ETF Securities Marktüberblick KW 31

Die anhaltenden geopolitischen Risiken scheinen sich hemmend auszuwirken, da Investoren weiterhin nicht im großen Maße in zyklische Anlagen zurückkehren und weiterhin eine abwartende Haltung haben. Die weltweite wirtschaftliche Erholung, insbesondere in China und USA, konnte in der letzten Woche etwas an Fahrt gewinnen und wir erwarten daher eine verstärkte Risikobereitschaft. Die positive Entwicklung von Schlüsselkennzahlen der chinesischen Industrie und den am Freitag erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA, sollten den Ausblick auf eine stärkere Erholung untermauern. Konjunkturbedingte Rohstoffe wie Industriemetalle und Energieträger sollten davon profitieren können. Die anstehende Sitzung der FED sollte die solide Erholung in den USA weiter bestätigen und den US Dollar stärken.

Rohstoffe

Preisrallye im Arabica-Kaffee aufgrund Regenfälle. Heftige Regenfälle in Brasilien während der Erntezeit bewirkten einen sprunghaften Anstieg des Kaffeepreises um 8,8%. Die klimatischen Bedingungen könnten die Qualität der geernteten Kaffeebohnen des größten Produzenten mindern. In der Zwischenzeit stiegen Kakaopreise in der Vorwoche auf ihr 3-Jahres-Hoch, da der Markt für ein zweites Jahr in Folge im Defizit erwartet wird. Da die verarbeiteten Bohnen aus Europa aber enttäuschen und zur gleichen Zeit die westafrikanische Ernte überraschend stark ausfiel, könnte eine Preiskorrektur bevorstehen. Bei den Industriemetallen hingegen hielt die Rally in der letzten Woche weiter an, da die Lockerung der chinesischen Politik sich langsam auf die Märkte auswirken, wodurch sich die Nachfrage nach Rohstoffen verstärkt. Wir sind der Meinung, dass die wachsende wirtschaftliche Dynamik in China, gekoppelt mit weiter anhaltenden indonesischen Lieferbeschränkungen für Erz, die kurzfristige Preisentwicklung von Industriemetallen weiter antreiben wird.

Aktien           

Chinesische A-Aktien profitieren von der deutlichen Verbesserung der chinesischen Wirtschaft. In der letzten Woche konnte der MSCI China A Index um 3,5% zulegen, da der Einkaufmanagerindex (PMI) im Juli ein 18-Monats-Hoch erreichte und China damit in der zweiten Hälfte des Jahres eine starke Erholung erfahren dürfte. China A-Aktien werden derzeit mit dem niedrigsten Abschlag seit Mai 2006 gegenüber H-Aktien gehandelt. Aus der Bewertungsperspektive erscheint der MSI China A Index zusätzlich höchst attraktiv (mit einem KGV von 10,8 im Juni-Durchschnitt verglichen mit 13,2 des MSCI Emerging Market Index und 17,8 für den S&P 500). Da sich die wirtschaftlichen Daten weiterhin positiv entwickeln und mehr Transparenz am chinesischen Fremdkapitalmarkt eingeführt werden soll, glauben wir, dass China A-Aktien durch die positive Börsenstimmung profitieren dürften.

Währungen

Aufwertung des US Dollars aufgrund FOMC und Arbeitsmarktdaten erwartet.Die Politik der Zentralbanken wird weiterhin ausschlaggebend für FX Renditen sein, wobei diese Woche die US FED ins Rampenlicht rücken dürfte nachdem letzte Woche die Zentralbank von Neuseeland (RBNZ) für Schlagzeilen sorgte. Wie erwartet, erhöhte die RBNZ die Zinsen, gab jedoch gleichzeitig zu verstehen, dass es die wirtschaftlichen Auswirkungen der strafferen Politik abwarten wolle bevor es zu weiteren Zinsentscheidungen kommen würde, woraufhin der NZD abwertete. Der RBNZ Präsident sprach besonders die Entwicklung des Wechselkurses an, welche ein hohes Potential für eine weitere signifikante Abwertung habe. Das „Tapering“  der FED sollte sich weiter fortsetzten, da der US Markt von verbesserten Wirtschaftsdaten für das zweite Quartal sowie einem soliden Arbeitsmarkt am Freitag bestätigt werden dürfte. Die Abweichung des Wirtschaftswachstums in den USA im Vergleich zu anderen wichtigen Wirtschaftsnationen wie Japan und der Eurozone verbleibt, sollte der USD weiter aufwerten. 

 

ETF Securities auf altii: AL126408

Fidelity Marktkommentar: Urbanisierung in Asien treibt Infrastrukturwerte

Die schnell voranschreitende Urbanisierung in Asien und die enorme Investitionen in Infrastruktur wirken sich positiv auf das Wirtschaftswachstum aus. Gut aufgestellte Infrastruktur-Unternehmen im Asien-Pazifik-Raum werden davon profitieren, meint Dale Nicholls, Fondsmanager des Fidelity Pacific Fund:

,,Rund um den Globus werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten große Summen in Infrastrukturprojekte investiert. Die Industriestaaten müssen ihre in die Jahre gekommene Infrastruktur großflächig erneuern, während die Schwellenländer ihre zum Teil erst aufbauen müssen. Enorme Mittel werden deshalb für diesen Neu- und Ausbau der Infrastruktur aufgewendet und kurbeln die Wirtschaft vor Ort unmittelbar sowie mit indirekter Langzeitwirkung an.

Daher haben globale Infrastruktur-Aktien den breiten MSCI World-Index bereits seit zehn Jahren deutlich hinter sich gelassen. Das Volumen von Infrastrukturwerten ist weltweit zwischen 2002 und Ende 2013 von rund 600 Milliarden US-Dollar auf 2,3 Billionen Dollar angewachsen. Infrastrukturwerte zeichnen sich durch beständige Renditen aus, was gerade im aktuellen Umfeld historisch niedriger Zinsen und volatiler Märkte ein zusätzlicher Pluspunkt ist. Dank der häufig geringen Konkurrenz der Infrastrukturbetreiber untereinander, meist sehr langer Vertragslaufzeiten und konjunktureller Unabhängigkeit besitzen die Infrastrukturaktien einen defensiven Charakter, was das Portfoliorisiko insgesamt reduziert. Zudem werden von den Ausgaben für Infrastruktur natürlich auch besonders Sektoren wie Energie, Transportwesen und das Baugewerbe profitieren.

Speziell in Asien ergeben sich durch diesen anhaltenden Trend interessante Investitionsmöglichkeiten. Die Urbanisierung ist dabei ein wichtiger Treiber für Investitionen. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt, weshalb Städte immer dringender eine funktionierende Energieversorgung und gute Verkehrs- und Transportmöglichkeiten benötigen. Im Jahr 2020 werden Schätzungen zufolge im asiatisch-pazifischen Raum rund 50 Prozent der Bevölkerung in Städten leben. Das sind rund 500 Millionen Menschen mehr als noch 2013.

Insbesondere China wird seine Stromnetze, Wasserleitungen und Verkehrsverbindungen ausbauen müssen, um dem enormen Wachstum der Stadtbevölkerung gerecht zu werden. Derzeit lebt im Reich der Mitte schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten, doch nur 36 Prozent sind im so genannten Hukou-Melderegister erfasst. Das bedeutet, dass die rund 234 Millionen Wanderarbeiter und ihre Familien bislang nur auf Zeit geduldet sind und keinen Anspruch auf öffentliche Leistungen besitzen. Die chinesische Führung will das nun ändern. Der jüngst beschlossene Urbanisierungs-Plan sieht vor, dass auch sie zum großen Teil im Hukou-Melderegister erfasst werden sollen, so dass 60 Prozent der chinesischen Bürger bis 2020 in Städten leben werden. Die Infrastruktur muss entsprechend angepasst werden.

Das alles zeigt: Ausgaben in Infrastruktur, speziell in der relativ unterentwickelten ASEAN-Region und in China, bieten Unternehmen in diesen Gebieten weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Ein Beispiel ist Toyo Thai aus Thailand. Der Anlagenbauer zeichnet sich durch hohe Qualität zu niedrigen Preisen aus und hat seine Expertise stark ins Ausland exportiert. So hat Toyo Thai im vergangenen Jahr mit der Regierung in Myanmar einen exklusiven Vertrag zum Aus- beziehungsweise Aufbau der Stromversorgung unterzeichnet. Das zeigt, dass das Unternehmen sehr gut aufgestellt ist, um von der wachsenden Infrastruktur-Nachfrage in der Region zu profitieren, die die Asiatische Entwicklungsbank auf 60 Milliarden US-Dollar pro Jahr bis mindestens 2020 beziffert."

Fidelity Marktkommentar: Bei Hochzinsanleihen bestimmen 2014 die Zinsen die Gesamtrendite

Das Kurspotenzial bei High Yield ist vorerst begrenzt und die Ausfallraten bleiben niedrig, meint Andrei Gorodilov, Manager des Fidelity European High Yield Fund: ,,Die Renditen von Hochzinsanleihen werden im weiteren Verlauf dieses Jahres in erster Linie aus den Zinsen kommen, das Kurspotential hingegen stößt vor allem bei den meisten Unternehmensanleihen an seine Grenzen. Insgesamt halte ich bei Hochzinsanleihen eine Rendite im mittleren bis hohen einstelligen Bereich in diesem Jahr für möglich.


High Yields profitierten in den vergangenen Jahren vom gestiegenen Risikoappetit der Investoren, die mit Staatsanleihen nur noch geringe Renditen erzielen konnten. Die Frage ist nun, ob erste Anzeichen einer Blase zu erkennen sind? Tatsächlich besteht die Gefahr, dass einige Anleihebewertungen die Fundamentaldaten und die schlechtere Qualität vieler Neuemissionen nicht ausreichend reflektieren. Eine Rolle spielen dabei die verstärkten Aktivitäten von Private-Equity-Gesellschaften sowie vermehrte fremdfinanzierte Übernahmen. Sie verschieben die Grenze dessen, was in welcher Qualität neu emittiert werden kann.

In Europa hingegen ist die Toleranz gegenüber aggressiven Neuemissionen schlechter Bonität deutlich geringer.

Die Fremdkapitalaufnahme unter den europäischen Emittenten ist zwar leicht angestiegen, aber immer noch recht stabil, was sich an der Kennzahl Verbindlichkeiten/EBITDA von 2,9 ablesen lässt. Damit bewegt sich der Markt noch deutlich unter den Höchstständen von 4,2 im Jahr 2009. Auch die Ausfallraten dürften niedrig bleiben, bei etwa 2 Prozent.

Auffällig ist, dass technische Faktoren seit einiger Zeit ein wichtiger Treiber des Marktes sind. Die anhaltenden Zuflüsse in die Asset-Klasse stammen aus einer stärker diversifizierten Investorenbasis als bisher.

Das Interesse institutioneller Kunden, aber auch Zuflüsse aus Asien und Lateinamerika haben zugenommen. Allerdings besteht die Gefahr, dass es bei nachlassendem Anlegerinteresse schnell zu Kursverlusten kommen kann, da der Markt recht eng ist. Ich bin mir dieses Risikos bewusst und halte deshalb im Fonds immer eine Cash-Quote zwischen 5 und 10 Prozent, um nicht gezwungen zu sein, Positionen überstürzt verkaufen zu müssen.

Neuemissionen haben zuletzt neue Rekorde markiert. So erfolgte im April das bisher größte High-Yield-Geschäft in Europa, mit den Numericable und Altice-Anleiheausgabe im Wert von zwölf Milliarden Euro. Immer mehr Unternehmen, die sich sonst traditionell über Banken finanziert haben, beschaffen sich nun Kapital am High-Yield-Markt.

Interessante Investmentmöglichkeiten sind deshalb oft am Primärmarkt zu finden. Hier haben wir zuletzt an jeder dritten Emission partizipiert. Wichtig ist, dass die Fundamentaldaten und die Bewertung stimmen.

Allerdings müssen Investoren ihre Renditeerwartungen zurückschrauben. Die Zinsen schwanken aktuell bei Rekordtiefs von 4,4 Prozent. Die Risikoaufschläge sind entsprechend niedrig bei rund 325 Basispunkten. Im Jahr 2007 lagen sie bei rund 200 Basispunkten. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass wir dieses Niveau wieder erreichen, aber dennoch können sich die Risikoaufschläge vom heutigen Stand noch nach unten bewegen.

Interessante Chancen sehe ich aktuell in der Kommunikations-/Kabelnetzbranche. Das dortige Marktumfeld ist relativ vorhersehbar, die Wettbewerbsdynamik bekannt und die Regulierung transparent. Umgekehrt bin ich bei zyklischen Branchen gegenwärtig vorsichtig, da ihre Risikoaufschläge sich nah an denen defensiverer Sektoren bewegen, die dann aus einer Risiko-Rendite-Sicht attraktiver sind."



Warum Schweizer Inflationsraten für Euroland nicht passen

Die Inflationsraten haben sich in Euroland zuletzt immer mehr denen der Schweiz angenähert. Kann das schlecht sein, fragt Karsten Junius, Chefvolkswirt der Bank J. Safra Sarasin? Immerhin lag das Schweizer Wirtschaftswachstum in den letzten 10 Jahren mit 2% deutlich über dem von Euroland (0,7%), während die Inflation mit 0,6% unter der in Euroland (2%) lag. 

Während Inflationsraten von rund 1% der Schweiz keine großen Probleme bereiten, wäre dies in Euroland aus 5 Gründen anders: (1) Die niedrigen Schweizer Inflationsraten sind kaum Ausdruck wirtschaftlicher Schwäche, sondern gehen vor allem auf fallende Importpreise zurück. Inländische Preise und Löhne steigen in der Schweiz, sodaß die Schuldentragfähigkeit des privaten Sektors von der niedrigen Inflation nicht belastet wird. In Euroland reflektieren die fallenden Inflationsraten dagegen die schwache inländische Nachfrage-, Lohn- und Preisentwicklung. Aufgrund der Größe des Währungsraumes wirkt sich der Wechselkurs und fallende Importpreise weniger stark auf die Inflation aus als in der Schweiz, in der importierte Güter 26,7% des Warenkorbes ausmachen. (2) Die Zentralbanken der Schweiz und Euroland haben unterschiedliche Inflationsziele. Eine Inflation von 1% ist in Euroland anders als in der Schweiz eine Zielverfehlung, welche die Glaubwürdigkeit der Zentralbank belastete. (3) Die wirtschaftliche Ausgangßituationen unterscheiden sich stark. Sie ist innerhalb der Schweiz wesentlich homogener. Die starken Unterschiede der nationalen Arbeitslosenquoten, die von 25% in Spanien bis knapp 5% in Österreich reichen, verdeutlichen die Notwendigkeit struktureller Anpaßungsprozeße in Euroland. (4) Die Schockabsorptionsfähigkeit des privaten Sektors ist dank flexiblerer Arbeitsmärkte und einer geringeren privaten Nettoverschuldung in der Schweiz höher. (5) Der wirtschaftspolitische Spielraum der Schweiz ist größer, sodaß sie auf zukünftige Schocks anders reagieren kann, während in Euroland diese Aufgabe hauptsächlich auf dem relativ rigiden Arbeitsmarkt lastet. Wesentlich ist also, daß positive Inflationsraten strukturelle Anpaßungsprozeße vereinfachen. Dies liegt daran, daß Löhne und Preise nach unten häufig nicht sehr flexibel sind. Löhne weniger produktiver Arbeitnehmer stagnieren eher über mehrere Jahre, als daß sie rasch gesenkt werden. Fallende Löhne senken zudem die Tragfähigkeit bestehender Schulden und belasten dadurch den Bankensektor mit höheren Kreditausfällen. Die angestrebten Inflationsraten sollten daher für einen Währungsraum umso höher sein, umso mehr mit der Notwendigkeit struktureller oder regionaler Anpaßungsnotwendigkeiten gerechnet werden muß. Deutschland mag mit Schweizer Inflationsraten leben können, Euroland insgesamt jedoch nicht. Die EZB wird daher weiter alles unternehmen müßen, um die Inflationsraten in Euroland wieder in Richtung 2% zu bewegen.

Baring Asset Management präferiert Frontier Markets

„Frontier Markets bieten das Umfeld für zukünftiges Wachstum“, lautet das Fazit eines aktuellen White Papers aus dem Hause Baring Asset Management. „Die Schätzungen für die Wachstumsraten der entwickelten Volkswirtschaften für die kommenden fünf bis zehn Jahre stagnieren bestenfalls und Schwellenländer weisen nicht mehr das hohe Expansionstempo auf wie vor zehn Jahren“, stellt Michael Levy, Manager des Baring Frontier Markets Fund (ISIN: IE00B8BVS817), fest. „Die höchsten Wachstumschancen bleiben demgegenüber den Grenzmärkten vorbehalten“, ergänzt er.

Im aktuellen White Paper beschreibt Michael Levy drei wesentliche Wachstumsfaktoren der Frontier Markets. Das ist zunächst die positive Demografie in Verbindung mit einer dynamischen Städtebauentwicklung. Die rasch wachsende Erwerbsbevölkerung sollte sich demnach auf lange Sicht in produktiven Wirtschaftsaktivitäten niederschlagen. Der zweite Faktor ist der rasche Strukturwandel, der aus der wachsenden Erwerbsbevölkerung mit zunehmender Kaufkraft resultiert und zu steigenden Konsumausgaben sowie einer vermehrten Nachfrage nach Finanzdienstleistungen führt. Der dritte Faktor sind die natürlichen Ressourcen, über die Frontier Markets verfügen. „Sie dienen unter anderem zur Finanzierung von Infrastruktureinrichtungen, die ihrerseits das Wirtschaftswachstum fördern“, erklärt Levy.

Die bis zum Jahr 2050 reichenden Wachstumsprognosen im White Paper basieren auf einer Studie der Citigroup von Ende 2011 und kommen für Industrieländer auf einen Durchschnittswert von 2,1% pro Jahr. Die durchschnittlichen Wachstumsraten für aufstrebende Volkswirtschaften werden mit 4,4% p.a. beziffert, während für Frontier Markets bis 2050 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,8% pro Jahr angenommen wird.

„Frontier Markets bieten Investoren ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und aus unserer Sicht auch attraktiv bewertete Aktienmärkte mit einer hohen Dividenden- und Eigenkapitalrendite“, zieht Michael Levy Fazit. „Überdies sind die Korrelationen sowohl zu den entwickelten als auch den aufstrebenden Aktienmärkten sowie unter den Frontier Markets selbst als niedrig zu bewerten, sodass Investoren mit langfristiger Ausrichtung eine Beimischung dieser Anlageklasse ernsthaft erwägen sollten.“

Frontier Markets sind Märkte, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Der Investment-Definition nach sind das alle Länder außerhalb der MSCI Developed Market oder Emerging Market Indizes. Dazu zählen Länder wie Argentinien, Bangladesch, Ghana, Kasachstan, Kenia, Kuwait, die Mongolei, Nigeria, Pakistan, Katar, Rumänien, Saudi-Arabien, Slowenien, Sri Lanka, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Ukraine und Vietnam.

Der Markt für Offshore-Renminbi-Anleihen boomt

Der boomende Markt für Offshore-Renminbi-Bonds eröffnet Chancen für Unternehmen und Investoren. Dieser Ansicht ist Peter Eerdmans, Co-Head of Emerging Market Fixed Income bei Investec Asset Management. „Anleihen in Renminbi haben sich für Unternehmen und Investoren zu einer echten Alternative zu in US-Dollar denominierten Bonds entwickelt“, erklärt der Anleihen-Experte. Die Papiere notieren in chinesischer Währung, werden jedoch außerhalb des chinesischen Festlandes, etwa in Hong Kong, begeben. In diesem Segment habe das Volumen ausstehender Bonds im Februar 2014 rund 105 Mrd. US-Dollar erreicht, allein 2013 seien Anleihen in Höhe von 60 Mrd. US-Dollar emittiert worden. Der HSBC Offshore RMB Bond Index umfasse mittlerweile über 100 Unternehmen quer über alle wichtigen Sektoren, darunter Banken, Immobiliengesellschaften, Konsumartikel und Versorger. „Die Bonds zeichneten sich gegenüber US-Unternehmensanleihen durch eine attraktive Verzinsung bei niedriger Duration aus, und bieten damit das Potenzial für sehr gute risikoadjustierte Renditen“, urteilt Eerdmans.

Niedrige Duration und attraktive Verzinsung

Insgesamt seien die Laufzeiten der Bonds relativ kurz: So machten Anleihen aus dem Bankensektor mit einer Laufzeit von maximal zwei Jahren mehr als die Hälfte aller ausstehenden Emissionen aus, die meisten Unternehmensanleihen hätten eine Laufzeit von höchstens fünf Jahren. Deshalb habe die Duration im Mai 2014 im HSBC Offshore RMB Bond Index bei 2,6 Jahren gelegen, während sie bei US Investment Grade Bonds im JPM US Liquid Index im Schnitt 7,1 Jahre betragen hätte. Auch die die Kupons seien mit 4,2 Prozent im Vergleich zu 3,7 Prozent attraktiver gewesen. „Zudem könnten chinesische Offshore-Bonds mittelfristig von einer moderaten Aufwertung des Renminbi gegenüber dem US-Dollar profitieren“, schätzt Eerdmans.

Nebeneinander von Renminbi- und Dollar-Bonds

Ob sich ein Unternehmen bei einer konkreten Emission für Renminbi oder US-Dollar entscheidet, hängt laut Eerdmans von vielen individuellen Faktoren ab, darunter Kosten, Größe der Emission, Laufzeit oder Diversifikation der Investorenbasis. „Auch für Investoren bieten beide Märkte unterschiedliche Chancen, teilweise sogar bei Bonds derselben Emittentin“, so der Fixed-Income-Experte. Anleger müssten zum Beispiel die Kosten der Absicherung des Währungsrisikos, die jeweiligen Bedingungen zum Emissionszeitpunkt und die Liquidität am Markt beachten. Nicht immer seien Renminbi-Anleihen für Investoren die bessere Wahl: „Gerade im eher spekulativen Bereich liegen die Kupons bei der Renminbi-Variante oft unter denen der Dollar-Anleihe, da die heimische Investorenbasis mit dem Namen besser vertraut ist“, erklärt er. Das Nebeneinander von Renminbi- und Dollar-Bonds und die Möglichkeit, zwischen beiden Segmenten zu wechseln, sei deshalb eine Chance, die Investoren aktiv ausnutzen könnten.

Bonds profitieren von der steigenden Bedeutung des Renminbi

Der erste Offshore-Renminbi-Bond wurde 2007 von der China Development Bank begeben, doch erst die Liberalisierung der Währung hätten dem Markt den entscheidenden Wachstumsschub verschafft, so Eerdmans. Seit Mitte 2010 nehme die Liquidität des Renminbi zu, besonders in Hong Kong, wo bereits ein Achtel aller Einlagen in chinesischer Währung notierten, aber auch in anderen asiatischen Märkten wie Singapur und Taiwan. Investoren auf der Suche nach höher verzinsten Alternativen zu ihren Cash-Einlagen hätten dann auch das Emissionsvolumen auf Unternehmensseite befeuert. „Das Liquiditätswachstum ist strukturell und dürfte sich fortsetzen“, schließt Peter Eerdmans. Wichtigste Liquiditätsquelle sei der Trend, grenzüberschreitende Handelsgeschäfte in der chinesischen Währung zu begleichen: So habe sich das Handelsvolumen zwischen 2010 und 2013 auf über 4,5 Bio. Renminbi mehr als verneunfacht. Doch auch der private Umtausch, vor allem in Hong Kong und Taiwan sowie bilaterale Währungsswaps zwischen der People’s Bank of China (PBOC) und ausländischen Zentralbanken trügen ihren Teil zu der Entwicklung bei.

Fidelity Marktkommentar: Wissen Sie, welches Risiko in Ihrem Rentenfonds steckt?

Kronberg im Taunus, 14. Juli 2014 - ,,Traditionelle Rentenfondsansätze sind aus den folgenden Gründen ein antiquierter und ineffizienter Weg, um in den Anleihemarkt zu investieren. Die herkömmliche Risikoklassifizierung ist nicht mehr ohne weiteres ausreichend.

Zu den Risiken, denen Anleiheinvestoren im aktuellen Marktumfeld ausgesetzt sind, zählen die Angst vor einem erneuten Abrutschen der Eurozone in eine Rezession, die den Deflationsdruck erhöhen könnte, sowie geopolitische und länderspezifische Risiken - vor allem in den Schwellenländern. Auch ein unerwartet hoher Anstieg der Inflation in den USA aufgrund der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung ist ein latentes Risiko: Er würde die US-Notenbank zu einer schnelleren Zinserhöhung zwingen, als es der Markt derzeit erwartet.

In diesem Umfeld sind traditionell aufgebaute Anleiheportfolios, die in der Regel statisch in eine oder zwei Anleiheklasse investieren, zu überdenken. Sie brachten historisch zwar drei Vorteile: Diversifikation, laufende reale Erträge und eine im Vergleich zu Aktien niedrigere Volatilität. Auf der rückblickend niedrigen Wertschwankung basiert auch die im Schnitt relativ niedrige Risikobewertung von Rentenfonds in den wesentlichen Anlegerinformationen.

Seit 2008 aber hat ein struktureller Wandel stattgefunden. Heute bergen Staatsanleihen, selbst die bestimmter Industrieländer, potenziell ein viel höheres Risiko. Und Staatsanleihen machen mittlerweile in den globalen Standard-Rentenindizes mit rund einem Viertel einen nicht unerheblichen Teil des Gesamtrisikos aus.

Hinzu kommt, dass wir derzeit  zwar sehr geringe Schwankungen am Rentenmarkt erleben. Da sich jedoch mittel- bis langfristig die ökonomischen Bedingungen insgesamt verbessern dürften, sollten auch die Anleiherenditen wieder ansteigen - was dann gerade bei traditionellen Rentenportfolios zu Kursverlusten führt. Bei Unternehmensanleihen wiederum hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es  - auch unter der Berücksichtigung von Kosten - kaum eine Mehrrendite bringt, sie dauerhaft überzugewichten.

Erfolgsformel für Rentenfonds: Aktiv, flexibel und breit gestreut

Worauf sollten Anleger also jetzt mit Blick auf die Rentenfonds in ihrem Depot oder bei geplanten Neuanlagen achten? Entscheidend ist in erster Linie, dass das Anleiheportfolio aktiv gesteuert wird, damit der Fondsmanager schnell auf veränderte Risiken reagieren kann. Gleichzeitig sollte er die gesamte Bandbreite an Anleiheklassen ausnutzen. Dazu gehören weltweit ausgewählte Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, aber auch Hochzinsanleihen, Schwellenländeranleihen und sogenannte inflationsindexierte Anleihen.

Ein gerade im jetzigen Umfeld wichtiger Faktor ist das geschickte Management der durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer, oder ,,Duration", im Anleiheportfolio. Sie ist ausschlaggebend dafür, wie stark ein Portfolio auf Zinsänderungen reagiert. Trotz des erhöhten Risikos für die Anleihemärkte durch einen zu plötzlichen Zinsanstieg in den USA ist eine Duration nahe Null, wie sie manche fordern, nicht optimal.

Und das aus mehreren Gründen: Erstens ist die Performance eines Portfolios dann stärker von der Entwicklung der Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen abhängig und wird damit schwankungsanfälliger und aktienähnlicher. Zweitens werden kurz laufende Papiere, die sich dann stärker im Portfolio befinden, niedriger verzinst, was nur durch die Inkaufnahme eines höheren Risikos ausgeglichen werden kann. Das aber wiederspricht der Idee der Beimischung von hochwertigen Anleihen, die ein Portfolio stabilisieren sollen. Und drittens glättet das Zusammenspiel von Kapitalbindungsdauer und Renditeaufschlägen die Ertragsentwicklung von Unternehmensanleihen über den Marktzyklus hinweg. Wird die Laufzeit reduziert, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr.

Für optimal halte ich deshalb die aktive Steuerung der Duration in einem Zeitraum von drei bis sieben Jahren - wobei ich mich derzeit klar am unteren Ende dieser Spanne bewege, um den Einfluss möglicher Zinsänderungen gering zu halten."

Juni meint es gut mit Hedge Funds

Anthony Lawler, Portfoliomanager und Mitglied des Investment-Komitees von GAM Alternative Investments Solutions, gibt einen Überblick über die Performance von alternativen und Absolute-Return-Strategien im Juni 2014:

An den Aktien-, Anleihen- und Kreditmärkten ging es im Juni aufwärts, und auch die Rohstoffe tendierten überwiegend fester. Die Hedge Funds lieferten positive Ergebnisse – der HFRX Global Hedge Fund Index stieg im Berichtsmonat um 0,9%, und alle vier großen Hedge-Fund-Strategien beendeten den Juni im Plus, gemessen an den jeweiligen HFRX-Indizes (auf US-Dollarbasis).

Die Fonds erhöhten ihr Marktengagement im Berichtszeitraum. Hintergrund war die Normalisierung nach den „Rotationen“, die von März bis Anfang Mai an den Aktienmärkten stattgefunden hatten, erläutert GAM-Fondsmanager Anthony Lawler. „Die Hedge Funds beurteilen das Spektrum der Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, überwiegend positiv, was sich im Anstieg ihres Bruttoengagements – bei stabilem Netto-Marktengagement – zeigt. Aktien und Unternehmensanleihen erreichen momentan in einigen Regionen Allzeithochs, und viele Fondsmanager halten es für opportun, jetzt Long- und Short-Ideen mit entsprechenden Trades auszudrücken, statt einseitig auf Long-Positionen zu setzen.

 

„Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Anlagethemen bis in die zweite Jahreshälfte hinein Bestand haben werden“, meint Lawler. „Unsere Einschätzung ist positiv. Die Notenbanken sorgen weltweit für ein günstiges Liquiditätsumfeld. Ein weiterer positiver Faktor für die Börsen sind die passablen Wachstumsraten. Für Relative-Value-Strategien und Anlagen in Unternehmensanleihen eröffnen sich durch die Suche der Anleger nach höheren Renditen weiter interessante Gelegenheiten. Die Event-Driven-Strategien erhalten unterdessen immer noch kräftige Unterstützung durch die Zahl der Fusionen (mit einer Fortdauer des lebhaften Geschehens wird gerechnet). Bei Aktien haben die Fonds Positionen in Europa, Japan und den USA aufgestockt. An den traditionellen Makromärkten schließlich bieten sich Gelegenheiten durch unterschiedliche Konjunkturverläufe und Notenbankpolitiken in den einzelnen Ländern. Gehalten werden etwa Long-Positionen im Pfund, Long-Positionen im US-Dollar gegenüber Yen und Euro sowie taktische Long-Positionen in europäischen und japanischen Aktien. Hinzu kommen länderspezifische Ideen in Schwellenländern, wie beispielsweise eine Long-Position in brasilianischen Zinsen (ein enttäuschendes Wachstum in dem Land könnte eine Zinssenkung bewirken).“

Zur Jahresmitte lagen die Even Driven-Strategien mit einem Zuwachs von 4,4% seit Jahresbeginn an der Spitze, gefolgt von Relative Value (+1,6%) und Equity Hedge (+1,3%), gemessen anhand der jeweiligen HFRX-Indizes (auf US-Dollarbasis). Die Global Macro-Strategie lieferte im Juni ein positives Ergebnis, bleibt aber bei der Performance seit Jahresbeginn mit einem Minus von 0,7% das Schlusslicht – die Fondsmanager warten größtenteils noch darauf, dass ihre Themen Früchte tragen. 

Die Geldpolitik und das Dilemma der Zentralbanken

von Percival Stanion, Head of Asset Allokation bei Baring Asset Management. Die Zinsen könnten „schneller steigen, als es die Märkte erwarten”, sagte Mark Carney, Gouverneur der Bank von England (BoE), im Juni. Seine Aussage und das hastige Zurückrudern in den Tagen danach machen das Dilemma deutlich, in dem sich die Notenbanker der gesamten entwickelten Welt befinden. Auf der einen Seite wollen sie den Markterwartungen über ein letztendliches Ende der ultralockeren Geldpolitik eine Richtung geben und auf der andern Seite sind die realen Wirtschaftsdaten für viele Märkte schwach genug, um die Anhebung der Zinsen zurückzuhalten. In der entwickelten Welt hat jede Zentralbank ein etwas anderes Kommunikationsproblem zu überwinden, sie müssen jedoch alle darauf achten, ihre eigene Glaubwürdigkeit nicht zu untergraben. In den USA hat ein strenger Winter das Durcheinander noch verstärkt.


Das BIP des ersten Quartals wurde unlängst nach unten auf einen Rückgang von nun -2,9% korrigiert, was zwangsläufig zu einer insgesamt niedrigeren Wachstumsrate für das Jahr 2014 führen wird. Unserer Ansicht nach könnten vermehrte Ausgaben im zweiten Quartal den Daten Auftrieb verleihen, diese dürften in der zweiten Jahreshälfte dann allerdings wieder nachgeben. Entsprechend der schwächeren Wirtschaftsaktivitäten sollte der Inflationsdruck unserer Einschätzung nach relativ moderat bleiben. Im Interesse der US-Notenbank Federal Reserve dürfte es liegen, wenn die Zinsen bis weit ins Jahr 2015 unverändert bleiben. Ihr Doppelmandat, das Fördern sowohl von Wachstum als auch von Vollbeschäftigung, verpflichtet politische Entscheidungsträger dazu, einen Beitrag zu leisten für günstige Bedingungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Und obwohl unlängst ein stabiles Beschäftigungswachstum zu erkennen war, gibt es nach wie vor eine Vielzahl an Langzeitarbeitslosen. Ungeachtet dessen könnten Ereignisse wie ein starker Rückgang der Arbeitslosigkeit oder ein kräftiger Inflationsanstieg erwähnte Entscheidungsträger zu einer schnelleren Reaktion zwingen, da sie ansonsten einen erheblichen Verlust ihrer Glaubwürdigkeit riskieren würden.

Währenddessen hat Herr Carney in Großbritannien seine eigene Forward-Guidance-Strategie unterminiert, indem er die Möglichkeit für eine  frühere Zinsanhebung andeutete. Dies dürfte vielleicht überhebelte Positionen abgeschüttelt haben, und Herr Carney muss jetzt jedoch aufpassen, dass er seine Glaubwürdigkeit nicht beschädigt. Erste Daten über die Auswirkungen von strengeren Bewilligungsstandards von Hypothekenanträgen scheinen darauf hinzudeuten, dass der Markt signifikant zurückgegangen ist. Dies könnte ausreichend sein, um die Wirtschaftswachstumsrate von Großbritannien von noch kürzlich 3% abzuschwächen und es könnte auch genug sein, um die erste Zinsanhebung auf nächstes Jahr zu verschieben. Sollten die Daten jedoch aufgrund der anhaltenden Schaffung von Arbeitsplätzen und der steigenden Gehälter stabil bleiben, muss die BoE unserer Ansicht handeln oder sie riskiert einen enormen Vertrauensverlust. In Europa verwandelt Mario Draghi die Europäische Zentralbank erfolgreich in eine pragmatischere Institution, indem er beispielsweise weiterhin in einem stetigen Dialog mit den Märkten steht. Die Erholung in Europa schreitet weiter voran und das BIP könnte dieses Jahr die Marke von 1,5% erreichen. Die deflationären Kräfte sind jedoch immer noch machtvoll, insbesondere in den schwächeren Peripherieländern. Aus diesem Grund wartet Herr Draghi mit einem ganzen Maßnahmenpaket auf, das dieser Entwicklung entgegenwirken soll und besonders auf die Problematik der hohen Kreditkosten für kleine und mittelgroße Unternehmen im Süden eingehen soll. Für die meisten Initiativen hat Herr Draghi von den Märkten bisher einen Vertrauensvorschuss erhalten, er könnte jedoch, jetzt, mit dem Beginn eines konkreten Plans, auf eine harte Probe gestellt werden.

Mit Abstand zu den Details erscheint die globale Geldpolitik nach wie vor sehr wachstumsfördernd, was unsere Übergewichtung für Aktien unterstützt. Wir müssen jedoch auch zur Kenntnis nehmen, dass die Marktbewertungen innerhalb der vergangenen 18 Monate enorm gestiegen sind. Obwohl die Aussichten bei den Unternehmensgewinnen moderate Zuwächse zulassen, wäre ein weiterer Bewertungssprung kaum zu rechtfertigen. Die Entwicklung von Aktien könnte also schleppend vorangehen, trotzdem befinden sich  Aktien nach wie vor in einer besseren Position als andere Anlageklassen. Innerhalb der Assetklasse behalten wir unsere Übergewichtung in Japan bei, was skeptische Anleger immer noch überraschen dürfte. Im Vergleich zu anderen Märkten ist Japan attraktiv bewertet und die erwarteten Gewinnzuwachsraten sind solide untermauert. Des Weiteren haben wir unsere Einschätzung zu Schwellenländern auf den Status neutral angehoben. Die langfristige Geschichte ist im Vergleich zu westlichen Ländern immer noch überzeugend und das Bewertungsniveau ist mittlerweile angemessen. Europäische Aktien haben wir auf eine Untergewichtung herabgestuft, da die Empfindlichkeit des Bankensystems und die Spannungen durch die neue Basel III-Richtlinie die Initiativen von Herrn Draghi zunichtemachen könnten.

Unsere Ratings für Staatsanleihen haben wir nicht verändert, wir haben jedoch Hochzinsanleihen auf eine Untergewichtung herabgestuft. Der Substanzwert schwindet in diesem Segment schnell und die Liquiditätsbedingungen belasten die Handelbarkeit. Einen Mehrwert finden wir bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen, für die wir unsere Übergewichtung beibehalten. Mit Blick auf Sektoren haben wir Energie auf neutral heraufgestuft. Den Finanzsektor haben wir auf neutral herabgestuft und Telekommunikation und Versorger untergewichtet. Bei den Währungen haben wir das Pfund Sterling nach einer starken Entwicklung auf eine Untergewichtung herabgestuft und den Yen auf neutral angehoben.