synchronisiert, was zu deutlich stabileren Devisenkursen geführt habe. Und schließlich habe der große Appetit von Langfrist-Investoren – inklusive der Zentralbanken durch ihre Wertpapier-Kaufprogramme – zu rekordniedrigen Zinsen geführt, so dass die Anleger Rendite eher in Aktien suchten. Auch dadurch sei die Volatilität stark gesunken.

Mit Blick auf die Geldpolitik machten die Mitglieder der US-Notenbank jedoch schon heute viel unterschiedlichere Vorhersagen für die zukünftigen Zinsen als noch vor ein paar Monaten. „Diese Unterschiede werden weiter zunehmen“, prognostiziert Böck. „Das aktuelle Gleichlaufen der Zentralbanken wird in den nächsten drei Jahren ebenfalls enden, wenn die Bank von England und die US-Notenbank mit Zinserhöhungen voranschreiten, während die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank von Japan noch lange auf den aktuellen Niveaus verharren werden.“ Zudem werde das Ende der Interventionen durch die US-Notenbank die Käufe von Staatsanleihen durch langfristige Investoren stark reduzieren.

Während sich die Zinspolitik in den USA allmählich normalisiere, werde sich die Volatilität bis Ende des Jahres 2015 nach oben entwickeln. „Dies wird für Aktien viel stärker der Fall sein“, so Böck. „Bei diesen dürfte sich die Volatilität wohl fast verdoppeln, während sie für Anleihen im Mittel nur von 5 Prozent auf 7 Prozent steigen wird – und bei den Währungskursen nur minimal ansteigen sollte.“

Fidelity CIO-Jahresausblick 2015: Stabiles und positives Jahr für Anleihen erwartet

,,Auch 2015 dürfte die Politik der großen Zentralbanken die Richtung an den Anleihemärkten vorgeben. Drei Trends kristallisieren sich dabei klar für uns heraus: Erstens dürfte sich die unter dem Strich zu erwartende Ausweitung der Zentralbankbilanzen weltweit als Stütze für die Rentenmärkte erweisen. Zweitens werden die Unternehmensanleihe- und Devisenmärkte wegen der divergierenden Geldpolitik weiter auseinanderlaufen. Und drittens werden sich Anleger wieder stärker Diversifikationsstrategien zuwenden.

Makroökonomisches Umfeld begünstigt inflationsgeschützte Anleihen

Ich gehe davon aus, dass die Geldpolitik global betrachtet auch 2015 eine Stütze für festverzinsliche Wertpapiere bleibt. Zwar wird die US-Notenbank voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte die Zinsen anheben. Insgesamt dürfte das Bilanzvolumen der Zentralbanken rund um den Globus aber weiter steigen - angeführt von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan. Im Zusammenspiel sollte das die Renditen weltweit in etwa auf aktuellem Niveau halten. Was den US-Markt betrifft, rechne ich damit, dass die Fed die Zinszügel nur ganz allmählich und mit einem Seitenblick auf die Reaktionen an den Anleihemärkten anziehen wird. Denn Zinserhöhungen, begleitet von einem aggressiven Hochschnellen der Renditen am längeren Ende und der Spreads von Unternehmensanleihen, gelten als Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb werden die politisch Verantwortlichen versuchen, die negativen Folgen möglicher Marktschwankungen so gering wie möglich zu halten. Die Inflation sollte auch im kommenden Jahr niedrig bleiben. Zunehmenden Lohndruck in den USA sehe ich indessen als das zentrale Risiko für diese Prognose. Angesichts der aufgeblähten Zentralbankenbilanzen sollten Anleger die Gefahr einer Kehrtwende bei der Inflation und in der Zentralbankpolitik allerdings nicht unterschätzen. Diese Kehrtwende werden die Märkte schon lange vor einer Beschleunigung des Preisauftriebs einpreisen - und genau darin besteht die Krux für Anleger. Wegen der niedrigen Inflationsprämien an den Märkten bieten sich gute Anlagechancen für inflationsgeschützte Anleihen.

Expansive Geldpolitik der EZB sollte Euro-Unternehmensanleihen Auftrieb verleihen

Künftig dürften die Unternehmensanleihemärkte weniger von den Fundamentaldaten und dafür stärker von technischen Faktoren getrieben werden. Da die Politik der Zentralbanken die Nachfrage seitens der Anleger schürt, ist der Markt anfällig für Stimmungsschwankungen. Ich erwarte deshalb, dass die Unternehmensanleihemärkte 2015 stärker auseinanderdriften. Bereits jetzt deuten sich größere Unterschiede zwischen den Spreads von Euro- und US-Dollar-Anleihen an. In Europa könnte die expansive Geldpolitik Unternehmensanleihen aus der Eurozone kräftigen Rückenwind verleihen. Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen auch den Kauf von Unternehmens- und Staatsanleihen einschließen werden. Für Anleger in Euro-Unternehmensanleihen stehen die Chancen auf eine weitere Spread-Verengung gut. Anders in den USA: Hier ist der Kreditzyklus bereits in eine spätere Phase eingetreten. Die zunehmenden Diskussionen über Zinserhöhungen dürften weiter auf die Stimmung drücken − allerdings nur vorübergehend. Denn die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die Unternehmensanleihemärkte üblicherweise nur in den Anfangsphasen eines Zinserhöhungszyklus schwächeln. Die Spreads liegen derzeit über dem Niveau vor Beginn früherer Zinserhöhungszyklen. Deshalb sehe ich Potenzial für einen weiteren Rückgang der Risikoaufschläge im kommenden Jahr.

Investment-Grade-Unternehmensanleihen gleichen Durations- und Kreditrisiken aus

Der auffällige Renditeunterschied zwischen 2013 und 2014 hat gezeigt, wie tückisch es ist, Anlageentscheidungen basierend auf gesamtwirtschaftlichen Prognosen zu treffen. Deshalb sind Diversifikationsstrategien nach wie vor die beste Möglichkeit, um konsistente Renditen zu erzielen. Kritisch ist außerdem, die Duration zu verkürzen, da dies häufig zulasten eines höheren Kreditrisikos geht - auch das hat das Jahr 2014 gezeigt. Stattdessen sollten Anleger ihr Zinsrisiko vor allem mithilfe der Diversifikation steuern. Hier bietet sich unter anderem an, die Durationsquellen über verschiedene Märkte zu streuen, um von unterschiedlichen Konjunkturzyklen zu profitieren.

Chancen bieten etwa Investment-Grade-Unternehmensanleihen, denn sie gleichen Durations- und Kreditrisiken aus und ermöglichen eine ausgewogenere Rendite. Solange eine Rezession ausbleibt, werden Hochzinsanleihen jedoch besser abschneiden. Mit der Weitung der Spreads in diesem Segment seit dem Sommer sind die Bewertungen wieder deutlich attraktiver geworden. Auch Schwellenländeranleihen dürften 2015 von der Jagd nach Rendite profitieren. Interessant sind hier vor allem Renmimbi-Anleihen aus China. Bei Renditen jenseits von 4 Prozent und Investment-Grade-Qualität sind sie für Anleiheinvestoren eine hervorragende Möglichkeit, um das Portfoliorisiko breiter zu streuen."

Gegen den Strom? Keine Angst vor asiatischen Aktien

München, 9. Dezember 2014. China? Kaufen. Japan? Kaufen. Nicht nur berufsbedingt blickt Dr. Jan Ehrhardt, Portfoliomanager des GAMAX Maxi-Fonds Asien International, positiv auf die Perspektiven der asiatischen Märkte für 2015. „Wir sehen derzeit zwar viel kritische Berichterstattung zur Entwicklung der großen Volkswirtschaften im asiatischen Bereich. So wird seit längerem über eine chinesische Immobilienblase, ein geringeres chinesisches Wirtschaftswachstum und eine wirkungslose Konjunkturpolitik der japanischen Notenbank diskutiert“, sagt Ehrhardt. „Diese Faktoren sind zwar vorhanden, wir halten ein selektives Investment in den weiterhin wichtigen asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum trotzdem auch 2015 für aussichtsreich.“

Ehrhardt und das Team von Analysten bei DJE beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit den Kernmärkten wie Japan und China und begleiten ausgewählte Unternehmen vor Ort mit eigenem Research bis hin zum persönlichen Besuch.

Chance China: Steigende Löhne stärken Binnenkonsum

Während der chinesische Internet-Konzern Alibaba einen glänzenden Start bei Börsengang und Anleiheemission hinlegte, deuten die chinesischen Konjunkturdaten wie Einkaufsmanager-Indizes, Industrieproduktion und stagnierende Geldmenge weiter auf eine Abkühlung der Konjunktur. Weiter steigende Löhne führen dazu, dass die Produktion einfacher Güter zunehmend aus China in günstigere Standorte wie Vietnam verlagert wird. Und auch wenn sich die chinesische Immobilienkonjunktur im Oktober wieder gefangen hat, bleibt das Überangebot an Wohnraum, vor allem in  ländlichen Regionen weiter bestehen. Baukonjunktur-sensitive Titel, aber auch Rohstoff- und Energieaktien werden daher in den kommenden Monaten voraussichtlich keine attraktiven Zielinvestments sein. 

„Schwächere Wirtschaftsdaten müssen aber nicht unbedingt eine schwächere Aktienmarktentwicklung bedeuten“, ist Ehrhardt dennoch zuversichtlich. „Schließlich senkt die chinesische Notenbank nun die Zinsen. Ferner müssen wir in China nur selektiver werden.“ Vielversprechend seien insbesondere defensive Aktien mit stabilen Erträgen und attraktiven Dividenden wie Mautstraßen-Betreiber, Logistik, Telekom und ausgewählte Konsumtitel – gerade diese könnten längerfristig von den wachsenden Einkommen der Privathaushalte profitieren. Auch gibt es in China nach wie vor viele Unternehmen in privater Hand, die kaum oder gar nicht von der hohen Verschuldung der staatlichen Konzerne betroffen sind. Diese könnten im kommenden Jahr von einer Verbesserung der Kreditbedingungen profitieren und sich überdurchschnittlich entwickeln.

Gewinne mitgenommen hat Ehrhardt zuletzt bei Sino Biopharmaceutical, bisher eine der Top Ten Positionen im GAMAX-Fonds, deren Kurs sich seit Kauf mehr als verfünffacht hatte. Ausgebaut wurden dagegen die Positionen in zwei IT-Unternehmen: Travelsky, eine Abwicklungsplattform für Reisen, und Tencent, ein wachstumsstarker Internet-Konzern. Insgesamt hält er den chinesischen Aktienmarkt mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von etwa 11 auch 2015 noch für attraktiv.

Jetzt Japan: Gesellschaftlicher Wandel treibt Konsumwerte

In Japan scheint die Wirtschaft trotz des Konjunkturprogramms des japanischen Premiers Shinzo Abe und der expansiven Politik der japanischen Notenbank nicht so richtig anzuspringen. Dennoch sieht Ehrhardt auch hier Chancen für ausgewählte Branchen und Einzeltitel: „Die Unternehmensgewinne sind trotz schwacher Konjunktur zuletzt stärker gestiegen. Gerade exportorientierte Unternehmen profitieren von einem abwertenden Yen. Dieser Trend könnte sich 2015 fortsetzen.“ Zudem erwartet Ehrhardt eine mögliche Ausweitung von Aktienrückkäufen seitens japanischer Unternehmen.

Barings: Deutsche Aktien nach ihrem Allzeithoch weiterhin bereit für kräftige Zuwächse im Jahr 2015

In der ersten Dezemberwoche schloss der deutsche Aktienindex DAX bei einem Allzeithoch von 10.087 Punkten. Dieser Höchstwert kam zustande, einen Tag nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) konkrete Pläne für eine vollumfängliche quantitative Lockerung auf das nächste Jahr verschoben hatte. Geldpolitische Impulse könnten zukünftig für stärkere Marktreaktionen sorgen. Unserer Ansicht nach ist das Geschäftsumfeld in Deutschland jedoch stabil genug, so dass der Aktienmarkt des Landes den jüngsten Höchststand übertreffen kann und 2015 noch weiter steigen sollte, kommentiert Rob Smith, Manager des mit 5 Morningstars ausgezeichneten Baring German Growth Trust.  

Unsere Einschätzung entspricht nicht den allgemeinen Markterwartungen. Tatsächlich gehen wir sogar davon aus, dass einige Marktbeobachter auf die durchwachsenen Wirtschaftsdaten hinweisen, die in den letzten Wochen in Deutschland veröffentlicht wurden, und diese als Zeichen einer zugrunde liegenden Schwäche gedeutet werden. Andere Marktteilnehmer könnten wie wir der Ansicht sein, dass der Aktienmarkt neue Höchststände erreichen wird, sehen dies jedoch lediglich als Reaktion auf die Freisetzung der enormen geldpolitischen Kräfte durch die EZB.

Die Bazooka im Holster  

Bisher behält EZB-Chef Mario Draghi die Bazooka im Holster, womit die von der EZB geplanten, sehr expansiven geldpolitischen Maßnahmen gemeint sind. Seinen Äußerungen zufolge wird die EZB die Wirkungsweise der bestehenden Maßnahmen Anfang 2015 neu beurteilen. Unserer Ansicht nach wird eine vollumfängliche quantitative Lockerung umso wahrscheinlicher, je länger das Risiko einer Deflation vorherrscht. Draghi hat bereits einiges getan, um den Grundstein für weitere Handlungen zu legen. In welchem Umfang und wann die Stimulusmaßnahmen eingesetzt werden, ist bisher nicht bekannt. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass das Verschieben der Maßnahmen als politischer Rückzieher zu werten ist.

Ohne Zweifel sind die zukünftigen EZB-Maßnahmen wichtig, jedoch stützt sich unsere positive Prognose für den deutschen Aktienmarkt auf unsere Bewertung des zugrunde liegenden Geschäftsumfelds, das unserer Einschätzung nach besser ist als von vielen erwartet.  

Die Tendenz geht in Richtung Aufschwung, anstatt Rezession

Die Geschäftslage in Deutschland ist überraschend robust. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass das Geschäftsklima bis zum letzten Monat unter den schwachen veröffentlichten Daten litt, insbesondere unter den geringen Auftragseingängen vom Sommer. Die entsprechenden Zahlen wurden jedoch nachträglich nach oben korrigiert und der aktuelle Anstieg der Auftragseingänge von 2,5% im Vergleich zum Vormonat ist letztendlich höher als die Konsensprognose von 0,5%. Wenn man zusätzlich die besser als erwartet ausgefallenen Unternehmensberichte für das vergangene Quartal berücksichtigt, lässt sich erkennen, dass die Lage wesentlich besser ist als von vielen gedacht.

Die Ergebnisse des Ifo-Geschäftsklimaindex vom November zeigen einen Vertrauensanstieg (siehe Abbildung 2) und
machen darüber hinaus eine permanente Ungleichheit zwischen der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage der Befragten und den zukünftigen Erwartungen deutlich. Wir werten dies als ein Zeichen dafür, dass die Stimmung in der deutschen Industrie eine Tendenz zum Pessimismus aufweisen kann, obwohl die vorherrschenden Bedingungen tatsächlich recht gut sind. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass der Ifo-Index dieses Jahr durchgehend über der wichtigen 100-Punkte-Marke blieb, was auf eine Erwartungshaltung der Befragten von beständigem Wachstum hindeutet.

Obwohl einige gesamtwirtschaftliche Daten immer noch gemischte Signale aufzeigen, sehen wir uns durch hohe Auftragseingänge bei deutschen Unternehmen bestätigt. In Übereinstimmung mit den offiziellen Auftragsdaten für Oktober zeigt ein aktueller Bericht des VDMA, dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau, dass das Auftragsniveau im Oktober um 7% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, nachdem es im September bereits um kräftige 13% zugelegt hatte. Demzufolge sind die Daten der Fertigungsindustrie freundlich, was außerdem auf einige führende Wirtschaftsindikatoren wie die Arbeitslosenzahl zutrifft, die sich im Oktober weiterhin auf einem Tiefstand von 6,6% befand.

Eine gesteigerte Wirtschaftsaktivität in den USA und Zinssenkungen der Bank of China dürften ebenfalls Gutes für Exportunternehmen erwarten lassen, während sich die relative Schwäche des Euro in höheren Auslandsumsätzen in der entsprechenden Landeswährung niederschlagen sollte. Des Weiteren sollte sich der Rückgang der Ölpreise weltweit unterstützend auf Länder wie Deutschland auswirken, die keine Energieerzeuger sind.

Strategische Ausrichtung auf kleinere Unternehmen

Während der von großen Unternehmen geprägte DAX Index im November um 7,0% zulegte, stieg der über alle Marktkapitalisierungen aufgestellte HDAX um 6,8%. Das Ergebnis legt nahe, dass mittlere und kleinere deutsche Unternehmen beim jüngsten Marktaufschwung hinter großen Unternehmen zurückgeblieben sind. Zu Beginn einer gesamtwirtschaftlich und liquiditätsgetriebenen Rally ist dies jedoch nicht ungewöhnlich. Wir gehen davon aus, dass in diesem freundlicheren Geschäftsumfeld die kleineren Unternehmen des deutschen Mittelstands die besten Value- und Wachstumschancen bieten und unsere Strategie ist dementsprechend ausgerichtet (siehe Abbildung 3).
 
Im Zusammenhang mit unserem Bottom-Up-Titelselektionsprozess sehen wir permanent, dass die direkt von den Unternehmen stammenden Umsatzzahlen und Auftragseingänge jenen Daten entgegenlaufen, die auf eine Konjunkturschwäche hindeuten. Im Jahr 2011 sahen wir einen vergleichbaren Trend, der dann im darauf folgenden Jahr den Weg für eine kräftige Marktrally ebnete. Wir gehen davon aus, dass die Märkte dieses Muster im Jahr 2015 wiederholen werden.

Robert Smith
Investment Manager,
Baring German Growth Trust
Baring Asset Management, London

Pressekontakt

Birgit Wirtz
Baring Asset Management GmbH
+49 (0)69 7169 1812
Mail: birgit.wirtz@barings.com

Emmanuelle Bitton-Glaab
GFD-Finanzkommunikation
Tel. +49 69 97124732
Mail: bitton-glaab@gfd-finanzkommunikation.de

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 9: Makroökonomisches Umfeld wird vom starken US-Markt dominiert

Anna Stupnytska, Volkswirtin bei Fidelity Worldwide Investment:

  • Disinflation, eine auseinanderdriftende Geldpolitik und Unterschiede zwischen den Schwellenländern prägen das Makro-Umfeld

,,Die Auswirkungen des disinflationären Schocks - ausgelöst durch den Rückgang der Rohstoffpreise in diesem Jahr - dürften 2015 dem globalen Wirtschaftswachstum zugutekommen. Eine niedrigere Inflation wird den Konsum weltweit ankurbeln. Zudem wird sie den Zentralbanken ermöglichen, ihre lockere Geldpolitik fortzusetzen. Allerdings wird immer deutlicher, dass die Geldpolitik der großen Zentralbanken auseinanderdriftet: Während die Bank of Japan und die Europäische Zentralbank im Lockerungsmodus verharren, rückt die Fed einer Normalisierung ihrer Zinspolitik näher. Das dürfte den US-Dollar weiter aufwerten und zu einem leichten Anziehen der Finanzierungsbedingungen in den USA beitragen. Für eine gewisse Zeit sollte das den Druck von den amerikanischen Währungshütern nehmen, die Zinsen zu erhöhen.

Ein weiteres Thema, das das makroökonomische Umfeld prägen wird, sind die wachsenden Unterschiede zwischen den Schwellenländern. Die Erholung in den Emerging Markets läuft schleppend und uneinheitlich. Das Wachstum wird nicht zuletzt davon beeinflusst, wie hoch die Abhängigkeit von den USA und China oder auch von den Rohstoffmärkten ist und welche Fortschritte die Schwellenländer bei strukturellen Reformen machen. Ganz allgemein dürfte die Wirtschaft in jenen Märkten stärker wachsen, die enge Wirtschaftsbeziehungen zu den USA statt zu China unterhalten, da die US-Wirtschaft ihren soliden Wachstumskurs fortsetzt. Länder wie Mexiko und Korea, die enge Handelsbeziehungen mit den USA pflegen, sind demnach besser positioniert als Brasilien und Indonesien, denen das schwächere Wachstum in China stärker zu schaffen macht."

Eugene Philalithis, Fondsmanager des Fidelity Fonds Zins & Dividende:

  • Ertragsorientierte Anleger müssen ihr Portfolio stärker diversifizieren

,,Die niedrigen Renditen treiben Anleger weltweit dazu, sich auf der Suche nach angemessenen Erträgen entlang des Risikospektrums weiter vorzuwagen. Abseits der traditionellen festverzinslichen Anlagen, wie etwa Staatsanleihen, sollten ertragsorientierte Investoren im kommenden Jahr deshalb bessere Chancen bei Anlagen wie Hochzinsanleihen, besicherten Unternehmenskrediten und Dividendenaktien finden. Zwar geben die Renditen von High-Yield-Bonds leicht nach - unter anderem deshalb, weil sich die erwarteten Zinserhöhungen verschieben und die Renditen von Staatsanleihen auf der Stelle treten. Dennoch bleibt die Anlageklasse eine wichtige Komponente im ertragsorientierten Portfolio. Mit ihren Kupons dürften sie maßgebliche Beiträge zum Anlageergebnis leisten. Entscheidend ist die gezielte Auswahl der einzelnen Papiere. Ich erwarte eine gute Performance des Hochzinssegments in den USA, da hier das Ausfallrisiko voraussichtlich auch 2015 relativ niedrig sein wird. Was besicherte Unternehmenskredite betrifft, gehe ich davon aus, dass sich am defensiveren Charakter dieser Papiere im Vergleich zu Hochzinsanleihen grundsätzlich nichts ändern wird. Allerdings könnte ein steigendes Emissionsvolumen bei sogenannten ,,Covenant-Lite-Loans" - also schwach abgesicherten Krediten - in den USA im Laufe des Jahres zu Risiken führen. Trotzdem erwarte ich, dass die Ausfallquote bei besicherten Unternehmenskrediten in den nächsten Monaten niedrig bleiben wird. Darüber hinaus sollten sich für ertragsorientierte Anleger Möglichkeiten bei Investments in Dividendenaktien bieten. Viele Firmen spüren die wirtschaftliche Belebung in den meisten Teilen der Welt. Dank besserer Unternehmensfundamentaldaten können auch höhere Dividenden gezahlt werden."

Ein Video mit Eugene Philalithis zu seinem Ausblick für 2015 finden Sie hier auf unserer Berater-Website in der Kategorie ,,Global": 

Nick Peters, Co-Fondsmanager des Fidelity Fonds Zins & Dividende

  • Starke zweite Jahreshälfte für Aktien erwartet

,,Es ist gut möglich, dass 2015 ein Jahr der zwei Hälften wird - ähnlich wie 2014, aber in umgekehrter Reihenfolge: Im ersten Halbjahr dürfte die Volatilität hoch bleiben, und die Aktienmärkte werden wohl keine großen Sprünge machen. Auf längere Sicht geht jedoch die allmähliche Normalisierung weiter. Die gegenwärtige wirtschaftliche Erholung verläuft weniger kraftvoll als vergleichbare Phasen in der Vergangenheit. Was fehlt, um die Aktienkurse auf Trab zu bringen, ist Ertrags- und Dividendenwachstum. Allerdings gehe ich davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis sich die Fundamentaldaten klar verbessern - die Zuversicht in den Unternehmen wächst. Vor diesem Hintergrund sollten Aktien im zweiten Halbjahr 2015 besser abschneiden als andere Anlageklassen. Dann dürften die Bewertungen für Aktien nach und nach attraktiver werden. Bis dahin sollte auch der Zinszyklus zum Leben erwachen. Insbesondere Aktien starker Unternehmen mit klar erkennbaren Wachstumstreibern sollten sich mittel- und langfristig gut entwickeln."

UBS informiert: Die Zuversicht der Anleger wächst

Frankfurt, 09. Dezember 2014 – Viele Anleger sind wieder deutlich mutiger geworden als in den vergangenen Monaten. Dies verdeutlicht der UBS Sentiment Index, der die Risikobereitschaft der Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX misst. Im November notierte der durchschnittliche Cap der gewählten Papiere 6,41 Prozent unter dem jeweils aktuellen Niveau des deutschen Leitindex. Im Vormonat hatte der Durchschnittscap noch 25,49 Prozent unter dem DAX gelegen. 

Der UBS Investor Sentiment Index misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX gewählt haben, und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus beziehungsweise Pessimismus der Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt also die Risikobereitschaft der Anleger wider.

Zu Beginn des Monats November lag der durchschnittliche Cap lediglich 6,28 Prozent und zur Monatsmitte sogar nur 3,04 Prozent unter dem DAX-Stand. Anschließend wurden die Anleger vorsichtiger. In den letzten Novembertagen notierte der Durchschnittscap 9,43 Prozent unter dem Stand des deutschen Börsenbarometers. Dass die Anleger im November insgesamt gesehen aber optimistisch waren, zeigt auch ein Blick auf den diesjährigen Jahresdurchschnitt: Der durchschnittliche Cap liegt 11,94 Prozent unter dem DAX. 

Die wachsende Zuversicht der Investoren ging einher mit den steigenden DAX-Kursen im November. Während der Index am 3. November bei 9.252 Punkten notierte, stand er am 28. November bei 9.981 Zählern. Auffällig ist zugleich, dass gerade als der DAX zu Monatsende sein Aufwärtstempo anzog, die Anleger aber zunächst wieder vorsichtiger wurden. „Eine Anlegerweisheit besagt, dass die Börse keine Einbahnstraße ist“, sagt Steffen Kapraun, Zertifikate-Experte bei UBS. „Nach deutlichen Aufwärtsbewegungen kommt es häufig zu Kurskorrekturen. Vor diesem Hintergrund ist die Strategie der Investoren, das Risiko wieder etwas zu reduzieren, durchaus nachvollziehbar“, so Kapraun weiter.

ETF Securities Marktüberblick - Unterschiede zwischen Europa und den USA weiten sich aus

Wahrscheinlich werden in dieser Woche zyklische Anlagen von den am vergangenen Freitag veröffentlichten überraschend  positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA (Beschäftigte außerhalb der Landwirtschaft) profitieren können. Eine Reihe von chinesischen Wirtschaftsdaten werden in dieser Woche veröffentlicht, welche Aufschluss über die Industrieproduktion, die Einzelhandelsumsätze und die Kreditdaten und damit auch über den Zustand der Wirtschaft geben werden. Falls die Daten enttäuschen sollten, erwarten wir weitere geldpolitische Konjunkturpakete von Seiten der chinesischen Zentralbank (People’s Bank of China), was wiederum darauf abzielt, dass die Wachstumsziele dieses Jahr erreicht werden. Der Monatsbericht der Europäischen Zentralbank wird von Anlegern mit großem Interesse analysiert, da nach den enttäuschenden Maßnahmen der Zentralbank in der vergangenen Woche Investoren nach Hinweisen einer geldpolitischen Lockerung suchen.

Rohstoffe
Aufgrund von sinkenden Lagervorräten in den USA bleibt Öl im Fokus
Durch einen Rückgang der US-ÖL-Lagerbestände werden Anleger zunehmend optimistisch, was in der 10. Woche in Folge zu Mittelzuflüssen in WTI-ETPs führte. Öl-Preise werden sich nur dann stark erholen,  wenn die Fördermenge gedrosselt werden würde, auch wenn eine anhaltend starke amerikanische Konjunktur die Nachfrage nach Destillaten weiter unterstützt.
Die milden Wettervorhersagen für die USA haben bei Erdgas zu Verlusten geführt. In der vergangenen Woche verlor Erdgas 16,2% an Wert, da die milden Wettervorhersagen für den Dezember Spekulationen über eine geringere US-Nachfrage auslösten. Die Erwartungen wurden durch die Veröffentlichung des wöchentlichen Erdgasspeicher-Berichts der EIA bestätigt, aus welchem hervorgeht, dass die Inanspruchnahme von Erdgasvorräten geringer war als der Konsens geschätzt hatte.
Nach der jahrelangen politischen Sackgasse im Öl-Förderstreit zwischen Irak und der regionalen kurdischen Regierung konnte nun ein Abkommen ausgehandelt werden, was zu einer negativen Stimmung im Markt für Rohöl und Destillate führte. Die Vereinbarung beinhaltet, dass die halbautonome kurdische Region 550,000 Barrel pro Tag durch eine nationale irakische Ölgesellschaft im Austausch für 17% des irakischen Staatshaushaltes fördern darf. Dies trägt zu einem weiteren Überangebot an den globalen Ölmärkten bei.

Aktien
Chinesische Aktienmärkte weiten Kursgewinne aus
Die starken Kursgewinne des chinesischen Aktienmarkts setzten sich auch in der vergangen Woche fort – allen voran der MSCI China A Index, welcher um 10,5% zulegte. Verantwortlich hierfür waren viele ausländische Anleger, welche nach der Eröffnung des Hong Kong-Shanghai Connect Programms auf den chinesischen Aktienmarkt drängten. Aber auch der Optimismus hinsichtlich den strukturellen Reformen und den geldpolitischen Maßnahmen der chinesischen Regierung und Zentralbank spielten hier eine Rolle. Nach der Bekanntgabe des EZB-Rats, dass es erst Anfang 2015 ein voll ausgeweitetes quantitative easing-Programm prüfen wird und damit Hoffnungen hinsichtlich einer Einführung einer solchen Initiative noch in diesem Monat enttäuschte, führte zu Verlusten in europäischen Aktienwerten. Die Hoffnungen, dass eine solche lockernde Maßnahme schon in diesem Monat eingeführt werden könnte, resultierten aus den schwachen Konjunkturdaten sowie den nach unten korrigierten EZB-Prognosen über die Inflation und die Wachstumsaussichten. Als Reaktion fielen der FTSE MIB und der DAX 30 -3,36% und -1,24%. 

Währungen
Stärke des US Dollars dürfte sich fortsetzen
In der vergangenen Woche bewirkte die positive Überraschung in den amerikanischen Arbeitsmarktdaten einen starken Anstieg des US Dollars gegenüber den meisten Währungen. Sollten wir in dieser Woche ein starkes Wachstum der amerikanischen Einzelhandelsumsatzdaten sowie eine weitere Verschlechterung der Daten aus der Industrieproduktion in der Eurozone im November sehen, werden wir wahrscheinlich eine weitere Abweichung der Zinssätze sowie eine Abwertung des Euro gegenüber dem US Dollar sehen. In der vergangenen Woche hat die EZB ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert, verfehlte es jedoch ein ausgeweitetes quantitatives Easing-Programm noch vor Jahresende einzuführen. Die Untätigkeit der EZB hat die Wahrscheinlichkeit von noch drastischeren Maßnahmen im neuen Jahr erhöht, um eine Deflation abzuwenden. Nach dem Schweizer Gold-Referendum, welches die Schweizer Nationalbank in ihrer Geldpolitik entlastet, glauben wir, dass die Zentralbank auf ihrer geldpolitischen Tagung in dieser Woche ihren aktuellen Status quo beibehalten wird, was die bisherige Obergrenze von 1,20 des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro beinhaltet.

Die Rückkehr der Volatilität

Nach fünf Jahren Bullenmarkt treten die Kapitalmärkte nun in eine neue Phase erhöhter Volatilität und steigender Bewertungsrisiken. „Die neue Ära hat bereits begonnen“, schreibt Giordano Lombardo, Chief Investment Officer von Pioneer Investments, in seinem aktuellen Anlegerbrief.

Ungeachtet eines eher moderaten fundamentalen Umfeldes konnten viele Märkte in den vergangenen Jahren beständig Boden gut machen. Die Bewertungen mancher Unternehmen gelten inzwischen aber als hoch und geben Anlass zur Sorge, dass sich in bestimmten Marktsegmenten Preisblasen bilden könnten. Gleichzeitig ist die Volatilität an die Märkte zurückgekehrt. Mit einer baldigen Rückkehr zu schwankungsarmen Verhältnissen ist nicht zu rechnen. Im Gegenteil: vier Entwicklungen sprechen dafür, dass die Volatilität in den nächsten Jahren weiter zunehmen dürfte.

Vier Volatilitätstreiber

Zunächst wird sich die Notwendigkeit eines globalen Verschuldungsabbaus auf die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft auswirken. Unsicherheit und Nervosität an den Anlagemärkten bleiben damit an der Tagesordnung. Die Notenbanken können diesem Vertrauensverlust zunehmend weniger entgegenwirken. Sie haben ihr Pulver weitgehend verschossen. Der Zweifel an der Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Maßnahmen dürfte die Schwankungen an den Märkten fördern.

Darüber hinaus stellt das vermutlich weiterhin anämische Wachstum in den Industrieländern einen wichtigen Treiber für Volatilität dar. In einem Umfeld globaler Wirtschaftsschwäche kann die Verunsicherung der Investoren nach der Reflexivitätstheorie von George Soros in einem selbstverstärkenden Prozess die Lage der Realwirtschaft weiter beinträchtigen und so zusätzlich Marktschwankungen fördern. Dieser Trend dürfte zudem durch deflatorische Tendenzen verschärft werden. Denn geringes Wachstum und geringe Inflation dürften zu einem Renditerückgang quer durch alle Anlageklassen führen. Die vor diesem Hintergrund dringlicher gewordene Suche der Anleger nach auskömmlichen Erträgen hat zu hohen Risiken in den Portfolios der Investoren geführt. Dies kann in schwierigen Marktphasen, in denen die Investoren Risikopapiere veräußern wollen die, Volatilität zusätzlich erhöhen.

Effektive Diversifikation, Alpha und Risikomanagement

Pioneer Investments setzt angesichts dieser Analyse in den kommenden Jahren folgende drei Schwerpunkte im Investment Management: Erstens gilt es, eine effektive Diversifikation zu gewährleisten: Dabei sollen möglichst alle unkorrelierten Anlageklassen genutzt werden, da keine Anlageklasse „dominieren“ dürfte. Doch selbst dies ist nicht genug, denn Korrelationen sind nicht stabil: Es sollen Faktoren, die das individuelle Verhalten der jeweiligen Assetklasse beeinflussen, analysiert und berücksichtigt werden. Ein Beispiel für eine solche besondere Einflussgröße ist das Aktivitätsniveau der Unternehmen im Bereich Fusionen und Übernahmen, welches Auswirkungen auf die Kurse an den Aktienmärkten hat.

Zweitens müssen angesichts niedriger Zinsen Mehrrenditen gegenüber dem Markt (Alpha) erzielt werden. Dabei geht es vor allem um Mehrerträge, die nicht mit der Marktentwicklung (Beta) korrelieren. Gelingt dies, steigt die risikoadjustierte Rendite eines Investments deutlich.

Drittens gilt es, das Risiko effektiv zu managen und vor allem in volatilen Zeiten auch verhaltenspsychologische Aspekte miteinzubeziehen.

GAM Marktkommentar: Schwache Rohstoffnachfrage wird Schwellenländer noch lange beeinflussen

Die schwache Rohstoffnachfrage dürfte noch einige Zeit ein Hauptthema für Schwellenländer-Investoren bleiben. Dieser Ansicht ist Paul McNamara, Fondsmanager des GAM Star Emerging Market Rates. „Chinas Rohstoffhunger hat den Märkten einen gewaltigen Investmentboom beschert. Nun begibt sich das Land auf einen nachhaltigeren Wachstumspfad und hinterlässt eine Nachfragelücke“, erklärt er. Die schwache Nachfrage habe zu einer Abwertung von Währungen rohstoffexportierender Länder wie Südafrika, Chile oder Kolumbien geführt und wirke sich auch auf die Anleihemärkte dieser Staaten aus. „China ist für 40 Prozent des weltweiten Verbrauchs an Industriemetallen verantwortlich, daher dürfte das abgeschwächte chinesische Wachstum die Märkte langfristig beeinflussen“, erwartet der Fondsmanager. 

Die aktuelle Ölpreisschwäche sei jedoch nicht durch die Nachfrageseite, sondern durch das aktuelle Überangebot bedingt. Hier hätte sich die Lage durch den Schieferöl-Boom in den USA und anderen Staaten stark verändert. „Das trifft vor allem Russland, denn das Land hat keine wesentlichen anderen Exportprodukte“, so McNamara. Zugleich habe das Land mit Korruption und strukturellen Defiziten zu kämpfen. „Russland ist derzeit eines der wenigen Schwellenländer, in denen sich die Lage verschlechtert“, schließt er.

In dieser Situation bevorzugt Paul McNamara Länder wie Ungarn, Polen, Mexiko und Indien, deren Stärke im Export von Waren und Dienstleistungen liegt. „Diese Staaten sind zudem Nettoimporteure von Öl und profitieren daher zusätzlich von der aktuellen Ölpreisschwäche“, fügt der Fondsmanager hinzu.

Wie billiges Öl die Wirtschaft ankurbelt

„Ölpreise im freien Fall können als Indiz für die Schwäche der globalen Konjunktur, für einen Angebotsüberschuss oder für eine politische Verschwörung auf höchster Ebene gesehen werden. Wie dem auch sei: Billiges Öl ist gut für das Wachstum.“

Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Die wichtigste makroökonomische Entwicklung in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 war der Verfall des Ölpreises. Diese Ansicht vertritt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. „Es gab eine Reihe von Erklärungen dafür, die vom volkswirtschaftlichen Pessimismus über das eher Technische bis hin zu verschwörungstheoretischen Ansätzen reichten“, erklärt der Experte. „So wird der Preisrückgang teils als Ausdruck einer zu geringen Nachfrage aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums gesehen, teils als Zeichen für die Angebotsausweitung durch die höhere Förderung in den USA, Lybien, im Irak und in Russland, teils aber auch als Zeichen für eine Verschwörung mit dem Ziel, die wachsende US-Ölindustrie zu treffen oder Russlands Präsident Wladimir Putin zu stürzen.“ 

Unabhängig von seinen Ursachen habe der Preisverfall signifikante Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. „Der niedrige Ölpreis wird weithin als günstig für das Wirtschaftswachstum angesehen“, erläutert Iggo. „Und er führt dazu, dass die globale Inflation weiter sinken wird.“ Dies spreche tendenziell dafür, dass das Zinsniveau für längere Zeit niedrig bleiben könne und habe in den vergangenen Wochen bereits zu einer starken Performance der Anleihemärkte geführt. Zudem dürfte der niedrige Ölpreis vor allem in den USA und Europa auch den Verbrauchern helfen. „Das billige Öl könnte die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter anheizen“, so Iggo. „Die Wachstumsprognosen werden daher derzeit bereits wieder ein wenig angehoben.“ Ein Folgeeffekt dieser Entwicklung könnte sein, dass die US-Notenbank Fed angesichts einer Belebung der Wirtschaft eher früher als später auf die geldpolitische Bremse tritt. Dies wiederum dürfte auch für die Finanzmärkte interessant sein: „Öl ist wichtig für die globale Wirtschaft und für die Märkte, aber vermutlich werden auch im Jahr 2015 die Notenbanken im Mittelpunkt des Geschehens stehen.“

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 8: US-Zinserhöhung setzt Schwellenländeranleihen nur kurz unter Druck

Steve Ellis, Fondsmanager des Fidelity Market Debt Fund und des Emerging Market Local Currency Debt Fund:  

  • Historisch niedrige Volatilität von Schwellenländeranleihen könnte zunehmen 

,,Die Schwellenländer sind in einer wesentlich besseren Position als zu Beginn des Jahres 2014. Der Einfluss des Wahlkalenders ist deutlich geringer als 2014, die Inflation in den Märkten ist niedrig, und die jüngsten fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen haben externe Ungleichgewichte stark reduziert. In der Türkei und in Indien beispielsweise konnte das Leistungsbilanzdefizit spürbar reduziert werden. Viele aufstrebende Volkswirtschaften werden versuchen, dringend erforderliche Reformen auf den Weg zu bringen - zum Beispiel Infrastrukturinvestitionen in Lateinamerika.

Sorge bereitet mir die fehlende Wachstumsdynamik in den Emerging Markets − insbesondere aus den Exporten. Erst wenn die Industrieausgaben in den entwickelten Ländern steigen, wird das Wachstum in den Schwellenländern wieder angekurbelt. Weiteren Gegenwind bietet auch die Politik der US-Notenbank: Die Zinserhöhung in den USA rückt näher, sie kommt voraussichtlich Ende des nächsten Jahres. Damit würden Schwellenländeranleihen unter einen gewissen Druck geraten. Das betrachte ich allerdings nur als vorübergehendes Risiko. Auch die geopolitischen Risiken in Russland und der Ukraine beobachte ich 2015 mit Vorsicht - ebenso wie die sich verschlechternden Fundamentaldaten von Venezuela.

Die Länderdifferenzierung und die flexible Auswahl von Wertpapieren sind also einmal mehr entscheidend für langfristigen Erfolg. Die Preisvolatilität von Schwellenländeranleihen, die sich aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau befindet, könnte im nächsten Jahr zunehmen. Das sehen wir als Chance, denn wir verlassen ein schwieriges, durch zyklisches Wachstum geprägtes Umfeld." 

Bryan Collins, Fondsmanager des Fidelity China RMB Bond Fund und des Fidelity Asian High Yield Fund: 

  •  Rekordjahr für Emissionen asiatischer Hochzinsanleihen erwartet 

,,2015 werden die Fundamentaldaten asiatischer Unternehmen weitgehend stabil bleiben. Mit der Weiterentwicklung des Marktes nehmen allerdings auch die Unterschiede zwischen den Sektoren und die Differenzierung innerhalb der Sektoren zu. In Asien ist deshalb das aktive Management von Klumpenrisiken erforderlich.

Die Bewertungen erscheinen mir vernünftig. Auch die technischen Indikatoren sind günstig und werden es voraussichtlich 2015 bleiben. Denn in einem globalen Umfeld niedriger Renditen werden Anleger weiter Produkte nachfragen, die einen angemessenen Ertrag generieren. Über den Offshore-Renmimbi-Anleihemarkt in Hongkong können auch internationale Emittenten Anleihen in chinesischer Währung begeben. Der rasante Anstieg des Anleihevolumens dieses Marktes seit 2011 eröffnet zusätzliche Anlageoptionen mit niedrigerer Volatilität und geringerer Korrelation zu traditionellen in US-Dollar ausgegebenen Anleihen. Daneben entwickelt sich auch der chinesische Onshore-Anleihemarkt weiter - mit einem Volumen von 30 Billionen Renmimbi einer der größten der Welt. 2015 werden die geplanten Reformen Kommunalverwaltungen und Unternehmen mehr Finanzierungsmöglichkeiten bieten und somit Anlegern Investmentchancen eröffnen." 

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 7: Renditen von Hochzinsanleihen könnten besser ausfallen als 2014

Peter Khan, Fondsmanager des Fidelity Global High Yield Fund und des Fonds Fidelity Rentenanlage Zinsertrag:  

  • Bei globalen Hochzinsanleihen bieten Einzeltitel mit B-Rating die höchste Wertschöpfung 

,,Bei Anlagen in globale Hochzinsanleihen wird es 2015 wichtig sein, die unterschiedlichen Entwicklungen in der Geldpolitik richtig zu nutzen. Die lockere Geldpolitik in den Industrieländern wird anhalten, aber für die Anleihemärkte sind zeitweilige Volatilitätsausbrüche zu erwarten. Zwar könnten in den USA Zinsanhebungen die Ergebnisse beeinträchtigen. Allerdings wird dies ausgeglichen vom stärkeren makroökonomischen Umfeld mit einem Wachstum von 1 bis 3 Prozent, das sich positiv auf die Anlageklasse auswirken sollte. In Europa ist das Umfeld schwieriger, aber wir erwarten, dass die Europäische Zentralbank weiterhin Unterstützung leistet.

Was das Angebot an High-Yield-Titeln betrifft, steht uns ein weiteres starkes Jahr bevor. Ich erwarte einen leichten Anstieg bei niedriger bewerteten und tief nachrangigen Emissionen, insbesondere in den USA. Allerdings wird es längere Zeit dauern, bis sich diese Trends auf die Ausfälle auswirken. Die Ausfälle bleiben gering. An dieser Situation wird sich voraussichtlich in den nächsten 12 bis 18 Monaten nichts ändern. Grundsätzlich sind die Emittenten in einer guten Verfassung, aber wir nähern uns einem Wendepunkt bei der Bilanzstärke. In den USA wird sehr wahrscheinlich zuerst die Wiederverschuldung einsetzen, Europa ist noch mit der Entschuldung beschäftigt, und die Verschuldung in den Schwellenländern nimmt logischerweise zu: Globale Kreditzyklen verlaufen asynchron.

Kupons werden zu den wichtigsten Einflussfaktoren der Renditen zählen - sie dürften im nächsten Jahr im Bereich von plus/minus 100 Basispunkten des Kupons liegen. Ich werde mich auf Einzeltitel mit einem B-Rating konzentrieren, die noch immer die höchste Wertschöpfung bieten, während ich taktische Allokationen mit einem CCC-Rating vornehme. Ich tendiere aktuell zu Euro-Anleihen mit langer Laufzeit und kurzlaufenden US-Dollar-Anleihen."

Andrei Gorodilov, Fondsmanager des Fidelity European High Yield Fund:

  • Um die Fundamentaldaten von Hochzinsanleihen muss man sich zurzeit keine Sorgen machen

,,Im kommenden Jahr könnten die Renditen für europäische Hochzinsanleihen attraktiver ausfallen als 2014, allerdings in einem Umfeld stärkerer Volatilität. Nach der jüngsten Korrektur haben sich die Bewertungen verbessert. Die Kupons werden weiterhin eine sichere Einnahmequelle sein, die Ausfälle niedrig bleiben.

Ich gehe davon aus, dass die EZB an ihrer sehr lockeren Geldpolitik festhalten und sie möglicherweise ausweiten wird. Angesichts des schwachen makroökonomischen Umfelds ist das auch notwendig. Das führt dazu, dass die Zinsen niedrig bleiben, wodurch die Ausfallrate ebenfalls niedrig bleibt und die Nachfrage nach Anleihen mit attraktiver Verzinsung unterstützt wird.

Grundsätzlich muss man sich um die Fundamentaldaten der Anlageklasse Hochzinsanleihen zurzeit keine Sorgen machen: Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass sich die Anleihequalität ab jetzt wesentlich verbessern wird, ist auch keine drastische Verschlechterung zu erwarten: Die schwierige makroökonomische Situation fordert von Unternehmen eine defensive Vorgehensweise.

Allerdings sorgen Faktoren wie das Spannungsfeld zwischen einer unterstützenden Europäischen Zentralbank und einem lahmenden makroökonomischen Umfeld dafür, dass die Volatilität anhält. Auch die Spannungen in der Ukraine sowie erhöhte politische Risiken könnten die Hochzinsanleihen belasten  - insbesondere angesichts der illiquiden Natur der Anlageklasse. Um 2015 eine über dem Kupon liegende Rendite zu erzielen, ist einmal mehr die Titelauswahl und die Pflege eines diversifizierten Portfolios entscheidend."

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 6: Langsames Wachstum und niedrige Inflation sind günstig für europäische Investment-Grade-Anleihen

David Simner, Fondsmanager des Fidelity Euro Bond Fund und des Fidelity Euro Corporate Bond Fund:

,,Das makroökonomische Umfeld in Europa ist von langsamem Wachstum und geringer Inflation gekennzeichnet und günstig für Investment-Grade-Anleihen. Ihr ausgewogenes Verhältnis zwischen Zinssatz und Laufzeit führt zu einer relativ niedrigen Volatilität der Renditen. Deshalb erwarte ich, dass europäische Investment-Grade-Kernanleihen ein wesentlicher Baustein der Anlegerportfolios bleiben. Die Gesamtrenditen werden voraussichtlich von den relativen Veränderungen der Zinssätze, von Carry- und einzelnen Kursgewinnen aufgrund von Spread-Bewegungen bestimmt.

Obwohl die US-Notenbank das jüngste Programm zur quantitativen Lockerung formal beendet hat, dürfte die niedrige Inflation dafür sorgen, dass sie die geplante Zinssteigerung verschiebt. In Europa befürwortet die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin einen niedrigen Leitzins. Damit trägt sie dem äußerst fragmentierten Kreditwachstum Rechnung, das mit einer geringen Wettbewerbsfähigkeit und niedrigen Inflationsniveaus einhergeht. Daher rechne ich damit, dass die politischen Entscheidungsträger weiterhin alles tun werden, um die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Haushalte auf einem günstigen Niveau zu halten - mit dem Ziel, die Wirtschaft anzukurbeln. Das wird voraussichtlich bedeuten, dass die EZB 2015 eine massive quantitative Lockerung auf den Weg bringt.

In einem Umfeld langfristig rückläufiger Renditen eröffnet die volatile Kursentwicklung Anleihemanagern die Chance, die Marktschwäche für Überzeugungskäufe zu nutzen. Im Finanzsektor etwa haben die Prüfung der Aktiva-Qualität und die Stresstests eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Anlegervertrauens in die europäischen Banken gespielt."

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 5: In den Industrieländern feiern japanische Aktien ihr Comeback

Daniel Roberts, Fondsmanager des Fidelity Global Dividend Fund:

  • Bei Bewertungen, die auf Gewinnprognosen für die nächsten zwölf Monate basieren, ist Vorsicht geboten

,,Die Unternehmensgewinne sind weltweit auf einem sehr hohen Niveau. Ich bin mir nicht sicher, ob sie dauerhaft so hoch bleiben werden. Schon in diesem Jahr haben wir erlebt, wie die Erwartungen für das Ertragswachstum nach unten korrigiert wurden. Dieser Trend wird sich 2015 fortsetzen. Deshalb ist bei Bewertungen, die auf Gewinnprognosen für die nächsten zwölf Monate basieren, eine gewisse Vorsicht geboten. Was die Höhe der Bewertungen angeht, wirkt der US-Markt am teuersten, erscheinen Europa und die Schwellenländer vergleichsweise attraktiv und ist Japan nach 25-jährigem Abwärtstrend wieder im Spiel. Allerdings lässt diese Sichtweise die feinen Unterschiede in der Zusammensetzung der Märkte und bei den relativen Bewertungen außer Acht. Insofern halte ich es für sinnvoller, den Blick auf einzelne Titel zu richten und ein Portfolio nach fundamentalen Kriterien aufzubauen. Daher identifiziere ich Unternehmen mit nachhaltiger Ertragskraft, die eine regelmäßige Ausschüttung einer ordentlichen Dividende ermöglicht."

Alexander Treves, Head of Japanese Equities bei Fidelity Worldwide Investment:

  • Lockere Geldpolitik wird Inflation in Japan zurückbringen

,,2015 bestimmen drei Fragen die Aussichten für die japanische Wirtschaft: Erstens, wird es Premierminister Abe gelingen, Japan nach lange stagnierenden Preisen die Inflation zurückzubringen? Zweitens, wird die Inflation die Wirtschaft ankurbeln? Und drittens, wird die Regierung, die parallel das Haushaltsdefizit senken will, zu diesem Zweck noch einmal die Verbrauchsteuer (Mehrwertsteuer) erhöhen? Die Bank of Japan hat angekündigt, die lockere Geldpolitik auszuweiten - das unterstreicht deutlich das Engagement der Regierung, die erste dieser Fragen zu beantworten. Die zweite Frage ist schwieriger zu beantworten. Nach unserer Einschätzung wird eine Kombination aus einer angespannten Arbeitsmarktsituation, der positiven Gewinnprognose, der japanischen Managementpraxis und einer gewissen Überzeugungsarbeit voraussichtlich dazu führen, dass die Löhne zumindest soweit steigen werden, dass sie die Inflation kompensieren. Damit werden die Realeinkommen mit der Zeit höher und stärken die Kaufkraft. Zwangsläufig wird das aber nicht alles sofort eintreten. Was die Frage nach der Erhöhung der Verbrauchsteuer von 8 auf 10 Prozent betrifft: Hier legt die neuerliche Diskussion der quantitativen Lockerung nahe, dass die Absicht grundsätzlich weiterhin besteht, wobei die Liquiditätsspritze die Risiken mindern soll. Die Erhöhung der Verbrauchsteuer würde außerdem zeigen, dass die Regierung ernsthaft bestrebt ist, das hohe Haushaltsdefizit zu senken - eine zentrale langfristige Herausforderung für Japan."

Nicholas Price, Fondsmanager des Fidelity Japan Aggressive Fund:

  • Hohe Unternehmensgewinne und niedrige Bewertungen machen japanische Aktien mittelfristig attraktiv

,,Neben der quantitativen Lockerung wird die Reform der Körperschaftssteuer ein beherrschendes Thema in Japan sein. Auch die Vermögensreallokation innerhalb des staatlichen Pensionsfonds wird sich auf den Aktienmarkt auswirken. Um die Erträge zu verbessern, investiert der japanische Pensionsfonds zukünftig verstärkt in einheimische Aktien. Auf der Mikroebene beginnen strukturelle Reformen zu greifen. So sind etwa Japans neue Normen in Bezug auf Corporate Governance darauf ausgerichtet, die Erträge zu erhöhen. Wenn die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich die Firmen stärker auf die Kapitaleffizienz und die Interessen der Aktionäre konzentrieren, sind meiner Ansicht nach Verbesserungen bei der Eigenkapitalrendite zu erwarten. Angesichts der grundlegenden Veränderungen in der Unternehmenspolitik und historisch niedriger Bewertungsmultiplikatoren bieten japanische Aktien mittelfristig attraktive Chancen."

F&C Investments: „Rubel-Abwertung ist keine Gefahr für Russlands Zahlungsfähigkeit“

Die jüngste Rubel-Abwertung dürfte Russland nicht in Zahlungsschwierigkeiten bringen. Dieser Ansicht ist Diliana Deltcheva, Portfolio Manager Emerging Markets Debt bei F&C Investments. „Die Entscheidung der russischen Zentralbank CBR, den Rubel-Wechselkurs vollständig freizugeben, war gut begründet. Sie hat die Volatilität des Rubels zwar erhöht, aber zugleich den Druck auf die Währungsreserven verringert“, erklärt sie. Die Rubel-Abwertung verlaufe parallel zum Ölpreis-Verfall, federe diesen ab und habe sogar einen positiven Effekt auf den russischen Staatshaushalt. Die russische Staatsverschuldung sei zudem mit 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gering und die Währungsreserven ausreichend, um die externen Zahlungsverpflichtungen des Landes für rund ein Jahr abzudecken. „Es ist daher äußerst unwahrscheinlich, dass eine der großen Rating-Agenturen Russland in nächster Zeit das Investment-Grade-Rating entzieht“, schließt die Expertin.

Von den fallenden Ölpreisen ginge zwar weiterhin eine Gefahr aus. „Allerdings senkt ein freier Rubel-Wechselkurs mittelfristig die Abhängigkeit Russlands von den Preisen für fossile Brennstoffe“, betont Deltcheva. Durch eine schwache Landeswährung erhalte der russische Staat mehr Rubel für jeden Dollar Einnahmen aus dem Ölgeschäft und könne seinen internen Zahlungsverpflichtungen so leichter nachkommen. Seit Jahresbeginn habe der Rubel 37 Prozent abgewertet und den Verfall des Brent-Rohölpreises von 35 Prozent damit mehr als abgefedert. 

Die russische Zentralbank hatte am 10. November den Rubel-Kurs freigegeben, um die Währungsreserven des Landes zu erhalten. Zuvor waren diese durch die anhaltende Kapitalflucht, Währungskäufe der Banken und Unternehmen sowie den niedrigen Ölpreis unter Druck geraten und seit Jahresbeginn um mehr als 90 Milliarden US-Dollar gesunken. Alleine im Oktober hatte die CBR 30 Milliarden US-Dollar aufbringen müssen, um den Rubel zu stützen. „Die Entscheidung der russischen Zentralbank war ökonomisch richtig, sie hätte sogar schon früher kommen können“, erklärt Diliana Deltcheva. Die Zentralbank habe nun kurzfristige Geldmarktmittel, so genannte Repo-Fazilitäten installiert, um potenziellen Zahlungsengpässen zu begegnen. Mit rund 421 Milliarden US-Dollar seien die Währungsreserven weiterhin hoch und deckten das 11-fache der monatlichen russischen Importe sowie das 3,5-fache der jährlichen externen Zahlungsverpflichtungen der russischen Unternehmen und Banken ab. „Angesichts dieser Währungsreserven kann die Zentralbank die russische Wirtschaft schützen, selbst wenn diese ein bis zwei Jahre sogar vollständig von den internationalen Kapitalmärkten abgeschnitten würde“, so Deltcheva.

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Über F&C Investments
F&C ist ein diversifizierter Asset Manager. Das Unternehmen verwaltet Kapital für Versicherungen, Institutionelle Investoren, Finanzintermediäre und Privatkunden. F&C investiert in allen wichtigen Anlageklassen – Aktien, festverzinsliche Papiere und Sachwerte – und verfügt über spezialisierte Expertise in den Bereichen Asset Allocation, Alternative Anlagen, Liability-Driven-Investment- und Multi-Manager-Strategien, Private Equity sowie verantwortliches Investment nach ESG-Kriterien (ESG = Environmental/Umwelt, Soziales und Governance). Zur F&C-Gruppe gehört F&C REIT, ein globaler Immobilienmanager.

F&C hat eine starke Stellung im europäischen und britischen Markt mit Assets under Management von rund 102 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2014). F&C blickt auf eine rund 150-jährige Geschichte zurück und hat seine Wurzeln in der Gründung des Foreign & Colonial Investment Trusts im Jahr 1868. F&C ist Teil von Bank of Montreal (BMO) Global Asset Management, einem globalen Vermögensverwalter mit mehr als 97 Milliarden Euro Assets und Management. BMO Global Asset Management ist eine Tochter der BMO Financial Group (NYSE: BMO), einem breit diversifizierten Finanzdienstleister mit einer Bilanzsumme von 393 Milliarden Euro und über 45.000 Mitarbeitern (Stand: 31. Januar 2014).

ETF Securities Marktüberblick - Längerfristig günstigeres Öl

Nach den jüngsten Kommentaren von Mario Draghi, welche auf eine zukünftig größere Rolle der europäischen Zentralbank in der Deflationsbekämpfung hinwiesen, werden alle Augen auf das kommende Treffen der EZB in dieser Woche gerichtet sein. Hier wird man sehen, ob der Rhetorik kurzfristig auch Taten folgen werden. Die Q3 BIP-Daten wurden nach oben korrigiert, was auf eine stärker als erwartete US-Wirtschaft hinweist. Wenn die amerikanischen Arbeitsmarktdaten (Beschäftigte außerhalb der Landwirtschaft) in dieser Woche über den Erwartungen liegen sollten, könnte dies der nächste Treiber für Kursgewinne von zyklischen Anlagen sein. Während in dieser Woche bullische Öl-Investoren von der Untätigkeit der OPEC getroffen werden, könnte sich ein weltweit günstigerer Preis für Öl unterstützend auf das Wirtschaftswachstum in ölimportierenden Nationen auswirken. Dies wiederum könnte ebenfalls der Kursentwicklung von zyklischen Anlagen zugutekommen.

Rohstoffe
Unveränderte Öl-Förderquoten der OPEC drücken auf Preis für Rohöl
Das mit Spannung erwartete Treffen der OPEC am vergangenen Donnerstag brachte keine gute Nachricht für den Preis von Öl, da das Kartell sich zur Beibehaltung ihrer täglichen Fördermenge von 30 Millionen Fässern entschied. Die OPEC-Länder, die zusammen 40% des weltweiten Öls produzieren, verzichteten auf eine Kürzung, da Nicht-Mitglieder wie Russland und Mexiko deutlich machten dieser Maßnahme nicht zu folgen. Die OPEC-Länder würden daher Marktanteile verlieren.
In der vergangenen Woche resultierte die Untätigkeit der OPEC in einem Preisrückgang von Brent in Höhe von -8,5%, wobei die meisten Verkäufe direkt nach dem Treffen auftraten. Aus unserer Sicht wird ein Preis für Brent von unterhalb $80/bbl zwei wichtige Konsequenzen nach sich ziehen. Da das Preisniveau unter den Produktionsgrenzkosten ist und Produzenten damit an Profit verlieren, wird die erste Konsequenz eine Schmälerung der Produktion sein.
Da die Mitglieder der OPEC damit zu kämpfen haben werden ihre Staatshaushalte auf dem derzeitigen Niveau auszugleichen, wird die zweite Konsequenz ein größerer Druck auf die OPEC vor ihrem nächsten Treffen im Juni 2015 sein. Die meisten OPEC-Länder benötigen Öl-Preise von über $100/bbl, um ihre Staatshaushalte auszugleichen.
Langfristig sollte dies das Umfeld für Öl besser unterstützen. Wir glauben, dass sich die OPEC-Länder wieder vereinen werden und an einer gemeinsamen Interessensvertretung arbeiten werden, anstatt den Preiskampf weiter anzuheizen. Das derzeitige Preisniveau von WTI liegt allerdings bereits unterhalb der Grenzkosten vieler Schieferölproduzenten in den USA, sodass dortige Angebotsrückgänge erwartet werden.
Aufgrund von Bedenken über das Nickelangebot sah ETFS Nickel die höchsten Zuflüsse seit Mai. So konnten $14,9 Millionen neue Kapitalzuflüsse in der vergangenen Woche verzeichnet werden. Einige Investoren befürchten, dass die Philippinen dem Beispiel Indonesiens folgen könnten und ein Verbot von Erzexporten aussprechen werden. China ist für seine Nickel-Roheisenproduktion (NPI) sehr abhängig von hochwertigen Laterit-Importen geworden. Wenn die Philippinen nun auch die Exporte des Erzes verbieten würden, könnte die chinesische Produktion von Nickel-Roheisen darunter leiden und die Nachfrage nach alternativen Rohstoffen in 2015 erhöhen.

Aktien
Zentralbanken treiben Aktien auf Rekordniveau
Nach den Kommentaren von Mario Draghi auf der European Banking Conference, auf welcher er die derzeitigen politischen Maßnahmen zur Preisstabilität innerhalb der Eurozone als unzureichend bezeichnete, konnten europäische Aktienwerte in der vergangenen Woche eindrucksvoll zulegen. Dies schürte Spekulationen der Anleger über eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms der EZB, was einem „kompletten“ quantitative-easing-Programms gleich käme. Dadurch legte der DAX 30 um 5,18% und der FTSE MIB um 4,64% zu. In Asien reagierten die chinesischen Aktienmärkte sehr stark auf die Zinssenkung der chinesischen Zentralbank. Diese reduzierte zum einen ihre Benchmark für 1-Jahreseinlagen, zum anderen reduzierte sie ihren Kreditzins. Dies zeigt die Bereitschaft der Zentralbank mit Maßnahmen die Wirtschaft zu unterstützen, sodass diese Ihre Wachstumsziele erreichen kann.
Der MSCI China A Index stieg vergangene Woche um 7,9%, da insgesamt gesehen der chinesische Aktienmarkt nun erstmals seit 2011 mit einer Marktkapitalisierung von $4,48 Billionen der zweitgrößte Aktienmarkt der Welt ist und damit den japanischen Aktienmarkt auf Rang drei verdrängte.

Währungen
Rohstoffwährungen vom schwachen Ölpreis negativ beeinflusst
Der starke Rückgang des Ölpreises in der vergangenen Woche schwächte die norwegische Krone. Gegenüber dem britischen Pfund verlor sie 2,5%, gegenüber dem US Dollar 1,9% und gegenüber dem Euro 1,9%. Ein bullischer US Dollar gegenüber dem strategischen Rohstoffwährungskorb schloss um 1% höher in der vergangenen Woche als zuvor. Wir glauben, dass der US Dollar aufgrund einer auseinanderklaffenden weltweiten Währungspolitik weiterhin stärker wird. Während die US-Notenbank wahrscheinlich eine striktere Zinspolitik in 2015 fahren wird, werden die EZB und die BOJ weiter Lockerungsmaßnahmen vornehmen. Die überraschende Aufwärtskorrektur des BIPs in den USA in der vergangenen Woche, sowie die optimistischen Erwartungen hinsichtlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag, trugen zur Dollarstärke bei. Die schweizerische Nationalbank wurde vom Zwangs-Goldankauf verschont und behält somit ihre Fähigkeit ihren Wechselkurs gegenüber dem Euro auf 1,20 zu begrenzen, nachdem die Schweizer Bevölkerung gegen den Vorschlag des Referendums am Wochenende abstimmte.

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 4: Sinkende Rohstoffpreise sorgen für Licht und Schatten in den Emerging Markets

Nick Price, Fondsmanager des Fidelity Emerging Markets Fund und des Fidelity EMEA Fund:

  • Nettoimporteure von Rohstoffen stehen auf der Gewinnerseite

,,2015 wird der Rückgang der Rohstoffpreise - von Agrarprodukten über Metallerze bis hin zu Öl - für viele Schwellenländer von zentraler Bedeutung sein. Hier sehe ich Licht und Schatten: Während Rohstoffunternehmen und Nettoexporteure von Rohstoffen - hierzu zählen eine Reihe lateinamerikanischer Staaten, Russland und Südafrika - unter dem Preisrückgang leiden, stehen die Nettoimporteure von Rohstoffen auf der Gewinnerseite. Das gilt besonders für die Konsumgesellschaften im frühen Stadium wie Indien, Thailand und die Philippinen. Dort dürften sinkende Lebensmittel- und Energiepreise bei der Eindämmung der Inflation hilfreich sein. Ein Preisrückgang könnte außerdem dazu führen, dass den Verbrauchern etwas mehr Geld für den Kauf höherwertiger Güter bleibt. Selbst für die Rohstoffproduzenten bedeuten niedrige Rohstoffpreise keinen Weltuntergang. Der Preisrückgang kann dazu beitragen, unproduktive Kapazitäten abzubauen. Das könnte einen weiteren Abwärtstrend der Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen begrenzen."

Teera Chanpongsang, Fondsmanager des Fidelity Emerging Asia Fund:

  • In Indien nimmt die neue unternehmensfreundliche Regierung notwendige Reformen in Angriff

,,Ich bin weiterhin der Ansicht, dass Indien eine der hervorragendsten Anlagechancen im asiatischen Raum bieten wird. Die neue unternehmensfreundliche Regierung von Narendra Modi dürfte die dringend benötigten Reformen umsetzen und die Bürokratie im Land reduzieren. So wird sie die Grundlage für hochwertige Infrastrukturinvestitionen und einen erneuten Anstieg des Konsums schaffen. Der aktuell niedrige Ölpreis ist günstig für den Konsum und trägt dazu bei, das Leistungsbilanzdefizit zu verringern. Die geplante Einführung einer landesweiten Mehrwertsteuer würde die Unterschiede bei der Preisgestaltung im ganzen Land beseitigen. Außerdem bin ich überzeugt, dass die Initiative ,Make in India', die das Land weltweit als Produktionsstandort bekannt machen und Kapital anziehen soll, viele Stellen schaffen wird und den Rückenwind der günstigen demografischen Entwicklung ausnutzen wird."

Angel Ortiz, Fondsmanager des Fidelity Latin America Fund:

  • Kolumbien und Peru profitieren vom steigenden Konsum

,,In Lateinamerika wird der Konsum die wichtigste Triebfeder des Bruttoinlandsprodukts sein - besonders in kleineren Volkswirtschaften wie Kolumbien und Peru. Wenn die hohe Beschäftigungsquote in diesen Ländern konstant bleibt, die Wechselkurse angemessen sind und Rahmenbedingungen herrschen, die Investitionen in die Infrastruktur fördern, können diese Länder profitieren. Insgesamt rechne ich für 2015 mit erhöhter Volatilität in Lateinamerika und stärkerem Gegenwind aufgrund makroökonomischer Entwicklungen. Gleichzeitig eröffnet dieses Umfeld Anlagemöglichkeiten: Dort, wo die Bewertungen höher sind, zum Beispiel in Mexiko, müssen die Erträge folgen. Geduld und selektives Vorgehen sind also gefragt."

Jing Ning, Fondsmanagerin des Fidelity China Focus Fund:

  • China wird eine neue Norm des langsameren Wachstums akzeptieren

,,China wird auch 2015 mit den anderen führenden Volkswirtschaften der Welt im Zentrum des Anlegerinteresses stehen. Allerdings besteht noch immer große Unsicherheit, etwa in Bezug auf das Wirtschaftswachstum. Hier wird China eine neue Norm des langsameren Wachstums akzeptieren. Ein Hauptthema auf der politischen Agenda wird die Umsetzung der Reformen sein - das betrifft vor allem drei Bereiche: die Fiskal- und Geldpolitik, die staatseigenen Unternehmen sowie die Entwicklung des ländlichen Raums und der Landwirtschaft. Was den Aktienmarkt betrifft, erwarte ich im kommenden Jahr eine erneute Ausrichtung auf Substanzwerte. Außerdem denke ich, dass die Gewinnerholung 2015 auf eine Margenausweitung und nicht auf das Nachfragewachstum zurückzuführen sein wird."

Raymond Ma, Fondsmanager des Fidelity Greater China Fund:

  • E-Commerce, Finanzdienstleistungen und Umweltschutz sind dominierende Anlagethemen in China

,,Ich gehe davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in China mit rund 7 Prozent etwas schwächer ausfallen wird als in den Jahren zuvor. Es besteht noch immer erhebliche Unsicherheit in dem Land, insbesondere im Hinblick auf das konjunkturelle Wachstum und die Reformen. Die anhaltenden Korrekturen auf dem Immobilienmarkt und die strukturellen Probleme im Bankensektor werden weiterhin im Mittelpunkt stehen. Solange die Zinssätze und der Mindestreservesatz in China hoch bleiben und die Inflation nicht zu stark steigt, wird die Regierung wahrscheinlich gezielte Lockerungsmaßnahmen einführen, um die Geldmenge zu erhöhen und das Wachstum kurzfristig anzukurbeln. Da die Stimulierungsmaßnahmen jedoch nur zyklischer Natur und nicht in der Lage sind, nachhaltiges Wachstum zu generieren, werde ich mich weiterhin auf Bereiche konzentrieren, die in den nächsten drei bis fünf Jahren ein nachhaltiges Wachstum erzielen können.

Ich werde an einer Übergewichtung in den sogenannten ,,New China"-Sektoren festhalten, da diese weniger anfällig für die Makro-Zyklizität und kurzfristige Kurswechsel in der Politik sind. Für diese Sektoren wird infolge technologischer Fortschritte, eines veränderten Verbraucherverhaltens und flexibler Geschäftsstrategien in den kommenden Jahren auch ein solides Wachstum erwartet. Es gibt eine Reihe von strukturellen Wachstumschancen in den konsumorientierten Bereichen der chinesischen Wirtschaft. Dazu gehören E-Commerce-Anbieter, Versicherer, die von den Finanzreformen profitieren, Unternehmen, die auf Umweltschutz ausgerichtet sind, sowie verbraucherorientierte Dienstleistungen, die von veränderten Lebensstilen und den kontinuierlich steigenden Ausgaben für Nicht-Basiskonsumgüter profitieren."

Gillian Kwek, Fondsmanagerin des Fidelity ASEAN Fund:

  • Infrastrukturausgaben treiben das Wachstum in den ASEAN-Ländern

,,Die ASEAN-Region sollte im kommenden Jahr von ihren verstärkten Bestrebungen profitieren, den gemeinsamen Binnenmarkt zu verstärken, Zölle abzuschaffen und Freizügigkeit für Facharbeiter zu gewährleisten. Das könnte die Handels- und Investitionsflüsse zwischen den Ländern ausweiten. Ausgaben für die Infrastruktur werden zu den größten Wachstumstreibern zählen. Ich erwarte, dass die ASEAN-Länder 2015 deutlich schneller wachsen werden als die übrige Welt. Allerdings könnte dieses Wachstum beeinträchtigt werden, wenn China eine harte Landung erleidet oder die globalen Zinsen stark ansteigen. In den nächsten zwölf bis 18 Monaten werde ich mich deshalb weiter auf Unternehmen konzentrieren, die Marktanteile gewinnen sowie auf Firmen, die am regionalen Wachstum teilhaben. Ich werde insbesondere an den Übergewichtungen in den Sektoren Infrastruktur, Banken, Gesundheitswesen und IT festhalten."

 

Fidelity Jahresausblick 2015 - Teil 3: Die USA übernehmen wieder die Führungsrolle in der Weltwirtschaft

Angel Agudo, Fondsmanager des Fidelity America Fund:

,,In den USA sehe ich 2015 Licht und Schatten. Zwar stehen die Unternehmen finanziell solide da, doch die Gewinnmargen sind hoch und die Bewertungen nicht mehr so attraktiv wie vor einigen Monaten. Ermutigend ist dagegen die solide Konjunkturentwicklung. Positiv ist außerdem, dass Inflation zwar vorhanden, aber unter Kontrolle ist. Dadurch hat die Notenbank größere Spielräume für ihre Politik. Im aktuellen weltwirtschaftlichen Umfeld ist das von erheblicher Bedeutung. Immerhin stemmt sich Europa gegen die Deflation, und den Schwellenländern bläst konjunktureller Gegenwind ins Gesicht.

Die USA haben sich ihre Führungsrolle in der Weltwirtschaft klar zurückgeholt. Die Anleger richten den Blick wieder auf die besonderen strukturellen Vorzüge der amerikanischen Wirtschaft. Hierzu zählen vor allem vergleichsweise billige Energie und ein für Unternehmen attraktives Arbeitsmarktumfeld. Institutionelle Strukturen begünstigen Unternehmertum, Innovation und Gewinnerzielung. Sie sind flexibel genug, um gelegentliche Krisen zur überstehen. Diese strukturellen Vorteile wiegen schwerer als viele der eher kurzfristigen Probleme.

Mein Schwerpunkt liegt deshalb weiter auf Anlagemöglichkeiten, die sich auf Basis fundamentaler Kriterien eröffnen. Dabei handelt es sich um unterbewertete Unternehmen - entweder, weil sie gerade aus der Mode sind oder weil der Markt ihr Erholungspotenzial unterschätzt. Interessante Möglichkeiten finden sich in Teilbereichen des Energiesektors und im Einzelhandel. Letzterer sollte von den Auswirkungen des Ölpreisrückgangs auf die verfügbaren Einkommen und der sich abzeichnenden Lohninflation profitieren. Chancenreiche Titel finde ich außerdem noch immer in der Medizintechnik, wo es Unternehmen mit soliden Bilanzen und ausreichenden Barmitteln für Übernahmen gibt. US-Aktien sind nach wie vor interessante Investments - trotz des starken Dollars. Die Auswirkungen der Dollarstärke auf die Gewinne sind vom Markt schon längst in die Kurse eingepreist worden."